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Tag 2 des Gaming-Marathons: Hype und Werbe-Pausen

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- - 00:45:10 - 1.987 - I'm Only Sleeping

Am zweiten Tag des kontinuierlichen Gaming-Marathons zeigt sich die Zuschauerschaft begeistert. Die Spielzeit wird durch Subscription-basierte Zeitverlängerung erhöht, während regelmäßig Werbeblöcke eingebaut werden. Dies sorgt für zusätzliche Spannung und eine aktive Beteiligung. Kooperationen mit anderen Spielen bereichern das Programm und bieten abwechslungsreiche Momente.

I'm Only Sleeping

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I'm Only Sleeping

00:05:34 Das neue Kolgata Maxwell Purple Serum. Mit neuer zweifach Aktivformel. Pat korrigiert die Gäste. Wenn es Nacht wird auf unserem Planeten, schlägt Ihre Stunde. Astrofotografen porträtieren den Sternenhimmel in spektakulären Bildern. Ihren Kameras zeigen sie uns Himmelsphänomene, wie wir sie noch nie gesehen haben. Auf abenteuerlichen Reisen durch fünf Kontinente. Heute Australien.

Astrofotografische Expedition ins Outback

00:07:14

00:07:14 Mit den Fotografen John Goldsmith und Scott Murray geht es tief ins westaustralische Outback. Mit sternenklaren Nächten und epischen Landschaften. Ein Untergang bei den Pinnacles in Westaustralien. Im Nembang Nationalpark stehen hunderte dieser Kalksteinsäulen. Überreste einer gigantischen Wanderdüne aus Quarzsand, die hier vor zehntausenden von Jahren aus der Landschaft ragte.

00:08:19 Wenn andere Besucher nach Hause fahren, beginnt für Dr. John Goldsmith ein nächtliches Abenteuer. Das ist die schönste Tageszeit bei dem Pinnacles. Jetzt werden die Schatten immer länger und erstrecken sich bis zum Horizont. Jetzt muss ich aber wirklich loslegen und meine Kameraausrüstung fertig machen.

00:09:02 John Goldsmith ist Astrofotograf. Das Objekt seiner Leidenschaft, der Nachthimmel. Mit Spezial-Equipment und langen Belichtungszeiten hält er in Zeitrafferaufnahmen die Bewegungen der Sterne fest. Eine Technik, die Timelapse genannt wird.

00:09:26 Durch die Astrofotografie versuche ich den Leuten, die Magie des Nachthimmels nahezubringen. Ich möchte Menschen auf der ganzen Welt etwas geben, das sie selbst kaum noch erleben können. Denn eins habe ich gelernt. Unser Planet ist unendlich klein. Und das zeigt uns die Astrofotografie.

00:09:55 Die Zeitraffer-Aufnahmen zeigen den Nachthimmel auf spektakuläre Weise. Die Stunden vergehen wie im Fluge. Der aufgehende Vollmond scheint hell wie die Sonne. Die vierten Fotos möchten uns daran erinnern, dass wir alle Teil dieses großen Universums sind. Auch wenn die meisten von uns den Nachthimmel kaum noch so sehen, können wir unsere Vorfahren. Mit John Goldsmith gehen wir auf Entdeckungsreise zu den sternenreichsten Orten des fünften Kontinents.

00:10:51 Perth, die westlichste Großstadt Australiens. Ihr Wohlstand wurde durch den Abbau wertvoller Bodenschätze wie Gold und Uran begründet. Die Bürotürme am Ufer des Swan River sind Zeugen des Booms. Alle zwei Jahre pilgern tausende von Sternenbegeisterten zum Astrofest nach Perth. In diesem Jahr zeigt eine Fotoausstellung Johns beste Bilder. Die Ergebnisse seiner zahlreichen abenteuerlichen Expeditionen.

