Das o2 SURF MAGAZIN "FLUT & FLOW" gast
Surf-Magazin: Neue Techniken für Flut und Flow im Wellenreiten
Das Magazin analysiert physikalische Strömungsmuster bei Flut und präsentiert maßgeschneiderte Techniken für unterschiedliche Wellenbedingungen. Erfahrene Surfer demonstren Fluss-optimierte Bewegungsabläufe. Ein Kooperations-Spiel mit Wellen-Rating-System verbindet Leistungsmessung mit strategischem Wellenmanagement für präzisere Fahrten.
Begrüßung und Vorstellung des Gastes
00:00:0000:00:02 Und herzlich willkommen zurück hier am Dienstagabend zu einer neuen Folge Flut und Flow.
00:09:37 Und es ist wirklich was sehr Spannendes heute, denn wir haben einen total spannenden Gast. Erstmal natürlich Chat. Ich sehe schon, euch geht's gut. Ihr seid gut drauf. Ihr habt euch die Zeit wieder genommen, um hier am Dienstagabend schön dabei zu sein. Hoffentlich ein paar Snacks irgendwie dabei. Aber dann darf ich direkt unseren Gast einmal vorstellen, nämlich Lena Kemmner. Unsere erste deutsche weibliche Big Wave Surferin. Und wie wir gleich auch noch erfahren werden, in ganz vielen Adrenalinsportarten irgendwie zu Hause. Aber erst mal dazu.
00:10:06 Ich habe gerade von Markus gehört, der hat dich am Flughafen abgeholt. Wo bist du jetzt hergekommen, dass du extra hier zu uns ins Studio kommst? Ja, von zu Hause. Also ich lebe in Portugal und bin dafür rübergekommen.
00:10:18 Also du hast den ganzen Weg jetzt dafür aufgenommen, hier einmal in der Sendung dabei zu sein. Ja, aber natürlich. Boah, Chad, also dafür bitte einmal Applaus, eine, die aus Portugal hier gekommen ist und extra hier einmal Gast ist. Also ich glaube, da können wir uns heute gemeinsam auf eine richtig coole Folge nämlich freuen, denn du hast es schon angesprochen, du lebst in Portugal, du lebst deinen Traum mit Surfen.
00:10:42 Und das verkörperst du auch generell. Absolut. Also mit all den Highlights, mit all den Schwierigkeiten, die dabei sind. Auf jeden Fall, ja. Ich habe mir jetzt natürlich wieder ein paar Gedanken gemacht, weil wir haben das bisher in den letzten Folgen so gehandhabt, dass wir so ein kleines Spielchen zum Auftakt machen. Ich habe dir ja auch im Vorfeld geschrieben, wie gut du dich eigentlich mit so Big Waves auf der Welt auskennst. Und habe mir überlegt, wir machen jetzt so ein kleines Entweder-Oder.
Surfspot-Wettbewerb und persönliche Präferenzen
00:11:0900:11:09 Du musst dich dann zwischen zwei Wellen für eine entscheiden und die kommt dann in die nächste Runde zu einer anderen. Am Ende hast du hoffentlich die Welle, auf der du am liebsten surfen wollen würdest. Okay, das geht. Alles klar. Vielleicht ist ja hier auch der eine oder andere dabei, der da weiß, um welche Wellen es hier geht. Wir fangen mal an. Also entweder Jaws Hawaii auf Maui oder Mavericks USA Kalifornien.
00:11:36 Ui, da fängst du gleich mit den schwersten beiden an. Das wären beides Favoriten gewesen. Ich glaube Mavericks. Mavericks, okay. Mavericks USA oder, ich weiß nicht, wie man es ausspricht, aber Teahupo Tahiti? Mavericks. Mavericks. Mavericks USA oder Waimea Bay of Hawaii?
00:12:02 Ich glaube Mavericks. Aber was macht Mavericks jetzt in dem Fall schon so besonders für dich? Ich glaube, weil ich persönlich liebe diese Wellen, die so ein bisschen düster sind, so ein bisschen rauer. Und mich persönlich, ich hoffe, ich komme eines Tages noch nach Hawaii und surfe halt die perfekten Wellen, diese blauen. Aber mich persönlich zieht es so ein bisschen an zu diesen rauen Wellen. Portugal ist ja auch so anantik. Und ich glaube, das ist Mavericks einfach. Okay, dann Mavericks oder Cortis Bank, auch USA, Kalifornien.
00:12:31 Wow. Ich glaube, Cortis Bank, wenn ich, also wir reden ja jetzt hypothetisch, davon muss man ja so ein bisschen den Mut haben, aber ja, hypothetisch das. Hypothetisch Cortis Bank? Ich glaube schon, ja. Okay, dann mit Mavericks raus. Dann Cortis Bank oder Puerto Escondido in Mexiko. Ah, Cortis Bank. Okay, und dann Cortis Bank oder Cloud Break in Fidschi. Wow. Nein, Cortis Bank ist ein Abenteuer. Draußen auf dem Meer.
00:13:02 Dann haben wir Cordes Bank oder Belhara in Baskenland in Frankreich. Nee, das tut mir leid, Cordes Bank. Cordes Bank oder Dungeons in Kapstadt, Südafrika. Auch nicht, nein. Cordes Bank oder Shipstern Bluff in Australien. Oh, wow.
00:13:20 Dann nehmen wir Chipsons Bluff. Okay, weil? Ich glaube, ich habe da einen ganz tollen Film gesehen von der Laura Eneva und das sah krass aus. Auch so eine gruselige Welle, mega schön. Also man merkt schon, je rauer es wird irgendwo in der Welle, desto mehr heimisch fühlst du dich da. Ja, besonders halt hier vom Sofa ausgesprochen. Okay, Chipsons Bluff oder Todos Santos, Mexiko.
00:13:50 Chips und Bluff. Chips und Bluff oder Punta de Lobos in Chile.
00:13:55 Chile. Ja, da würde ich tatsächlich sehr, sehr gerne in den nächsten Jahren hin. Okay, also noch ein Ziel. Praktisch gesprochen, nicht nur hypothetisch vom Sofa. Dann haben wir Punta del Lobos oder die Banzai Pipeline auf Hawaii. Nein. Und dann letztes Punta del Lobos oder Nazaré. Ja, gut, okay. Hättest du in Nazaré am Anfang gesagt. Ja, aber ich habe es mir halt schon gedacht, weil du kommst ja auch aus Nazaré, oder? Also bist du nach Nazaré wirklich gezogen, um deine Leidenschaft dann dort auch zu leben?
00:14:24 Also ich bin nach Portugal gezogen als Surfanfänger, mehr oder weniger, als kompletter Cook, ehrlich gesagt. Und lebe da in Ericera und das ist so 100 Kilometer entfernt von Nazaré. Und dann, genau. Ab und an bin ich so für eine Session hingefahren und letzten Winter bin ich dann tatsächlich umgezogen dahin. Boah, das nenne ich mal Hingabe zum Sport. Aber Chad, sag mal gerne von 1 bis 10.
00:14:51 wie ihr das findet, dass man seinem Traum nachgeht und in Portugal lebt. Und vielleicht, ob ihr euch das auch vorstellen könntet, mal auszuwandern, um da eben die Leidenschaft noch mehr leben zu können. Weil in Deutschland, sind wir ehrlich, so gut wie die Infrastruktur mit den stehenden Wellen mittlerweile ist, kannst du diesen Traum nicht leben. Ich werde es tatsächlich recht häufig gefragt, weil ich ja deutsch bin, ob ich auch manchmal irgendwie in der Nordseeße. Ja, ja. Aber ist dann zu kalt, oder? Naja, also...
Lenas Weg zum Surfen und Umzug nach Portugal
00:15:1900:15:19 Also ich würde es super gerne mal machen, aber es gibt einfach keine großen Wellen an der Küste, die brechen. Ja, verstehe ich. Thema heute ist ja unter anderem Female Surfen, also Frauen im Surfsport. Darüber werden wir zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer und intensiver sprechen. Jetzt wollen wir natürlich erstmal ein bisschen über dich reden und deine Geschichte, wie das auch alles angefangen hat und du letztendlich dann auch nach Portugal gekommen bist. Deswegen mal ganz simpel, wie bist du überhaupt zum Surfen gekommen?
00:15:48 Ganz klassisch. Im Urlaub mit der Familie haben wir einen Surfkurs gemacht, mein Vater und ich zusammen. Und ich erzähle immer, das war so ein bisschen wie, kennst du das, wenn man so ins Kino geht und einen inspirierenden Film sieht? Man geht raus und denkt, ich ändere mein Leben. Also so direkt auf einen Schlag. Genau so war es. Genau so war es. Und ich habe gesagt, okay, ich ändere mein Leben. Das hat dann eine Weile gedauert, bis ich tatsächlich ans Meer gezogen bin nach Portugal.
00:16:15 Aber letztendlich, ja, ist so passiert. Aber war das dann so, dass du auch ein gewisses Talent fürs Surfen hattest, dass du direkt gemerkt hast, okay, das ist es jetzt, weil ich verbinde schon so mit Sport, dass man sich so richtig hingehen kann, ein gewisses Skill-Level, was man dafür mitbringen muss. Oder war es einfach die Kombination aus, ich bin gerne im Wasser, ich mag das mit dem Brett irgendwie, den Lifestyle. Und dadurch hat das dann dazu geführt.
00:16:40 Also Talent war glaube ich nicht besonders viel da, muss ich sagen. Also ich bin jemand, ich kann alles ganz okay, aber halt nichts. Kennst du diese Leute, die fangen was an und sind so richtig gut direkt? Das war ich nicht. Bestimmt fand ich den Lifestyle irgendwie cool. Wahrscheinlich kann ich nicht, also muss ich sagen, so der Van und die Musik, das war bestimmt auch ganz cool. Aber das war eigentlich wirklich irrelevant. Also auch mit Wassersport hatte ich ganz wenig Kontakt früher. Also ich komme aus Bremen-Nord, da war nichts mit Wassersport.
00:17:07 In Bremerhaven, da kann man doch bestimmt irgendwas machen. Genau, ne, hab ich nicht viel gemacht. Darum, ne, es hat mir einfach direkt Spaß gemacht. Das war auch auf Fuertventura, also auch Atlantik und es war off-season, also es war recht kahl, das war mega rau. Es gab keinen passenden Wetsuit, das heißt, ich hatte so einen ganz kurzen An. Ich hab mir alles aufgeschürft. Ich stand, glaube ich, in den zwei Wochen vielleicht zweimal auf dem Brett. Also mit Surfen hat das nichts zu tun, aber einfach dieses Jahr draußen im Meer zu sein, irgendwie sowas.
00:17:36 zu machen, was einen einfach total einschläßt, was ganz, ganz anders war zu allem, was ich vorher gemacht hatte. Das war es, glaube ich. Und wie hat das dann, ich sag mal, angefangen, dass du gemerkt hast, okay, das wird immer intensiver. War das schon so, okay, du hast dann immer diesen Reisestress auf dich genommen, um von Bremen irgendwo in Europa zu reisen, um surfen zu können? Ja, genau so war es. Genau so war es. Genau so war es, ja. Ich hatte zum Glück dann ...
00:18:03 Ja, mein Vater hat auch ein bisschen, also er war auch Surfanfänger dann mit Ü50. Das heißt, wir waren so ein bisschen gemeinsam Surfanfänger. Das hat so Familienurlaub haben wir dann halt teilweise. Surfen hell jung. Ja, das war ganz cool. Und sonst, ja, ich bin recht früh alleine gereist und ich habe super früh die Schule abgeschlossen. Also ich habe mit 17 mein Abi gemacht. Bin dann erstmal in die Niederlande zum Studieren und konnte dann auch so ein Semester in Australien machen. Und das war so der erste Moment, wo ich den Geschmack davon hatte, wie das ist halt.
00:18:32 tagtäglich mehr zu leben. Und genau die Erfahrung, die ich damals in Fuertventura hatte, hatte ich dann nochmal, dass ich gemerkt habe, okay, mein Leben ändert sich gerade. Es wird nicht mehr. Also diesen einen Schritt, den du vorwärts machst, den machst du nie wieder rückwärts. Und von Australien, wie lange hat es dann noch gedauert, bis du den Schritt gemacht hast und dich entschieden hast, nach Portugal zu ziehen? Sechs Monate. Ich musste meine Bachelorthese noch schreiben und hatte mich vorher schon beworben. Ich habe mich auf einen einzigen Masterstudiengang beworben. Zum Glück konnte ich meine Eltern davon überzeugen.
00:19:01 Ja, da habe ich dann gute Referenzen für die Uni in Lissabon strategisch rausgesucht und so bin ich ursprünglich nach Portugal gekommen. Ich habe meinen Master da gemacht und bin nie wieder gegangen. Das hört sich ja schon mal wirklich sehr danach an, dass du einfach den Traum lebst, aber gefällt mir sehr gut. Aber wie hast du dann auch deinen Alltag, der ja wahrscheinlich vor dem Surfen auch anders ausgesehen hat?
00:19:26 Wie hast du das dann in dieser Schnittstelle vereinbart mit dem Surfen? Die Schnittstelle war tatsächlich sehr, sehr lang. Die war fast zehn Jahre lang. Also ich habe einen sehr akademischen Hintergrund. Immer noch tatsächlich. Ich bin gerade dabei, meinen Doktor abzuschließen. Also ich bin, sage ich mal, relativ lange so zweigleisig gefahren.
