Q&A mit funk Chefs @DoktorFroid @AerriMoirai @Robert_Karo live bei MixTalk
Funk-Verantwortliche beantworten Fragen der Community
Bei einem gemeinsamen Austausch wurden offene Fragen an die Verantwortlichen von Funk gerichtet. Die Teilnahme erfolgte live und bot Gelegenheit für direkte Antworten. Die Runde war Teil einer größeren Zusammenarbeit, an der mehrere Kanäle beteiligt waren. Angesprochen wurden auch künftige Entwicklungen und das zehnjährige Bestehen des Formats.
Streamstart und Technik-Probleme
00:13:1300:13:13 Einen wunderschönen guten Abend, herzlich willkommen. Chat, schön, dass ihr da seid. So, jetzt funktioniert es mit dem Ton. Sehr schön. Mein Name ist Katharina und ich höre mich jetzt doppelt.
Vorstellung der Themen und Moderation
00:13:2500:13:25 Kurz an unseren Technik-Kollegen den Hinweis, ja, jetzt ist besser. Ich bin Katharina und ich freue mich ganz besonders heute Abend auf eine Special Edition von Mixed Talk. Heute geht es um Funk, das Content-Netzwerk von ARD und ZDF. Und wir haben die Funk-Chefs zu Gast. Sie werden sich euren Fragen stellen. Das heißt, ihr könnt heute Abend alles loswerden. Lob, Wünsche, Kritik, was auch immer euch unter den Nägeln brennt.
Technik-Update und Moderation
00:13:4800:13:48 Chat, ihr seid doch bestimmt schon mal auf irgendein Funk-Format gestoßen. Vielleicht nutzt ihr den Content ja sogar regelmäßig. Schreibt doch mal rein, wann habt ihr ein Format gesehen und zum ersten Mal gedacht, ach, das ist Funk. Schreibt es mal rein, bei welchem Format ging euch das so? Wo habt ihr Funk entdeckt? Das würde mich interessieren. Und ich kann auch mal kurz erzählen, ich höre mich schon wieder doppelt. Jetzt haben wir Doppelton statt gar keinen.
Technik-Probleme und Moderation
00:14:1200:14:12 Vielleicht liegt das aber auch nur an mir. Jetzt ist es wieder weg. Gut. Also, ich kann noch mal kurz erzählen, wie es zu diesem Stream heute Abend gekommen ist. Denn bei uns in den vergangenen Streams war Funk immer wieder ein Thema, also Formate von Funk. Und vor allem auch in den Streams mit dem ARD-Chef. Und der hat natürlich immer schön an Funk verwiesen und gesagt, ja, da müsst ihr Funk fragen. Also haben wir uns gedacht, wenn euch das Thema so beschäftigt, dann machen wir das doch mal und laden die Verantwortlichen ein. Und ihr könnt eure Fragen ganz direkt stellen. So, jetzt gucke ich mal rein.
Technik-Probleme und Moderation
00:14:4300:14:43 Was ihr so geschrieben habt, wo euch Funk das erste Mal begegnet ist. 70 Sekunden-Wiki sehe ich. Was sehe ich noch? Ich guck mal. Ah ja, hier, damals bei kurz gesagt. Brave Mädchen. Das ist dann wahrscheinlich noch gar nicht so lange her.
Technik-Probleme und Moderation
00:15:1100:15:11 Little Dog sagt, das ist bei mir zu lange her, als dass ich mich daran erinnern könnte. Ja, Funk gibt es ja jetzt auch schon eine ganze Weile. Florian sagt, ich unterscheide nicht zwischen den Kanälen. Lady Goldberg sagt, Funk random mitbekommen, bin schon dritte Generation NDR geschaut, wurde schon als NDR ultra betitelt.
Technik-Probleme und Moderation
00:15:4000:15:40 Äh, Tata Rosa sagt ... Ah, Dr. Freud? Ja, die kommen später noch zu uns. Denn wir haben wie immer spannende Gäste geladen. Aber ihr könnt euch auch wieder dazuschalten. Ihr könnt euch wie immer reinwählen über Stream Together. Einfach den Anklingeln-Button unterm Stream oder überm Chat drücken. Und keine Sorge, ihr seid nicht direkt live, wenn ihr da draufdrückt. Ihr müsst euch durchklicken, ganz easy. Wir führen euch da durch. Und dann kommt ihr rein und könnt eure Frage ganz direkt stellen. Wann hat man schon mal die Möglichkeit? Und ...
Technik-Probleme und Moderation
00:16:0800:16:08 Das kann alles Mögliche sein. Von wie werden eigentlich die Formate ausgewählt? Ihr könnt darüber sprechen, was gefällt euch, was gefällt euch nicht so gut? Wie arbeitet Funk eigentlich? Könnt ihr fragen, warum wurde vielleicht euer Lieblingsformat abgesetzt? Auch das könnt ihr fragen. Oder auch wenn ihr eine neue Formatidee habt, das ist eure Chance. Die könntet ihr auch pitchen. Was auch immer ihr wollt, kommt rein, sprecht mit. Wäre doch schön, wenn wir uns hier gleich sehen. Ansonsten fragen natürlich auch immer gerne in den Chat. Die leite ich da natürlich sehr gerne weiter. Ich sehe auch noch...
Technik-Probleme und Moderation
00:16:3800:16:38 Jero sagt, STRG F war gut. Y-Kollektiv.
Technik-Probleme und Moderation
00:16:4300:16:43 ist auch mit dabei, Simplicissimus. Da sind auch einige und einige davon sind ja mittlerweile auch schon nicht mehr bei Funk. Auch da werden wir heute drauf kommen, wie Formate sich entwickeln und vielleicht auch, warum sie dann irgendwann nicht mehr bei Funk sind. Das wird heute auch ein Thema sein. Übrigens, heute kein Sonderformat für Hochkant. Das liegt daran, dass wir heute parallel auf dem Funk-Kanal und auf dem ZDF-Kanal streamen. Eins in den Chat, wer sonst Hochkant mit dabei ist.
Technik-Probleme und Moderation
00:17:1200:17:12 Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass ihr mit am Start seid. Und jetzt begrüße ich bei mir Philipp Schild, Programmgeschäftsführer und Fabian Strauß, stellvertretend Programmgeschäftsführer von Funk bei mir. Hi. Einen wunderschönen guten Abend. Schön, dass ihr da seid. Ja, das darf man ja mal so salopp abkürzen. Aber Programmgeschäftsführer ist ja auch ein etwas sperrigeres Wort.
Technik-Probleme und Moderation
00:17:3900:17:39 So, also ich sehe gerade den Titel, darauf beziehst du dich. Ja, ja. Ich tippe mal darauf, dass eure beiden Namen nicht da in das Feld gepasst haben. Vielleicht lag es daran. Sehr schön, schön, dass ihr da seid. Ich habe gerade eben schon gesagt, Funk gibt es jetzt ja schon eine ganze Weile. Das Timing könnte nicht besser sein, weil jetzt im Oktober feiert ihr ja quasi Jubiläum. Funk wird zehn Jahre alt. Erstmal Gratulation an der Stelle. Dankeschön, wir haben es schon gefeiert.
Technik-Probleme und Moderation
00:18:0700:18:07 Wir sind offiziell seit 1. Oktober zehn Jahre alt. Präpubertär. Das heißt, es gab eine große Party? Also wir haben immer einmal im Jahr ein Netzwerktreffen, wo wir uns mit Menschen, die im Netzwerk arbeiten, treffen, um zu netzwerken, uns auszutauschen. Und da bei der Gelegenheit natürlich, wo wir das jetzt zum Zehnjährigen gemacht haben, haben wir das natürlich auch gefeiert.
Technik-Probleme und Moderation
00:18:2900:18:29 Sehr schön. Geht es euch gut heute Abend? Ja, yes. Sehr schön. Ich freue mich auf jeden Fall, dass ihr da seid. Chat, wenn ihr Fragen habt, packt die gerne mal rein, wenn ihr schon welche habt. Hier wird auch nochmal gratuliert. Sorry, Chat, wenn wir das kaputt gemacht haben gerade. Das kriegen wir übrigens öfter gesagt. Wenn Funk kommt, dann gehen die Formate kaputt erstmal.
Technik-Probleme und Moderation
00:18:5100:18:51 direkt mal mit Selbstkritik gestartet. Sehr gut, ja. Beziehungsweise mit einer Kritik, auf die wir vielleicht heute auch noch mal ein bisschen genauer zu sprechen kommen. Ich sehe hier auch schon, gehen wir doch direkt rein mit den Fragen. Renard Harrison fragt, warum gibt es bei Funk den Druck, hohe Aufrufszahlen zu erzielen, obwohl es für öffentlich-rechtliche Medien keine Relevanz haben sollte? Sollen wir direkt inhaltlich direkt tief reingehen? Klar. Können wir gerne machen. Wer möchte von euch? Ich fange mal an. Also es gibt
Technik-Probleme und Moderation
00:19:1900:19:19 Es gibt immer, glaube ich, so diesen Spannungsfeld zwischen, erreichst du Menschen mit dem, was du machst und bewirkst dann auch was oder erfüllst du sozusagen deine eigenen Träume als Redaktion und am Ende nimmt das niemand wahr. Und wir haben uns schon, also wir haben den Anspruch einfach, dass die Dinge, die wir machen, auch wirksam werden können. Wir haben ja einen Programmauftrag, das heißt also, wir müssen Informationen in unsere Zielgruppen bringen.
Technik-Probleme und Moderation
00:19:4600:19:46 unterhalten, orientierende Inhalte, Coming of Age und solche Sachen machen. Und es ist einfach unser eigener Anspruch, dass wir da nicht in sehr Leere senden, sondern dass wir damit Menschen erreichen, weil ich glaube, du kannst halt kaum Inhalte wirksam machen, wenn du nicht irgendwie in der ersten Instanz mal jemanden erreicht. Es ist aber auch so ein bisschen so eine Fehleinschätzung, dass wir nur auf Reichweite gucken. Das stimmt nicht, sondern wir haben zwar für alle unsere...
Technik-Probleme und Moderation
00:20:1300:20:13 Formate, Ziele und da ist Reichweite auch ein Faktor. Aber erstens mal sind die Ziele sehr unterschiedlich. Das heißt also, sie richten sich daran aus, was realistisch ist, also wie groß eine Community sein kann. Und zweitens gibt es auch immer ganz viele andere Faktoren, die ebenfalls eine Rolle spielen, also qualitative Ziele zum Beispiel. Kommt auch total darauf an, in welcher Phase ein Format gerade ist. Also wenn man ein Format aufbaut, arbeitet man an ganz anderen Dingen und skaliert nicht die Reichweite. Da versuchen wir schon, darauf zu achten.
Technik-Probleme und Moderation
00:20:4200:20:42 Und ich würde auch sagen, wir machen ja jetzt auch nicht nur total breiten Content, der eine möglichst breite Zielgruppe catchen will. Wir machen ja auch total nischige Sachen, die sich spitzen Themen widmen und versuchen dann in einer Nische zu wachsen. Also, ja, Reichweite ist schon ein Thema, aber jetzt nicht im Sinne von, das ist unser absoluter Anspruch, dann würden wir, glaube ich, ganz andere Kanäle betreiben. Ja.
