Das Microsoft-Massaker: Die Gaming-News der Woche

Microsoft kürzt massiv in der Spielebranche

Transkription

Es wurden bei Microsoft erneut 9000 Mitarbeiter entlassen, vor allem in der Gaming-Sparte. Es wird analysiert, dass Gaming nur eine kleine, unwichtige Sparte im Konzern ist. Obwohl der Konzern profitabel ist, wird bei Budgetkürzungen zuerst bei den Studios gespart, was langfristig das kreative Umfeld schädigen könnte.

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Einleitung und Problemstellung Microsoft

00:10:12

Der Streamer begrüßt seine Zuschauer und adressiert das aktuelle Hauptthema: die Nachrichten rund um Microsoft. Er erwähnt, dass das Thema die ganze Woche verschoben wurde, und will es nun umfassend behandeln. Er kritisiert dabei zunächst die Einstellmöglichkeiten von Werbung auf Twitch, da die automatisch empfohlenen Einstellungen für Werbeblöcke als exzessiv und schrecklich empfunden werden. Dies verdeutlicht ein anfängliches Unbehagen mit der Geschäftspraxis großer Technologiekonzerne, bevor er sich dem eigentlichen Kernthema widmet.

Massenentlassungen bei Microsoft

00:36:30

Nach einer persönlichen Einleitung zur Finanzierung von Inhalten geht der Streamer auf die aktuellen Nachrichten ein: Microsoft hat in einer zweiten Welle 9000 Mitarbeiter entlassen, nachdem bereits im Mai 6000 entlassen wurden. Die Gaming-Sparte sei dabei überproportional betroffen. Betroffen sind diverse Studios, die sowohl finanziell erfolgreiche wie King (mit Candy Crush) als auch Projekte in der Entwicklung wie Everwild von Rare oder das gecancelte Perfect Dark Reboot von The Initiative. Diese Maßnahmen werden als reine Sparpolitik kritisiert, unabhängig vom Erfolg der jeweiligen Projekte oder Studios.

Kritik und Rechtfertigung der Schließungen

00:50:03

Der Streamer wägt die Kritik an den Schließungen ab und erwähnt Gegenstimmen. Einerseits sei es verständlich, dass Projekte eingestellt werden, die sich finanziell nicht rechnen oder Managementfehler aufweisen, wie im Falle von Romero Games. Andererseits werden Beispiele wie HiFi Rush von Tango Gameworks angeführt, die als künstlerisch erfolgreich und vielversprechend galten, dennoch geschlossen wurden. Es wird die These diskutiert, dass Microsoft nach der Übernahme vieler Studios nicht wisse, was es damit anfangen solle und die Schließungen willkürlich wirken, insbesondere bei bewährten Studios wie Zenimax Online, deren neues MMO Blackbird eingestellt wurde.

Finanzbericht und strategische Neuausrichtung

01:07:11

Um die Kritik zu untermauern, analysiert der Streamer den aktuellen Finanzbericht von Microsoft. Obwohl der Gesamtkonzern im Vergleich zum Vorjahr um 16% mehr Einnahmen und 24% mehr Gewinn machte, wurden trotzdem 5% der Belegschaft entlassen. Besonders aufschlussreich ist die strategische Neuausrichtung: Im Brief von CEO Satya Nadella wird das Gaming-Geschäft kaum erwähnt und als letztes und kleinstes Geschäftsfeld eingestuft. Der Fokus liegt klar auf KI, Cloud-Diensten und Business-Anwendungen. Die hohen Kosten für die Übernahme von Activision Blizzard im Wert von 75 Milliarden Dollar stehen im krassen Gegensatz zu den relativ geringen und nur moderat wachsenden Einnahmen der Xbox-Sparte, was die Sparmaßnahmen im Sektor Gaming als Teil einer klaren Prioritätenverschiebung innerhalb des Konzerns erscheinen lässt.

Finanzanalyse und Gaming-Sparte von Microsoft

01:29:04

Der Streamer analysiert die Geschäftsberichte von Microsoft und stellt fest, dass die Gaming-Sparte im Vergleich zum Gesamtumsatz des Konzerns relativ klein ist. Dieses kleine Wachstum werde laut ihm hauptsächlich durch teure Übernahmen wie Activision Blizzard angetrieben. Dies könne erklären, warum die Gaming-Sparte bei Budgetkürzungen der Axt zum Opfer fällt, da sie als nicht essentielles Teil der Firma betrachtet wird. Er kritisiert, dass Projekte wie das neue MMO der ESO-Macher in der Bilanz kaum Gewicht hätten.