00:19:46 Und ich habe einfach, ja, einfach recht viel in einen Tag geschopft. Also meistens war das dann, dass ich halt morgens in öffentlichen Verkehrsmitteln mit dem Surfbrett halt surfen gegangen bin. Danach Uni, dann hatte ich noch einen Nebenjob und dann habe ich Abnähertraining gemacht. Und so ging das dann halt relativ viele Jahre weiter. Dann habe ich zwischendurch auch immer wieder pausiert, als dann irgendwann Surfen halt immer größer wurde. Da musste ich dann meinen Doktor pausieren, weil ich das mit den Sponsorships nicht mehr machen konnte. Also ja, es ist immer recht viel.
00:20:12 Recht viele Organisationen dahinter. Was hast du studiert, wenn ich fragen darf? Marketing. Marketing, also im Master dann auch noch weiter? Ja. Und da kann man einen Doktor drin machen? Man kann einen Doktor Marketing machen. Okay, das wusste ich gar nicht. Vielleicht hier, Markus kann da auch irgendwie ein Lied von singen, aber was schätzt du, wie lange du jetzt noch brauchst, um den abzuschließen? Zwei Monate. Und danach? Also der ist abgeschlossen, ich muss den dann nur noch verteidigen. Und dann willst du dich komplett auf Surfen konzentrieren?
Big-Wave-Surfen und Adrenalinsportarten
00:20:4100:20:41 Ich mache recht gerne recht viele Sachen nebenbei und ich habe das auch vorher gemacht, zum Beispiel jetzt als Surfen so groß geworden ist und auch finanziell 100 Prozent von meinem Einkommen ausgemacht hat, dann habe ich den halt pausiert und einfach nur gesurft für sechs Monate und dann habe ich halt wieder ein bisschen weiter gemacht und dann habe ich das so gemacht. Also dementsprechend letztendlich von meiner Passion und von meinem Alltag ist Surfen 80 Prozent.
00:21:05 Ich mache halt immer jetzt, besonders durch Nazareth, mache ich jetzt ein bisschen Speaker-Events oder teilweise sowas. Genau, darum. Und so einen ganz kleinen Fuß in dem normalen Leben habe ich schon gerne noch. Ja, kann ich verstehen. Wenn du jetzt über Surfen auch als deine Leidenschaft sprichst, ist Surfen für dich sowas, wo du sagst, okay, ich erfreue mich einfach täglich daran? Oder hast du irgendwo auch die Motivation, in dir schlummern Wettkämpfe?
00:21:31 zu gewinnen, an Wettkämpfen teilzunehmen. Hast du da vielleicht noch ein höheres Ziel, was Wettkämpfe angeht? Vor einem Jahr noch hätte ich gesagt, auf gar keinen Fall, niemals. Und dann bin ich, ohne dass ich es jemals gedacht hätte, in meinen ersten Big Wave Contest reingestolpert diesen Sommer. Also ich habe ein Jetski-Training gemacht, ich habe gelernt, Jetski zu fahren und ich war quasi ein Alternate.
00:21:52 für den Contest, hauptsächlich wegen dem Driver, mit dem ich trainiert habe. Und dann, ja, ist der letzte passende Swell der Saison gekommen. Ich war vor Ort, die Hauptperson war nicht da und dann haben die gesagt, okay, los geht's. Und das war so eine positive Erfahrung. Es hat so viel Spaß gemacht, ich habe so viel gelernt. Ja, bin ich irgendwie hooked.
00:22:11 Aber jetzt auch, also dass du dann als Surferin selbst, ich sag mal, diesen Drang hast, Wettkämpfe zu gewinnen oder ist es für dich dann trotzdem noch so, okay, ich freue mich einfach, mich irgendwie mit anderen messen zu können, aber das Ergebnis ist mir am Ende relativ egal.
00:22:26 Ich würde sagen, zurzeit ist mir das Ergebnis noch recht egal, auch einfach besonders halt im Natursport sowieso, im Big Wave Surfen noch viel mehr, da ist so viel Unsicherheit drin, also wann kommt die Welle, genau das jetzt noch nicht. Ich muss sagen, das ist mir jetzt persönlich vom Ego nicht unbedingt so wichtig, da werden mir andere Dinge wichtiger.
00:22:45 Aber ja, irgendwie war es eine erstaunlich positive Erfahrung. Und wir haben ja vorhin auch so ein bisschen schon drüber gesprochen, jetzt im Vorfeld, weil du bist ja jetzt auch schon eine Stunde circa hier. Du hast nicht nur eine Leidenschaft für Big Wave Surfen, du hast eine Leidenschaft, die am Rande der Professionalität ist für Freediven und auch für Offroad Motorradfahren. Ja.
00:23:10 Warum müssen es diese Adrenalinsportarten sein? Weil ich habe ja von dir auch so mitgekriegt, dass du eigentlich nicht diese Craziness hast im Kopf, sondern eigentlich eine total bodenständige und strukturierte Person in den Sachen bist. Ja.
00:23:25 Ich glaube, weil es Spaß macht. Ganz simpel. Ja, also absolut. Ich bin auf jeden Fall nicht jemand, der jetzt total Adrenalin sucht. Ganz im Gegenteil. Also ich sage immer, ich mache gerne Dinge innerhalb von meiner Komfortzone. Und es fragen mich auch besonders, ganz viele Mädels fragen mich immer, ich habe so viel Angst, wie kann ich größere Wellen surfen? Ich habe total Angst, ich zitter dabei. Und ich denke immer, dann lass das halt. Also muss ja gar nichts, soll ja Spaß machen. Und so gehe ich da eigentlich auch dran. Und besonders bei Dingen wie jetzt...
00:23:54 Big Wave Surfen, Freediving, wo es dann halt doch in den Extremen irgendwann gefährlich wird, gehe ich halt mit so viel Organisation und Vorbereitung an, dass das Risiko einfach minimal wird. Und dann habe ich Spaß. Und dann hast du Spaß. Aber trotzdem, wenn du sagst, ja okay, man hat Angst und man sollte es deswegen nicht machen. Wenn man jetzt überlegt, du bist da zum Teil 30, 40, was weiß ich, wie viele Meter beim Freediven und drunter und das ist ja irgendwo eine Extrem- und Risikosportart.
00:24:23 Gehst du da wirklich komplett ohne Angst an die Sache ran? Weil ich meine, es kann ja rein theoretisch sehr viel schief gehen.
00:24:31 Mensch, du machst mir Angst. Nein, ich meine ja nur. Also für mich als, ich sage mal, Außenstehender, der das verstehen möchte, ist das ja okay. Das Mindset verstehe ich, dass man da nicht mit Angst rangehen sollte, mit der nötigen Portion Respekt. Aber trotzdem ist es ein Natursport und die Natur ist stärker als du. Ja, nee, hast du total recht. Also beim Freediven ist zum Beispiel, in meiner Freizeit gehe ich auch manchmal in Höhlen freediven, also so Cave Diving unter Wasser.
00:24:59 Oder nachts oder sowas. In solchen Dingen, wo das Risiko wirklich größer ist, bin ich umso vorsichtiger. Also zum Beispiel, wenn ich sage, hey, ich kann mehr 50 Meter tief tauchen in eine Höhle, würde ich nie tiefer als 15, 20 Meter tauchen. Einfach, weil ich mir hundertprozentig sicher sein muss. Im sportlichen Setup, wenn ich jetzt wirklich an meine persönlichen Grenzen gehe, dann haben wir dreifach Safety dabei.
00:25:21 Dann ist da, wenn du ein Blackout hast, wirst du von der Maschine hochgezogen und du hast mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Safety Diver dabei. Also in dem Fall ist das Risiko wirklich, wirklich gering. Genauso mehr in Nazaré. Ich bin zum Beispiel jemand, ich meine, ich bin Big Wave Surfer, aber das ist ja noch sehr, sehr weit entfernt vom tatsächlichen Limit. Also das ist total verrückt. Ich glaube, der Weltrekord ist...
00:25:41 Ich glaube, viermal so groß. Das ist unvorstellbar. Ich glaube, der Weltrekord liegt doch bei knapp 30 Metern. 28 noch was. Was war so die größte Welle, die du bisher gesurft bist? Ich messe meistens in 20 Fuß, aber ich finde es so schwer vorzustellbar, was es ist. Also wenn man mich auf der Welle sieht, dann bin ich glaube ich so, keine Ahnung, vielleicht sechsmal größer als ich ist die Welle. Ich bin auch nicht so groß. Also schon so Richtung 8 bis 10 Meter aber.
00:26:05 Ja, genau, genau, sowas. Genau, genau, genau. Also wir messen uns halt dann noch von hinten gemessen, von vorne gemessen. Das ist ja eine Wissenschaft in sich selber. Wir sehen da bestimmt später noch ein Bild von. Aber es ist so wie so ein, ja, so ein dreistöckiges Haus, ungefähr so. Ja, ich glaube, also...
00:26:22 Ich glaube, im Fernsehen generell, in den Medien sieht man das ja gar nicht so richtig. Aber wenn man, ich war zum Beispiel einmal in Nazaré und da waren die Wellen vergleichsweise klein. Und trotzdem, wenn du dann den Vergleich hast von oben, den Punkt, wo da auch der Leuchtturm ist und runter guckst.
00:26:39 Zu dem Punkt, wenn du unten mal am Strand stehst, das sind ja ganz andere Welten. Also du stehst dann am Strand und denkst dir so, okay, das ist eine 5-Meter-Welle, die würde dich auf einmal platt machen. Also was eine Kraft da schon dahinter ist und dann rechnest du das mal 5 und hast dann 25 plus Meter. Das ist wirklich unvorstellbar. Ja, genau, genau. Aber auch in dem Kontext habe ich das so gemacht, für die Größe, die ich surfe, nehmen die meisten Leute einen Jetski.
00:27:06 Weil das reicht von der Safety. Und ich habe am Ende gesagt, es ist Minger, es ist teuer wie sonst was, ich nehme zwei Jetski. Und dann habe ich mir Spaß. Es kommt eine Frage aus dem Chat. Gibt es beim Big Wave Surfen auch nochmal ein Contest? Und wie kann man sich das vorstellen? Geht es da auch um Tricks? Ja, gute Frage. Es gibt Big Wave Surf Contests, nicht so viele. Und man unterscheidet einmal zwischen Paddle Big Wave Surfing und Tauen. Also mit Jetski.
00:27:34 Paddle ist so ein bisschen eine eigene Welt, mega, mega cool. Beim Jet-Ski-Surfen gibt es ein paar internationale Contests, zum Beispiel der, wo ich letzten Sommer in Brasilien war. Es gibt, in der Serie gibt es auch normalerweise einen. Und tatsächlich, was ich ein bisschen beobachtet habe in den letzten Jahren, dass die Wellengröße da tendenziell eher zurückgeht. Okay. Dass ich das Gefühl habe, für den Contest werden eher Bedingungen gewählt.
00:27:57 wo die, ja, wo das Meer nicht komplett unberechenbar ist. Also wir sind da sehr, sehr weit entfernt von Dingen wie Weltrekord. Und da kommt es tatsächlich dann auch viel auf Tricks an, auf, sag ich mal, normalere Surfmanöver. Wie sehen dann so Tricks in einer Big Wave aus? Weil es wird ja dann wahrscheinlich kein 360 oder sowas. Doch, genau das. Richtig, genau das. Also da gibt es Barrels, da gibt es Manöver, da gibt es viel Airs, besonders wenn es kleiner ist, viel Airs, ja.
00:28:25 Ab wann redet man von einer Big Wave? Ab wie vielen Metern? Ich glaube, das sagt man normalerweise ab 20 Fuß. Also so 6, 7, 8 Meter. Ja, genau. Also es ist halt ganz schwer zu sagen. Manche sagen auch 10 Meter, aber das ist dann meistens von vorne gemessen. Das wären dann von hinten 5 Meter zum Beispiel. Okay, ja, verstehe. Ja, spannend. Und jetzt nochmal zurück auf deine Hobbys mit Freediven, wenn man es noch ein Hobby nennen kann.
Freidiven: Techniken und Erfahrungen
00:28:5300:28:53 Wie gesagt, du machst das ja jetzt dann auch schon durchaus professionell. Hast du da jetzt auch neben dem Big Wave Surfen das Ziel, Contests mitzumachen? Ja, ich habe im Frühjahr meinen ersten Contest gemacht. Da war ich auf der Deutschen Meisterschaft im Pool, also Dynamic Distanz. Ich würde es tatsächlich gerne machen.
00:29:13 Ja, hätte ich auch nie gedacht, aber die Freelaving-Community, ein bisschen anders als die Surf-Community, ist auch einfach super freundlich. Also ich bin, das ist voll schwer vorzustellen, ich bin in den Contest reingegangen, ich kannte niemanden, ich bin in keinem Verein, ich hatte keine Erwartung und ich bin aus dem Wochenende mit fünf neuen Freunden rausgelaufen und mega viel Motivation. Und ein bisschen ist es beim Big Wivesurfen auch so, im Vergleich zum normalen Surfen. Also es ist irgendwie auch ein cooles Treffen von Menschen.
00:29:40 Nimm uns mal gerne so ein bisschen mit, wie so ein Freedive auch für dich aussieht. Also was braucht es da für Vorbereitung und wie sieht das dann genau aus, wenn du wirklich gerade dann im Moment bist und da runtertaust? Super gerne, genau. Also gehen wir mal vom sportlichen Freediven aus, das ist ganz anders, als die meisten Leute denken. Ich habe keine Maske, ich habe keinen Schnorchel. Also ich habe die Augen auch zu, ich habe so einen Noseclip an der Rase.
00:30:08 Und dann liege ich auf dem Wasser und beruhige mich und probiere meinen Herzschlag runter zu bekommen. Und was ganz wichtig ist dafür zu wissen, in der Tiefe hat Wasser einen enormen Druck. Und das bedeutet, dass dein Körper zusammengedrückt wird, besonders deine Lunge. Also das ist, ich darf es verzeihen, das ist dann so, dass es hier reingedrückt wird. Ja. Genau. Und das passiert in der Tiefe auch. Also dementsprechend, ich bin ganz ruhig.