00:11:47 Auf der Jagd nach dem Kometen Hale-Bob begann Johns Leidenschaft für die Sternenfotografie. Sein Kometenbild über Stonehenge wurde berühmt. John ist Teil einer Gemeinschaft von Astrofotografen, die sich The World at Night nennt. Die Welt bei Nacht. Mit ihren Bildern wollen sie die Menschen verzaubern. Uns dazu ermuntern, selbst einmal in den Sternenhimmel zu schauen. John wohnt in einem grünen Vorort der Stadt.

00:12:32 Ein Kookaburra. Australiens bekannte Eisvogel schaut ihm interessiert beim Packen zu. Heute geht es wieder los. John interessiert sich für die Mythen der australischen Aborigines und ihre Sicht auf den Sternenhimmel. Auf seiner Reise will er mehr erfahren über ihre alten, faszinierenden Geschichten. Knapp drei Wochen lang wird die Fahrt durch das westaustralische Outback dauern. Ein Trip in menschenleere Regionen ohne Handyempfang.

00:13:07 Wir haben einige Geräte zur Sicherheit dabei. Und eins der wichtigsten ist dieses EPUB. Es sendet Notrufsignale. Hier steht, nur in großer Gefahr benutzen. Ich hoffe, wir werden das auf unserer Tour nicht brauchen. Aber es ist sehr wichtig, so etwas dabei zu haben.

00:13:39 Über den Swan River geht es nun in Richtung Wildnis. 2600 Kilometer Wegstrecke wird John auf diesem Trip zurücklegen. Ziel der ersten Etappe? Lake Ballard. Ein riesiger Salzsee, zwei Tagesreisen entfernt. Der Great Eastern Highway führt einmal quer über den Kontinent bis nach Sydney.

00:14:11 Die Reise geht zunächst in Richtung Osten, in die Wildnis. Dahin, wo die Lichtverschmutzung immer mehr abnimmt und die Sterne am Nachthimmel heller und heller scheinen. Wir müssen raus aus den Städten, in die Wildnis. Hier beginnt schon das westaustralische Outback. Gewaltige Landschaften, sehr trocken und fast keine Menschen.

00:15:07 Noch vor Anbruch der Dunkelheit taucht die Unterkunft für die Nacht auf. Ein Motel in Kalgoorlie, der Goldgräberstadt. Die ersten 600 Kilometer sind geschafft. Für Astrofotografen ist der Nachthimmel eine gigantische Spielwiese, die sich ständig verändert. Jede Nacht zeigt ein anderes Gesicht. Mal ist der Mond eine große steinerne Kugel, dann wieder ein sonnenheller Punkt, der die Wolken vor sich herjagt.

00:15:46 Die Fotografen nutzen Brennweite und Belichtungszeit ihrer Kameras wie Pinsel. Zum Malen ihrer bewegten Bilderwelten. Was dabei herauskommt, steht jedes Mal erneut in den Sternen. Kalgoorlie liegt an der Golden Mile, einer der größten Goldadern der Welt. Vor über 100 Jahren entdeckte ein irischer Einwanderer das wertvolle Metall und löste einen Goldrausch aus.

00:16:32 Am Rande der Stadt liegt der Superpit, das größte Goldbergwerk Australiens. Aus der kilometerlangen Grube fördern die Muldenkipper jährlich 28 Tonnen Gold. Jeder der bulligen Transporter kann 200 Tonnen Gestein transportieren. Auf dem Goldfield Highway führt die Reise nun in Richtung Norden. Winzige, fast menschenleere Orte ziehen vorüber.

00:17:27 In Menzies tobte während des Goldrauschs das Leben. Doch als die Ader ausgebeutet waren, blieben nur wenige Einwohner zurück. Diese endlosen Straßen ziehen sich bis zum Horizont hin. Und das Wetter kann hier schnell umschlagen.