Microsofts kreative und managetische Geschichte

01:33:27

Ein Rückblick auf die Zeit unter Microsoft zeigt, dass das Unternehmen auch kreative Projekte ermöglicht hat. So durfte zum Beispiel Obsidian Pentiment entwickeln und Age of Empires wurde wiederbelebt. Gleichzeitig gibt es auch Fehlmanagement bei Kerneigenschaften wie Halo. Der Streamer gibt zu, optimistisch gewesen zu sein, als Microsoft Activision Blizzard übernahm, in der Hoffnung, das schlimme Management dort zu ändern. Dies sei nur teilweise eingetroffen.

Umgang mit Kündigungen und KI-Hype

01:43:07

Ein bei Xbox tätiger Executive Producer sorgte für Empörung, als er Betroffenen von Kündigungen riet, KI-Tools wie ChatGPT zur Bewältigung der emotionalen Last zu nutzen. Der Streamer findet dies völlig abgehoben und out of touch, da der Manager selbst seinen sicheren Job hat. Er äußert auch allgemeine Kritik am übermäßigen KI-Hype, der dazu führt, dass unnötige Pop-ups in jeder Anwendung auftauchen, die das Benutzungserlebnis stören, anstatt wirklich hilfreich zu sein.

Kritik am Game Pass Geschäftsmodell

01:52:44

Der Gründer von Ark Studios, dem Studio hinter Dishonored, kritisiert das Game Pass Modell als nicht nachhaltig, da es nur dank der endlosen Geldreserven von Microsoft funktionieren würde. Der Streamer differenziert: Einerseits sei das Modell für Entwickler eine gute Finanzierungsquelle, andererseits könne es nicht leugnen, dass Verkäufe beeinträchtigt werden. Der Hauptkritikpunkt sei jedoch, dass Microsofts uneingeschränkte Finanzierung zu Ende gehe, was das gesamte Ökosystem verunsichere und in Zukunft negative Auswirkungen auf die Spielequalität haben könnte.

Fazit und Ausblick für Xbox und die Branche

02:10:15

Zusammenfassend sei die Sparpolitik von Microsoft nachvollziehbar, da Gaming im Konzern nur eine kleine Sparte ist. Gleichzeitig sei es aber bedauerlich, dass offensichtlich talentierte Studios und Projekte gekappt werden, um kurzfristige Gewinne zu maximieren. Der Streamer sieht darin langfristig ein riskantes Vorgehen, das das kreative Umfeld schädigt und potenziell davon abhält, kreative Talente anzuziehen. Die Marke Xbox werde sich wahrscheinlich von einer Hardware-Marke zu einem reinen Publisher weiterentwickeln, der seine Spiele plattformübergreifend anbietet.

Urteil gegen Ubisoft-Manager

02:26:54

Ein positives Highlight war das Urteil gegen drei hochrangige Ubisoft-Manager wegen sexueller Belästigung und versuchter Vergewaltigung. Während das Urteil als wichtiger Signalgeber im Kampf gegen ein toxisches Arbeitsumfeld gesehen wird, wird die Strafe (Bewährungsstrafen und Geldstrafen im unteren fünfstelligen Bereich) als lächerlich und unverhältnismäßig kritisiert. Absurd sei zudem, dass der damalige CEO Yves Guillemot, unter dem dieses Klima herrschte, keine Konsequenzen zu tragen scheint.

Das überraschende Aus des Zenimax Online MMO

02:39:45

Ein schwerer Schock war die Einstellung des vielversprechenden Zenimax Online MMO, auch als Zenimax Online Studios RPG bekannt. Laut Insider-Quellen war das Spiel bereits weit fortgeschritten und hatte auch den hochgelobten CEO Phil Spencer beeindruckt. Die Kündigung des Studiochefs direkt nach der Ankündigung des Projekts wird als Zeichen für extrem schlechtes Management gewertet. Dies zeigt, wie riskante und teure Projekte in einem auf kurzfristige Gewinne ausgerichteten System schnell auf der Strecke bleiben.

Scheitern des ambitionierten Projekts Everywhere/MainzEye

02:48:25

Der Fall des vielversprechenden Spiels Everywhere von Leslie Benzies, einem der Masterminds hinter GTA, zeigt, wie sich ambitionierte Pläne zerschlagen können. Aus einem vielversprechenden Projekt, das eine Spielbauplattform wie Roblox werden sollte, wurde über die Jahre der Shooter MainzEye. Das Projekt floppte katastrophal, weshalb Sponsoren wie Gronkh und FluffyKeeper kurz vor dem Launch ausstiegen. Der Markteintritt wurde zu einem Desaster und ist ein weiteres Beispiel für das Fehlen von Management in der Spieleentwicklung.