00:30:36 Gesicht nach unten, also einen tiefen Atemzug am Ende. Dann gehst du runter, die ersten zehn Meter musst du schwimmen, je nach Disziplin. Und dann bist du negativ. Dann sinkst du im Wasser, weil der Druck ist so groß, dein Bauch ist reingedrückt, deine Lunge wird immer kleiner und der Druck wird immer größer. Das heißt, du fängst an zu sinken. Das nennt man Free Fall. Also man fällt und das ist ein ganz unglaubliches Gefühl, weil du bist im Meer, in der Tiefe und du fällst in die Tiefe.
00:31:05 Und es wird immer dunkler. Und du kannst manchmal öffnen, ich meine Augen und schaue, wo ich bin, dass ich mich orientiere. Aber du gehst dann in so eine Position, ungefähr so. Und du gehst wirklich ganz, ganz tief in dich. Und dann musst du technisch relativ viel machen. Da sieht nach außen noch nichts aus. Du musst technisch recht viel machen. Und das funktioniert nur, wenn du die absolute Ruhe behältst.
00:31:25 Sind das dann komplett Techniken, die du lange, lange lernen musst, um das überhaupt machen zu können? Genau, genau. Also das ist normalerweise, das kennt man vielleicht, wenn man mit dem Schwimmbad ein bisschen taucht, macht man den Druckausgleich. Die meisten machen so. Ich mache es ein bisschen anders. Ich bin eine von, was weiß ich, ein, zwei Prozent der Menschen. Ich kann das ohne meine Hand. Ich kann so den Druckausgleich. In der Tiefe ändert sich das aber alles, weil dann, wenn du tiefer gehst, funktioniert das nicht mehr, weil der Druck ist so ungeheuer groß.
00:31:53 Deine Lunge hat dann irgendwann die Größe von der Orange. Ja, und um dann Druckausgleich zu machen, machst du was ganz Spannendes. Du musst den Kehlkopf schließen und Luft hochwürgen. Soll ich es machen? Ja, gerne. Stellt euch das mal vor zu Hause, was ihr gerade erzählt. Ihr könnt auch gerne mitmachen. Einen Spaß. Genau, also das ist dann in der Tiefe so.
00:32:17 Und dann benutze ich die Luft, die ich hier in meinem Gesicht gespeichert habe und manage die. Ich spanne verschiedene kleine Muskeln an, ich lasse den Kehlkopf zu, ich mache immer wieder Druck ausgleichen, während ich halt in die Tiefe sinke. Und die Ruhe behalte. Genau. Und dann, auf wie vielen Metern befinden wir uns dann in deinem Level ungefähr? Also das geht dann, dieses Manöver mache ich so in 15 Meter Tiefe und gehe dann bis, ja so...
00:32:45 Knapp 50. Dann bin ich in 50 Metern Tiefe und da bist du ganz alleine. Genau, da bist du ganz alleine. Und dann gehst du am Ende von dem Seil und dann drehst du dich um. Und dann, du bist dann ja schon, du hast eine Minute, anderthalb Minuten, wie lange auch immer, bist schon ohne Luft einhalten. Langsam sagt dein Körper, ich würde gerne mal atmen. Und dann geht das Strampeln los. Dann gehst du halt hoch, machst du die Hände hoch.
00:33:12 und kickst hoch bis los und dann irgendwann fängt dein Körper an, so ein bisschen Kontraktion zu machen, weil er sagt, atme, atme, dann macht dein Zwerchfell so Bewegung. Und dann behältst du weiterhin die Ruhe und dann tauchst du wieder auf, dann machst du dein Safety-Protokoll und dann gehst du nach Hause, weil so einen tieferen Tauchgang darfst du maximal einmal in 24 Stunden machen. Es ist schon speziell, es ist ein spezielles Hobby, es ist schwer nachzuvollziehen, dass es Spaß macht, aber tut's.
00:33:36 Also es war gerade so eine, ich will jetzt nicht sagen Traumreise, aber man hat das echt sehr, sehr gut nachvollziehen können, wie du das gerade beschrieben hast. Und ich glaube, viele von euch, die jetzt auch gerade zugucken, ihr habt das bestimmt schon mal irgendwie im Fernsehen gesehen, aber so detailliert glaube ich nicht.
00:33:53 Genau, Tom fragt noch, wie lang ist dann so ein Tauchgang von Anfang bis Ende? Also normalerweise im professionellen Bereich geht man von 1 Meter pro Sekunde Tiefe aus. Also wenn man jetzt zum Beispiel 50 Meter tief, musst du 50 hin und 50 zurück, dann bist du bei 100 Sekunden. Also eine Minute. Ja, und der Weltrekord liegt aktuell bei was? 130? 130 Metern Tiefe. Alter.
00:34:15 Unvorstellbar. Das ist wirklich unvorstellbar. Da gruselt es mir echt ein bisschen, weil also 130 Meter Tiefe im Wasser, du bist komplett alleine. Ich finde es nach wie vor extrem beeindruckend. Ich glaube, ich tauche gerne. Es wäre, glaube ich, nichts für mich letztendlich. Aber...
00:34:37 Aber was treibt dich zu sowas? Also hast du da komplett Spaß dran? Hast du da noch einen tieferen Sinn dahinter, dass du das machen möchtest? Und wo ist dein Limit? Also sagst du auch, dass du gerne in die Richtung von 100 Meter gehen möchtest? Oder reichen dir diese 50, wo du aktuell stehst? Ja, da muss ich jetzt mal schon hören, meine Eltern, meine Oma zu deinem Spaß. Ja.
00:35:00 Letztendlich ja. Also sowohl beim Surfen als auch beim Freediven. Natürlich möchte ich weitergehen. Absolut. Also ich glaube, der Reiz an der Sache trägt einen auch weiter. Spannend. Und dann kommt noch hinzu Offroad Motorradfahren, was du hier so ein bisschen für dich entdeckt hast. Ja, das ist einfach mega. Also es ist ein Hobby. Zum Beispiel, ich fahre auch nicht wirklich im Straßenverkehr Motorrad, weil es ist super gefährlich, finde ich. Es ist einfach unberechenbar.
00:35:26 Aber Offroad, das macht halt voll Spaß. Also ich kriege da voll den Kopf frei, einfach so ein bisschen durch die Landschaft zu heizen. Und jetzt hast du genau diese drei Sachen, die du irgendwie auch im Alltag machen möchtest. Ja. Und bestimmen diese drei Dinge auch komplett deinen Alltag oder gibt es halt noch was, was du dann zusätzlich gerne machen möchtest?
00:35:45 Ja, also ich mache alles Mögliche recht gerne. Da gibt es noch ein paar andere Sachen. Aber genau, das Motorradfahren, ich habe leider kein eigenes Bike. Hätte ich sehr, sehr gerne, dann würde ich es deutlich öfter machen. Freedaffen und Surfen bestimmt hauptsächlich den Alltag. Das ist auch ein bisschen, viele Leute denken, die sind so symbiotisch, dass das eine viel für das andere hilft. Das ist für ein gewisses Level ist es so.
00:36:09 In den extremeren Formen widersprechen sie sich aber auch komplett. Kann man sich vorstellen, da wo Wellen sind, kann man nicht freediven. Und auch von der Vorbereitung. Also das heißt, ich mache das über das Jahr so ein bisschen, dass sich extremere Phasen ein bisschen abwechseln, was auch sehr, sehr schön ist. Mental, körperlich, dass man ein bisschen eine Auszeit von dem einen fürs andere hat und das Base-Training gleichzeitig für das andere immer macht.
Zusammenhänge der Sportarten und Atemtechniken
00:36:3000:36:30 Und jetzt hast du gerade diese symbiotischen Faktoren angesprochen, aber was sind dann zum Beispiel auch Zusammenhänge von diesen drei Sportarten, die dir dann, ja, also zum Beispiel was du beim Big Wave Surfen gelernt hast, was dir dann auch fürs Freediven hilft, vielleicht was du im Offroad Motorradfahren lernst, was du dann auch wieder auf andere Sportarten reproduzieren kannst. Was ist da sowas? Ich sage auch viel, das hätte ich vorher nicht gedacht, aber im Nachhinein machen dann, also auf Englisch sagt man so, the dots connect in hindsight.
00:36:57 Wenn man zurückschaut, sieht man auf einmal, wie viel Sinn gemacht hat. Zum Beispiel beim Motorradfahren, das hat mir fürs Jet Ski fahren recht viel geholfen, besonders Offroad. Weil du fährst halt so durch die Gegend und dann musst du gucken, weil du fährst recht schnell und die Landschaft ändert sich die ganze Zeit. Und mit dem Jet Ski mehr ist das ja auch so. Du fährst durch die Gegend und unter dir bewegt sich alles. Du musst ja über die Wellen, links die Wellen und alles Mögliche.
00:37:20 Da bist du auch in diesem Flow-State dann irgendwann drin. Und es ist halt schon Adrenalin geladen und wamm, wamm, wamm, ist das recht laut und sowas. Das liegt auch nicht unbedingt in meiner Natur. Das hat mir sehr geholfen. Ja, und beim Freediven und Surfen, Luftanhalten hilft.
00:37:36 Hilft, hilft, wenn man die Luft anhalten kann, ja. Das stimmt, da erzählt man doch extrem viel drüber, dass wenn du beim Big Wave Surfen einen Wipeout erlebst, dann bist du halt auch mal gut und gerne irgendwie eine Minute unter Wasser und darfst nicht panisch werden. Ganz genau, genau, weil das ist das, was dich killt. Vielleicht auch viel relevanter für die meisten, die jetzt nicht unbedingt in extrem großen Wellen sind, auch einfach, wie du einen guten Atemzug machst. Das wissen die meisten gar nicht. Weil bevor du einen guten Atemzug, zum Beispiel, ich mach mal einen Atem, atme mal.
00:38:05 Ja, genau, das ist schon falsch. Ja, okay, aber was ist dann genau das Richtige? Um einen richtig guten Atemzug zu machen, musst du als erstes ausatmen. Du musst einmal. Und erst, weißt du? Okay, ich probiere es nochmal. Genau.
00:38:24 Dann öffnet sich das Ventil und das ist entscheidend, bevor, egal ob du Freelifen gehst oder ob du eine Welle auf den Kopf kriegst, wenn du einen richtig guten Atemzug machst, ist es ein Welten von Unterschied, als wenn du einen schlechten gemacht hast. Aber was verändert sich jetzt durch dieses erst?
00:38:41 Kurz ausatmen zum vergleich als direkt einzuatmen. Okay, ja, das wäre schon eine längere Erklärung, aber mache ich gerne. Ja, sehr gerne. Also zum Beispiel beim Atmen, es gibt halt, sag ich mal, die Bauchatmung, die Brustatmung. Die meisten Leute atmen viel mit der Brust so. Und das ist auch was ein bisschen stresst. Also wenn du zum Beispiel dich selber beruhigen willst, kann jetzt auch, was weiß ich, in der Uni sein, bei Arbeit, vor dem Podcast auch gehen. Wenn du mit dem Bauch atmest, dann lässt du die Hand ganz ruhig und atmest mit dem Bauch.
00:39:10 Und das bringt dich richtig, richtig runter. Das bringt den Herzschlag runter. Und vor allem hast du viel mehr Volumen. Also das, ich weiß es nicht genau, aber es sind so 70 Prozent, 30 Prozent. Und wenn du halt erstmal mal kurz ausatmest, dann machst du das Ventil auf und dann machst du einen großen Atemzug mit dem Bauch und einen großen Atemzug mit der Brust. Und dann hast du so ein Paket von Luft dabei. Natürlich im Surfen, bei Wild Bout, das ist nicht ganz so einfach alles zu machen. Aber wenn man das einfach hunderte Mal gemacht hat und so ein großes Bewusstsein dafür hat, das hilft. Also es hat...
00:39:39 Beim Surfen, das ist mein Leben verändert, ja. Probiert das gerne mal zu Hause aus. Also für all diejenigen, ich finde es super interessant, weil ich glaube, gerade sowas wie Bauchatmung, das hat man ja schon oft gehört für so Entspannungstechniken im Sport oder halt auch bei, ja, eben um Stress zu senken.
00:39:58 Ich glaube, wenn man da viel mehr Bewusstsein reinlegt, dann könnte das vielen helfen, auch im Alltag. Aber probiert es gerne mal zu Hause aus. Ich finde es gerade super spannend und ich werde es aber auf jeden Fall noch weiter ausprobieren. Ja, also ich bin gerade noch so ein bisschen perplex. Also was ich jetzt gerade auch schon wieder dazugelernt habe, macht mir sehr viel Spaß, dir dazu zu hören. Jetzt haben wir gerade so ein bisschen über die Zusammenhänge gesprochen.
00:40:25 Du hast jetzt auch angesprochen, du fährst Jetski, du machst Motorradfahren, gerade was das mit dem Jetski angeht. Warum ist das für dich so wichtig, auch Jetski fahren zu können, wenn du gleichzeitig Big Wave Surfen machst? Ja, kurze Antwort ist, weil ich mein eigenes Ding machen will, weil ich nicht von anderen abhängig sein möchte. Und die längere Erklärung ist, beim Big Wave Surfen, du nimmst den Jetski, um in Wellen reinzukommen.
Kosten und Anforderungen des Big-Wave-Surfens
00:40:5000:40:50 Und für die Sicherheit, weil das ist so eine krasse Maschine. Der Jet Ski ist ja viel, viel schneller als die Wellen, das heißt, um jemanden zu retten. Es ist unglaublich für die Sicherheit. Und das möchte ich selber können. Finde ich cool, so wie Autofahren ist irgendwie wichtig. Wie oft habe ich schon jemanden ins Krankenhaus gefahren, ehrlich gesagt. Würde ich sehr, sehr gerne können. Also kann ich jetzt, finde ich gut. Viel weiter gesehen. Ich habe ja letzten Winter meine erste Saison gemacht in Nazaré und das war schon cool. Aber ich habe halt jemanden pro Session bezahlt.