00:18:06 Gewitter, die heraufziehen, starker Wind und sogar Überflutungen. Die Landschaft wirkt trocken, aber das kann sich sehr schnell ändern. Von Menzies aus sind es nur noch gut 50 Kilometer bis zum Salzsee Lake Ballard. Ab hier gibt es nur eine Staubpiste. Der einsetzende Regen ist schon bald wieder vorüber. Doch die Straße führt direkt in die untergehende Sonne.

00:18:49 Das Wasser auf der Scheibe ist ein Problem. Hier kann ich was sehen, aber die Scheibe ist dicht. Lake Ballard. Die ausgetrocknete Oberfläche des Sees ist kilometerweit mit einer glitzernden Salzkruste bedeckt. Am Rande der großen Fläche ragt ein Hügel aus dem Boden. Um ihn ranken sich Mythen der australischen Ureinwohner.

00:19:29 Fußspuren von Besuchern wirken aus der Vogelperspektive fast wie Pinselstriche auf einem abstrakten Gemälde. Über eine Fläche von zehn Quadratkilometern verteilt stehen 51 Stahlskulpturen des Künstlers Anthony Gormley. Sie sind abstrakte Nachbildungen echter Menschen aus dem nahegelegenen Ort Menzies.

00:20:06 Lake Ballard ist eine faszinierende Landschaft. Ein riesiger trockener Salzsee. Und wenn man drüber geht, kommt das Salz nach oben. Es bildet eine unglaubliche kristalline Oberfläche. Strahlend weiß. Ein zauberhafter Ort.

00:20:28 Der Künstler Anthony Gormley ließ für sein Projekt Menschen mit einem Laserscanner vermessen und veränderte danach ihre Form. Die dünnen Figuren in der Salzlandschaft üben eine eigenartige, fast außerirdische Wirkung auf ihre Betrachter aus. John interessiert sich für die Bewohner der Region und ihre Geschichten. Vor allem die, die den Nachthimmel betreffen.

Kulturelle Begegnungen und Mythen

00:21:23

00:21:23 Hallo, wie geht's? Ich heiße John. Ein toller Ort, oder?

00:21:40 Australiens Kulturgeschichte ist schon faszinierend. Seit 60.000 Jahren leben hier Menschen. Kommen Sie aus dieser Gegend? Ja. All die verschiedenen Aborigine-Kulturen basieren hier auf einer genauen Kenntnis ihrer Umwelt, die sie seit Jahrtausenden bevölkern.

00:22:09 Ich finde es toll, die alten Geschichten zu hören. Von Menschen, die eine ganz eigene Beziehung zum Land und zum Universum haben. Für mich ist das etwas sehr Besonderes.

00:22:44 Ja, die Geschichte der sieben Schwestern. Sie kamen wie so oft auf die Erde, um zu jagen. Eines Tages bekamen sie Besuch von einem Mann, der eine Ehefrau suchte. Eine der Schwestern sah ihn und verliebte sich. Sie blieb also zurück und versuchte, bei ihm zu bleiben.

00:23:07 Die anderen Schwestern sagten, so ist es Zeit aufzubrechen und sie fuhren zurück in den Himmel und ließen die eine Schwester zurück. Seitdem sieht man da oben sechs Schwestern und die siebente ist ein wenig abseits.

00:23:26 Das ist also eine Liebesgeschichte. Ja, eine Liebesgeschichte. Die sieben Schwestern erscheinen am Nachthimmel als kleiner Sternenhaufen, Plejaden genannt. Sie haben in vielen Kulturen eine besondere mythische Bedeutung. Die alte Geschichte findet sich in Abwandlungen über ganz Australien verteilt wieder.

Nachtaufnahmen und technische Methoden

00:24:15

00:24:15 John sammelt diese Geschichten seit Jahren. Er hat seine Doktorarbeit über die Aborigines und ihre Verbindung zum Kosmos geschrieben. Das Lagerfeuer ist heruntergebrannt und eine nächtliche Fotosession steht an. Astrofotografie hat etwas sehr Friedliches. Du bist voll konzentriert und die Umgebung ist ganz still.