Technik-Probleme und Moderation
00:21:0500:21:05 Und das macht ihr jetzt seit zehn Jahren. Wenn wir mal vielleicht einen kurzen Blick zurück wagen, Philipp, du bist ja auch seit Anfang an mit dabei. Wie schwer war es denn, Funk an den Start zu bringen? Also hast du da zwischendurch auch mal gedacht, Leute, ich habe keinen Bock mehr, schmeiß hin. Ich habe das gerade auf LinkedIn gesagt, dass ich das wirklich, also das ist eine ehrliche Geschichte. Ich habe wirklich überlegt, ob ich hinschmeiße, weil ich am Anfang so überfordert war mit dem, was wir da gemacht haben. Wir hatten
00:21:34 eine klare Zeitlinie. So, 1. Oktober musste das Ding stehen. Und ich hatte, wir waren einfach im Chaos geboren, muss man, glaube ich, mal ehrlich einfach so sagen. Ich bin da hingekommen und hatte ein winziges Team tatsächlich und musste innerhalb von, warte mal, März habe ich angefangen, 1. Juni war ich überhaupt da. Also, paar Monate musste ich das Team aufbauen und dann 30 Formate an den Start bringen.
00:22:01 Ich wusste noch nicht mal, dass es 30 Formate sein sollten. Ich hatte, glaube ich, ich weiß noch genau, ich hatte sechs Wochen vorher, hatten wir mit dem Content-Team fünf oder sechs Formate und ich war wirklich hart überfordert. Von fünf oder sechs auf 30 ist ein kleiner Sprung. Ja, und dann haben wir aber 40 geschafft am 1. Oktober. Und das sagt auch viele bei unserem Team. Also wir haben einfach die tollsten Menschen, die sich so reinschmeißen und da wirklich auch Lust haben.
00:22:27 was zu bewegen und zu schaffen. Und das hat das Ganze getragen und dann auch mich dringehalten und getragen, weil es bei allem Wahnsinn dann doch einfach viel Spaß gemacht hat. Apropos Team, hier kam noch eine Frage aus dem Chat, die wir vielleicht auch schnell beantworten können. Florian fragt, wie viele Mitarbeiter hat Funk und wie viele davon sind freie Mitarbeiter? Das ist wirklich so, dass Funken unheimlich...
00:22:52 komplexes Konstrukt ist. Wenn du bei uns auf die Zentrale guckst, das ist so ein bisschen die, ja, wir haben früher Kopfstelle gesagt, aber das klingt so absurd. Also in der Zentrale machen wir halt die Programmstrategien, wir machen die Portfoliosteuerung, wir haben das sogenannte Partnermanagement, was die Formate feedback und betreut, aber nicht überall die redaktionellen Abnahmen. Es gibt ja ganz viele Sender, die mit uns arbeiten. Man muss wissen, wir sind eine ARD ZDF.
00:23:20 kocht da quasi und da gibt es alleine in der ARD ja neun Sender, die mit uns arbeiten. In all diesen neuen Sendern gibt es Funk-Redaktionen, die Inhalte für uns zuliefern. Im ZDF gibt es Funk-Redaktionen, die für uns arbeiten. In der Zentrale haben wir auch ein Content-Team, wo viele Produktionsfirmen uns Inhalte zuliefern, die dann auch bei uns abgenommen werden. So, that's it. In der Zentrale sind wir so 56 Leute bei Vollzeitstellen.
00:23:47 von denen die allermeisten, also ich sage mal, roundabout 40 festfreie Mitarbeitende sind.
00:23:57 Genau, und dann, also es kommt so ein bisschen darauf an, wo ziehst du jetzt den Kreis, ne? Zentrale ist dann quasi der eine Teil, dann kommen Redaktionen, die in den Häusern sind, dann kommen natürlich ganz viele Leute, die in den Firmen auch für die Formate arbeiten, die Creator selbst. Also wo zieht man quasi die Linie? Ich könnte es gar nicht genau benennen, wo wir da landen, noch nicht mal in den Anstalten, ne? Also, aber man merkt, was da ja schon mitschwingt, ist auch Funk ist ein kompliziertes Konstrukt. Ich merke das auch immer wieder, wenn ich mit Menschen über den Öffentlichen, über den Öffentlichen,
00:24:24 öffentlich-rechtlichen oder über Funk spreche. Es ist ja auch gar nicht so einfach zu erklären, wie da genau gearbeitet wird und was das Konstrukt ist. Lasst uns doch mal einmal gemeinsam drauf gucken, wo ihr gerade steht. Ihr führt ja jährlich eine Bekanntheitsstudie durch, beziehungsweise im Auftrag von ARD und ZDF wird die durchgeführt. Eine repräsentative Befragung in der Zielgruppe zwischen 14 und 29. Und da schauen wir einmal darauf, was da in diesem Jahr rausgekommen ist.
00:24:52 Wenn der Kollege einmal die Tafel einblendet.
00:24:56 Und genau, da wurde in diesem Jahr festgehalten, dass 74 Prozent sagen, sie haben schon mal ein Funk-Angebot genutzt. 33 Prozent sagen, sie nutzen ein Angebot einmal pro Woche und 43 Prozent ordnen Funk, ARD und ZDF zu. Wenn ihr euch diese Zahlen anguckt, also zum Beispiel auch die Nutzung mit einmal pro Woche, war auch schon mal höher. Also zum Beispiel 2024 lag das noch bei 41 Prozent. Wenn ihr da drauf guckt, wie zufrieden seid ihr damit?
00:25:26 Doch schon sehr zufrieden, ehrlich gesagt, weil wir schon auch Realitäten haben, mit denen wir umgehen müssen und die wir managen müssen. Und eine der Realitäten ist zum Beispiel, dass die Kaufkraft, die wir haben, in der Zeit, die es Funk gibt, um ein Viertel gesunken ist. Und ich finde, dafür sind das schon wirklich gute Zahlen. Und damit...
00:25:51 sind wir zufrieden, weil wir glauben, dass es das ist, was wir gerade in der Lage sind rauszuholen. Wenn du Kaufplatz sagst, meinst du, also wie viel Geld ihr quasi zur Verfügung habt, beziehungsweise wie viel ihr mit dem Geld anstellen könntet? Genau. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat ja die Herausforderung, dass der Beitrag jetzt nicht wahnsinnig angehoben wurde in den letzten Jahren. Und Funk im Speziellen hat die Herausforderung, dass wir ungefähr immer mit dem selben Programmbudget ausgestattet waren die letzten zehn Jahre.
00:26:20 Und jeder, der mal in der Supermarktkasse so seine Einkäufe so die letzten zehn Jahre sich so guckt, wie der Einkaufswagen sich so entwickelt hat, den man da für 100 Euro kriegt oder 10, das wird halt immer weniger. Und das geht natürlich an unserem Programm nicht vorbei. Und das heißt also, wir kaufen effektiv quasi mit dem Budget, was wir haben, das sind so roundabout 45 Millionen Euro, von denen das allermeiste im Programm steckt, natürlich dann immer weniger Programm. Und ich finde, dafür ist das wirklich...
00:26:49 eine gute Zahl. Genau, da kam gerade auch die Frage, wie hoch das Budget ist. Das haben wir an der Stelle auch schon oder hast du gerade beantwortet. Und Chat.
00:27:03 Ich sehe gerade noch, Sofalee sagt, Wahnsinn, hat mal gehört, rund ein bis zwei Prozent vom GEZ geht in sowas wie Funk, der Rest in die 70-plus-Zielgruppe mit ARD, ZDF und Co. Es ist sogar noch weniger, muss man sagen. Also können wir das hier revealen? Ja, das ist schon. Genau, das ist immer so eine schöne, das schmieren wir natürlich jedem aufs Brot, der zu uns kommt und uns besucht.
00:27:31 Also das ist unsere Zielgruppe, 14- bis 29-Jährige sind ungefähr 17 Prozent der Bevölkerung. Dafür kriegen wir aber nur ein halbes Prozent der Gebühren.
00:27:41 Also der Rest ist glaube ich jetzt nicht alles in 70 plus, das ist ein bisschen hart. Ich glaube, da so viel gehört zur Fairness. Wir sitzen hier in einem Format, was auch vom öffentlich-rechtlichen Fonds finanziert wird und was jetzt vielleicht nicht im Kern die 14 bis 29 Jahre, ich schätze mal, das würde mich übrigens total interessieren, vielleicht schreibt jetzt mal in Chat, wie alt ihr seid. Für mich ist das total interessant, weil ich ordne Twitch immer so ein bisschen älter an als 25, 29 im Durchschnitt.
00:28:08 14 bis 29, mich würde es total interessieren. Schreibt mal in dein Alter rein. Aber was ich sagen will, es gibt viele Angebote, die in ARD und ZDF eben auch für 14 bis 29-Jährige gemacht werden. Wir sind nicht die einzigen. Genau. Also so viel Fairness muss sein. Das heißt, wenn wir diese 0,5 Prozent, die vom Beitrag an uns gehen, vorbeten, dann gehört das eben auch zur ganzen Wahrheit dazu. Und Fairness halber muss das dann auch erwähnt werden. Dann ist es natürlich mehr.
00:28:37 Der Rest geht nicht alles in die 70 plus. Und man muss auch sagen, mein Eindruck ist, dass sowohl ARD als auch ZDF wirklich verstanden haben, dass sie auch, um zukunftsfähig zu sein, da was machen müssen. Also ich glaube, es ist verstanden, dass Budgets umgelenkt werden müssen in jüngere Zielgruppen.
00:29:00 Ja, Punkt. Wir haben übrigens, es kam gerade eben schon die Nachfrage, im November ist der ARD-Chef Florian Hager hier. Also wenn es um die großen Fragen zur ARD geht, dann kommt gerne, chat, dann kommt gerne wieder vorbei. Da könnt ihr die dann stellen. Wenn der Flo immer sagt, frag doch Funk, dann sagen wir jetzt auch einfach immer, wir schieben jetzt auch weiter. Was nervig wird für uns, frag doch den Hager, der ist doch im November da, soll ich einfach sagen.
00:29:29 Ist super, wenn ihr euch die Zuständigkeiten hin und her schiebt. Weiter Altersfrage. Weiter Spielen in großen Strukturen, ist klar. Auf die großen Strukturen kommen wir auch noch zu sprechen. Zur Altersfrage, da sind wir, ich würde sagen, sehr divers von. Ich sehe Anfang 20, ich sehe 30, ich sehe 40, ich sehe in den 50ern war es 18, Ü60, 33, 26, 21.
00:29:57 Also ich würde sagen, bunt gemischt an der Stelle, halte ich jetzt mal so fest, das müssen wir vielleicht nochmal genauer erheben an der Stelle. Aber jetzt holen wir erstmal unsere erste Gästin mit dazu. Hallo. Hallo.