00:41:19 Und das war schon in Ordnung, war schon alles cool. Was kostet so eine Session? Ja, ist teuer. Also ein Jetski für eine Session kostet 500. Wenn du zwei Jetskis willst, sind es 1000. Wenn du halt mitfilmst, dann braucht der Filmer noch einen eigenen Jetski. Naja, das könnt ihr euch selber ausrechnen. Das heißt, du zahlst für eine Session, die zwei Stunden lang geht und du vielleicht zwei gute Wellen hast oder sowas in dem Dreh. Ja, zahlst du mindestens 1000, können aber auch 2 sein. 1000 Euro. Und wenn die Wellen größer sind, können es auch mehr sein, ja.
00:41:48 Also für all diejenigen, die nochmal am Rheinriff oder so surfen gehen möchten, 59 Euro für eine Session ist wirklich ein Schnapper. Für alle, die Big Wave Surfen machen, greift man ein bisschen tiefer in die Tasche. Das ist aber auch klar, das ist, man denkt jetzt so crazy und so weiter. Das ist aber auch nicht ganz von ungefähr, weil erstmal die Maschinen sind teuer. Das ist wie bestimmt ein paar Motorradfahrer unter euch. Stell dir mal vor, ihr würdet jetzt eurem Motorrad irgendwie ständig in den Sand fahren. Das Ding geht kaputt.
00:42:17 Und das muss halt auch einfach gut sein, weil das ist dann irgendwann auch ein bisschen mit Risiko verbunden. Und du hast auch immer ein Team dabei. Also du hast mindestens einen Jet Ski Driver, vielleicht sogar zwei. Dann hast du noch eine Person, die oben auf den Klippen steht, mit dem Walkie Talkie live spricht, wo sind die Wellen, du hast die Wartung. Also ja, das ist einfach intensiv.
00:42:39 Wie lange, also ich könnte ja jetzt nicht nach Nazaré gehen und sagen, ey, ich hätte mal Lust, eine Big Wave zu surfen, ich habe die 1500 Euro, ich zahle euch das und bringt mich da rein. Du brauchst ja schon einen gewissen Standard und auch ein Standing, dass du da überhaupt rein darfst, weil es ja sonst viel zu gefährlich ist. Wie lange dauert sowas, bis du sagen kannst, okay, du darfst jetzt in Nazaré auf diese Welle? Ja, ich glaube, da ändert sich gerade auch recht viel. Also wenn du...
00:43:07 Sagen wir mal so, wenn du das nötige Kleingeld mitbringst und dir das selber zutraust, wirst du jemanden finden, der dich da reinzieht, würde ich mal so behaupten. Ich persönlich habe halt einen ganz, ganz anderen Ansatz. Also ich werde seit Jahren gefragt, wann ich nach einer Serie gehe. Ich werde auch seit Jahren Big Wave Surferin genannt und dann wird man gesagt, nein, ändert das bitte im Online-Artikel, bin ich nicht, möchte ich nicht genannt werden. Also ich surfe jetzt seit so zehn Jahren größere Wellen und ja, habe es...
00:43:32 Ich habe nie die Chance ergriffen, weil ich mich nicht hundertprozentig bereit gefühlt habe. Und im letzten Winter habe ich gesagt, ja, ich bin definitiv bereit. Los geht's. Und was hat das dann für dich auch nochmal verändert, als du zum ersten Mal da in Nazaré standest und vielleicht auch den Blick auf das allgemeine Surfen? Also so als die Disziplin Tau in Big Wave Surfen im Vergleich zum normalen Surfen?
00:43:55 Ja, es hat mir erstaunlich gut gefallen, weil was halt auch so ein bisschen der Hintergrund ist, auch mit dem jetzt mit dem Jetski fahren gelernt. Ich habe ja so ein bisschen so ein Management Hintergrund und ich liebe Teamsport und das klingt jetzt total langweilig, aber ich liebe es ein Team zu managen und finanziell und logistisch.
00:44:13 Das ist viel mehr in meiner Natur als zum Beispiel Jetskifahren. Jetskifahren musst du richtig lernen, um halt so aggressiv und alles so. Was gut ist tatsächlich. So ein bisschen wie Frauen sind ja auch die sicheren Fahranfänger, weil die machen weniger Unfälle. So ist beim Jetskifahren zum Beispiel auch. Zu viel Selbstvertrauen ist gar nicht so gut, weil dann flippst du den Jetski. Dann bist du 20.000 ärmer.
00:44:37 Genau. Also das liebe ich tatsächlich alles. Und auch das, was ich am Surfen liebe, ist halt die Extreme in der Natur. Dieses, du bist draußen im Meer und du bist wirklich, ja klar, du bist auf der Wasseroberfläche, aber du bist so sehr in den Elementen. Es ist so unglaublich groß. Du surfst da lang und du hast da so eine Wand neben dir. Das ist einfach die Essenz von dem, was ich richtig gerne mache. Das ist echt unvorstellbar, vor allem, wenn du halt sagst, dass du ...
00:45:03 da strukturiert und gefühlt ohne Angst irgendwie an die Sache rangehst, macht das das Ganze noch mal ein bisschen utopischer für den normalen Menschen, glaube ich. Also mein Herz klopft da schon auch, so ist es nicht. Ich meine Adrenalin, wenn du dabei kein Adrenalin ausschüttest, dann solltest du echt mal überlegen, ob was falsch läuft. Aber nein, das ist ja auch wirklich alles im positiven Sinne gut. Und hat es dann jetzt durch die letzte Saison so angefixt, dass du sagst, okay,
00:45:32 Das ist genau das, was ich jetzt auch für die nächsten Jahre machen möchte. Ja, also das war mir eigentlich schon vorher sogar klar. Das war nur nochmal die Bestätigung, das wirklich jetzt dann wirklich zu machen. Also ich habe tatsächlich, das ist jetzt ein bisschen langweilig, aber bürokratisch alles in die Wege geleitet. Das war glaube ich schon im Februar oder im März. Da habe ich quasi eine Assoziation gegründet, dass man das halt auch legal darüber laufen kann. Also das war, ich bin im Februar gesurft, habe das...
00:45:57 In die Wege leitet. Im Mai habe ich meinen Kapitänsschein gemacht, dass ich auch legal in den Hafen ein- und ausfahren darf. Dann habe ich im Juni angefangen, ein Jet-Ski-Training zu machen. Im August hatte ich die Competition. Ganz deutsch läuft da alles nach Planland. Und jetzt beginnt die Saison, oder? Genau, die steht jetzt ziemlich vor der Tür. Gibt es einen Wettkampf in der Saison, wo man dich sehen kann? Wahrscheinlich nicht.
00:46:26 Muss ich sagen. Also das muss man auch sagen beim Big Wave Surfen. Der Plan ist ja Langzeit. Also alles, was sich mir aufgebaut hat, die letzten zehn Jahre, ist für die nächsten zehn Jahre. Und ich liebe diesen Sport. Ich möchte ihn auch weiter sicher machen. Ich möchte das Ganze auch überleben. Also es wird Schritt für Schritt weitergehen. Und auch alle Sicherheitsstrukturen, die ich aufbaue, sind wirklich Langzeit gedacht.
00:46:49 Und dann kommen wir eigentlich auch mal zum eigentlichen Thema der Folge, nämlich Female Surfpower, Frauen im Surfsport. Wir haben jetzt viel über dich und deine Big Wave Karriere, nenne ich es mal, geredet. Und das erfordert ja schon ein gewisses Maß an Angstüberwindung oder halt vor allem auch mentaler Stärke. Ich meine, Struktur, Organisation ist ja auch alles eine Form von mentaler Stärke, wenn du das machst.
Frauen im Surfsport und Herausforderungen
00:47:1700:47:17 Siehst du, ich sag mal, da auch Parallelen zum Eintreten in einem doch sehr männlich geprägten Sport noch und dich dafür auch einzusetzen? Auch hundertprozentig, hundertprozentig. Also die Parallelen funktionieren in beide Richtungen. Also ich sag jetzt mal, ja, so, ob es jetzt ein Manager-Room ist oder was auch immer oder eine Welle, also mit Dingen wie Einschüchterung.
00:47:43 Natürlich hat man damit viel zu tun, absolut. Das ist sehr, sehr relevant. Da spreche ich auch recht viel drüber, welche Parallelen es gibt, welche Schwierigkeiten.
00:47:52 Und inwieweit würde da generell eine starke weibliche Surf-Community auch den Sport positiv nach vorne bringen? Ja, ich glaube, es würde viel Leichtigkeit bringen. Es würde auch viele diese machische Strukturen einfach durchbrechen. Weil besonders beim Big Wave System, man ist ja in so einer gewissen Abhängigkeit.
00:48:16 Ist das nochmal unterschiedlich zu dem normalen alltäglichen Surfen, Big Wave und so? Ja, ganz unterschiedlich. Also im normalen Surfen habe ich auch viel mit Machos zu kämpfen gehabt. Was natürlich auch ein bisschen ist, ich sage immer als Surfanfänger ist das alles in Ordnung. Klar, du wirst da mal ein bisschen eingeschüchtert, aber du kommst eigentlich klar. Wenn du dann als Frau aber so bist, du willst ja nicht nur das Surfen, du willst die beste Welle am besten Spot.
00:48:42 Dann auf einmal hast du Probleme. Und da hatte ich große Probleme. Also ich musste zur Polizei gehen, ich wurde körperlich angegriffen. Also das ist wirklich... Und im Wasser, in extremen Bedingungen, ist körperlicher Angriff versuchter Mord. Was auch berechtigt ist, weil es ist einfach super gefährlich. Ich wurde am Parkplatz probiert einzuschüchtern. Ich bin mit dem Hund unterwegs gewesen. Das wurde richtig ernst. Ja, aber also in welcher Form prägt sich das denn dann aus? Also was...
00:49:07 was machen die Männer da, um dich dann einzuschüchtern? Ja, angreifen. Ja, weil du denen die Welle wegnehmen willst? Ja, weil ich nichts zu suchen habe, was auch immer. Und genau, das ist recht komplex zu erzählen, weil ich habe jetzt, ich habe nichts generell gegen Localism, überhaupt nicht, muss ich sagen. Das ist nochmal eine Diskussion für einen anderen Tag, für etwas sehr Längeres.
00:49:30 Aber natürlich, wenn dann jemand meint, okay, du hast da nichts zu suchen oder nervst oder du bist vielleicht auch jemand, der sich öffentlich mal für Dinge, die Dinge mal nennt, ohne Namen zu nennen oder sowas, der sich öffentlich für Dinge stark macht, da tritt man ja Leuten recht schnell auf die Füße, der sich davon angesprochen fühlt. Und genau, beim Surfen ist es ja, stell mal vor, du bist da in Wellen, die sind, was weiß ich, drei Meter groß. Und jemand droppt dir in die Welle, so dass er dich trifft. Das ist einfach gefährlich. Ja, total.
00:49:59 Weil stell dir mal vor, der trifft dich, du bist bewusstlos, dann ertrinkst du. Also es ist wirklich kein Spaß. Und ich finde auch in dem, das sind natürlich extreme Fälle, da muss man sich auch immer wieder daran erinnern, dass nur weil Surfen eine eigene Kultur hat und eigene Mächte, heißt es nicht, dass es fern der Legalität ist. Also in solchen extremen Fällen, und das sage ich auch immer wieder Leuten, ihr könnt trotzdem zur Polizei gehen. Und was würde dann eine starke weibliche Community bewirken im positiven Sinne wieder? Dass sie positiv...
00:50:27 dass die Potenzial auf deiner Seite sind, dass du gemeinsam da bist, dass sowas einfach nicht passiert. Genau, dass sowas einfach akzeptierter wird. Was ich da so ein bisschen habe, teilweise muss ich auch sagen, sind einfach die sozialen Netzwerke, sind ein riesiger Faktor. Weil seit ich da öffentlicher bin, seit ich bekannter bin, haben die Leute ein bisschen mehr Angst. Okay, weil du einfach gehört wirst dann auch durch andere, die dann auf deiner Seite stehen. Ja, aber das ist dann halt auch wieder so ein Faktor, wo man Social Media ...
00:50:55 wo auch, ich meine, man muss ja ehrlich sagen, es gibt viel Hass im Netz. Es gibt auch, ich sag mal, Positionen und Dinge, wo Social Media nicht auf die richtige Art und Weise ...
00:51:05 genutzt wird. Aber in dem Fall hat dann Social Media einfach die Reichweite und den Mehrwert, sich für gute Dinge auch einzusetzen und dann halt auch eine Community zu bilden, die halt für deine Seiten einsteht. Und das ist halt dann wieder durchweg positiv. Absolut. Muss man natürlich auch mit ein bisschen gegen den kämpfen. Aber das musst du immer. Es gibt immer Leute, die das nicht mögen, was du machst und die dir da irgendwie ein ...
00:51:31 einen Strick draus drehen wollen. Ja, absolut. Ich meine, das kann schon richtig nasty sein, muss ich sagen. Also vor allem mit denen, wo man dann halt auch viel kämpft, das sind über 50 Männer mit Töchtern in meinem Alter oder sowas. Frag ich mich dann auch so. Und es ist ja auch nicht so, dass ich jetzt, sag ich mal, keinen Spaß verstehen kann. Ich meine, ich muss drehen Nord, der Humor ist recht hart. Bei mir ist es einfach nur, sobald es dann wirklich an körperliche Gefahr geht, da ist dann irgendwie der Spaß vorbei.
