Es wurde eine detaillierte Analyse des Publisher-Untergangs THQ vorgenommen. Die Gründe für den Konkurs 2012 lagen in strategischen Fehlern wie dem gescheiterten U-Draw-Tablet und internen Machtkämpfen. Parallel dazu wurde die These vom Tod des linearen Fernsehens diskutiert, insbesondere bei der Zielgruppe der unter 25-Jährigen.

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Eröffnung und produktionserfahrung

00:15:06

Der Stream beginnt mit einer Begrüßung und einer Erklärung zur verspäteten Startzeit an diesem Dienstag. Der Streamer erwähnt, dass er es geschafft hat, trotz des anstrengenden Dienstags den Stream zu starten. Er teilt mit, dass der Tag besonders war, da er außerhalb des Studios produzierte und dabei sogar an etwas mitgewirkt hat, worüber er noch nie sprechen durfte. Ein Telefonat wird als besonders spannend beschrieben.

Themenankündigung und Nikipedia-Review

00:20:23

Nach einer kurzen Unterbrechung und Begrüßungen gibt der Streamer einen Überblick über die Themen des Abends. Der Hauptfokus liegt auf dem Review von Beiträgen kleinerer Influencer, um deren zukünftige Frequenz im Stream zu prüfen. Zunächst wird das neueste Video von Nikipedia besprochen, das den Titel "Fernsehen ist tot" trägt und sich mit dem linearen Fernsehen auseinandersetzt. Interessanterweise ist dies ein Thema, das auch für einen am nächsten Tag auf dem Zweitkanal erscheinenden Beitrag relevant ist.

Analyse des linearen Fernsehens

00:24:11

Der Streamer beleuchtet die aktuelle Situation des linearen Fernsehens eingehend. Er konstatiert, dass die Zielgruppe unter 25 Jahren kaum noch klassisches Fernsehen konsumiert. Für die Altersgruppe bis 40 Jahren habe sich die tägliche Sehdauer drastisch reduziert. Die offiziellen Statistizen zeigen jedoch auch, dass lineares Fernsehen bei älteren Zielgruppen und für Live-Events weiterhin relevant ist. Die Auswertung der Daten ergibt ein widersprüchliches Bild über den Tod des klassischen Fernsehens.

Kritik an Reichweite und Zukunftsausblick

00:33:53

Es wird kritisch hinterfragt, ob die Reichweite von kurzen Online-Clips mit denen von vollständigen Sendungen gleichgesetzt werden kann. Der Streamer vermutet eine Verbrauchertäuschung durch Marketingagenturen. Die BBC wurde als Beispiel genannt, die bis 2035 komplett auf Online-Broadcasting umstellen wird. Abschließend wird die These aufgestellt, dass lineares Fernsehen für junge Menschen bereits tot ist, da sie gelernt haben, nicht warten zu müssen und Inhalte On-Demand zu konsumieren.

Analyse des THQ-Untergangs

00:41:30

Nach einer Unterbrechung und einer Ankündigung weiterer Videos auf den Kanälen, wechselt der Stream zu dem angekündigten Video über den Publisher THQ. Es wird die Geschichte von THQ seit seiner Gründung 1989 beleuchtet. Der Erfolg basierte zunächst auf der Sicherung von Lizenzen für Kinderfilme und Wrestling. Später expandierte der Publisher mit eigenen IPs wie "Saints Row" und "Red Faction" und wurde zu einem der größten Konkurrenten von EA und Activision.

Rückblick und strategische Fehler

01:12:12

Ein Rückblick auf die unzähligen Sparten zeigt, dass THQ für jeden etwas im Sortiment hatte. Dieser Diversifikationsansatz war sowohl die größte Stärke als auch die größte Schwäche. Der hohe finanzielle Druck, in vielen Genres vertreten zu sein, wurde durch die globale Finanzkrise 2008 und den schwindenden Markt für Lizenztitel noch verstärkt. THQ war an Verträge gebunden, Spiele für Kinder zu produzieren, obwohl der Markt bereits Smartphones und Tablets zugewandt war.