00:30:18 So, warte, ich muss mich ganz kurz muten, weil sonst höre ich mich doppelt. Ich höre dich schon mal, das ist schon mal gut. Ja, jetzt muss ich nur schauen, warum ich mich doppelt höre. Hatte ich gerade eben auch. Ich weiß nicht, woran es liegt. Wir checken das. Ich habe gerade von der Kollegin gehört, wir checken das, wir regeln das im Hintergrund. Okay. Aber ich glaube, es geht doch an die Lieben.
00:30:46 Du hast dich gleich nicht mehr doppelt. Ja. Ah, jetzt warst du kurz weg. Sehr schön. Yes. Sehr gut. Schön, dass du da bist. Ich stelle dich mal ganz kurz vor für alle. Du bist Streamerin, beschäftigst dich viel mit Wissenschaftsthemen, aber auch Klima- und Umweltthemen, beschäftigst dich mit Fake News, Verschwörungstheorien auf deinem Kanal und react ist auch viel zu Funk und beschäftigt dich mit dem Content. Und ich freue mich sehr, dass du da bist nochmal.
00:31:16 Vielen, vielen Dank. Jetzt ist das besonders, du kommst ja aus Österreich. Jetzt ist ja die Frage, gibt es so etwas wie Funk in Österreich? Also, soviel ich weiß, haben wir kein wirkliches Funk-Äquivalent. Ich hatte vorhin schon im Chat gelesen, die Frage, ob man Funk zum Beispiel mit unserem FM4... Ich höre auch nichts. Oh je, hallo?
00:31:37 Aber es gibt zumindest Programme, mit denen wir kooperieren, wenn Österreich das kann. Ah, dann können Sie gleich noch mal erzählen, weil Sie die Tonprobleme fiktieren. Jetzt ist Erry wieder da. Bin ich da? Hör von mich? Ah, okay, passt. So, genau, also ich meine, wir haben also, echt?
00:32:11 im hintergrund sagen aber ich glaube es geht ich habe mich gerade wieder hochgefahren so versuchen jetzt habe ich mich wieder doppelt hallo hallo der ton will heute nicht so richtig kommen ich nicht so weit
00:32:33 Dann erzähl ich halt doch, was wir mit den Kolleginnen und Kollegen vom ORF machen. Wir kooperieren zum Beispiel mit denen bei einem Format, das sag mal heißt, das machen dann auch österreichische Hosts zum Teil.
00:33:02 mit uns und es wird vom Bayerischen Rundfunk und vom ORF für Funk zugeliefert. Also es gibt da zumindest so eine junge Einheit, junge Kompetenz, mit denen wir da auch zusammenarbeiten. Das ist das, was ich zu der Frage beitragen kann.
00:33:19 Hier wird schon gerätselt im Chat, es liegt am ZDF. Kein ZDF-Bashing, Leute. Ich sag doch, wir machen immer alle Formate kaputt. Es liegt an uns. Aber es stimmt gar nicht. Jetzt müssen wir das auch irgendwie jetzt mal beweisen. Können wir bitte mal hier thronen jetzt? Chat sagt, ihr hört Erri. Hört ihr mich wieder? Ich höre Erri auch nicht. Was ein bisschen herausfordernd ist für ein Gespräch.
00:33:47 Jetzt zu dir. Jetzt soll ich jetzt gehen. Versuchen wir es nochmal, Erry? Ja, ich höre mich jetzt wieder doppelt.
00:33:57 Es ist natürlich blöd, ein Gespräch zu führen. Ich kann so Fragen stellen. Du gibst die Antwort. Chat hört dich. Das würde mich einseitig befüllen. Bist du ganz ehrlich, wir sollten auch mal Sachen machen, die noch niemand gemacht hat. Man erwartet doch vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch immer so ein bisschen mal was millionär ist. Ein Gespräch, wo sich keiner versteht. Ich finde, das ist mal was anderes. Ganz ehrlich. Man könnte das so stille Post machen. Ich stelle eine Frage. Eri antwortet. Chat, ihr gebt es wieder zurück, was Eri gesagt hat. Oh. Wow.
00:34:27 Das ist geil. Chat hört Ari. Geil, macht mal bitte. Ari, erzähl uns. Chat sagt uns. Wir werden ganz neue Formate noch nebenbei ausprobiert.
00:34:36 Ich hoffe, dass wir das gleich gefixt kriegen, weil das natürlich schön wäre, Ari, dich auch zu hören an der Stelle. Hat uns Chat auch. Aber dann machen wir so lange einfach mit einer Frage aus dem Chat weiter. Hier kam von Poshinji die Frage, könnt ihr euch eine neue Zusammenarbeit mit den Rocket Beans vorstellen?
00:35:01 Wenn es passt. Kommt immer darauf an, was für Formate das dann sind. Also ich glaube, für uns ist Gaming auf jeden Fall ein spannendes Thema. Ich glaube, da würde ich jetzt eine gewisse Kompetenz vermuten. Da könnte man sich was vorstellen. Aber es muss halt dann auch passen. In dem Sinne passen, dass es halt für uns immer im Moment eine Herausforderung ist, sehr junge Themenwelten uns zu erarbeiten. Das ist was, wo wir immer mal wieder
00:35:30 auch so Herausforderungen kommen, die wir noch nicht geschafft haben. Aber Gaming ist total ein Thema und die Rocket Beans sind noch am Start. Also wenn ihr was habt, dann meldet euch. Aber das ist sowieso generell, das ist keine Einladung speziell an die Rocket Beans. Wir haben einen Formateinreichungsprozess, wir haben auch so eine Webseite, wo man das nachgucken kann, funk.net slash Formatidee.
00:35:58 Das ist ein bisschen schwierig, aber da kann man zum Beispiel seine Formatidee uns schicken, auch wenn man nicht die Rocket Beans ist. Ja, oder jetzt in den Chat. Also Chat, wenn ihr Formatideen habt, das ist eure Frage, dann könnt ihr die direkt mal platzieren. Der Elevator Pitch im Chat, genau. Hört ihr mich wieder? Hier kam noch eine Frage von Momo Holstein. Kommt irgendwann mal wieder eine Serie mit Cold Mirror?
00:36:24 Boah, ey, das kann ich gerade so ad hoc nicht beantworten. Dafür sind wir zu weit weg vom Programm als Programmgeschäftsführer. Das muss man einfach sagen. Also nicht jedes Detail, was innerhalb der beauftragten Formate in der Planung ist, müssen wir jetzt unbedingt schon wissen. Insofern möchte ich da nicht orakeln, ehrlich gesagt. Ich kann es einfach gerade nicht sagen. Ja, genau. Ich könnte gerade nicht sagen, ob was im Köcher ist, aber ich glaube, wenn sie Bock hätte, gäbe es eine Chance darauf.
00:36:55 Hier kam auch schon ein etwas drastischer Kommentar. Platonischer Rebell sagt, meine Meinung, ARD sollte sparen und das einstampfen.
00:37:05 Wie reagiert ihr auf sowas? Vollkommen okay. Also ich glaube, Meinungen darf man haben. Wir sehen das aber leider anders. Also sagen wir es mal so, wenn man das einstampfen will, dann sollte man sich gut überlegen, wie man Inhalte für eine Zielgruppe von 14 bis 29 stattdessen macht, weil das eine Zielgruppe ist, die von diesem gesamtmedialen Topf
00:37:32 relativ wenig abbekommt und das ist absolut unstrittig. Also wenn man Punkt platt machen will, dann ist das eine legitime Meinung. Aber dann wäre zumindest die Frage danach, die ich stellen würde, was gibt es dann stattdessen für die jungen Menschen, weil ich glaube, die wäre man dann auf jeden Fall schuldig zu beantworten.
00:37:52 Okay, jetzt versuchen wir nochmal mit Eri zu sprechen. Hallo, hört ihr mich? Hey, ja. Jetzt funktioniert es. Jetzt funktioniert es. Aber sollten wir vielleicht nicht zu laut sagen heute Abend. Ich habe das Gefühl, die Technikgötter sind heute Abend nicht bei uns. Okay, Eri, lass uns direkt inhaltlich einsteigen. Wenn du auf das Angebot von Funk guckst, was...
00:38:16 guckst du denn gerne, also was gefällt dir gut und was gefällt dir vielleicht weniger gut? Also wo sagst du, da verstehe ich vielleicht auch nicht, warum es bei Funk ist.
00:38:24 Also ich schaue super gerne die Wissenschaftskanäle von Funk oder auch zum Beispiel so historische Kanäle. Hauptsächlich konsumiere ich YouTube und die Instagram-Kanäle von Funk, muss ich jetzt auch dazu sagen. Also bei der Podcast-Geschichte kann ich nur bei einem einzigen Beispiel vielleicht was dazu sagen. Das war halt das brave Mädchen-Ding, was natürlich ein Riesenskandal dann auch auf YouTube gewesen ist. Aber das sind so eigentlich meine Hauptinteraktionen, würde ich sagen, mit dem Funk-Netzwerk.
00:38:53 Aber vielleicht ist das brave Mädchen-Ding ja eh eine gute Geschichte. Vielleicht ist es auch eine interessante Frage für das Publikum. Wie kam denn so etwas wie brave Mädchen zu euch zu Funk? Wie kam es zu Funk? Kann ich nicht sagen. Du meinst, wie wurde das jetzt gepitcht oder wie kam es überhaupt dazu, dass wir sowas gemacht haben? Genau. Genau.
00:39:19 Also ich glaube schon, dass die Inhalte, die dort Thema waren zum Teil auch, ich glaube, das hat man an vielen Stellen natürlich nicht mehr so wahrgenommen, weil schon in der ersten Folge die Frage des Titels der ersten Folge beantwortet haben. Dauert es, bis wir den ersten Shitstorm bekommen. Wie viele Folgen schaffen wir, bis wir gekäncelt werden?
00:39:43 Aber es ging schon auch ein Stück weit darum zu sagen, okay, was interessiert in der Zielgruppe? Da war Freundschaft ein großes Thema zwischen zwei Frauen und auch so die Frage, wie kann man eigentlich ein starkes Frauenwohl prägen, was nicht unbedingt so abgehoben sein muss oder so intellektuell oder so. Und das war, glaube ich, schon was, worüber nachgedacht wurde und wo man auch überlegt hat, was sind denn...
00:40:08 Frauen, die vielleicht auch eine Zielgruppe erreichen, die gar nicht sonst so Funk so stark nutzen. Und ich glaube, da sind schon auch ein paar Themen drin, die ich dann ehrlicherweise spannend fand zu hören, so Reflexion darüber.
00:40:26 Also wie sie sich selber als Frauen definieren und wie sie sich empfinden, was sie stark macht und so. Ich fand, da waren schon auch wichtige Themen für unsere Zielgruppe drin. Aber das wurde natürlich dann überdeckt, einfach von dieser wahnsinnigen Diskussion.