00:52:00 Voll. Und jetzt, also ich meine, ich wollte dich jetzt gerade noch fragen, welche Verhaltensweisen, Barrieren du von den Männern im Line-Up auch erlebst und vor allem, wie du dich dann auch dort behauptest, weil ich meine, wenn du in der Situation bist, dann ist ja nicht einfach mal so, okay, kein Entkommen, ich kann jetzt nicht einfach rausgehen. Wie behauptest du dich dann gegenüber denen? Ja, genau, also eine Sache, die mir sehr geholfen hat, ich weiß nicht, ob das jetzt so...
00:52:26 Nützlich ist als Tipp für die meisten, aber wenn du halt zum Beispiel bei einem Spot einfach sehr, sehr viel Zeit investierst, wenn du immer da bist, November, Dienstagmorgen, 6 Uhr, es regnet, du bist da am nächsten Tag, du bist einfach über Jahre immer da, dann kann man dich irgendwann einfach, weißt du, dann irgendwann hat keiner Lust mehr, dich ständig zu nerven. Und vor allem, wenn du dann irgendwann größere Wellen surfst als einige der Locals, dann können sie auch nicht mehr so einfach was sagen. Das heißt, du behauptest dich im Prinzip durch Taten.
00:52:53 Das heißt, durch regelmäßiges Kommen und durch besseres Surfen als der Männer. Ja, das ist nicht unbedingt besser, aber sag ich mal, ich lass mich da nicht unbedingt einschüchtern. Und das ist halt auch, wenn da eine große Welle wirklich kommt, du ziehst da nicht zurück, du ziehst da halt einfach rein. Und wenn das jetzt zum Beispiel jemand ist, rein hypothetisch, eine Frau im Alter von um die 30.
00:53:18 kann professionell Big Wave surfen, kommt dann zum ersten Mal nach Nazaré, gibt dort die 1000 Euro aus und möchte da jetzt halt eine Big Wave surfen und muss sich da eben mit drei männlichen Locals auseinandersetzen, die sie aber halt nur, ich sag mal, innerhalb dieser Woche sieht. Und wird dann dort eingeschüchtert und auch eventuell körperlich angegriffen. Gibt es da irgendwelche Verhaltensmechanismen, die man machen kann, damit das halt, ja, ich sag mal,
00:53:46 besser bis gar nicht vorkommt? Ja, also einmal als Kontext, sag ich jetzt mal, die Dinge, wo ich wirklich jetzt körperlich Angst hatte, waren an anderen Spots, das fand ich in der Serie. In der Serie, was ist denn so ein Ego, Einschüchterung, da hab ich genug von. Auch online, online hatte ich davon auch viel.
00:54:01 Ich glaube, was der beste Tipp dafür wäre, ist, sich mit irgendjemandem, mit Locals zusammen zu tun. Weil dann ist wieder der Punkt, wo Localism auch ein bisschen Sinn macht, dass man sagt, hey, man nimmt Jetski-Fahrer lokal da. Wenn man jetzt von außen ankommt mit seinen Jetskis, mit seinen Team noch nie da gewesen, man kommt da an und will irgendwie, keine Ahnung, platzhöchig sein, dann ist es auch in Ordnung, finde ich, dass man nicht die besten Wellen kriegt.
00:54:26 Ja, okay, es ist schon erstmal... Also es macht super viel Spaß, komm jetzt gut bei rüber. Ja, ich weiß, also ich glaube, das zeugt ja dann auch von einfach einer starken Persönlichkeit, die du da hast, wenn du da einstehst und dich eben nicht einschüchtern lässt, sondern da eben aktiv auch gegen vorgehst. Und es braucht mehr so Leute wie dich, um da halt wirklich aktiv gegen vorzugehen. Ja, und das ist auch eine gewisse Schwierigkeit, dass ich sagen kann, ich glaube, es liegt ein bisschen in meiner Natur auch.
00:54:53 dass ich mir gegen bin, klarkomme, dass ich Dinge ansprechen kann. Aber ich finde es auch total fair, wenn Frauen sagen, sie haben da keine Lust drauf. Weil wir haben es eh schon schwer genug, dass man sich nicht auch noch dem stellen muss, dass man nicht, sage ich mal, als Minderheit auch noch dafür kämpfen muss. Finde ich auch total legitim, wenn einfach jemand sagt, ich habe keine Lust drauf.
00:55:11 Und im Surf-Sport generell werden ja auch Frauen leider oftmals noch irgendwie sexualisiert. Und ich glaube gerade für junge Surferinnen, wenn halt so Bilder durch Medien und Öffentlichkeit gehen, kann das ja schon mal so eine Hemmung sein, dass man sagt, okay, ich möchte surfen nicht mehr weitermachen oder zumindest nicht in dem Ausmaß, wie man es sich eigentlich persönlich vorstellen könnte.
Debatte um Sexualisierung und Feminismus im Surfsport
00:55:3600:55:36 Glaubst du, dass das auch aktuell ein Riesenproblem ist, wo junge Surferinnen gerade der Nachwuchs dann abspringt oder mit zumindest auch Angstzuständen zu kämpfen hat? Wahrscheinlich, muss ich sagen. Ich bin da nicht so ganz in dem Nachwuchs, besonders in Deutschland bin ich nicht so ganz da drin. Was ich halt persönlich immer extrem viel probiert zu erklären, was glaube ich auch viele noch nicht verstehen, ist halt ...
00:56:03 Das ist, wenn man sagt, okay, wir wollen natürlich niemanden zu sexualisieren, aber es ist trotzdem vollkommen okay, im sexy knappen Bikini surfen zu gehen, wenn du das möchtest. Und ich habe das Gefühl, viel fehlt da bei der Aufklärung, dass man wirklich versteht, sagen wir mal, Feminismus ist die Wahl. Das ist nicht, du musst dich nicht komplett bedecken. Kannst du, wenn du willst, wenn du es nicht willst, musst du es auch nicht. Und ich glaube, viel fehlt da noch im Verständnis und wahrscheinlich auch bei den Jüngeren selber. Da muss man ein bisschen älter sein, um das alles so zu verstehen.
00:56:32 Glaubst du, dass da Social Media auch wieder einen negativen Effekt einfach auf gerade die jüngere Zielgruppe hat? Ich würde sagen, es hat einen positiven Effekt. Okay. Absolut. Also wenn ich zurückdenke, hängt natürlich auch vom Algorithmus ab, aber ich würde sagen, da in der Hinsicht passiert recht viel Positives.
00:56:50 Ja, also vielleicht ist auch einfach mein Algorithmus der Positivkeits. Ja, ich glaube, das hängt immer sehr viel davon ab, was du dir auch angucken möchtest. Meiner ist differenziert und aufgeklärt. Ja, das ist halt genau. Wenn du Social Media richtig nutzt, dann kann es dir wirklich einen deutlichen Mehrwert einfach auch für deinen Alltag geben, sowohl wissensmäßig als auch interessentechnisch. Ja, absolut, ja. Auf der anderen Seite kann es halt auch schnell dazu führen, dass du dich für falsche Dinge...
00:57:15 Ja, und es ist halt mega schade, wenn, klar, die Themen sind wichtig, aber das Wichtigste ist einfach der Sport an sich. Und es ist einfach super schade, wenn das irgendwie in den Hintergrund kommt. Ja, vor allem, wenn du halt, du machst ja Surfen dann auch nur für dich in dem Moment. Also du bist ja auf der Welle.
Körperliche Unterschiede und Sicherheit im Big-Wave-Surfen
00:57:3100:57:31 Klar, du sagst, du hast gerne ein Team und alles drumherum. Und beim Big Wave Surfen, natürlich hast du da die Leute drum. Aber in dem Moment, wo du surfst, geht es nur um dich und die Welle. Und sich dann halt aber noch irgendwie Gedanken drüber zu machen, oh, okay, wie nehmen das jetzt die anderen auf? Was denken die und sowas? Nee, das ist total falsch. Weil es interessiert dich nicht, was die anderen da in dem Moment von dir denken. Das muss noch viel mehr eigentlich in den Köpfen reinkommen. Und da kann man sich schon irgendwie von freimachen.
00:57:58 Und wenn das teilweise ist, frühmorgens zu gehen bei Regen, also wenn man die Chance dazu hat, was weiß ich, einfach zu gehen, wenn andere Leute nicht gehen, dass man mehr Spaß dabei hat. Jetzt habe ich nochmal eine kurze Frage zu der Welle an sich. Gibt es einen Punkt der Größe der Welle, wo man sagt, okay, Männer haben ganz klar einen körperlichen Vorteil, die sagen, okay, ab dem Zeitpunkt ist es halt schwierig, für eine Frau körperlich diese Welle noch zu surfen?
00:58:27 Ich glaube nicht bei der Wellengröße, könnte ich mir nicht vorstellen, ich bin jetzt kein Biologe, bei anderen Dingen definitiv. Und da geht es zum Beispiel um Safety. Also zum Beispiel beim Jetski-Fahren ist das so, wenn du, nachdem du die Welle surfst, bist du im Wasser und wartest darauf gerettet zu werden. Und dann machst du deinen Arm hoch und dann kommt jemand und macht so und zieht dich aus dem Wasser. Und ich bin jetzt recht klein, ich bin recht leicht, ich bin einfach zu retten. Du zum Beispiel, das ist schon was anderes. Unterstell mal, du bist bewusstlos.
00:58:55 Dich aus dem Wasser, dass ich dich aus dem Wasser ziehe, ist deutlich schwieriger, als dass du mich aus dem Wasser ziehst. Natürlich ist es Jetski unterstützt, Technik unterstützt, da gibt es viele Faktoren, die unterstützen, aber natürlich sind Kräfte da ein Faktor, ja. Also das heißt, es hat in dem Sinne einen Vorteil, dass ein Safety Guard als Mann theoretisch dir besser helfen könnte in dem Moment, als wenn eine Frau auf dem Jetski sitzen würde. Ja, genau, oder eine stärkere Frau besser als eine schwächere Frau.
Männliche Unterstützung und mangelndes Engagement
00:59:2400:59:24 Ja, würde ich schon sagen, ja. Beim eigentlichen Surfen, ich glaube nicht. Weiß ich nicht genau. Ich glaube nicht. Ja, ich habe gerade überlegt, was so die Voraussetzungen sind. Ich meine, das kannst du besser sagen. Aber ich stelle mir das schon auch sehr technisch einfach vor. Und dass die Größe der Welle nicht unbedingt eine Rolle spielt im Sinne von...
00:59:44 Kräften, die irgendwie auf dich wirken, weil am Ende entscheidet ja auch irgendwo dein Kraft-Körper-Verhältnis. Und ob du jetzt 60 Kilo wiegst oder 120, wenn du da mit dem Brett ganz gut umgehen kannst, ist es theoretisch sehr, sehr ähnlich. Ja, das denke ich auch. Ja, ich denke auch. Und auch beim Jetski-Fahren alleine, weil das ist ja letztendlich die Maschine, die das macht. Aber ich glaube, es gibt so ein paar Schlüsselsituationen potenziell, also in so extremen Situationen, da kann mehr Kraft helfen, aber ja.
01:00:12 Es ist nicht der wichtigste Faktor, denke ich. Jetzt hast du die ganze Zeit, oder wir haben über die Barrieren, die von Männern ausgehen, gesprochen. Wie wichtig sind auf der anderen Seite aber Männer, die eben genau für diese Sache einstehen? Wie essentiell sind die, um ...
01:00:30 den Sport dann dahingehend auch voranzubringen. Also, dass dann beispielsweise ein großer Big Wave Surfer kommt und sagt, ey, mir gefällt das total, für was die Lena sich einsetzt. Ich unterstütze sie da gerne bei, ich kriege das auch mit, was im Line-Up abgeht. Und dass sich dann gerade Männer gegen andere Männer auch wieder aufbäumen, um eben dieser weiblichen Community zu unterstützen. Ja, schön wär's. Schön wär's, gibt's gar nicht, oder was? Gibt's bestimmt.
01:00:58 Weiß ich nicht. Also, wie gesagt, ich meine, in der Serie bin ich noch relativ neu. Da hatte ich jetzt eher die unschöneren Situationen so ein bisschen außerhalb vom Wasser, muss ich sagen. Und war da jetzt auch ein bisschen alleine, ehrlich gesagt. In der Surf-Community, es gibt sie bestimmt, aber nicht so häufig. Das heißt, das Engagement müsste deutlich größer werden. Hast du die Hoffnung, dass dort Engagement irgendwann kommen wird? Ja, die Hoffnung habe ich auch.
01:01:23 Ja, aber es ist schon, also es war damals in den extremeren Situationen, das war schon, also klar, da gibt es ein paar, die unterstützen, aber...
Persönliche Konsequenzen und Kulturvergleich
01:01:3201:01:32 Weiß ich nicht, das kennt man ja vielleicht auch ein bisschen aus dem Alltag, wenn jetzt unter Kumpels, wenn einer irgendwas Sexistisches, Dummes sagt, wie viele von den Freunden sagen, hey, sag nicht so ein Mist. Das ist ja doch die absolute Ausnahme. Ja, stimmt. Ja, viele lachen auch einfach irgendwie drüber, weil sie sagen, ja, es gehört sich ja so, es ist ja in der Gesellschaft verankert, wie auch immer. Genau, ganz genau, ja. Ja, es ist echt immer...
