Im Rahmen des Demo-Donnerstags wurde von der Community über ein Spiel zur Vorführung abgestimmt. Die Wahl fiel nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen auf Soulframe. Dabei wurde ein dritter Kandidat, Skull Horde, früh aus dem Rennen geworfen. Der Streamer testete den Titel anschließend eingehend.

Just Chatting
00:00:00

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Streamstart und Programmankündigung

00:10:38

Der Stream beginnt mit technischen Einstellungen. Für den Abend sind zwei noch unveröffentlichte Spiele geplant, die der Streamer nicht nennen darf. Es wird ein langer Abend mit mehreren Programmpunkten, darunter die THQ Nordic Show. Er hat sich bereits ein geleaktes Bild sichergestellt und kündigt einen Multiplayer-Shooter an, von dem er sich Action verspricht. Ein Einwurf in den Chat deutet auf Fortnite hin, was der Streamer jedoch sofort mit "Oh Gott" korrigiert.

Demo-Donnerstag Konzept und Abstimmung

00:19:02

Nach dem Einleiten in den Demo-Donnerstag erklärt der Streamer das Konzept: Zuschauer wählen Demos aus, die der Streamer persönlich interessant findet. Er gibt zu, dass seine Investition der Kanalpunkte bei der letzten Abstimmung ein Risiko darstellte, aber im Falle von Let Them Trade ein gutes Ergebnis lieferte. Er bittet die Chat-Teilnehmer, aktuell für sie interessante Demos zu nennen und definiert Demos weit, inklusive Playtests.

Demo-Kandidaten und Umfrage

00:22:38

Der Streamer stellt die finalen Demo-Kandidaten vor. Dazu gehören The Scouring, ein Strategiespiel im Stil von Warcraft 3, und Skull Horde, ein Action-Spiel mit Metal-Musik im Trailer. Als dritter Kandidat wird Soulframe, eine Alpha des neuen Spiels der Warframe-Macher, vorgeschlagen, die per Abstimmung zugelassen werden kann. Eine Umfrage wird gestartet, bei der die Zuschauer mit Tiberium, der Währung des Streams, für ihren Favoriten abstimmen können.

Abstimmungsauswertung und Gewinner

00:41:17

Die Abstimmung ist sehr knapp und spannend gestaltet. Skull Horde verliert früh an Stimmen und scheidet aus. Es entsteht ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen The Scouring und Soulframe. Trotz eines Vorsprungs für The Scourung schaffen es die Soulframe-Anhänger durch eine Großspende kurzfristig die Führung zu übernehmen. Soulframe gewinnt die Abstimmung sowohl kapitalistisch als auch demokratisch.

Diskussion über Influencer-Einfluss

00:54:46

Die Unterhaltung schweift zu einer allgemeinen Diskussion darüber, wie viel Einfluss Streamer auf den Erfolg von Spielen haben können. Es wird vermutet, dass Publisher gezielt Streamer bezahlen könnten, um ihre Spiele zu bewerben. Der Streamer diskutiert die These, dass Zuschauer oft ein Spiel nur ansehen, anstatt es zu kaufen, und teile seine persönlichen Erfahrungen. Er ist der festen Überzeugung, dass Streamer vor allem bei Indie-Spielen eine positive Rolle spielen, indem sie Geheimtipps entdecken und weiterempfehlen.

Soulframe
01:11:22

Soulframe

Start von Soulframe und erste Eindrücke

01:12:03

Nach der Entscheidung der Community beginnt das Spielen von Soulframe. Der Streamer präsentiert die ungewöhnliche und poetische Charaktererstellung, bei der das Aussehen des Avatars durch ein Gedicht beschrieben wird. Er ist von der Atmosphäre und der Art der Gestaltung sofort angetan und beginnt, seinen Charakter zu erstellen, wobei er sich für einen bleichen Edgelord-Stil entscheidet.