00:40:46 Ja, beziehungsweise, um dir auf dieses Frauenbild so ein bisschen vielleicht anzuschließen, also was ja, also weswegen das ja alles sehr eskaliert ist auch, ist, weil die zwei halt dann auf einer anderen im Internet durchaus als sehr starke Frau, dastehende Frau rumgehackt haben, nämlich halt auf Sascha. Und das war natürlich, also mal ganz abgesehen davon, dass man schon meiner Meinung nach recht mutig sein muss, um gegen Sascha zu shooten, auf die Weise, wie die zwei das gemacht haben.
00:41:13 Finde ich, widerspricht das so ein bisschen. Ich verstehe natürlich auch eure Argumentation und ich finde auch, dass viele Themen, die glaube ich vermittelt hätten sollen mit dem Format, nicht abgedeckt waren bisher und auch super wichtig für die Zielgruppe sind. Aber meine Frage ist, ob dieses Format es denn tatsächlich überhaupt rübergebracht hat, was es wollte. Ja, ich sage mal, die...
00:41:37 Ehrliche Antwort ist, dass das wahrscheinlich ein Experiment ist, was nicht in allen Aspekten gelungen ist. Also das sieht man ja auch im weiteren Verlauf. Es gab ja auch eine Pause, die sich das Format auch gezielt genommen hat, um nochmal zu justieren und sich anzugucken, ist das, was wir gerade produzieren, eigentlich on track mit dem, was wir machen wollen? Und wie gehen wir eigentlich damit um mit dieser krassen Response auch aus der ganzen Community? Es war ja eine wahnsinnig breite Reaktion, nicht nur...
00:42:05 aus der Community, die eigentlich angesprochen werden sollte, sondern auf allen möglichen Ebenen. Also es gab hier irgendwie nicht nur den Shitstorm, sondern auch auf allen möglichen Wegen sind Beschwerden in die Sender gelaufen und so. Und das nochmal zu justieren und zu gucken, ist es eigentlich das, was wir gerade machen wollen, war total wichtig. Aber klar, also es ist in erster Instanz, war es glaube ich nicht genau da, wo es hin sollte. Und da haben wir auch sehr viel gelernt. Ich glaube, es haben alle Beteiligten total viel gelernt an dem Projekt.
00:42:34 Ich sehe hier auch noch aus dem Chat, Dislike sagt, ist ja okay zu experimentieren. Chat würde mich mal interessieren, also da schwingt ja auch so ein bisschen die Frage mit, welche Rolle spielt, also jetzt mal abgesehen von den konkreten Angriffen und das, was Sascha da auch an Kritik äußert hat, aber es schwingt ja quasi als Metafrage auch mit, inwiefern Funkformate in bestimmten Standards.
00:42:59 erfüllen sollten, auch was Unterhaltung angeht, ob Trash Teil des Auftrags sein sollte. Das schwingt da ja auch so ein bisschen mit, oder? Erry, wie siehst du das?
00:43:08 Ja, also gerade so diese Frage von eben diesem Bildungsaspekt, also wenn, so wie ihr das jetzt erklärt habt, eben, dass da gewisse Themen waren, wo ihr auch euch wirklich Aufklärung zu diesem Thema gewünscht habt oder die Kommunikation zu diesem Thema, verstehe ich natürlich, was so die Grundidee dahinter gewesen ist und wo das sich auch so ein bisschen in das Funksystem mit eingliedern soll. Und ich hinterfrage auch so ein bisschen, ob dieses Format jemals eigentlich so diese Ansprüche an...
00:43:34 die Funk ja hart an ihre Kanäle erfüllen hätte können, auf die Weise, wie es aufgezogen wurde.
00:43:40 Ich glaube, das kannst du auch zu Recht hinterfragen. Ich finde, es war wichtig, dass wir das Projekt für die Dauer, wie wir das verabredet hatten, auch weitergeführt haben und uns da auch versucht haben, einen Weg zu finden. Ich glaube, es wurde dann aber auch immer klarer, dass das kein Projekt war, was wirklich diesen Ansprüchen genügt hat. Das hast du halt richtig formuliert.
00:44:09 Und ich glaube auch gerade dieser Punkt dann aus so einer Logik heraus, so was sind starke Frauen, eine andere starke Frau anzugreifen, das ist schon, also das war schon einfach nicht gut. Und das wurde im Format ja dann auch reflektiert. Und da hast du auch recht, das entspricht nicht dem, wofür wir stehen, das entspricht nicht unseren Programmgrundsätzen. Das war einfach was, wo wir eine Verantwortung hatten, was wir nicht gut gemacht haben.
00:44:33 Es ist aber auch ein Learning. Ich kann es nur ergänzen. Gerne, aber wahrscheinlich geht es auch auf die Frage hinein. Könnte sein, dass es vielleicht auch die Frage beantwortet, die hier noch kam. Und zwar wird hier noch gefragt, aber es hat Monate gedauert, bis irgendwas passiert ist. Wie geht das? Warum ist sowas möglich? Da kann man bestimmt ein Learning anschließen.
00:44:57 Was meinst du mit, bis was passiert ist? Also die Pause haben wir ja relativ schnell gemacht und am Ende ist die Staffel ausgelaufen. Also das sind auch unterschiedliche Dinge. Ich glaube, es geht so darum, dass der Podcast halt monatelang gelaufen ist im Endeffekt mit den Sachen, die auch halt so erzählt wurden und eigentlich erst durch Saschka wurde die Sache eigentlich groß und dann wurde der Podcast unterbrochen. Ich glaube, so interpretiere ich die Frage jetzt.
00:45:29 Also diese Inhalte waren ja davor schon sehr zu hinterfragen, meiner Meinung nach.
00:45:37 Also ich glaube, eine Sache, man kann ja mal überlegen, was haben wir daraus gelernt? Weißt du, was ist jetzt anders, als es damals war? Und eine Sache, die auf jeden Fall anders ist, es war ja ein Unterhaltungsformat. Ich finde, Trash ist fast ein bisschen hart. So war es jedenfalls nicht gedacht, aber es war ein ganz klar Unterhaltungsformat. Beziehungsweise muss man ja sagen, die Hosts haben ja quasi Bezug zu Reality-TV-Formaten. Ich glaube, das wäre wahrscheinlich das, wie man es korrekt sagen müsste. Ah ja, okay. Genau, also es war ein Unterhaltungs- und Orientierungsformat. So war es mal gedacht.
00:46:04 Und was wir natürlich gemerkt haben, ist, dass wir eigentlich am Ende auch da unsere journalistischen Standards anlegen müssen. Also wir müssen eigentlich viel stärker noch gucken in den Abnahmen und vorher auch beim Skripten, beim Überlegen, was sind eigentlich Inhalte, die reingehen, was sind Tonalitäten, wie sprechen wir auch über andere CreatorInnen, dass wir das noch stärker auch in Unterhaltungsformaten uns angucken müssen. Das ist auf jeden Fall ein Learning.
00:46:27 Also, weil du gerade mit den Abnahmen gesprochen hast, war das Podcast, also das Podcast-Format gescriptet in dem Sinne? Also hätte man da wirklich was abnehmen können auch im Voraus?
00:46:40 Ich glaube nicht, dass das in dem Sinne gescriptet war. Das kann ich dir gar nicht sagen, aber du musst ja einen fertigen Content abnehmen, bevor er veröffentlicht wird. Die Abnahmen sind bei uns. Also in einem Podcast, in dem zwei Leute frei reden, ist das nicht gescriptet vorher in der Regel bei uns. Du hast halt Rubriken zum Beispiel oder du hast so eine Struktur natürlich, eine Formatierung, die du bei uns in aller Regel, wenn Formate starten, ganz generell hast. Aber...
00:47:08 Wir haben eben grundsätzliche Prinzipien und Leitlinien bei Funk. Das heißt, kein Inhalt, den wir machen, wird nicht abgenommen. Und das ist das, was Fabian gerade meint, dass wir halt einfach an dieser Stelle gelernt haben, dass wir auch journalistische Standards in Unterhaltungsformaten sozusagen klarer checken müssen in diesen Abnahmen. Ich glaube, das ist was, was wir an der Stelle vorher so stark als
00:47:37 als mögliche Problematik gar nicht identifiziert hatten tatsächlich. Und redaktionelle Abnahmen gibt es immer, aber dass man halt wirklich nochmal reinguckt und guckt, sind da Fairness-Regeln, sind da überhaupt eingehalten worden, so journalistische Standards, also die wirklich sehr klar bei uns in journalistischen Formaten abgecheckt werden, teilweise wirklich mit mehr Augenabnahmen und auch...
00:48:03 Mit wirklich sehr hohem Aufwand, was dann auch manchmal übrigens Creatorinnen und Creator nervt. Und wo man auch sagen muss, auch da haben wir gelernt aus Fehlern, die wir gemacht haben. Also es ist nicht so, dass wir irgendwie das Gefühl haben, wir sind jetzt ein super perfektes Netzwerk und da passieren keine Fehler. Es werden auch wieder Fehler passieren. Wir arbeiten permanent mit neuen Formaten, mit neuen Menschen und lernen halt trotzdem als Organisation immer weiter dazu.
00:48:27 Und ich glaube, wenn wir über so journalistische Abnahmen und so Leitlinien und so reden, die wir haben, dann haben wir da auch aus journalistischen Fauxpas, die wir gemacht haben und Fehler, großen Fehlern gelernt und haben zum Beispiel neue Rollen eingeführt, so eine Chef-von-Dienstrolle, die schwierige journalistische und komplexe Inhalte nochmal in einem Sechs-Augen-Prinzip, also als letzte Instanz nochmal sehr genau journalistisch prüft, bevor die veröffentlicht werden. Solche...
00:48:53 Dinge haben wir für die journalistischen Formate und journalistischen Inhalte und so gesellschaftspolitisch relevante Inhalte, die sehr komplex sind, haben wir die, aber die haben wir bisher nicht angewendet auf so Unterhaltungsformate.
00:49:08 Also da ein Learning. Ich ergänze noch kurz aus dem Chat. Erry, eine Sekunde. Ich möchte da noch kurz. Mighty Bone sagt dazu noch, ich habe oft das Gefühl, Funk lernt aus dem Skandal und zieht dann die Resultate, anstatt selber bei der Sichtung der Inhalte schon zu merken, das könnte Probleme verursachen. Das noch als Anmerkung zum Umgang mit Fehlern. Und Pazifisten Peter sagt, das Problem ist, jeder erwartet bei Funk-Formaten eine gewisse Qualität. Da habt ihr euch ja gerade schon zu geäußert, wie vielleicht die Qualität in Zukunft besser gesichert werden.
00:49:37 könnte. Und an der Stelle fragt... Danke, Pazifisten, Peter, weil eigentlich finde ich, du hast total recht. Also ich finde das sogar extrem gut, dass das so ist und lebe lieber damit, dass wir dann manchmal enttäuschen, als statt dass diese Erwartung gar nicht da wäre, weil ich glaube, das ist schon der Anspruch, den wir auch an uns selber haben.