01:01:54 Man muss da auch wirklich mal auch für euch zu Hause an die eigene Nase packen, wie oft das irgendwie bei euch im Alltag vorkommt. Ich denke, für viele ist das einfach irgendwo noch ein, ich sag mal Automatismus, weil man das halt irgendwie von Eltern oder früher so beigebracht bekommen hat. Und dass dann aber eigentlich Dinge, die man automatisch sagt, eigentlich
01:02:19 heutzutage überhaupt nicht mehr gesagt werden sollen. Deswegen packt euch mal wirklich alle an die eigene Nase und denkt da mal schärfer drüber nach. Aber hat dein öffentliches Auftreten jetzt auch schon, klar, einerseits positive Effekte, aber auch negative Konsequenzen schon mal mit sich gezogen, dass du vielleicht, ich weiß nicht, Sponsoren abgesprungen sind oder du so viel Hass erlebt hast, dass du da auch irgendwie
01:02:48 Mitkämpfen musstest längere Zeit? Ja, also einerseits Sponsoren, nein. Ich habe sehr viel Glück und ich glaube, das ist tatsächlich auch was, wo Deutschland recht stark ist. Und das ist cool, muss ich sagen. Ich finde in der Hinsicht deutsche Surfkultur wirklich cool, dass man auch gehört wird für solche Sachen, dass man eine Plattform bekommt, dass man irgendwie darüber spricht. Also in der Hinsicht nein, ganz im Gegenteil sogar. Ich glaube, es gibt recht wenige Surfer, die halt auch, sage ich jetzt mal...
01:03:14 öffentlich sich zu Dingen äußern, differenziert sind. Genau, also in der Hinsicht war es absolut positiv. Ich habe teilweise zwischendurch ein bisschen Spaß am Surfen verloren. Dadurch? Ja, absolut. Das war dann noch eine Zeit, wo ich sehr, sehr intensiv ins Freediven gegangen bin. Da hatte ich ein Jahr lang recht wenig Lust auf Surfen, weil es einfach viele Themen größer wurden als das Surfen selbst und habe ein bisschen Spaß dabei verloren. Habe mich dann so ein bisschen ins Freediven geflüchtet und bin dann quasi...
01:03:42 Ja, durch größere Wellen wieder zurückgekommen zum Surfen, ja. Und im Freediven, wie ist da die Kultur und Atmosphäre generell im Vergleich zum Big Wave? Ganz anders. Ganz anders? Ganz anders. Und verrückterweise, ich weiß nicht, ob Skater bei euch dabei sind, die Skatekultur ist ja auch mega cool, mega positiv. Und beim Freediven, klar, da gibt es auch Idioten. Und die gibt es natürlich überall. Wahrscheinlich Frauen wie Männer. Aber Freediven ist irgendwie ganz anders, ja.
Leidenschaft trotz Herausforderungen
01:04:0601:04:06 Ja, ist dann schon auch irgendwie immer komisch, wie sich dann die Sportart-Bubbles voneinander unterscheiden. Aber ist das dann auch ein Punkt, ich meine, du kämpfst dafür aktiv und das ist ja auch was, was du aktiv ändern möchtest. Aber ist das dann irgendwann vielleicht auch an einem Punkt, wo du sagst, okay, mir geht das so sehr auf die Nerven, ich habe da nicht mehr wirklich Spaß an der eigentlichen Sache, ich konzentriere mich jetzt nur auf Freediven?
01:04:34 Ab und an, also das ist glaube ich mehr, dass ich so ein bisschen meine Flucht darin finde, um auch wieder Energie zu sammeln. Ich liebe halt den Sport an sich, also ich werde niemals davon weggehen. Das kann doch so blöd sein. Aber man verhält sich natürlich anders. Man hält sich ein bisschen mehr raus, man hält sich ein bisschen mehr für sich. Das auf jeden Fall, ja. Also zum Beispiel, ich muss auch sagen jetzt, dass es jetzt wieder mehr normale Surfen in der Serie, habe ich da noch nicht genug Erfahrung, um jetzt darüber zu sprechen. So viele Sessions hatte ich jetzt nicht, aber ich bin zum Beispiel jemand,
01:05:02 Ich bin höflich, aber ich bin nicht besonders freundlich. Weil ich habe einfach gemerkt, dass wenn ich zu freundlich bin, werde ich weniger respektiert.
01:05:09 Ja, auch paradox eigentlich. Ja, ja, also ich bin da, ich bin da, ich bin jetzt eh nicht mega Gespräche, ich denke mir jetzt wahrscheinlich heute nicht, aber genau, ich rede da nicht viel, ich mache den hier, guten Morgen, so und also ich bin respektvoll, aber genau, ich werde jetzt nicht besonders viel, ich werde nicht besonders viel sprechen, weil dann wird da auch in den WhatsApp-Chats haufenweise widerliches Zeug darüber eingeschrieben, die redet ja wieder so nett und bla bla bla, sollen sie machen, ist mir egal, aber wenn ich es vermeiden kann, vermeide ich es.
01:05:38 Was muss sich denn dann deiner Meinung nach ändern, jetzt auch im Hinblick auf die nächsten zehn Jahre, dass das im Big Wave Surfen, also ich meine jetzt, du wirst wahrscheinlich sagen, ja alles, aber so spezifisch, realistisch, was sich auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren auch vielleicht durch dein Engagement ändern kann. Ich glaube tatsächlich ist es auf einem sehr, sehr guten Weg. Ich glaube auch besonders durch die sozialen Netzwerke, dass einfach Leute in
01:06:04 und das ist ja in vielen Industrien, das ist wahrscheinlich in der Modelwelt, auch so ein bisschen so in der Filmwelt, die wahrscheinlich noch sehr viel ernster betroffen sind als die Surfwelt, dass einfach gewisse Menschen in Machtpositionen weniger Macht haben durch Dinge wie soziale Netzwerke, dadurch, dass die Gegenbewegung stärker wird. Also ich glaube, in der Richtung ist es auf dem richtigen Weg und dass Dinge halt auch einfach in die Öffentlichkeit kommen. Hast du denn dahingehend schon mittlerweile...
01:06:29 Andere Leute kennengelernt, die genau für die gleiche Sache aktiv sind und mit denen du dich dann zusammengeschlossen hast, um dagegen anzukämpfen? Leider nein. Nein? Nein, und ich kann es auch ein Stück verstehen, weil das ist auch super anstrengend. Also, weil natürlich ich will Sportler sein, ich habe keine Lust, weißt du, ständig mit Dingen, mit solchen Problemen zu kämpfen, drüber zu sprechen, verteidigen, dann kriegst du...
01:06:53 Ich kann schon verstehen, dass Leute halt sagen, hey, ich mache es vielleicht nach meiner Karriere. Also es gibt natürlich im Big Wave Sport die Maya Gabera. Die war so ein bisschen die Vorreiterin, die hat wahrscheinlich sehr viel mehr davon erlebt als ich. Sie hat jetzt ihre Profikarriere beendet und spricht recht viel darüber. Das definitiv auf internationaler Ebene, ja. Direkt in Portugal oder in Deutschland habe ich jetzt nicht so viel davon bekommen. Kann es aber auch, wie gesagt, sehr, sehr gut nachvollziehen. Es gibt auch Monate, dass ich sage,
01:07:22 lasst mich damit in Ruhe, frag mich über die Wellen. Ich will jetzt auch einfach nur Sportler sein. Hast du nach wie vor, abschließend jetzt zu dem Thema, grundlegend Spaß am Big Wave Surfen und kannst du das mal auch auf der Basis einfach nur genießen?
01:07:41 Oder ist trotzdem immer irgendwie, wenn du im Lineup dann bist, dieser Hintergedanke dabei, okay, jetzt ist da irgendwie ein dummer Idiot, der mir was sagen möchte, der mich irgendwie angehen möchte? Oder hast du halt wirklich die Momente, wo du sagst, okay, jetzt ist Surfen gerade alles und alles andere ist mir egal? Ja, hundertprozentig, sonst würde ich es ja auch nicht machen. Also genau, das sind Dinge, das ist wahrscheinlich jetzt auch gerade nach der Saison, dass man mehr darüber nachdenken kann, dass man darüber spricht, aber natürlich, also die Liebe für den Sport ist...
01:08:08 überlebensgroß, dann, dann, dass alle, ich würde nicht sagen, ist irrelevant, aber natürlich ist es sowas von wert alles, ja. Und das ist das Wichtigste. Also, egal was ihr macht zu Hause, habt Spaß an der Sache, lebt eure Leidenschaft, lasst sich davon niemanden irgendwie was einreden oder einschüchtern, sondern geht euren Träumen nach, egal wie, egal wie philosophisch das jetzt klingt, aber es ist so simpel, es ist so simpel. Und wenn dann,
Filmprojekt über Big-Wave-Surfen
01:08:3501:08:35 was weiß ich, Gegenwind online kommt über WhatsApp-Nachrichten, dann macht man das Telefon einfach mal aus. Und das, was du trotzdem neben dem aktiven Engagement für Frauenrechte im Surf-Sport und deiner tollen Surf-Geschichte noch hast, ist jetzt nämlich seit kurzem ein Film. Und wir haben euch da einmal den Trailer mitgebracht, denn Lena hat ihren eigenen Film, wo sie eben auch genau über diese Faszination Big Wave und alles, was dazu gehört, redet. Deswegen schaut euch das gerne mal kurz an.
01:09:07 Da sieht man auch erstmal...
01:09:59 Was das so für eine Kraft und für eine, ja, für eine Roughness mit sich bringt. Bin man direkt rein, oder? Ich bin bereit. Also Chat, ihr könnt ja gerne mal sagen, ob ihr da direkt reinhüpfen wollt, aber ich kann es auf jeden Fall verstehen, diese Faszination. Ich finde es auch sehr spannend, dass du da ganz klar und deutlich sagst, wo wir gerade über Träume gesprochen haben.
01:10:24 Ja, okay, es war ein Traum, aber eigentlich war es kein so richtiger, weil ich immer wusste, es wird eh Realität. So, das heißt, du hast ein Ziel verfolgt und wusstest, das werde ich irgendwann machen. Und dieses Mindset zu haben, ist brutal stark. Aber jetzt hast du, die Premiere ist dieses Jahr...
01:10:43 am Anfang des Jahres gewesen und wird jetzt überall auf der Welt ausgestrahlt. Ja, das läuft tatsächlich ganz gut. Also genau, Premiere war, ja das war ziemlich eng getaktet. Premiere war Anfang Sommer und dann hatten wir eine Filmtour.
01:10:56 in zwölf Städten in Deutschland, in zwölf großen Städten, das war richtig geil, so München waren irgendwie, keine Ahnung, an die tausend Leute da in so einem Amphitheater, war richtig cool. Und dann so wurde es immer wieder verlängert. Schweiz ist es auch noch, im Oktober sind ein paar Termine und dann sind internationale Filmfestivals, was weiß ich, Portugal, Spanien, Kanada, USA, halt alles Mögliche. Jetzt ist es gerade auf die TV-Plattformen gekommen, da gibt es verschiedene TV-Sender, wo es ist.
01:11:23 Und ich werde es, glaube ich, am 1.1. auf YouTube stellen. Da dachte ich, vielleicht cool, wenn man abends feiert und dann das Jahr startet und dann, weiß nicht, vielleicht ist jemand motiviert. Ich habe vorhin schon einmal versucht, das auf YouTube zu finden, aber ich habe dann auch gesehen, 1.1. ist ja der Release für YouTube. Das heißt, spätestens da könnt ihr es angucken. Ich glaube, auf Samsung TV, für alle, die irgendwie ein Samsung TV zu Hause haben, ihr könnt euch das da, glaube ich, auch schon anschauen.
01:11:52 Aber auf jeden Fall eine klare Empfehlung, nur durch den Trailer, weil mehr kann ich auch noch nicht sagen. Aber du kannst da gerne einmal kurz darüber erzählen, wie ist das zustande gekommen? War das deine eigene Motivation, das machen zu wollen? Und wie war letztendlich dann auch diese ganze, wie waren die Dreharbeiten generell? Wie waren die Dreharbeiten, ja. Die Motivation, ja, das war die eigene, auf jeden Fall.
01:12:18 Das war halt auch aus verschiedenen Gründen. Einmal muss man auch einfach sagen, finanziell, das ist so teuer, das ganze Ding. Ich bin jetzt kein Privatmillionär, ich kann mir das nicht leisten. Also das ist komplett gesponsert. Meine gesamte Surf in der Serie war gesponsert. Und das haben wir zusammengeschlossen als dieses große Medienprojekt, wo halt der Film der Kern der Sache ist. Natürlich gibt es dann halt Shortform-Content, ich habe recht viel Presse gemacht. Also das war das Kernstück. Das war einmal so die rein logistische Seite. Und dann war natürlich auch die Idee, dass ich dachte, hey,
01:12:47 Big Web Surfer in der Serie wird man im Leben nur ein einziges Mal. Mein Algorithmus ist recht viel Highlight Reels in der Serie, das Ford. Jeder hat vielleicht schon mal den Weltrekord im Fernsehen gesehen.
01:13:00 Anfänger zu werden, wird man ja nur einmal. Und ich dachte, das wäre total cool, Leute wirklich mitzunehmen. Und ich sage auch immer, in der Hälfte vom Film sehe ich recht uncool aus. Weil klar, ich surfe seit zehn Jahren und klar fühle ich mich wohl in den größeren Wellen, aber alles mit Jetski, mit Rescue bin ich ja ein Anfänger. Und da verfolgen wir das einfach mit. Das wird auch, also das ist kein Film mit Interviewformat, wie man das normalerweise vielleicht kennt bei Dokumentation, das ist sondern einfach mitgenommen.
01:13:27 Wir haben halt probiert, so ein bisschen auch die Atmosphäre vom Ort einzufangen. Es ist ein bisschen düster, es ist ein bisschen rau, es werden auch verschiedene Sprachen gesprochen. Und da erlebt man halt einfach mit, wie ich halt meine ersten Versuche habe in der Serie, wie ich ständig hinfalle, wie ich total kaputt im Bett liege und quasi ganz am Ende wirklich große Wellen surfe und dann ist der Film vorbei.
