Das o2 Surf Magazin FLUT & FLOW mit Felix gast !poolclash !o2surftown
Inklusion im Wellenritt: Surfen für alle
Es wurde über das Thema Inklusion im Surfen diskutiert. Dabei wurde betont, dass der Sport durch angepasste Methoden und Hilfsmittel für ein breites Spektrum an Menschen zugänglich gemacht werden kann. Der Bericht schildert positive Erlebnisse und nennt beeindruckende Beispiele, die die Vielfältigkeit des Surfens aufzeigen.
Begrüßung und Vorstellung des Themas
00:09:17Der Stream beginnt mit der Begrüßung für die nächste Folge von 'Flut & Flow'. Moderator und Gast Hannes werden vorgestellt, der aus dem Wellenwerk in Berlin kommt. Der Fokus der Folge liegt auf dem bevorstehenden Red Bull Pool Clash und einem besonderen Thema: Inklusion im Surfen. Dabei wird die Frage gestellt, ob und wie Menschen mit Behinderung surfen können. Hannes berichtet, dass er seit neun Jahren surft, davon die letzten Jahre im Bereich des Rapidsurfens.
Diskussionsrunde mit dem Chat
00:11:38Der Stream interagiert intensiv mit dem Chat. Es wird eine Reihe von Entweder-oder-Fragen gestellt, um die Meinungen der Zuschauer zu erfahren. Themen sind unter anderem das Frühstückverhalten, die Vorliebe für ein Smartphone mit gutem Empfang oder langem Akku und die Verkehrsmittelwahl zwischen Auto und öffentlichem Nahverkehr. Im Anschluss wird ein philosophisches Gedankenexperiment diskutiert, ob man lieber in einer Welt leben würde, in der Tiere sprechen, oder in der Pflanzen beleidigt sind, wenn sie nicht gegossen werden.
Hannes' Weg zum Surfen und zum Beruf
00:17:35Hannes erzählt von seiner surfingstechnischen Entwicklung. Er begann 2016 während eines Auslandsjahres in Florida, wo er in einer Surferfamilie lebte. Zuvor spielte er Fußball in einer Jugendmannschaft. Die Entscheidung gegen eine Karriere im Fußball und für das Surfen fiel während eines Urlaubs in Nicaragua. Heute arbeitet er im Wellenwerk Berlin als Surfcoach und beschreibt seinen typischen Arbeitsalltag, der aus Morning Sessions, Kundenbetreuung und Abendtraining besteht. Seine sportliche Entwicklung im Rapidsurfen wird hervorgehoben, insbesondere seine Podestplätze bei den O2 Surf Masters in Langfeld und Düsseldorf.
Ziele und Ambitionen im Wettkampfsport
00:29:57Auf die Frage nach seinen größten Zielen im Rapidsurfen antwortet Hannes, er wolle sich weiter konstant verbessern und weiterhin Spaß am Surfen haben. Sein langfristiger Traum ist es, eine eigene Surfwelle in Berlin zu errichten. Für den Red Bull Pool Clash, an dem er als Wildcard-Teilnehmer startet, setzt er sich das Ziel, unter die besten 20 der 80 männlichen Teilnehmer zu kommen. Er bewertet die Konkurrenz, wie Finn Springborn, Marius und Lenny Jensen, als sehr stark und betont, dass die Welle in München eine neue Erfahrung darstellt, die sich vom Surfen im Meer unterscheidet.
Der Red Bull Pool Clash in München
00:37:23Die Vorstellung des Red Bull Pool Clash in München steht im Mittelpunkt. Es wird die beeindruckende Anlage beschrieben, die zwei 180 Meter lange Wavepools umfasst, die in beide Richtungen Wellen erzeugen. Hannes berichtet von den Trainingseinheiten und vergleicht die Bedingungen mit dem Meersurfen. Neben den Favoriten bei den Herren wie Finn Springborn werden auch die Top-Favoritinnen bei den Damen wie Valeska und Maya Sauer genannt. Die Veranstaltung wird als einzigartiges Spektakel für Zuschauer und Teilnehmer beschrieben, das sowohl Wettkampf als auch Unterhaltung bietet.
Inklusion im Surfen: Chancen und Umsetzung
00:54:00Der Hauptthemenkomplex der Folge, Inklusion im Surfen, wird erörtert. Es wird betont, dass Surfen für jeden möglich sein sollte, auch für Menschen mit Behinderungen. Hierfür werden bereits existierende Ansätze und Organisationen erwähnt, die Surfen durch Hilfestellungen im Wasser und angepasste Bretter ermöglichen. Hannes schildert persönliche Erlebnisse, bei denen er schwerbehinderte Menschen bei ihrer ersten Surferfahrung unterstützt hat und die große Freude und das Lächeln der Teilnehmer. Beispiele wie die blinden Surfer Ben Neumann oder die einarmige Profi-Surferin Bethany Hamilton werden als Beweis für die Machbarkeit genannt.
Barrierefreies Surfen: Methoden und Hilfsmittel
00:57:32Die konkreten Methoden des barrierefreien Surfens werden vertieft. Der Gedanke 'das Meer diskriminiert nicht' wird aufgegriffen. Es werden verschiedene Hilfsmittel beschrieben, wie modifizierte Surfbretter mit Griffen für bessere Stabilität. Der Prozess des Surfens muss teilweise angepasst werden, zum Beispiel können Rollstuhlfahrer auf dem Bauch surfen und die Welle mit den Armen kontrollieren. Der Fokus liegt dabei nicht auf technischen Manövern, sondern auf der Erfahrung des Surfens selbst und der Freude an der Natur, die für alle gleichermaßen zugänglich ist.