00:49:55 Und dann an der Stelle Kuhmarten fragt, kann jemand eventuell drei Stichworten zeichnen, was ich in den letzten 40 Minuten verpasst habe? Ja, schön. Ja, das auch technische Probleme, aber nur kurz zur Einordnung vielleicht für alle, die auch mittlerweile dazu gekommen sind. Wir haben hier heute beim Mixed Talk eine Special Edition mit den Verantwortlichen von Funk und ihr könnt quasi alle Fragen stellen, die ihr habt. Ihr könnt euch über Stream Together dazuschalten, die Frage ganz direkt stellen oder ihr packt eure Frage in.
00:50:25 den chat und dann leite ich sie sehr gerne weiter und wenn wir schon dabei sind falls ihr dem kanal noch nicht folgt wäre das jetzt eine ausgezeichnete gelegenheit und ich würde gerne zum nächsten themenblock gehen und zwar auch so ein bisschen was die perspektiven vielfalt angeht wie seht ihr denn das das wird ja häufig auch wenn zum beispiel um stadt land geht wenn es um ostdeutschland westdeutschland geht diskutiert wie viel perspektiven vielfalt sich in den medien wiederfindet wie seht ihr denn das bei
00:50:53 Funk. Was fehlt euch vielleicht? Wie würdet ihr das einordnen? Eri, wie siehst du denn das? Welche Perspektiven oder Themen fehlen dir vielleicht? Ich finde, wir haben in Österreich halt nicht wirklich so ein Äquivalent. Also mir ist bewusst, dass Funk mit gewissen, also zumindest zu gewissen Kooperationen in Österreich arbeitet, aber wirklich so flächendeckend und auch eben aus dem österreichischen ÖRR haben wir sowas halt eigentlich nicht.
00:51:19 Das Näheste ist wahrscheinlich so FM4, aber das ist eigentlich ein Radiosender, der sich halt gezielt eher an eine jüngere Zielgruppe richtet. Aber eben mit diesem Ökosystem, so wie ihr das aufgebaut habt, das haben wir nicht. Das heißt, für mich ist das eigentlich schon toll zu sehen, dass es so etwas überhaupt gibt, ehrlicherweise. Und dass man irgendwie doch beim deutschen Rundfunk gefühlsmäßig einfach besser verstanden hat, wie man eine junge Zielgruppe abholt als in Österreich, verhältnismäßig.
00:51:47 Und dennoch fände ich es schon spannend, wenn es mehr, also in der Diversität, von der die abgebildet wird, ohne ein gewisses Bild gleichzeitig zu zeichnen. Also zum Beispiel bei politischen Themen ist es irgendwie häufig so, dass, wenn politische Themen gezeigt werden, dass häufig so ein Ausspielen gegeneinander ist. Also entweder die linke Seite gegen die rechte Seite, wie zum Beispiel in Unbubble-Formaten zum Beispiel.
00:52:13 Oder bei ... Also, dass das immer so clashen muss. Versteht ihr, was ich meine? Und nicht, dass man einfach nur einen Kissen ... Aber ich verstehe, was du meinst. Ein ZDL-Format in dem Fall. Ja, ich verstehe total, was du meinst. Also, ohne dass man das einfach irgendwie so im Raum stehen lassen kann. Einfach.
00:52:35 War das gut erklärt? Ich bin mir nicht ganz sicher. Ich bin auch nicht hundertprozentig sicher, ob ich es richtig verstanden habe, aber meinst du, dass in dem journalistischen Inhalt eine zu starke Position bezogen ist, aus der heraus dann über eine andere Position berichtet wird? Oder meinst du, dass man eher so Fronten aufbaut im Inhalt? Genau, dass man so Fronten aufbaut. Ich glaube, es geht wahrscheinlich eher um Letzteres.
00:53:02 Genau, es ist eher so ein Frontending irgendwie.
00:53:07 Es ist so schwierig, da so abstrakt drüber zu reden. Ja, ja. Also fällt mir gerade schwer, gerade auch vor dem Hintergrund Perspektivenvielfalt, das jetzt, also fällt mir jetzt einfach nicht so das richtige Beispiel zu ein. Ich glaube, was man einfach generell vielleicht dazu sagen kann, ist, dass wir ja tatsächlich einen Auftrag haben, unterschiedliche Perspektiven abzubilden. Und das...
00:53:32 versuchen wir auch darzustellen über das gesamte Portfolio hinweg, dass wir eben nicht versuchen, irgendwie in einem Format, also in allen Formaten immer die gleichen Themen zu setzen oder so, sondern dass wir schon gucken, dass wir eben unterschiedliche Perspektiven auf unterschiedliche Themenkomplexe in unterschiedlichen Formaten anbieten. Und gerade im politischen Bereich kann ich auch sagen, wir gucken immer so ein bisschen, wie haben wir, also wie ist das Themeninteresse der Zielgruppe?
00:53:58 Das hängt ein Stück weit mit unserer individuellen Beauftragung zusammen. Also in Deutschland ist es so, wir haben einen allgemeingültigen öffentlich-rechtlichen Auftrag, der über so einen Medienstaatsvertrag formuliert ist. Da stehen so Dinge drin, was der öffentlich-rechtliche Grundfunk leisten muss. Und es gibt aber auch einen speziellen Paragrafen für Funk in 30c. Und da steht zum Beispiel, dass wir uns...
00:54:21 mit unseren Inhalten explizit an der Lebensrealität und den Themen, die für eine junge Zielgruppe relevant sind, also die 14- bis 29-Jährigen orientieren müssen. Und deswegen machen wir es immer so, dass wir gucken, dass wir erheben, und zwar repräsentativ erheben, was sind denn für euch die wichtigsten Themenkomplexe und dann ein bisschen gucken, dass wir zumindest versuchen, unser Portfolio damit ein bisschen in Übereinstimmung zu bringen. Das kriegst du nie.
00:54:48 ganz genau hin. Aber zum Beispiel weiß ich deswegen, dass wir die politische Berichterstattung tatsächlich sogar ein bisschen überanbieten, weil wir einfach den Eindruck auch haben, dass das was ist, was von einem öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch erwartet wird, dass wir uns damit besonders auseinandersetzen und diesen Beitrag zu einer demokratischen
00:55:13 Grundordnung leisten, dass Menschen informiert sind und sich ihre Positionen dann erarbeiten können. Und deswegen haben wir da eigentlich sehr viel im Portfolio in diesem Segment. Und da innerhalb dieses Segments gucken wir auch, dass wir unterschiedliche Perspektiven abbilden. Vielleicht. Und das ist vielleicht aber auch nochmal explizit wichtig. Das muss uns auch nicht in jedem Beitrag gelingen, dass alle Perspektiven in jedem Beitrag drin sind.
00:55:37 Das ist nämlich explizit nicht das, was auch gar nicht geht. Und das wäre dann auch irgendwie langweiliger Content. Aber vielleicht kommen wir gleich nochmal, also das schieben wir vielleicht einfach nochmal auf ein bisschen später. Wir kommen bestimmt nochmal auf ein konkreteres Beispiel, wenn es um den politischen Content geht. Aber bleiben wir mal bei den Themen, Philipp, weil du es gerade angesprochen hast. Themen quasi, die die...
00:55:57 jungen Leute oder die euch Chat im Alltag bewegen. Chat, sag doch mal, habt ihr das Gefühl, dass die für euch relevanten Themen von Funk abgeholt werden? Ja, mal eine einzelne Chat für ja, zwei für nein. Würde mich mal interessieren. Und wenn wir bei Themenvielfalt sind, Ari, du beschäftigst dich ja auch sehr viel mit Klima- und Umweltthemen. Wie gut ist das denn bei Funk vertreten? Was würdest du sagen? Wie nimmst du das wahr?
00:56:21 Also ich finde, es ist nicht nicht da. Also es gibt schon gewisse Creators, die auch bei euch zu diesen Themen Inhalt machen, auch auf Instagram zum Beispiel, was ich eigentlich ganz cool finde. Ich finde aber so flächendeckend abgedeckt und auch vor allem inhaltlich tiefgreifender ist es bei Funk nicht so ganz.
00:56:42 Also da siehst du noch Ausbaubedarf? Ja, mich persönlich schon. Mich würde interessieren, was ist so eure Perspektive diesbezüglich? Also von Biologe zu Biologin, du hast recht halt. Also ich kann es sehen. Es ist ein Baustein im Portfolio, den wir im Gegensatz zur Politik unterrepräsentiert haben. Es ist ein Thema, was in unserer Zielgruppe immer noch wichtig ist. Es ist jetzt nicht das Top One, was alle jetzt super krass.
00:57:09 ob die eins wählen würden. Aber es ist ein wichtiges Thema, es ist im oberen Bereich. Und ich sehe schon, dass wir da eigentlich mehr machen können. Es ist immer so eine Sache. Wir müssen an vielen Stellen nachlegen und viel machen. Und eigentlich ist unser Gedanke auch, es ist ein generell wichtiges Thema, was in vielen Formaten stattfinden soll.
00:57:31 Ich glaube also zum Beispiel hat Fake Check in der Vergangenheit glaube ich öfter mal was dazu gemacht. Mir fallen ein paar Videos ein, wo das immer mal wieder auch Thema ist. Aber ich sehe da schon auf jeden Fall, dass wir da durchaus noch mehr machen können. Du hast es treffend gesagt, glaube ich.
00:57:53 Ist das relevant, dass bei solchen Themen wie zum Beispiel Klimawandel, was ja nicht zu diskutieren ist, dass es eigentlich ein wichtiges Thema ist, ist es da so wichtig, was die Demografie dazu sagt, ob sie das interessiert oder nicht? Also könnte man dann nicht zum Beispiel sagen, ja okay, jetzt wählt man das nicht bis ganz nach oben, aber eigentlich ist das ein Thema, das beschäftigt ja viele, gerade 14- bis 29-Jährige, weil uns betrifft das ja, also decken wir das halt trotzdem ab. Ja.
00:58:19 Das ist wirklich eine sehr gute Frage und ehrlich gesagt, die bereitet mir auch oft schlaflose Nächte, weil ich habe auch nicht die perfekte Antwort, aber ich habe halt einen Auftrag und in dem steht drin, dass wir unseren Inhalt eben daran abgleichen sollen, was die Menschen in dieser Zielgruppe 14 bis 29 in ihrer Lebensrealität und an Themeninteressen, was die haben. Und das heißt also, wir versuchen uns ein bisschen danach zu richten. Und deswegen, ich würde sagen, wenn du das dann
00:58:48 eigenständig als viel wichtiger setzt, dann hast du dein eigenes Thema gesetzt und dann bist du natürlich schnell in so einer Diskussion darin. Ist das jetzt das wichtigste Thema oder ist das Thema, was für eine andere Bubble in Anführungszeichen wichtiger ist, das wichtigste Thema? Warum habt ihr das nicht auf die Eins gesetzt? Also man braucht irgendeine Art von, glaube ich, von Referenzrahmen, sag ich mal, den man aufziehen kann, wo man sagen kann, okay.