01:13:51 Das heißt, der Film beschreibt im Prinzip eine kleine Geschichte, wie du es geschafft hast, dann diese Wellen in Nazareth zu bändigen. Ja, ganz genau. Okay, ich freue mich sehr auf den ersten Ersten. Ja. Wir haben noch ein kleines anderes Video, was dich so ein bisschen auch nochmal in der Natur begleitet. Der White Boat ist dann schon noch heftig. Ja, das war eine Paddle Session zum Beispiel. Guck mal, da bin ich am atmen, da bin ich am Freediven, da bin ich am Jatsky voll.
01:14:31 Ja, und das war dann eine Competition auch. Ja, das war die erste Comp. Ja, also kriegt man wirklich mit, was du machst. Ja, ich sage auch immer, mein Leben quasi, das hat sich so die ganzen letzten Jahre aufgebaut und dann ist Nasserie halt endlich passiert und seitdem hat sich halt extrem viel geändert. Und kannst du dir jetzt auch vorstellen, ich sage mal, die nächsten zehn Jahre dort zu verbringen oder sogar noch länger? Hundertprozentig, also ich bin mehr als bereit. Genau, also...
Faszination Nazaré: Geologie und Kultur
01:14:5801:14:58 Ja, ich möchte das so sehr und ich bin natürlich auch einfach mal vorsichtig, optimistisch. Bisher hat eigentlich alles ganz gut geklappt und ich hoffe, dass es so weitergeht. Also ja, auf jeden Fall. Ich kann es kaum erwarten, ich würde am liebsten jetzt raus. Naja, du darfst jetzt noch nicht raus, du musst jetzt hier noch kurz sitzen bleiben. Aber wir kommen noch gleich zur Weltreise und haben noch unser sportliches Thema. Abschließend.
01:15:24 Ich finde es super spannend. Ich werde dich auf jeden Fall weiter verfolgen. Ich denke, du hast hier auch noch mal ein, zwei Fans dazu gewonnen, die sich da bestimmt für interessieren. Was schreibt Gabriel? Nächstes Mal schicken wir Jona mit zum Film. Ja, Jona, einer unserer besten Videografen hier. Ja, cool. Das ist schon. Also, dass man im Wasser filmen, das ist schon.
01:15:49 Ich glaube da, also er kommt ja auch aus Sportsportarten. Deswegen, wenn wir den Mann dafür einmal verpflichten könnten, Markus, wenn du das siehst, nächster Film mit uns. Ich als Redakteur, Jonas Videograf und du auf der Welle. Ja, gut, gut, gut. Das ist das neue Filmteam. Nimm eine Kamera mit einem guten Stabilisator, falls er vor Angst um uns entzittert. Ja, genau, so machen wir es. Ich habe mir nämlich gerade vorhin von Gabriel sagen lassen, dass er mir einmal...
01:16:18 ein paar Bilder noch jetzt pünktlich zur Weltreise aufs Stream Deck hier gelegt hat. Und das ist einmal Sebastian Steutner beim Weltrekord in der Welle von Nazaré. Da sieht man den ikonischen Leuchtturm, aber halt vor allem auch, was für eine monströse Welle das ist. Das ist schon wirklich verrückt, wenn man so ein Ding surft.
01:16:44 Genau, das ist dann so ein bisschen wie 130 Meter in die Tiefe Freediven. Das ist natürlich wirklich, das ist ja auch der Weltrekord. Das ist wirklich am Limit von dem, was möglich ist. Ja, aber da müssen echt auch manchmal ein paar Synapsen nicht ganz richtig laufen, dass das wirklich Realität wird. Ich sage das immer, ich sage immer, dass beim Big Wave Surfen, dass die alle crazy sind. Und dann denke ich auch, wenn man sich umschaut und alle um einen herum verrückt sind.
01:17:08 Und du bist dann die, die organisiert und strukturiert an die Sache reingeht. Also das denke ich halt von mir auf jeden Fall. Vielleicht denke ich manchmal auch, das kommt dann irgendwann auch nochmal raus. Ja, also ich sag dir von außen, das, was du erzählt hast, das hat schon auch eine gewisse Craziness mit Freediven und Big Wave Surfen. Also aber eine positive. Ja. Und dann haben wir nämlich vorhin auch noch, genau das auch noch Nazaré.
01:17:33 Und da haben wir vorhin drüber geredet, das ist nämlich Punta de Lobos in Chile, da wo du gesagt hast, wo du auch gerne mal surfen würdest. So gerne, so, so, so gerne. Und das sieht ja schon auch mit den Barrels sehr spektakulär aus. Wow, wunderschön, ja. Surfen ist einfach was Schönes, ne? Ja, also wenn man es kann. Vor allem, ich finde dann im Paddlesurfen...
01:17:56 Da ist die Atmosphäre dann auch, erinnert mich fast ein bisschen mehr ans Freelifen, wenn du dann wirklich ganz für dich einfach draußen bist. Wow, ja, richtig schön. Aber was sind so die größten Wellen, wo man noch Paddlesurfen machen kann? Ah, die sind schon tüchtig groß.
01:18:12 Also bei mir ist es jetzt auch so, ich komme ja aus dem Paddlesurfen und bei mir ist die Wellengröße zwischen Paddle und Jetski ist noch nicht so krass unterschiedlich, was mir auch sehr viel geholfen hat. Deswegen war, ich musste mit dem Jetski, mit dem Tauernsurfen alles hinkriegen, aber von den Whiteboards, das war nicht das Problem. Das hatte ich jetzt eigentlich vorher schon. Aber ich glaube, die größte Welle gepaddelt, das weiß ich jetzt nicht genau von der Große, aber wirklich tüchtig groß.
01:18:37 So, ich nehme euch einmal hier kurz mit auf den Laptop. Also ihr seht die Weltkarte, die wir übers Jahr hinweg jetzt schon gesammelt haben. Es hat einiges an Spots dazu gewonnen. Also ich glaube in der Summe haben wir 13 Stück, wenn ich das richtig gesehen habe. Also schon wirklich rund auf der Welt verteilt. Und ich gehe mal stark davon aus.
01:19:03 Dass da jetzt noch ein Spot in Portugal dazukommen wird. Ja, es gibt tatsächlich einige Spots, die in Portugal dazukommen, die ich jetzt aber nicht unbedingt öffentlich sagen möchte. Nein, das habe ich auch schon gelernt, dass das nicht passiert. Aber ich denke mal, dass wir hier über diesen Spot reden, oder? Den finde ich gut, ja. Den nehmen wir. Also Nazaré, wir machen hier mal Ort hinzufügen. Ja, das ist einfach auch ein ganz, ganz besonderer Ort.
01:19:28 So, jetzt haben wir es hier. Also, die Weltkarte hat sich gefüllt. Erzähl uns doch einmal ganz kurz, unabhängig von den Wellen, warum dieser Spot auch noch so besonders ist für dich. Nazaré? Ja. Ja, es ist voll die süße, sympathische Kleinstadt. Und was total verrückt ist, ich war tatsächlich mal, also Nazaré ist ja so ein Canyon, deswegen ist die Welle so groß. Und ich war tatsächlich mal im Canyon freediven.
01:19:55 War total krass. Und dann habe ich eine Gruppe von Delfinen getroffen, so direkt. Im Canyon drin? Im Canyon von der Saare. Also total verrückt. Das ist einfach ein ganz, ganz spezieller Ort. Musstet ihr dann da sozusagen auch, also seid ihr dann durch einen Höhleneingang irgendwie da reingekommen? Nee, also das ist so, du weißt von oben an der Oberfläche, weißt du nicht, dass du im Canyon bist. Also du bist nur, du siehst nur so nah vom Boot, dass du 20 Meter, 30 Meter, 3000. Genau.
01:20:22 Also das ist wirklich so ein Loch dann einfach da. Genau, das ist ein Loch, genau. Und das ist total spannend, da ist eine ganz kleine Inselgruppe, also das sind einfach kleine, kleine Steine. Und das ist ein Spot, wo ich super gerne free day würde. Passiert natürlich fast nie im Jahr, weil immer Wellen da sind. Und da sind irgendwie so verrostete Teile von sieben Shipwrecks, so Schiffswracken übereinander. Also so ein kleiner Berg von Schiffswracks. So was mal zu sehen muss auch, glaube ich, also...
01:20:49 Was gibt dir das dann für ein Gefühl in dem Moment, wenn du da entweder A, Delfine siehst oder B, so Schiffswracks, was wahrscheinlich weniger als 0,11 Prozent auf der Welt jemals sehen werden?
01:21:03 Hörst du schon so ein bisschen, es gibt diesen typischen Sound, bei so, bei so, auf Instagram, diese... Ja, ja, ja, ja, ja, klar. Wenn da die ganzen Meeresbild... Wie nennt man diese Phobie? Ja, genau. Talasphobie oder sowas, irgendwie, wenn man Angst vorm Meer hat. Genau, der Sound. Da kommt immer der Sound. Der Sound, genau, hab ich auch schon mal verwendet. Genau, genau das Gefühl, das ist absolut. Und dann denkt man natürlich auch einfach zurück in der Serie. Sind auch ganz viele Frauen, wenn der Ehemann gestorben ist, tragen sie oft bis ins Ende.
01:21:33 Lebens schwarze Kleidung und du siehst recht viele Witwen in der Stadt mit den ganz vielen Röcken und komplett schwarz gekleidet. Also in der Serie, das Surfen ist ja auch recht jung, das ist noch gar nicht so lange her, dass das entdeckt wurde. Und man sieht natürlich, dass das Meer viele Leben genommen hat und das spürt man auch schon in der Stadt. Also auch im alltäglichen Leben? Ja, absolut. Also das haben wir auch probiert im Film so ein bisschen aufzunehmen, gar nicht auf so eine negative Art, sondern einfach halt.
01:22:01 die lokalen Frauen ein bisschen gefilmt, die singen dann und so was und einfach ein paar Charaktere halt mitgefilmt, dass man halt auch die Kultur sieht, weil es ist eine ganz, ganz tolle Kultur. Aber genau, da sieht man halt auch dieses ambivalente Verhältnis zum Meer, dass es auch wirklich gigantisch ist und gefährlich und ja, das kann man auch verstehen. Also das, was ich an Nazaré so faszinierend fand, also vielleicht können es einige Leute nachvollziehen, die schon mal dort waren, aber
01:22:30 Kurz ausgeholt, ich war dort für ein Turnier, das war ein Calder Stareiner. Und hatte dann noch einen Tag bis zum Flug zurück. Und dann war ich mit meinem Vater dort und wir haben gesagt, ey, ich interessiere mich auch super gerne für Outdoor-Sportarten und sowas. Nazaré ist nicht weit entfernt, wir fahren dort mal mit dem Bus hin. Und dann sind wir nach Nazaré gefahren und dann ist ja dieser Aussichtsspot, wo du ja dann oben auch an dieses...
01:22:59 Ja, kleine Tor kommst, wo dann hier steht, die größten Wellen der Welt. Und dann stehst du vorne an diesem Spot, guckst runter und gerade links, wo diese Stadt ist und diese Promenade, da sah in dem Moment das Meer total ruhig aus. Also so, wo dann auch Leute nochmal baden konnten, da irgendwie Strände, Kinder haben gespielt. Und auf der rechten Seite von dieser Klippe, da gingen die Wellen ab. Und da wurde es auch, da war nichts mehr mit einfach Strand. Da musste es über die Felsen runtergehen, da wurde es richtig rough.
01:23:28 Ist auch gefährlich. Aber diese Kluft, wo nur im Prinzip ein Felsen das Ganze trennt, so unterschiedliches Gewässer, woran liegt das dann eigentlich? Das liegt an dem Unterwasser Canyon. Genau das liegt an dem Canyon. Genau das liegt daran. Also das ist so ein Canyon unter Wasser. Der ist recht lang und der ist wie so ein Trichter quasi. Und da schiebt sich diese Gewalt der Welle einfach durch und dann ist es auf einmal vorbei unter Wasser. Und dann klatscht das dagegen und deswegen...
01:23:55 hat die Welle nirgendwo anders hinzugehen als nach oben und dann schießt sie nach oben. Okay, das heißt, da ist einfach so ein Riss im Meer und dadurch werden dann auch diese Wellen hochgepumpt. Ganz genau. Und also zum Beispiel, wenn die Wellen aus einer anderen Richtung kommen, dann trägt der Kenyan noch nicht. Dann sind die Wellen da genauso groß wie an den anderen Stränden umliegend.
01:24:15 Ja, okay, jetzt nochmal was dazugelernt, aber ja, das fand ich faszinierend und die Stadt an sich, also da ist ja auch so eine kleine Bahn, glaube ich, die irgendwo nach oben fährt, das ist total süß und also Nazaré lohnt sich auf jeden Fall und Gabriel, du hast geschrieben, vielleicht schicken wir Jona da doch nicht hin, ich weiß, dass er schon dort war, also das hat er auf jeden Fall schon abgehackt und jetzt können wir nochmal zum...
Bewertung von Nazaré und Giveaways
01:24:3901:24:39 Zum Abschluss hier auf die Weltkarte gucken. Also es füllt sich langsam. Und Chat, ihr könnt ja mal gerne zusammen gerade abstimmen, was ihr jetzt auch aufgrund der Erzählungen oder auch den Wellen selbst für den Spot, sage ich mal, geben würdet. Auf einer Skala von 1 bis 10. Weil für mich ist Nazaré...