00:24:50 Oft ist man dann der Einzige in der Landschaft, der Zeuge eines astronomischen Ereignisses wird. Die Belichtungszeit eines Einzelbildes ist eine halbe Minute lang. Eine ganze Nacht über machen die Kameras Bild um Bild, damit am Ende einige Sekunden Film entstehen. Denn die fertigen Filmsequenzen laufen mit 25 Fotos pro Sekunde.

00:25:32 Der Himmel der Südhalbkugel, so heißt es oft, sei reicher und aufregender als der Himmel über der Nordhalbkugel. Die Milchstraße heller. John macht auch Experimente und besteigt mit einer Taschenlampe den Hügel. Seine Nächte sind lang und enden meist erst im Morgengraum. Am nächsten Tag geht es mit dem Flugzeug ins rund 1400 Kilometer entfernte Broom im Nordwesten Australiens.

00:26:26 Dort wird John einen jungen Kollegen treffen.

Kooperation in Broome und Planung

00:26:45

00:26:45 Scott Murray hat sich für das Abenteuer Urlaub genommen. Von seinem Job als Sicherheitsmann in einer Uranmine. Ich fotografiere schon eine ganze Weile und mache nur noch Sternenbilder. Ich lebe im nördlichen Territorium. Da haben wir das halbe Jahr über einen tiefschwarzen Nachthimmel. Als ambitionierter Hobbyfotograf hat er bereits einige Erfahrungen mit Timelapse-Aufnahmen. Und hat John angeboten, ihm zu assistieren.

00:27:20 Am Telefon klang er so, als hätte er sehr viel Ahnung. Ich habe seine Bilder gesehen. Wirklich toll. Und seine Zeitrafferaufnahmen sind irre. Die Fotoexkursion wird die beiden in eine der einsamsten Ecken Australiens führen. Die Kimberley-Region. Als Treffpunkt haben sie die Küstenstadt Broome vereinbart. Von dort aus werden sie gemeinsam in Scotts Geländewagen weiterreisen.

00:28:11 John, wie geht's? Hi Scott. Endlich im Broom. Toll, wieder hier zu sein. Das ist, glaube ich, mein siebter Trip. Nun müssen sie zwei Fotoausrüstungen auf einen Wagen bekommen. Dazu genug Trinkwasser, Diesel und Camping-Equipment. Gut, sehr gut.

00:28:43 Doch bevor sie in die Wildnis aufbrechen, bleiben sie noch eine Nacht in der Stadt. Broome ist für seine kilometerlangen Sandstrände bekannt. In der Hauptstadt der Kimberley-Region wohnen weniger als 15.000 Menschen. Vor über 100 Jahren war hier das Zentrum der australischen Perlenindustrie. Heute erinnern Bronzestatuen an die Boom-Zeit des Ortes. Am Cable Beach lässt sich vorzüglich der Sonnenuntergang genießen. Oder ein Ausritt auf Kamelen unternehmen.

00:29:38 John erklärt Scott, was er geplant hat. Er möchte erstmals einen Sternschnuppenschauer im Timelapse ablichten. Ein schwieriges Unterfangen, das ihm noch nie gelungen ist. Die Zeichen stehen günstig. In wenigen Tagen wird so ein Schauer erwartet. Ausgelöst durch den Schweif eines Kometen.

00:30:00 Also das hier ist die Sonne. Und die ist die Umlaufbahn der Erde.

00:30:09 Und der Komet hat diese sehr längliche Umlaufbahn. Er braucht 76 Jahre, um einmal die Sonne zu umkreisen. Und wenn die Erde durch diesen Schweif von Partikeln fliegt, dann gibt es einen Sternschnuppenschauer. Jetzt im Mai und dann wieder im Oktober. Und dieses Phänomen kann sehr spektakulär sein.