00:59:15 Wir nehmen das zumindest mal so als eine grobe Gerichtsgröße. Und es würde ja trotzdem bedeuten, du sagst ja, du siehst die Themen bei uns im Portfolio. Und so sehe ich es auch wahr. Und trotzdem hast du halt recht, dass es mehr sein sollte. Und ich glaube, da sind wir dann schon on the same page so ein bisschen.
00:59:33 Ja, ich glaube, das Ding ist halt immer, brauchst du ein dezidiertes Format oder ist es auch ein Teil von anderen Formaten? Und bei uns ist es natürlich total wichtig, dass die Formate und die Creatorinnen, die für uns arbeiten, auch authentisch über die Dinge reden, die sie gerade halt bewegen. Also wir sind zum Beispiel auch gar nicht involviert in die Themenabsprachen. Da kommt jetzt nie irgendwie eine Mail, wo drinsteht, macht mal mehr dieses oder jenes. Das macht auch keinen Sinn, da irgendwelche Sachen so rein zu verhandeln.
01:00:02 Deshalb, ja, in den Kanälen, die wir haben, ist es halt ein Teil der natürlichen Umwelt und da kommt es ja auch vor. Und die Frage, brauchen wir ein dezidiertes Format, was sich vielleicht mehr mit Wissenschaftskommunikation beschäftigt, das kann man ja mal mitnehmen. Also das finde ich gar nicht so blöd, gerade wenn wir von den Themenprofilen vielleicht noch eine Lücke haben, das nehmen wir auf jeden Fall gerne mit.
01:00:21 Ich chatte bei der Frage übrigens, ob thematisch das abgedeckt wird, was euch beschäftigt. Fand ich interessant. Also einige Einsen, einige Zweien und auch ein paar, die 1,5, 1,6 sagen, die sich noch nicht so richtig entscheiden können. Finde ich sehr spannend. Zum Thema Klima sagt Julian eher zwei. Also Themen werden nicht gut genug abgebildet. Frontier KI und Klima sind hart unterpräsentiert. Ja, richtig.
01:00:49 Awesome Sound sagt auch Wissenschaftskommunikation super wichtig. Da scheint wahrscheinlich auch noch Bedarf zu sein. Und Florian sagt, es fehlt ein Format, wie junge Menschen ihr Leben organisieren können. Zum Beispiel, was ist zu beachten bei Verträgen? Was braucht man in der ersten Wohnung? Wie kann man Kosten sparen, Haushaltsbuchführung und so weiter? Da wittere ich doch die nächste Formatidee.
01:01:11 Aber ich würde gerne noch das Thema ein bisschen weiterführen. Und zwar, ihr habt gerade darüber gesprochen, von wegen ihr entscheidet danach, was die Zielgruppe quasi relevant findet und was nicht. Jetzt muss man ja aber auch sagen, dass Klima- und Umweltthemen ja auch quasi sich, glaube ich, heute nicht mehr so gut klicken. Also, dass der Algorithmus diese Themen, glaube ich, auch nicht mehr so befördert. Also, welche Rolle spielt denn da die Plattformlogik, welche Themen ihr setzt?
01:01:36 Also mit dieser Validierung keine. Wir befragen das außerhalb der Plattform. Ich würde dem auch widersprechen, dass sich diese Themen nicht gut klicken.
01:01:46 Also ich glaube, unser Anspruch ist in der Regel nicht nur das zu machen, wo wir wissen, die Themen klicken auf jeden Fall, weil dann hätten wir wirklich ein anderes Portfolio, sondern unser Anspruch ist tatsächlich zu probieren, die Themen, die die Menschen obviously interessieren in unserer Zielgruppe, so aufzubereiten, dass sie klicken, weil sie so interessant sind, dass Menschen sie dann halt ansteuern. Und ich glaube,
01:02:15 Ja, das ist irgendwie eine Kunst am Ende, aber sie gelingt uns ja auch oft. Dabei muss man aber auch dann fairerweise sagen, wir brauchen oft ein paar Versuche. Also es klappt halt nicht immer alles sofort, was wir uns irgendwie vorgestellt haben. Und das ist auch eine Art Managementprinzip bei uns, dass wir sagen, wir versuchen halt viel, damit die Wahrscheinlichkeit, dass Dinge funktionieren, steigt. Und genau so machen wir es. Das kann aber auch dazu führen,
01:02:43 dass wir ein wichtiges Thema sehen und halt irgendwie zweimal was starten, was nicht richtig funktioniert. Und dann sind wir halt ehrlicherweise auch immer sehr konsequent. Also wenn wir merken, das haben wir uns anders vorgestellt und das funktioniert nicht, dann reiten wir diese Pferde halt auch nicht tot, weil das ist so eine Art von Verantwortung, die wir spüren. Wir haben dieses Geld für diese Zielgruppe.
01:03:02 Und das soll da auch irgendwie verdammt nochmal ankommen. Genau so ein Format habe ich auch angespielt, weil ihr hattet ja zum Beispiel auch ein Klimaformat, das ist fein, wo eben auch die Host am Ende Fazit gezogen hat, das klickte sich nicht eben, dieses Thema sei irgendwie dann...
01:03:17 da nicht so angekommen, wie es erhofft wurde. Aber bleiben wir vielleicht noch kurz bei den Plattformen, weil das ist ja auch immer wieder ein Punkt, der kommt. Also ihr seid bei Facebook, bei TikTok, Instagram. Nicht ganz viel gucken. Ich sag euch mal, ein Print kommt jetzt so. Ja, das ist die Zukunft. Das ist die Zukunft. Ihr wisst, was ich meine. Wir gucken jetzt mal Videos aus, ganz ehrlich. Das nervt mich eh, das ganze Glicke immer.
01:03:47 Gott, ihr wisst, was ich meine. TikTok, Insta, Snapchat und Co. Und da kommt ja auch immer wieder der Punkt, inwiefern Funk quasi auf diesen Plattformen von Big Tech Unternehmen sein sollte. Eri, wie siehst du das? Ist es gut, dass Funk da vertreten ist oder würdest du sagen, ist es auch vielleicht zu Anteilen problematisch? Also...
01:04:10 Ich würde eher die Frage stellen, was ist denn die Alternative? Also ich glaube, das fragt sich jetzt nicht nur Funk, sondern das fragt sich generell der ÖER. Das ist ja ein Problem, das der ÖER generalisiert oder auch länderübergreifend hat. Und ich glaube, das ist bei jedem, der im Journalismus arbeitet, eine Frage, die immer wieder relevant ist. Die Alternative wäre natürlich irgendwie, dass man eine separate Plattform da irgendwie aufzieht. Aber da büßt man halt natürlich eine extreme Reichweite ein. Unter anderem diese Plattform muss ich ja auch irgendwie finanzieren.
01:04:39 und so weiter und so fort. Aber klar, natürlich ist es problematisch, dass man von diesem Big Tech Unternehmen abhängig ist, weil man halt natürlich auch ihnen unterliegt und wenn sie dann irgendwie von einem auf den anderen Tag sagen, ja, wir, keine Ahnung, Klima auf meiner Plattform gibt es jetzt nicht mehr, dann haben natürlich zum Beispiel öffentlich-rechtliche Kanäle ein großes Problem. Ja, oder investigativer Journalismus, also bei TikTok ist das durchaus ein Thema.
01:05:10 Also das ist, glaube ich, der Kernkonflikt. Aus dem kommt man im Grunde nicht raus. Also unser Job ist es ja, da zu sein, wo die Zielgruppe ist. Und solange die bei Big Tech in den Netzwerken da ist und Content sich anguckt, müssen wir da auch hin.
01:05:27 Das heißt aber nicht, dass wir nicht andere Sachen ausprobieren. Also wir versuchen natürlich, erstmal sind wir auch ständig am Scouten, gucken uns an, was gibt es an neuen Plattformen, welche Potenziale haben die. Und wir haben jetzt seit ein paar Monaten auch eine Initiative, die nennen wir Open Feed. Da versuchen wir mal so ein bisschen was abseits von den Big Tech Plattformen, versuchen mal mit offenen Protokollen zu arbeiten in der Atmosphäre. Ich glaube, Philipp kann das viel besser erklären.
01:05:53 Also ich kann weiterreden, wenn du willst, aber du kannst es ja auch, du hast es ja schon gesagt. Ich glaube, du hast, also ihr habt ja beide schon gesagt, ich glaube, zusammenfassend kann man sagen, ein öffentlich-rechtliches Netzwerk für junge Menschen muss natürlich da sein, wo eine junge Öffentlichkeit ist. Und was sollen wir denn machen? Wir sind ja überall, wir haben eine Multiplattform-Strategie. Die haben wir genau deshalb.
01:06:17 damit wir nicht von einer einzigen Plattform komplett abhängig sind für eine bestimmte Community oder eine bestimmte Zielgruppe, ein Altersbereich oder so. Und das ist eine Notwendigkeit, weil diese Sorge ist real. Also wir haben diese Herausforderungen ganz eindeutig auf diesen Big Tech Plattformen. Die machen die Treppenentscheidungen. Wir sehen komische Muster bei einem Format, was sich mit dem Holocaust beschäftigt, zum Beispiel.
01:06:44 und adressieren das bei diesen Plattformen. Und dann auf einmal sind die Reichweiten wieder da und du denkst dir so, hä, what? Also das ist schon echt ein bisschen spooky und das macht was mit unserer Gesellschaft, das macht was mit dieser Öffentlichkeit, das ist ein Problem und eine Herausforderung. Das heißt, wir sind auch gefordert, uns zu überlegen, wie wir damit umgehen.
01:07:04 Und da muss man sagen, es gibt nur eine strategische Antwort darauf. Wir müssen also versuchen, die Abhängigkeit von einzelnen Plattformen zu erhöhen, indem wir möglichst nicht von einer einzelnen für bestimmte Teile unserer Zielgruppe abhängig sind. Das heißt also möglichst unsere Inhalte breit ausspielen. Dazu gehören bei uns zum Beispiel auch die ARD Mediathek oder die ZDF Streaming Plattform. Heute kann ich sagen, machen wir einen Bruchteil von einem Prozent unserer...
01:07:31 Nutzung auf diesen Plattformen. Das ist die bittere Realität. Ich würde mir das sehr anders wünschen, aber würden wir jetzt nicht diese Drittplattform nutzen, hätten wir...
01:07:42 keine Chance, ich sage das mal so klar, unseren Auftrag noch zu erfüllen. Und deswegen ist genau das, was Fabian sagt, eben ein Thema. Wir überlegen, gibt es auch die Möglichkeit für Funkinhalte auf dezentralen Plattformen eine Rolle zu spielen? Wohlwissend, und das ist eine strategische Umkehr an der Stelle.
01:08:01 dass jetzt 14- bis 29-Jährige nicht alle gerade bei Mastodon rumhängen und auf uns warten. Also das ist uns vollkommen klar. Noch nicht. Doch nicht. Auch wenn wir sagen noch nicht, dann lachen wir natürlich auch ein bisschen bei uns selber, weil wir wissen schon, dass die nicht dahin gehen, bloß weil jetzt Funk da anfängt. Aber ich glaube, wir sind gefordert und in der Verantwortung, Erfahrungen zu sammeln.