Charakter-Kreation und Spielstart

01:19:27

Nach der Charakterauswahl, die klischeehafte irische Elemente wie grüne Eyes und steinerne Haut aufweist, landet der Spieler an einer Küste. Ein Spatz fungiert als Wegbereiter und führt zu einem ersten Lager. Dort wird das Interface vorgestellt, das das Ausrüsten mit Waffen, die Verteilung von Stat-Punkten auf Tugenden und das Anpassen von Fähigkeiten umfasst. Der Spieler entscheidet sich für den Spirit-Pakt, der Magie-Fähigkeiten wie Versteinern, Heilung und einen Vogelschwarm bietet, während er gleichzeitig Nahkampfwaffen wie einen Stab erhält. Die Kämpfe fühlen sich zunächst simpel aber befriedigend an, da der Spieler mit Auto-Aim-Angriffen und dem Heilzauber mächtig wirkt.

Warframe-Vergleich und Kritik

01:38:11

Der Streamer vergleicht Soulframe eingehend mit Warframe und kritisiert dessen Designphilosophie. Er beschreibt Warframe als ein Spiel, das man mit einem Wiki spielen muss, da es viele Mechaniken und Storyelemente kaum oder spät erklärt. Ein Kernproblem sei, dass neue Spieler Inhalte wie mehrere Open Worlds oder Story-Events sehr früh freischalten, die für langjährige Spieler schrittisch eingeführt wurden und deren Sinnzusammenhang erst im Kontext verständlich ist. Diese für neue Spieler verwirrende Reihenfolge könne die Story und den Lernprozess erheblich stören, auch wenn die Gameplay-Mechaniken von Warframe gelobt werden.

Steuerung und Gameplay-Mechaniken

01:48:07

Die Steuerung wird als ähnlich zu Warframe beschrieben, mit Tastenbelegungen für Waffenwechsel (R), den Soul-Mode (E) und Fähigkeiten (1-2-3). Eine Kritikpunkt ist das Rollen, das durch Doppelklick aktiviert wird, was als langsam und unpräzise empfunden wird. Der Soul-Mode, der eigentlich eine alternative Sichtweise oder Interaktionsweise ermöglichen soll, wird zu Beginn als nutzlos empfunden. Spielerische Stärken von Soulframe werden im Vergleich zu Warframe ausgemacht, insbesondere die effektiveren Nahkampf-Kämpfe, die Parry-Mechanik und das ansprechendere Level-Design, das den Spieler zum Erkunden anregt.

Umkehren zur Nahkampf-Klasse

02:19:27

Nachdem der Spieler zunächst mit einem Stab kämpft, wechselt er zur Freude des Chats und aufgrund eigener Vorlieben auf eine Nahkampfwaffe, wie ein Schwert. Dies ist möglich, da das Spiel einen kostenlosen Respec der Attribute erlaubt. Obwohl Nahkampf anspruchsvoller ist, da es mehr Aufmerksamkeit und Timing erfordert, wird er als deutlich spaßiger empfunden. Passiv-Fähigkeiten wie das Festhalten von Gegnern durch Wurzeln und die neue offensive Fähigkeit 'Smite', die Seelen von Gegnern aufdeckt, machen die Kämpfe dynamischer und interaktiver. Der Spieler entdeckt einen Weg in ein Dorf, das von korrumpierten Maschinen bedroht wird.

Interaktive Quests und Atmosphäre

02:45:09

Im Dorf trifft der Spieler auf einen NPC, der Informationen verlangt und Dialogoptionen anbietet, die jedoch teilweise noch nicht funktionieren. Nachdem der Spieler die Maschinen zerstört hat, die einen Naturgeist krank machen, erhält er eine Belohnung. Diese Quest verdeutlicht die Mischung aus keltischer Folklore und Science-Fantasy, die der Streamer sehr gelobt. Der Wechsel der Gebiete, wie vom Strand in ein dunkleres, tieferes Areal, wird als atmosphärisch stimmig und stimmungsvoll beschrieben, was die Erkundungsgier des Spielers weckt.

Progression und Kampf-Tiefe

02:49:55

Mit zunehmender Stärke des Charakters und dem Erlangen neuer Fähigkeiten, wie dem Schwertwurf, werden die Kämpfe komplexer und spaßiger. Mechaniken wie ein gelungenes Parry, ein Stagger (Betäubung) der Gegner oder ein Gegenangriff werden als sehr befriedigend empfunden. Der Spieler realisiert, dass die Kombination von Nahkampf mit den Fernkampffähigkeiten des Grace-Pakts, wie Unsichtbarkeit und Decoy, potenziell für einen agilen, tücklichen Spielstil sehr interessant wäre und Spielvielfalt verspricht. Die Spieleffekte und das Feedback werden weiterhin als stark gelobt.