Everything Everywhere Once: Der Flop eines Shooters

02:56:29

Der Streamer analysiert den katastrophalen Launch des Spiels 'Everywhere', das vor zwei Jahren als innovatives Open-World-Bauspiel angekündigt wurde. Nach einer verwirrenden und teuren Marketingkampagne erschien es als ein sehr generischer Shooter mit eingeschränkten Bauoptionen. Das Spiel floppte auf Steam mit nur 37% positiven Bewertungen. Die Entwickler, insbesondere CEO Leslie Benzies, mach afterwards die absurden Vorwürfe, das Spiel sei sowohl von außen durch Konkurrenten wie Rockstar als auch von innen durch sabotierende Mitarbeiter sabotiert worden worden.

Update für Manó Lords und Hooded Horse-Publisherwechsel

03:08:51

Ein positiveres Thema ist das große Update für Manó Lords, das das Interface mit mittelalterlichen Grafiken verbessert und ein neues Affinitätssystem einführt. Dieses System lässt die Eigenschaften eines Gebietes die Gebäude-Produktion beeinflussen, wodurch eine strategische Ressourcen- und Waldnutzung notwendig wird. Gleichzeitig wechselte das neue Heroes of Might and Magic bei Ubisoft zum Publisher Hooded Horse, bekannt für Spiele wie Ménords. Diese Partnerschaft wird als gute Nachricht für die Zukunft der IP gesehen, da Ubisoft sich angeblich auf seine Kernmarken konzentriert.

Konsequenzen der Microsoft-Kürzungen und Branchen-Störungen

03:13:43

Die Auswirkungen der Kürzungen bei Microsoft und Bethesda sind weiterhin ein zentrales Thema. Viele führende Entwickler verlassen Rare aufgrund der Kürzungen, und Blizzard stellt die Unterstützung für Warcraft Rumble ein. Gleichzeitig wird die Unstimmigkeit bei Subnautica 2 thematisiert, da die Studio-Chefs kurz vor dem Early-Access-Release vom Publisher Craftworld ersetzt wurden. Ein neuer Chef kommt vom Studio hinter dem gescheiterten The Callisto Protocol, was als deutliches schlechtes Zeichen gewertet wird.

Helldivers auf Xbox: Ende der Exklusivität bei Sony?

03:22:26

Der Streamer bespricht die Veröffentlichung des Sony-Spiels Helldivers auf der Xbox, was einen signifikanten Strategiewechsel bei Sony darstellt. Während Sony bei seinen prestigeträchtigen Singleplayer-Spielen weiterhin auf Exklusivität setzt, wählt man bei Service Games den gegenteiligen Weg und macht sie weit verfügbar. Dieser Schritt wird als positiv für die Spielerbase bewertet, auch wenn er der von Microsoft und Sony geführten Konsolenkrieg-Konfrontation widerspricht.

Kritik an CEO-Gehältern in der Spielebranche

03:26:53

Anhand einer Grafik vom EA-CEO-Gehalt im Vergleich zum Median-Gehalt der Mitarbeiter wird die Diskrepanz in der Branche kritisiert. Während der CEO 2022 immer noch 10 Millionen Dollar verdiente, sank das durchschnittliche Mitarbeitergehalt von 149.000 auf 117.000 Dollar. Der Streamer betont, dass solche Grafiken immer gezeigt werden sollten, wenn Spielefirmen Stellenabbau mit der Notwendigkeit für die Zukunft begründen. Er kritisiert zudem die negative Berichterstattung auf Social Media, die ein verzerrtes Weltbild erzeugt, und spricht von eigenen Anstrengungen zur Reduzation des Medienkonsums.

Projekt-Absagen: Die verlorenen Fortsetzungen von Perfect Dark und Outriders

03:43:46

Eine traurige Nachricht war die Einstellung des Entwicklerstudios Perfect Dark bei Microsoft. Aber auch People Can Fly, die Macher von Painkiller, mussten zwei Projekte stoppen, darunter die lang erwartete Fortsetzung Outriders 2. Dies wird als sehr schade empfunden, da der erste Outriders als kurzweiliger und gelungener Loot-Shooter galt, der nicht wie andere Service-Spiele ausgehobelt wurde. Die Einstellung stellt einen erheblichen Verlust für die Vielfalt im Genre dar.