Fazit und Ausblick auf den Pool Clash
00:59:23Abschließend wird die Resonanz auf das Thema Inklusion im Surfen als sehr positiv bewertet. Es wird deutlich, dass durch Kreativität und Anpassungen Surfen für ein breites Spektrum von Menschen möglich ist. Die Vorfreude auf den Red Bull Pool Clash am 13. September in München ist groß. Es wird erwartet, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg wird und sowohl für die Teilnehmer als auch für die Zuschauer ein einzigartiges Erlebnis bietet. Der Stream endet mit der Ermutigung für die Community, den Wettkampf live zu verfolgen und dabei besonders die O2 Surf Masters wie Hannes zu unterstützen.
Parasurfen: Motivation und Entwicklung
00:59:52Der Gast berichtet über seine Anfänge im Parasurfen, die auf einem Auslandsjahr in Amerika zurückgehen. Dort organisierte sein Gastvater regelmäßig Surfevents für Menschen mit Behinderungen. Der Fokus lag dabei nicht auf dem eigenen Surfen, sondern darauf, den Teilnehmern ein unvergessliches Erlebnis zu ermöglichen. Parasurfen hat das Potenzial, Talente zu entdecken und könnte zukünftig Teil der Paralympischen Spiele werden, da es bereits neun verschiedene Leistungsklassen nach dem Grad der Behinderung gibt. Für die Realisierung dieser sportlichen Vision müssen jedoch noch Hürden, wie eine standardisierte Wettkampfkategorisierung und -wertung, überwunden werden.
Zukunftsperspektiven des Parasurfens
01:04:13Die Entwicklung des Parasurfens in den nächsten fünf bis zehn Jahren wird als vielversprechend angesehen. Videos zeigen bereits jetzt, dass behinderte Surfer beeindruckende Tricks fahren können. Die größte Hürde besteht darin, den Menschen mit Behinderung den Zugang zum Surfen zu erleichtern. Dazu sind finanzielle Förderungen, barrierefreie Zugangsmöglichkeiten zu den Wellen und eine attraktivere Aufbereitung des Themas in Vereinen und Verbänden nötig. Ein zentraler Punkt ist auch die Demonstration, dass eine Behinderung beim Surfen kein Nachteil sein muss, sondern je nach Umständen zu einem Vorteil führen kann.
Spot-Analyse: Fuerteventura und der spezielle Reiz von Lobos
01:07:25Als besonders beeindruckenden Spot nennt der Gast die Insel Lobos vor Fuerteventura. Diese wird als eine der besten Wellen Europas beschrieben und ist nur per Fähre oder Boot erreichbar. Dies macht das Surfen dort zu einem besonderen Erlebnis. Die Welle auf Lobos, eine lange Frontside-Welle, wird als perfekt bezeichnet, da man hier Wellen über 30 Sekunden surfen kann und sich in einem Channel zurückpaddeln kann. Der Gast betont, dass man diesen Spot nur mit Respekt, aber ohne Angst zu genießen braucht. Probleme mit Haien auf Fuerteventura wurden nicht erwähnt, im Gegensatz zu Erfahrungen in Florida.
Vergleich internationaler Spots und die mentale Herausforderung
01:20:37Ein Vergleich zwischen den Spots Lobos und Nicaragua fällt zugunsten von Lobos aus. Während es in Nicaragua einen Beachbreak mit vielen Barrels gab, war der Gast dort überwiegend nur zerstört. Die Welle auf Lobos hingegen wurde als perfekt empfunden. Der Gast betont die Diskrepanz zwischen dem Ansehen von Surftricks in Videos und der Realität am Wasser. Die schiere Power einer Welle kann zu Respekt und sogar Angst führen, ein Gefühl, das auch aus anderen Extremsportarten wie Snowboarden bekannt ist. Die Videos aus dem Fernsehen vermitteln oft nicht die wahre Gefahr und den Respekt, die der Sport erfordert.
Traumziele und die Mentawai-Inseln
01:24:42Als Traumziel für Surfer nennt der Gast die Mentawai-Inseln in Indonesien. Diese Inselgruppe, die nur von Dschungel bewachsen ist, gilt als Surfparadies schlechthin. Der Traum besteht darin, mit einem Boot von Spot zu Spot zu reisen und jeden Morgen an einer neuen, menschenleeren Welle aufzuwachen. Solche Trips sind organisatorisch und finanziell aufwendig, da ein Boot für eine Woche bis zu 10.000 Euro kosten kann, aber die Vorstellung bleibt ein ideales Ziel für viele Surfer.
Sportliche Challenge und neuer Rekord
01:29:53Im Anschluss an die Diskussion wurde eine sportliche Challenge mit dem Gast durchgeführt. Ziel war es, so lange wie möglich auf einem Wakeboard in einer stehenden Welle auszuhalten. Der Gast absolvierte den Versuch mit großem Eifer und schlug den bestehenden Rekord deutlich. Er erreichte eine Zeit von 2 Minuten und 11 Sekunden, was als beeindruckende Leistung gewürdigt wurde und ihn als starken Konkurrenten für den bevorstehenden Red Bull Pool Clash positioniert.
Verlosungen und Ausblick auf den Red Bull Pool Clash
01:35:12Während der Challenge wurde eine Verlosung von drei Preisen durchgeführt, bei der die Zuschauer mittels eines Ticketsymbols im Chat teilnehmen konnten. Es wurden eine Surfboard-Leash, ein Footpad und eine Sonnenbrille verlost. Die Gewinnerinnen und Gewinner wurden gezogen und zur Kontaktaufnahme aufgefordert. Zum Abschluss des Streams wurde der kommende Red Bull Pool Clash am 13.09. als großes Event angekündigt, bei dem der Gast als Teilnehmer und möglicherweise mit seiner neuen Brille antreten wird. Die nächste Folge des Magazins ist nach diesem Event geplant.