01:08:22 wie man mit solchen dezentralen Protokollen umgeht. Wir sind gefordert, Alternativen so weit aufzubauen, dass die anfangen könnten, Spaß zu machen. Ich setze auch sehr stark auf AT-Proto. Eurosky ist eine Initiative, die ich sehr feiere. Wir sind mit dem SWR X-Lab da zusammen als Punkt. Man muss wissen, SWR ist unser Federführer. Das heißt, wir sind sehr eng in der ARD mit dem SWR verbunden und dann gleichzeitig mit dem ZDF als größter Sender.
01:08:47 Und da machen wir viel mit dem SWRX Lab gerade, um uns diese Welten zu erschließen und geben da Ressourcen rein.
01:08:54 Ich glaube, da können wir jetzt leider nicht mit Blick auf die Zeit nicht weiter in die Tiefe gehen. Aber Chad, ich sehe, ihr seid da auch der Meinung, dass es richtig ist, auf diesen Plattformen zu sein, so wie ich es sehe. Sonst widersprecht mir gerne. Buri dann sagt, wenn man die Big Tech Plattform meiden würde, würde man quasi niemanden erreichen. Das ist eben das Problem. Und God of GTA sagt, die müssen da sein, wo ihr Publikum ist. Und das ist nun mal auf diesen Plattformen.
01:09:18 würde ich sagen, Zustimmung an der Stelle. So, und jetzt wechseln wir einmal weiter. Eri, schön, dass du da warst. Vielen, vielen Dank nach dem ganzen Hin und Her. Schön, dass es noch geklappt hat und dass du mit uns diskutiert hast. Vielen lieben Dank für die Einladung. Danke dir. Danke dir. Tschau. Schönen Abend noch und wir holen unseren nächsten Gast mit dazu.
01:09:47 Das lädt noch. Hey, mit Ton. Aber wir hören schon was. Aber wir sehen noch nichts. Wir hören heute Abend noch nicht. Mal was Neues, hey. Ja, schön. Robert, schön, dass du da bist. Ja, schön, dass ich da sein darf.
01:10:01 Ich stelle dich auch noch mal ganz kurz vor. Du bist politischer Content Creator, bist auf TikTok unterwegs, aber auch auf Insta, setzt da vor allem Schwerpunkt auf Themen aus dem Kosmos, Politik und Gesellschaft. Und für die Transparenz, du hast als freiberuflicher Autor auch mal für ein Funk-Format gearbeitet, nur um es der Transparenz über... Welches?
01:10:19 Das ist zutreffend. Das werde ich hier mutmaßlich im Rahmen der Kritik, die vielleicht noch gleich geäußert wird, nicht öffentlich sagen, weil ich da nicht unbedingt nachtreten würde. Aber lass es mich so sagen, es hatte mit der Überprüfung von Videos und Faktenchecks zu tun. Aber der Grund, oder beziehungsweise das, worüber wir als erstes reden wollen, ist ein...
01:10:40 Anderer Punkt, wo Kritik geäußert wurde. Vielleicht steigen wir doch mal damit ein. Und zwar gab es vor kurzem ein Format von Funk, was du sehr stark kritisiert hast. Streit auf gut heißt das Ganze. Neues Format, das ging Mitte August an den Start mit Host Wynn Mattissen. Und die Idee ist, Zitat, es soll konfrontativ, respektvoll und direkt sein. Und der Host diskutiert mit den prägenden Creatoren über die politischen Debatten auf den For You Pages. Es soll ganz unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen, Filterblasen.
01:11:10 sollen aufgebrochen werden. Chat, wer von euch hat sich das Format schon angeguckt? Schreibt mal rein, wie fandet ihr es? Würde mich interessieren. So, und da waren zum Beispiel zu Gast der Wissenschafts-Influencer Tim Vollert, Streamerin Sarah Tonin war schon da und als erster Gast war eben Julius Böhm da, Journalist beim umstrittenen Online-Portal News. Robert, du hast Kritik geäußert. Was genau hat dir nicht gefallen?
01:11:33 Naja, also grundsätzlich, ich habe ja damals, als ich dieses große Kritikvideo gemacht habe, da war ja tatsächlich die erste Folge noch gar nicht draußen. Also das war damals mehr tatsächlich ein persönliches Wehren einfach, weil ich das ein bisschen deplatziert fand, das mit meinem Gesicht sehr am Anfang des Trailers geworben wurde. Und da quasi suggeriert wurde, dass ich Teil dieses Formats wäre, ich dann aber nie eine Einladung dahin bekommen habe. Was ich auch ein bisschen, weiß ich nicht, also entweder entscheide ich halt für das eine oder das andere, so Win und ich.
01:12:02 Wir sind uns auch schon mal persönlich über den Weg gelaufen. Es ist jetzt nicht so, als ob da körperliche Angriffe bevorstehen würden oder so. Das fand ich schon mal ein bisschen schwierig. Und tatsächlich hat sich da noch meine Erwartungen an das Format einfach mit der ersten Folge mit Julius Böhm vollständig bestätigt, weil er sich natürlich, also Winn hat diesen Gestus, dass er sich immer quasi ...
01:12:26 wo reinsteht und er sagt, ich bin unpolitisch, ich bin eigentlich Zentrist. Das ist eh schon was, was eigentlich politikwissenschaftlich ziemlicher Quatsch ist, was auch journalistisch eigentlich kaum durchzustehen ist. Und was er in dem Format dann macht, ist, dass er, also Julius Böhm bringt so viele Prämissen mit und baut quasi so eine Treppe von Behauptungen hintereinander auf, dass er es vielleicht noch schafft, die erste zu dekonstruieren. Bei der zweiten struggelt er schon und bei der dritten lässt er ihm das dann einfach durchgehen. Und das schafft eine Realität.
01:12:55 die natürlich die Zuhörer dann auch mitbekommen und die aber nicht der Lage da draußen entspricht. Und das finde ich wahnsinnig kritikwürdig, weil das natürlich diese teilweise absurden Behauptungen, die Nios aufsteht, zählenwashed. Fabian, was sagt ihr dazu?
01:13:13 Also es ist ja erstmal vollkommen legitim, wenn du dich, also in dieser Trailersache, ich gehe erstmal darauf ein, so ein bisschen, naja, also du hast gesagt, du fandest es deplatziert, also das verstehe ich schon.
01:13:31 Ich hatte den Eindruck, ich habe mir das natürlich auch mal so angeguckt, als ich gehört habe, dass du in den Stream kommst, also so blöd bin ich auch nicht, habe ich mir auch mal dein Video angeguckt. Da hat jemand Hausaufgaben gemacht, sehr schön. Also ich habe auch schon gesehen, ja okay, du hast es zumindest auch mal so als Danke in deine Publicity wahrgenommen. Das fand ich ja dann auch ganz fair von dir. Ich kann aber verstehen, dass du das mit der fehlenden Einladung dann sozusagen deplatziert bist. Ich glaube, das muss man einfach so...
01:14:00 Also da kann ich gar nicht so viel zu sagen. Lass uns vielleicht mal den Trailer beiseite lassen, sondern vielleicht mal mehr auf das Format an sich gucken, was Robert gerade eben auch angesprochen hat. Also vielleicht könnt ihr einen Einblick geben, was war die Idee hinter dem Format und ist das sinnvoll, so wie das Format angelegt ist? Ja, also ich glaube Journalismus...
01:14:21 darf sich mit bestimmten Positionen auseinandersetzen. Also das ist mal so Punkt eins. Ich glaube, da ist auch die Frage, zumindest bevor das Format gekommen ist, ein Stück weit ventiliert worden, mit wem darf man reden? Ich halte jetzt die Gäste jetzt nicht für irgendwie Extreme, mit denen man nicht sprechen darf oder so. Ich finde, Journalismus, und das hast du ja auch gerade gesagt, muss
01:14:48 in der Lage sein, zu dekonstruieren, wenn solche langen Gespräche stattfinden. Und ich finde zum Beispiel anders, als du das jetzt wahrgenommen hast, dass das an vielen Stellen sehr gut gelungen ist, auch schon in der ersten Folge. Zum Beispiel...
01:15:03 Das ist mein persönlicher Eindruck jetzt. Ich habe selten wahrgenommen, dass News-Mitarbeiter irgendwie zugestanden haben, dass massive Fehler gemacht wurden und die eigentlich hätten korrigiert werden müssen und nicht korrigiert wurden. Also da an den Stellen, finde ich, ist das ein journalistisches Format, was sehr gelungen ist. Und da gab es mehrere Stellen, wo ich das also schon so wahrgenommen habe. Und deswegen habe ich da ein bisschen anderen Blick drauf.
01:15:32 Ich verstehe, dass du den Anspruch hast, und ich glaube, den muss Journalismus haben, dass in solchen kritischen Gesprächen Fakten als eine Orientierung und Einordnung passieren, damit du dich als Zuschauerin oder Zuschauer nicht komplett in diesem Gespräch verlierst und auf irgendwelche Falschaussagen hängen bleibst. Aber dafür hat das Format ja auch einen Faktencheck zum Beispiel mit eingebaut.
01:15:59 in dem Dinge, die falsch ausgesagt werden, richtiggestellt werden. Das muss nicht alles jetzt irgendwie BIN in der Sekunde machen. Aber ich persönlich finde das Format sehr gut, weil ich finde, dass BIN da extrem vorbereitet reingeht und man das auch merkt. Und ich finde, vor allen Dingen habe ich den Eindruck, er schafft es.
01:16:23 unterschiedlichen Gästinnen und Gästen dort mit einer ähnlichen Haltung zu begegnen und sie zu akzeptieren und sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Und das finde ich schon wichtig, ehrlich gesagt. Da würde mich auch interessieren, ob du das ihm zugestehst oder nicht, nachdem du die ersten Folgen gesehen hast oder ob du es anders als ich siehst.
01:16:46 Also ich finde grundsätzlich, dieser Moment, den du da auch ansprichst, wo er Julius Böhm so ein bisschen bloßstellt, der ist natürlich handwerklich gut, also fraglos. Das sehe ich eh nicht. Das kann ich auch neidlos anerkennen. Das ist gut gearbeitet. Es passieren dann halt aber da parallel an vier anderen Stellen. Ich kann jetzt leider nicht jede einzelne zitieren, aber ich weiß zum Beispiel um die Zeitmarke 46 Minuten.
01:17:07 Das habe ich mir gemerkt, den Inhalt aber leider nicht. Das gucke ich heute Abend, da habe ich es nochmal nachgedacht. Nein, also das wäre ja auch alles fein, wenn wir da ein bisschen über einen, weiß ich nicht, verqueren, libertären von der FAZ reden würden oder so. Da würde ich immer noch sagen, ja okay, das ist halt da ein Quatschkopf, den sie da eingeladen haben.