Erste Erfahrungen und Ressourcenmanagement

02:52:17

Der Stream beginnt mit den ersten Eindrücken aus der Demo, bei denen Interaktionsmöglichkeiten getestet werden. Dabei wird festgestellt, dass Gegner manchmal kleine Beutel fallen lassen, die leicht übersehen werden können. Dies führt zu einer Diskussion über den späteren Grind im Spiel, bei dem man sich wünschen wird, mehr der anfänglich scheinbar unbedeutenden Crafting-Ressourcen gesammelt zu haben. Der Fokus liegt auf der Wichtigkeit, von Anfang an alle möglichen Ressourcen aufzusammeln, um später nicht im Crafting-Prozess aufzufehlen.

Ankündigung und Diskussion von 'Wanderburg'

02:56:00

Ein kleiner Exkurs führt zum Survival-Roguelike 'Wanderburg' von dem Berliner Studio Randwerk. Das Spiel, bei dem man eine fahrende Burg durch Feindesorden steuert und ausbaut, wird als extrem vielversprechend und persönlich ansprechend beschrieben. Der Streamer hat zwar nur einen Trailer gesehen, findet das Konzept aber so überzeugend, dass er den Titel auf seiner Wunschliste für einen möglichen Playtest hat, für den man sich auf Steam eintragen kann.

Gameplay-Mechaniken und Kampf-System

03:00:36

Die Demo zeigt verschiedene Gameplay-Elemente. Der Spieler erkundet Gebiete, sammelt Fragmente für Feuerelemente und entdeckt die Steuerung von Objekten wie Leitern. Ein zentraler Punkt ist der Vergleich der Kampf-Optionen. Während der Bogen und das Schwert als spaßig und interessant empfunden werden, wird der Zauberstab als spielerisch zu einfach und monoton kritisiert. Der Kampf fühlt sich noch nicht tief genug an und fehlt im Vergleich zu anderen Titeln die mechanische Vielfalt, insbesondere im Bereich der Bewegungsfreiheit.

Ein Rätsel und der Bosskampf

03:20:39

Bei der Erkundung stößt der Spieler auf ein Rätsel, das das richtige Ausrichten von Statuen erfordert. Dies erweist sich als herausfordernd und erfordert Trial-and-Error, bis ein Hinweis aus dem Chat hilft. Das Rätsel löst einen Bosskampf gegen einen vom Feind besessenen Hirsch aus. Dieser Kampf wird als spielerisch einfach, aber atmosphärisch stark bewertet. Eine Mini-Spielsektion mit einem Ziffernblock, die das Erwecken der Naturgeister erfordert, sorgt für Abwechslung, bleibt aber mechanisch simpel.

Eindrücke und Fazit zur Demo

04:04:46

Nach dem Bosskampf zieht der Streamer ein erstes Fazit. Er lobt die ästhetische Gestaltung der Welt und die coole Atmosphäre, merkt aber an, dass das Gameplay noch zu oberflächlich und repetitiv ist. Die Kämpfe fühlen sich im Vergleich zu Titeln wie Warframe noch nicht tief genug an und bieten nicht genug Optionen. Der Streamer ist der Meinung, dass das Spiel Potenzial hat, aber noch weiterentwickelt werden muss, um den Spieler wirklich zu fesseln und ihn zur Rückkehr zu motivieren.

Abschließende Bewertung und Ausblick

04:20:16

Das Fazit bleibt gemischt. Während es Momente gibt, in denen das Spiel richtig Spaß macht, überwiegt die leichte Enttäuschung über die geringe spielerische Tiefe im aktuellen Zustand. Der Vergleich zu Warframe wird angezogen, bei dem das Bewegungssystem schneller den Spieler in den Bann zieht. Der Streamer bereut, sich nicht strenger an die Story zu halten, um die Spielmechaniken früher zu entfalten. Dennoch wird das Spiel als vielversprechend für zukünftige Versionen angesehen und für Interessierte erst nach dem Release empfohlen.