01:25:03 Ich sag mal so, aus der Brille von das zu beobachten nur und mal dort gewesen zu sein, eine 10 von 10, weil es glaube ich ein Erlebnis ist, was du so auf der Welt nicht nochmal bekommst. Ja, weil es auch so nah dran ist, das ist ja auch das Ungewöhnliche. Bei den anderen Big Wave Sports ist das ziemlich weit draußen im Meer und in Nazaré, du bist halt wirklich direkt davor. Aus, ich sag mal, der Perspektive, da mal surfen zu wollen, ja, ist mein Skill halt auch einfach zu schlecht, aber...
01:25:35 Eine 7 von 10. Gut, mit der Zeit. Aber ich finde, das ist auch was, das wirkt so absolut unmöglich. Ich sage auch immer überlebensgroß. Aber man kann sich da ja auch so ein bisschen ranhassen. Also genau das hier.
01:25:49 Das ist der Punkt oben an der Klippe, wo man dann halt steht und drauf gucken kann. Und hier links, der Beach, da seht ihr auch auf dem Bild, es ist alles sehr, sehr ruhig. Und dann halt hier oben seht ihr alles, was rechts davon irgendwie ist, geht halt ab. Das ist schon brutal. Ja, und es ist halt auch oft so ein bisschen, also es ist recht kalt, es ist recht ungemütlich, recht stürmisch. Das macht es psychologisch auch nicht unbedingt einfacher. Ja.
01:26:19 Also Chat, Skala von 1 bis 10, kommt. Was gibt dir Nazaré? Also ich habe ja immer noch die Hoffnung, dass Markus uns da irgendwann mal hinschickt, um ein paar Videos aufzunehmen. Deswegen... Können wir machen, würde ich sagen. Ich finde es auch eine gute Idee. Also Markus, wenn du das hörst, ne? Ja, und dann, ich finde 7 zu low ist eine 8, 12 von 10, 5 von 10. Nazaré zum Zuschauen, schön zum Surfen, ist mir Arifana lieb.
01:26:47 Verstehe ich die Meinung, verstehe ich. Gerade wenn du halt aus dem Bereich kommst, von dem, ich sag mal, herkömmlichen Surfen, wo du entspannt auch mal im Lineup sitzen möchtest. Ich habe auch eine Paddle Session gemacht in der Serie, also eine Jetski-unterstützte Paddle Session, dass ich halt einen Jetski einfach wegen Safety dabei hatte, weil ich war mit meiner Gun, also ein großes Brett im Wasser. Das war auch eine interessante Erfahrung. Also da habe ich auch gedacht, das ist einfach nochmal, das war echt heftig. Strömung, riesig.
01:27:15 Das darf man auch nicht unterschätzen. Da dachte ich auch so, okay, Barrels sind schön, aber halt irgendwie hausgroße Barrels sind halt überhaupt nicht schön. Die sind auch ein bisschen furchteinflößend. Also es war, und dann habe ich irgendwann, dachte ich so, das habe ich nicht richtig hingekriegt. Dann habe ich irgendwann eine Welle auf den Kopf gekriegt und dann ging das immer so weiter. Und dann habe ich auch gesagt, raus hier. Nix wie weg.
01:27:36 Chat, wir kommen jetzt zu einem Thema, wo ich bestimmt schon drauf gefreut habe. Denn wir sind ja wieder gönnerhaft unterwegs hier. Wir haben wieder zwei schöne Verlosungen für euch. Und Gabriel kann das im Hintergrund schon mal vorbereiten. Und ich zeige euch jetzt einmal, was es gibt. Wir haben einmal...
01:27:58 von unserem Ehrenpartner Talk & Roam. Die Roam Board Bag, Surfboard Daylight Fun 7.0 Plus. Also für alle, die schon ihr Board Equipment zu Hause haben, ist das euer Equipment des Vertrauens, wenn ihr noch eine Schutzhülle oder eine Board Bag braucht, um das entsprechend zu transportieren. Ihr seht auch, es hat einen ordentlich entsprechenden Gegenwert.
01:28:25 Also ist eine super, super Sache. Und Nummer 2, ach genau, mit dem Code CANDO30 könnt ihr auch nochmal 30% sparen, wenn ihr euch generell mal ein bisschen eindecken wollt. Und das von unserem lieben Partner Athletes Eyewear.
01:28:43 Cool. Und da darf ich dir die einmal geben, weil die ist für dich. Geil. Ah, das ist ja nice. Du als Gast hier im Magazin darfst du diese Brille einmal aufziehen und auch behalten. Wie finde ich? Ja, guckt euch das mal an. Ich finde gut. Geil. Die passt super. Also da siehst du richtig sportlich und schnell mit aus. Ich glaube, das ist so. Also wenn du so auf einer Big Wave auftauchen willst, dann soll mir nochmal irgend so ein Idiot kommen und dich anlabern. Ganz ehrlich.
01:29:11 Ich glaube, da kann dir keiner was mit anhaben. Nice, finde ich gut. Und auch da mit dem Code WAVE30 auch nochmal 30% aufs komplette Sortiment. Das heißt, wenn ihr bei TalkenRome vorbeigucken möchtet und bei Athletes Eyewear, könnt ihr jeweils mit dem entsprechenden Code 30% sparen. Oder jetzt eben Ausrufezeichen Ticket in den Chat schreiben, um...
01:29:34 Eben vielleicht der glückliche Gewinner oder Gewinnerin zu sein. Da setze ich die auf und dann kommt Ticket, Ticket, Ticket am Chat. Ja, und das, was wir in der Zwischenzeit machen, wo die noch ein bisschen Ticket, Ticket, Ticket da reinschreiben können, ist die Challenge, in der sich jeder Gast hier einmal behaupten muss. Ja, gut. Und deswegen räumen wir hier ganz einmal kurz um, dass wir das so ein bisschen frei machen.
01:30:04 So, und jetzt darfst du dich hier einmal gerne kurz ausprobieren, ob du das machst. Serfst du goofy oder regular? Okay. Ja, okay, das macht nichts. Genau, du musst in die andere Richtung, damit ich hier einen Ball zuwerfen kann. Und ich muss ganz kurz ein Wurfobjekt holen. Einen Apfel. Ja, doch, gib mir einen Apfel. Das geht schon. Einen Apfel. Das ist gesund.
01:30:40 Also Chat, Ausrufezeichen, Ticket, wenn ihr noch dabei sein wollt. Du darfst dich gerne erst mal ein, zwei mal ausprobieren, dass du ein Gefühl dafür bekommst. Es ist heute der Apfel, ich habe nämlich keinen Ball mehr gefunden. Aber das kriegen wir auch hin. Und ich mache hier einmal die Stoppuhr gleich zurecht. Ihr könnt das sehen. Ah ja, wir haben die Kamera.
01:31:16 Okay, du sagst mir, wenn es losgeht. Du kannst auch nochmal einsetzen. Was ist, wenn ich runterfallst? Wenn du runterfallst, ist es vorbei. Es geht darum, dich so lange wie möglich obendrauf zu halten mit erschwerenden Bedingungen. Was ist das Maximum? Ich glaube, der Rekord, Chad, da müsst ihr mir nochmal kurz helfen. Ich glaube, der Rekord ist von Hannes und der liegt bei etwas mehr als zwei Minuten. Und ich glaube, der Low-Rekord liegt bei ein bisschen mehr als 20 Sekunden.
01:31:45 Oh, wow! Krass, okay. Ja, dann setze ich nur in Lohn. Nein, nein, nein. Also, sobald du sagst, los, drücke ich auf Start. Und dann kriegst du den Apfel zugeschmissen. Und los. Ich behalte einfach. Alles in Ordnung? Alles gut. Alles gut, alles gut. Aber komm, wir probieren es noch mal. Da wollte ich schon mal. Nein, nein, wir probieren es noch mal. Wir probieren es noch mal.
01:32:25 Okay, und? Schlaf. Bist du ready? Okay, Chet, wir feuern nochmal ein bisschen an. Ja, ich mach ein bisschen Motivation. Wir brauchen ein bisschen Unterstützung. Du sagst nochmal, wenn es losgeht. Los. Und Stopp. Okay. Also, 6 Sekunden stehen. 2 Lachen. Aber egal, es ist auch wirklich sauschwer. Also, ich glaube, Erik hat das beim ersten Mal, hat er auch nicht mehr als 10 Sekunden oder so gehabt, weil der einfach mit diesem...
01:33:16 Mit dem Werfen und gleichzeitig unten, das ist eine Bewegung, die hat man nicht so drauf. Ja, und ich muss halt auch sagen, das gibt ja die Verfechter. Ja, aber ey, solange du das auf der Big Wave besser kannst als alle anderen, dann musst du dir wirklich bei keinem irgendwas Gedanken machen. Ja, ich muss sagen, ich finde es auch recht anders. Den Apfel esse ich noch. Ja gut, Gabriel, den gebe ich dir zurück. So, wir berichten einmal nochmal den Top-Schutz nochmal drauf machen. Und dann schieben wir nochmal zurück.
01:33:47 Ich glaube, mit Brille wäre es besser gewesen. Hättest du die Brille aufgehabt, dann wäre es besser gewesen. Das wäre besser gewesen, ja. Also.
01:33:55 Komm, nimm mal ein bisschen Claps in den Chat dafür. Es ist auch wirklich schwierig, weil es ist so, man kommt aus der kalten Hose, man setzt sich hier die ganze Zeit zwei Stunden lang hin und muss sich dann auf einem Balance Board behaupten. Das ist auch echt ein Kacke. Und das ist halt das Problem, wenn man zu viel im Meer surft, dann macht man halt sowas nicht so viel. Ein Kuka aus dem Podcast, also... Moin Leute! Danke, dass du meinen Low-Record unterboten hast. Es war mir eine Ehe. Till! Mann, Mann, Mann, Mann, Mann.
01:34:24 Nächstes Mal machen wir Surfskaten, da bin ich genauso schlecht. Nächstes Mal machen wir Big Wave Surfen. Oder Luft anhalten. Oder Luft anhalten, ja genau. Aber ich glaube, da wird die Zeit nicht mehr reichen. Für wie lange wird es das schaffen?
01:34:38 So vier Minuten? Ja, ja. Also vier Minuten jetzt Luft anhalten. Ich habe es mal in der Badewanne probiert und ich glaube, bei so eineinhalb Minuten bin ich schon stolz drauf. Ja, ist auch gefährlich, ehrlich gesagt. Echt? Natürlich. Also, aber wenn du jetzt den Kindern sagen würdest, die in der Badewanne versuchen, Luft anzuhalten, sagst du, das ist dumm? Total dumm. Okay. Also, Spaß beiseite. Im Trocknen kannst du es für dich trainieren, im Wasser niemals ohne Safety.
01:35:06 Weil du kannst dann einfach bewusstlos werden. Da habe ich noch nie drüber nachgedacht. Aber ja, also, wenn ihr Kinder zu Hause habt, passt in der Badewanne auf. Richtig. Also, wenn ihr nochmal die Chance habt, einmal nochmal 20 Sekunden Ausrufezeichen Ticket reinschreiben, um vielleicht nochmal an dieser Auslösung teilzunehmen. Ihr könnt, wie gesagt, einmal diese schicke Brille gewinnen und einmal diese wunderschöne Boardbag.
01:35:36 Im Wert von 100 Euro. Ich finde die nach wie vor echt cool. Ich finde die echt cool. Ich habe schon länger überlegt, ich hätte gerne so eine. Markus, ich brauche eine. Ich finde die gut. Ja, du hast jetzt eine. Ja, ja, ich weiß. Ich gebe die auch nicht wieder ab. So, und dann machen wir die Verlosung zu.
01:36:00 Und erst wird die Boardbag gewonnen hat Bupedi Bupedi Also, herzlichen Glückwunsch an dich für die Boardbag Schreib uns gerne einmal eine Flüsternachricht hier auf Twitch oder auf Instagram mit deinen Adressdaten, damit wir wissen, wo wir das Ganze hinschicken sollen
01:36:20 Und Gewinner für die Athletes Eyewear-Brille ist Hello Architect, der diese schöne Brille gewonnen hat. Den Mann kennen wir auch schon. Und ich sag's nach wie vor, der Mann guckt wirklich bei jeder einzelnen Folge zu, in jedem einzelnen Stream. Der hat auch schon das ein oder andere Gewinnspiel gewonnen, aber trotzdem absolut verdient, weil wer treu dabei bleibt, hat's auch mehr verdient.
01:36:47 Cool, richtig gut. Deswegen herzlichen Glückwunsch, Architekt. Schreibt mir trotzdem noch mal gerne eine Nachricht, damit ich weiß, wo es hingeht. Und für alle anderen, ihr habt in drei Wochen wieder die Chance, daran teilzunehmen, nicht nur zuzugucken, sondern auch wieder tolle Preise zu gewinnen, aber dann auch wieder mit einem neuen spannenden Thema. Und an der Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei dir für diesen richtig spannenden Einblick. Es hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht und es macht mir auch noch viel mehr Spaß, das weiter zu beobachten. Cool.
01:37:16 Wenn du noch irgendwas loswerden möchtest, dann sehr, sehr gerne.
01:37:22 Nicht in der Badewanne luftanhalten, nein Spaß. Ich glaube so, meine Kernmessage ist so ein bisschen, das habe ich jetzt öfter schon gesagt, aber einfach dabei zu bleiben, was Spaß macht. Also besonders, man muss sich nicht selber den Stress machen, möglichst große Wellen, möglichst krasse Sachen, einfach dem nachzugehen, was man gerne macht. Und ja, bei mir sind es größere Wellen, tiefere Tiefen. Aber es muss gar nicht, sondern einfach dem folgen, was man gerne macht. Also ihr zu Hause findet für euch die größeren Wellen.
01:37:51 Egal in welchem Bereich und dann habt Spaß daran. Nicht schlecht. Deswegen wünschen wir euch einfach noch einen schönen Dienstagabend und noch eine schöne Restwoche. Bis dahin, wir sehen uns in drei Wochen. Dankeschön.