00:30:39 Und gehört zum schwersten, was man als Astrofotograf ablichten kann. Morgen früh geht es los. Ins Herz der Kimberley-Region, wo sie den sternenreichsten Himmel und die besten Bedingungen erwarten. Doch auch diese Nacht in Broome lassen sie nicht ungenutzt verstreichen. Am Strand bauen sie ihr Timelapse-Equipment auf. Einen sogenannten Slider, der die Kamera mit Servomotoren Millimeter für Millimeter vorwärts bewegt.

00:31:09 Gesteuert von einem Computer, der Geschwindigkeit, Fahrstrecke und Belichtungszeit berechnet. Allein der Aufbau im Dunkeln dauert Stunden. Selbst die kleine Stadt Broome strahlt so viel Licht ab, dass der Himmel für gute Aufnahmen eigentlich zu hell ist. Doch ab morgen geht es dann ins Land der tiefschwarzen Nachthimmel.

Expedition durch die Kimberley-Region

00:32:17

00:32:17 Die frühen Morgen- und Abendstunden sind die Zeit, in der sich Kängurus aus den hohen Gräsern herauswagen. 65 Arten des Beuteltiers bevölkern den australischen Kontinent. Die Reise führt nun auf dem Great Northern Highway in Richtung Osten. Das Ziel der Wolf Creek Meteoritenkrater. Ein riesiges Loch mitten in der Wildnis.

00:32:44 Die Kimberley-Region liegt ganz im Norden von Westaustralien. Sie ist riesig, abgelegen und sehr dünn besiedelt. Betrollen unberührten Landschaften. Die Reise auf den schier endlos scheinenden Straßen führt vorbei an dicken, knorrigen Affenbrotbäumen. In Australien Boabs genannt.

00:33:29 Die auffälligen dicken Stämme können Wasser während langer Trockenperioden speichern. Viele Teile der Pflanze sind essbar. Und manche Aborigines wissen noch, wie man Wasser aus den Boabs gewinnen kann. Auf den einsamen Straßen sind nur wenige Fahrzeuge unterwegs. 800 Kilometer lang ist die Strecke bis zum Wolf Creek Krater. Auf halber Strecke ist ein Zwischenstopp geplant. Die Windjana Schlucht heißt es, ist ein Paradies für spektakuläre Naturaufnahmen.

00:34:29 Hier endet der befestigte Teil der Straße. Scott und John müssen nun einige Bar Luft aus den Reifen ablassen. Ihre Auflagefläche wird dadurch größer und so fährt es sich auf Staubpisten besser. Die Gib River Road wurde 1960 als Rinderstraße angelegt. Die Farmer der entlegenen Kimberley-Region transportierten auf ihr das Vieh zum Schlachthof an der Küste.

00:35:27 Toller Campingplatz. Ja. Schau mal die Farben. Großartig. Toller Sonnenuntergang. Ein guter Ort. Wir haben es geschafft. John und Scott richten sich auf dem Campingplatz der Windjana Schlucht ein. Am Lagerfeuer bleiben sie nicht lang unter sich. Australier sind ein geselliges Volk.

00:36:05 Das Wetter ist allerdings nicht perfekt. Zu viele Wolken für diese Jahreszeit. Früher Morgen in der Windjana-Schlucht. 100 Meter hohe Felswände säumen den Wasserlauf des Leonard River. Jetzt wird er kaum Wasser, denn es ist Trockenzeit. Bei starken Regenfällen kann er aber zum reißenden Fluss werden. Die Landschaft entstand, als sich hier vor 250 Millionen Jahren der Meeresboden anhob.

00:36:58 Die Winjana-Schlucht ist umwerfend. Ein altes Korallenriff, früher unter Wasser, jetzt weit im Inland. Faszinierend, wenn man bedenkt, wie alt es ist. Heute Nacht bauen sie hier ihre Kameras auf. Dabei müssen sie darauf achten, den Krokodilen nicht zu nahe zu kommen, die sich im Fluss ahlen. Es ist eine Kolonie von Süßwasserkrokodilen, erkennbar an ihren schlanken Schnauzen.