Tempest Rising
03:44:36

Tempest Rising

Tempest Rising: Live-Schlacht mit maximaler Bevölkerung

03:45:29

Zum Abschluss spielt der Streamer mit Zuschauern Tempest Rising, ein klassisches RTS, das stark an Command & Conquer erinnert. Im Zuge eines neuen Updates, das den Bevölkerungslimit erhöht und neue Karten bringt, starten sie ein Spektakel-Spiel. Das Ziel ist, nicht gut zu spielen, sondern mit bis zu 500 Einheiten pro Spieler maximale Schlachten zu austragen und das Spiel an seine Grenzen zu bringen. Der Streamer betont den nostalgischen Charme des Spiels und die gelungene Homage an die Genre-Klassiker.

Spieldynamik und Ressourcenmanagement

04:22:31

Das Stream-Team analysiert die aktuelle Partie in Tempest Rising und erkennt Herausforderungen im Ressourcenmanagement. Lakuza nutzt Tempest-Felder effizienter, während Maurice auf teure Elite-Einheiten setzt. Dies führt zu strategischen Unstimmigkeiten und der Überlegung, eine größere Karte mit mehr Ressourcen für eine geplante Schlacht zu nutzen, um den Popcap von 500 zu erreichen und epische Massenschlachten zu ermöglichen.

Chat-Zensur und technische Aspekte

04:26:31

Ein unerwartetes technisches Problem tritt auf, als eine unerklärliche Durchsage im Stream zu hören ist. Gleichzeitig beklagt der Streamer eine problematische Chat-Zensur, die auch normale deutsche Wörter zensiert. Dies führt zu einer Diskussion über die unangemessene Filterintensität im Spielchat und stört die Kommunikation mit den Zuschauern.

Strategische Neuausrichtung

04:44:17

Nach Analyse der ersten Runde wird die Strategie für eine zweite, größere Partie angepasst. Das Team wählt eine Map mit besseren Ressourcen und Koordinationsmöglichkeiten. Maurice entscheidet sich für die Dynasty-Fraktion, und die Lobby wird mit einem 500-Popcap-Setting und Startressourcen vorbereitet, um eine effektivere und spektakulärere Schlacht zu gewährleisten.

Multiplayer-Philosophie und Vergleiche

04:51:49

Der Streamer reflektiert über seine Vorliebe für unkompetitive Multiplayer-Formate wie Free-for-Alls und No-Rush-Modi. Er zieht Parallelen zu klassischen LAN-Partys und alten RTS-Spielen wie Command & Conquer und betont, dass ihm der Spaß und die epischen Schlachten mehr liegen als der stressige competitive 1v1-Modus.

Massenschlacht auf der Brücke

05:10:28

Die lang erwartete Materialschlacht beginnt, als sich die Armeen der Spieler auf einer strategisch wichtigen Brücke treffen. Maurice setzt auf Balleinheiten und Artillerie, während taktische Rückzüge und koordinierte Angriffe den Verlauf der Schlacht bestimmen. Die Auseinandersetzung ist von hoher Dynamik und massiver Verluste auf beiden Seiten geprägt.

Interne Rivalitäten und Verrat

05:13:45

Während des Spiels eskaliert die Rivalität zwischen Maurice und Lakuza. Maurice beschuldigt Lakuza, ihm absichtlich im Weg zu stehen und seine Ressourcen zu stehlen, und sieht darin einen Akt des Verrats nach einem früheren Angriff auf seine Erntemaschinen. Die Spannung innerhalb des Teams steigt merklich an.

Game-Balance und Fraktionenvorteile

05:31:48

Ein Diskussion über die Balance des Spiels entbrennt, als Maurice feststellt, dass die Dynasty-Fraktion im Gegensatz zur GTF-Fraktion über keine Ressourcen-generierenden Raffinerie-Upgrades verfügt. Er empfindet dies als 'absolute Unverschämtheit' und objektiven Nachteil, was die Balance zwischen den Fraktionen in Frage stellt.

Schäbige Taktiken und spielerische Niederlage

06:09:29

In einem 1-gegen-1-Duell setzt Maurice, nachdem er auf dem Feld geschlagen wurde, auf eine 'niederträchtige' Taktik: Er droppt mit einem Ingenieur in die Basis seines Gegners, um dessen Hauptquartier zu kapern. Obwohl er das Gebäude zerstört, hat sein Gegner bereits gewonnene Verteidigungsanlagen gebaut, was zu einer frustrierenden und amüsanten Situation führt.