Der strategische Fehlschlag U-Draw

01:17:01

Als entscheidender strategischer Fehler wird das U-Draw Game Tablet identifiziert. Obwohl das Tablet für die Wii zunächst über eine Million Mal verkauft wurde, entschied sich THQ, es auch für die Core-Gamer-Plattformen PS3 und Xbox 360 zu portieren. Diese Geräte hatten jedoch eine völlig andere Zielgruppe, was zu einem katastrophalen Flop führte und das Unternehmen stark belastete. Dieser Fehlschlag gilt als einer der Gründe für den späteren Konkurs.

Das U-Draw-Debacle und interne Machtkämpfe

01:20:11

Der U-Draw-Tablet-Controller erwies sich als Desaster für THQ. Trotz Produktion von Millionen Einheiten, blieb die Nachfrage aus, was zu 1,4 Millionen unverkauften Einheiten führte. Dieses Scheitern war kein Unfall, sondern das Ergebnis interner Konflikte. Das Unternehmen war in zwei Lager gespalten: die Core Games Abteilung für anspruchsvollere Titel und die Kids and Familie Sparte. Diese agierten wie unabhängige Firmen und buhlten um Ressourcen und Management-Aufmerksamkeit. Während die Core-Abteilung für Langfristrelevanz sorgte, konnte die Kids-Abteilung das U-Draw-Projekt durchsetzen,尽管来自市场研究和核心部门的警告被忽视了。

Die Metacritic-Falle und die Folgen

01:22:21

Ein weiteres Management-Problem war die übermäßige Fokussierung auf Metacritic-Bewertungen. Das Spiel Homefront von 2011 erhielte durchschnittliche Kritiken mit einem Metacritic-Score von 70. Dies führte innerhalb eines Tages zu einem Kurssturz von 25% der THQ-Aktie. Das Management reagierte mit Panik und schloss fast unmittelbar nach dem Release das Entwicklerstudio Chaos Studios. Dies schickte ein schlechtes Signal an die Branche und schadete dem langfristigen Markenaufbau, da die Kreativität und das Vertrauen im Unternehmen litt. Eine durchschnittliche Bewertung wurde zur Katastrophe stilisiert.

Der Niedergang und die Versteigerung von THQ

01:25:51

Trotz starker Titel wie Metro 2033 und Saints Row geriet THQ in eine finanzielle Krise. Der Aktienkurs stürzte ab, was zu massiven Stellenabbau und Studio-Schließungen führte. Versuche, das Ruder rumzureißen, scheiterten. Im Dezember 2012 meldete THQ Insolvenz an, was zu einer Zerschlagung des Unternehmens führte. Die Gläubiger verlangten die Versteigerung, um aus den einzelnen Überresten so viel Geld wie möglich zu holen. Bei der Versteigerung sicherten sich große Player wie Ubisoft, Sega und Koch Media die Filetstücke, darunter Marken wie South Park, Darksiders und Saints Row.

Das Erbe von THQ und die Wiedergeburt als THQ Nordic

01:30:55

Während die großen Konkurrenten die prestigeträchtigen Marken von THQ aufteilten, kaufte das bis dahin wenig bekannte schwedische Unternehmen Nordic Games fast alles Übrige für einen geringen Preis. Sie verfolgten eine neue Strategie: Statt riskante Hardware-Projekte zu finanzieren, konzentrierten sie sich auf die Pflege der alten Marken. Sie holten sogar ehemalige Entwickler zurück. 2014 kaufte Nordic Games die Rechte am Namen THQ und änderte 2016 offiziell seinen Namen zu THQ Nordic. Heute ist THQ Nordic Teil der Embracer Group und hat es geschafft, die DNA des ursprünglichen THQ erfolgreich wiederzubeleben.