00:37:46 Die Tiere gelten als weniger gefährlich als ihre Verwandten, die Salzwasserkrokodile. Trotzdem sollte man sich ihnen mit Bedacht nähern. Denn ihre spitzen Zähne können tiefe Verletzungen verursachen. Wenn am Ufer zu viel Unruhe herrscht, verziehen sie sich aber schnell. Der Ort scheint perfekt für eine Zeitrafferaufnahme. Den Übergang vom Tag zur Nacht festzuhalten, gilt unter Astrofotografen als heiliger Gral.

00:38:35 Von Hand muss über Stunden die Blende an der Kamera nachgezogen werden. Scott gelingt an diesem Abend eine besonders schöne Aufnahme. Manchmal mitten in der Nacht überkommt mich plötzlich eine neue Energie. Ich bin ganz klar und konzentriert. Ich erfreue mich am Nachthimmel und beobachte einfach, was geschieht.

00:39:24 Die Insekten sind da. Der Horizont ist schief, das muss sich ändern. Bei den Zeitrafferaufnahmen muss man immer besonders genau checken, ob alles gut funktioniert. Da kann nämlich etliches schief gehen. Deswegen ist Kontrolle so wichtig.

00:39:54 Ihr Ziel für heute Nacht? Der Himmels-Emu. Der Emu ist ein Sternzeichen der Aborigines, in dem ein großer australischer Landvogel zu erkennen ist. Er versteckt sich in der Milchstraße und zeigt sich nur, wenn die Umgebung absolut dunkel ist. So wie hier. Morgens um kurz nach sechs geht die Sonne auf.

00:40:38 Schon in der Früh steigen hier die Temperaturen. Die Kimberley-Region gilt als eine der heißesten Gegenden Australiens. Ausschlafen im Zelt ist bei dieser Hitze keine gute Option. Nach zwei Wochen Nachtaufnahmen bist du ganz schön müde. Es ist einfach zu wenig Schlaf. Diese Arbeit kann man eben nur nachts machen. Aber wenn man die Ergebnisse sieht, dann ist es das wirklich wert.

Bildverarbeitung und Abschluss

00:41:39

00:41:39 Super, danke dir. Wie läuft's? Gut, der Transfer auf die Festplatte läuft jetzt. Wenn du eine Fotosequenz runterlädst, weißt du nie, was du bekommen wirst. Sind die Bilder scharf? Stimmt die Komposition? Was ist eigentlich drauf auf den Bildern?

00:42:08 Die eigentliche Bildbearbeitung passiert zu Hause, nach der Rückkehr. Sie ist aufwendig und kann sich über Monate hinziehen. Jetzt geht es darum, so viele gute Aufnahmen wie möglich in dem Kasten zu bekommen. Auf der Fairfield Leopold Downs Road geht es nun weiter in Richtung Osten. Das Rennen um den Sternschnuppenschauer hat begonnen.

00:42:53 Bis zum Ziel sind es noch über 500 Kilometer. Asphaltiert sind die Straßen bis Halls Creek, dem letzten Ort vor dem Krater. Danach führen nur noch Staubpisten in die Wildnis. Wie viele der kleinen Städte im westaustralischen Outback wurde auch Halls Creek ursprünglich als Bergwerk gegründet. Heute ist der Ort für viele Durchreisende eine Möglichkeit, Benzin, Trinkwasser und Verpflegung nachzuladen.

00:43:38 John ist ein Bewunderer von Kunst der australischen Aborigines. Bevor er und Scott sich auf den Weg zum Krater machen, besuchen sie das Jalil Arts Center, eine Galerie, die Arbeiten lokaler Aborigine-Künstler ausstellt. Ein Werk springt John besonders ins Auge. Ist das nicht der Emu? Sie treffen die Malerin Deirdre. Früher sind wir ständig campen gegangen. Alle Schulferien haben wir draußen im Busch verbracht.