01:17:26 Das ist aber jetzt nicht der Untergang des Journalismus oder so. Aber wir müssen uns ja hier immer noch klar machen, dass wir da am Ende des Tages halt nicht nur über Julius Böhm reden, sondern Julius Böhm, der auch nicht nur mit seinem Namen und seinem Gesicht dasteht, sondern eine Medienmarke im Hintergrund. Und diese Medienmarke ist in meinen Augen keine legitime. Es ist eine Präsente, das stimmt, leider Gottes. Aber ob wir jetzt eh schon quasi, ob sie Teil der Aufmerksamkeitsökonomie sind oder ob wir dann auch noch ihnen zusätzlich Aufmerksamkeit verschaffen durch ein staatlich...
01:17:54 Also durch ein staatlich gestütztes Medium auf jeden Fall. Das sind ja dann nochmal zwei Paar Schuhe. Und da gehe ich halt ganz krass nicht mit, weil ich sage, das ist eine Institution, die, wenn sie staatliche Prinzipien untergräbt, das ist mir als Antinationalist noch relativ wurscht, aber die ja tatsächlich auch humanistische, universalistische, demokratische Prinzipien untergräbt. Wo ich nicht verstehe, warum...
01:18:20 Warum untermauert man dann sowas mit zusätzlicher Legitimation, anstatt sich dem einfach völlig zu verweigern? Ich glaube, das ist am Ende, ich glaube, die Frage ist ja am Ende, mit wem darfst du reden? So, an welchem Punkt, wo ziehst du die Linie und sagst, mit den Leuten rede ich nicht? Ja, ziemlich genau. Genau, und da ist halt die Frage,
01:18:43 Ist er jetzt sozusagen über der Linie oder steht er noch in einem Bereich, wo man sagt, das ist Teil von einer legitimen Diskussion? Und wenn man sich anschaut, welche Reichweiten er hat, wenn man sich auch anschaut, wie die politische Lage gerade ist, dann muss man leider anerkennen, dass es Leute gibt, die so ein, wie soll man das nennen, konservativ, liberal, so würde er sich wahrscheinlich selber beschreiben, du würdest ihn wahrscheinlich anders beschreiben.
01:19:07 Aber ja, ich würde ihm jetzt nicht Rechtsextremismus unbedingt andichten, aber er ist halt ein lieber Taylor. Lass uns vielleicht mal von dieser Personalie, vielleicht lass es uns mal auf eine etwas abstraktere Ebene heben und von dem konkreten Beispiel weggehen, weil ich glaube, an der Stelle kommen wir wahrscheinlich nicht auf einen Konsens, so wie ich es raushöre. Aber Robert, mich würde interessieren, wenn du auf die politische Ausrichtung von Funk mit seinen Formaten guckst und auch darum...
01:19:31 Wie politisch das ausgerichtet, links, rechts, welche, gibt es da eine Entwicklung, die du beobachtest? Boah, also ja, absolut. Also ich will natürlich erst mal hier vorweg nehmen, dass ich es natürlich auch anerkennen kann und absolut fantastisch finde, dass ich hier als Kritiker von Funk offen auf einem Funkkanal sprechen darf. Das ist ein Privileg, das hat man nicht in vielen öffentlichen Medienräumen. Insofern absolut Lob, wo Lob gebührt.
01:19:56 Abseits davon finde ich, dass man schon, das ist ein Symptom, das man im ganzen Öffentlich-Rechtlichen beobachten kann, was aber natürlich bei Funk, jetzt nochmal für die Leute in unserem Alter, auch ganz krass zu bemerken ist, einfach so ein brutaler Rechtsdrall. Also muss man auch wahrscheinlich sagen, wahrscheinlich war Funk lange kulturell ziemlich progressiv coded. Und da gab es aber gefühlt vor drei, vier Jahren einen krassen Bruch.
01:20:22 Und seitdem sieht man immer wieder Formate so nach oben kommen, jetzt natürlich gerade mit Win-Win oder dann Streit auf gut, wo ich einfach sagen muss.
01:20:36 Das ist ja nicht mal, also, dass das politisch fragwürdig ist, wäre erst die zweite oder dritte Ebene der Kritik. Die erste wäre tatsächlich an Win-Win zum Beispiel, dass das oft einfach unwissenschaftliche Narrative reproduziert. Also wenn ich sehe, wie oft Win was von einer Mitte erzählt, die Mitte einfach, das ist ein Konstrukt, das ist politikwissenschaftlich nicht gegeben. Dann bewegen wir uns wirklich irgendwo von Journalismus weg zu Propaganda, weil das ist dann einfach zentristische, staatstragende Propaganda.
01:21:08 Kannst du mal ein Beispiel machen für Formate, denen du irgendeine Form von Rechtstrall unterstellst? Weil das wäre ja schon auch irgendwie krass. Ich sehe es nicht so, aber das ist ja eine berechtigte Meinung. Nur vielleicht kannst du es besser erklären, worauf du dich beziehst. Also Streit auf gut, das würde ich jetzt gar nicht unbedingt rechts nennen. Das ist halt einfach, klämt sich selber als Debattenformat. Da kann man auch schon wieder drüber reden. Da stehen auch in der Formatbeschreibung.
01:21:37 ein paar Sätze drin, wo ich finde, das unterfüttert so ein Bild einer linken Öffentlichkeit, das eigentlich einfach nur ein rechtes Narrativ ist, wo man sich dann quasi freiwillig mit auf diesen Kernen setzt. Aber abseits davon natürlich win-win, auch Vika's Takes in Teilen. Ich weiß, Vika selber sieht sich nicht so und ich würde auch Vika nie unterstellen, dass sie rechts ist, aber das Format, nicht Vika, aber das Format reproduziert rechte Narrative.
01:22:03 Okay. Also ich habe gerade noch mal kurz nachgedacht. Ich gehe jetzt mal nicht mehr zurück zu dem News-Thema, aber ich glaube so, also...
01:22:15 Ich glaube tatsächlich, ich habe jetzt mal nachgedacht, dass wir schon immer unterschiedliche Perspektiven in unserem Portfolio hatten. Also ich habe zum Beispiel in Erinnerung, wir hatten mal Franzi Schreiber bei uns im Netzwerk, also nachdem sie aus der AfD raus war, aber sie hat auch so als Content Creatorin ein paar Sachen gemacht und hatte auch so durchaus, also weiß ich nicht, Takes, die wahrscheinlich du
01:22:43 auch jetzt in diese Richtung einordnen würdest, die du heute kritisierst. Und ich bin deswegen nicht ganz sicher, ob das wirklich stimmt, dass sich das so stark verändert hat, weil wir uns ja auch am Ende über einzelne Formate unterhalten und letztlich unser Auftrag ja ist, dass wir über das gesamte Portfolio hinweg eine Perspektivenfeldpalsch herstellen müssen. Und ich glaube, das machen wir. Und da sind wir weit weg von dem, was du als Staatspropaganda beschreibst.
01:23:12 Und ich sehe schon, dass da journalistisches Handwerk einfach ist. Also zum Beispiel, wenn du dir die Folgen von Wynn auch nochmal jetzt klar anguckst, er zitiert ja wirklich häufig die Studien, über die er redet. Und man kann sich das angucken, da sind Quellen hinterlegt. Zumindest würde ich sagen, da sind wir weit weg von Staatspropaganda, was in diesen Formaten stattfindet.
01:23:38 Zumal ja Staatspropaganda bedeuten würde, wir hätten einen Kanal, wo uns jemand anruft und sagt, was wir da machen müssen. Also da sind wir wirklich extrem weit weg von in Deutschland. Das ist glaube ich Quatsch. Also um mal da an der Stelle kurz einzugreifen. Winn ist natürlich wahnsinnig gut darin, eine Ideologie und natürlich nahezu alles im Leben ist ideologisch. Das ist ja auch erstmal nicht schlimm.
01:24:03 werden es wahnsinnig gut darin, eine Ideologie als sehr wissenschaftlich Gesell-Inwash zu verkaufen. Und das gibt zum Beispiel auch ein Beispiel aus der letzten Streit auf Gut-Folge, wo er mit Simon David Dressler da sitzt, wo Simon irgendwas sagt in die Richtung, ja, Russland und so weiter, Wohlstand der Menschen war gar nicht so dramatisch, ich kriege es jetzt nicht wortlaut runter. Auf jeden Fall wird dann als Faktencheck eingeblendet, ja, aber der BIP hat sich so und so entwickelt, wo man sagen muss,
01:24:30 Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Das ist einfach, also in dem Moment unterwirft man sich ja selber schon gewissen, sag ich mal, liberalen Logiken. Und das ist dann auch wieder ideologisch. Und da auch auf diese Staatspropaganda...
01:24:45 Naja, an der Stelle, was hat denn das BIP eines Staates mit dem Wohlstand der Menschen in dem Staat zu tun? Das ist sehr arbiträr, das ist sehr indirekt. Es gäbe 100 andere Metriken, an denen sich das besser belegen lassen würde. Dafür müsste man aber länger recherchieren oder vielleicht anerkennen, dass man das gar nicht in dem Ausmaß dann als Faktencheck da unten reinkleistern kann. Ich weiß ja aber auch, wenn du Auto bist, dann bist du ja dankbar dafür, wenn du da einfach...
01:25:09 mit was du bist. Aber um auf diese Staatspropaganda-Dinge ein bisschen zurückzukommen, weil ich da glaube ich auch, also das klingt, weil das Wort Propaganda ist erstmal sehr negativ behaftet. Und das ist jetzt gar nicht so heiß geschossen, wie es vielleicht klingt. Wenn jetzt zum Beispiel ein Funkformat davon redet, dass wir angegriffen werden und wir uns verteidigen müssen, dann macht sich dieses Format in dem Moment schon die Absicht der Nation zu seinem eigenen. Das ist per Definition Staatspropaganda.
01:25:38 Wo sind wir gerade gelandet? Bei welchem Format? Bei welcher Aussage? Also konkret kann ich sagen, wir werden angegriffen, lief bei Vickers Takes vor gar nicht so langer Zeit. Das müsste Anfang, Mitte September gewesen sein. Da hat sie das so ein Video gemacht in die Richtung, ja, wir müssen uns verteidigen, wir werden angegriffen. Was ja alles, du kannst ja über diese Themen reden. Das ist natürlich, du musst auch eine Vielfalt darstellen. Du musst dir aber schon bewusst machen, dass in dem Moment, wo du quasi...
01:26:03 die nationale Sache zu deiner eigenen machst und wo du zum Beispiel auch Regierungsnarrative gar nicht mehr kritisch hinterfragst, sondern einfach nur sagst, wir müssen Rüstung aufbauen, anstatt zu sagen, die Regierung sagt, wir müssen Rüstung aufbauen, in dem Moment hast du eine Regierungsnähe, die journalistisch sehr kritisch zu betrachten ist.
01:26:22 Philipp, Fabian, bevor ihr antwortet, ich würde gerne noch etwas zu dem Punkt davor nachliefern. Und zwar, Herbie sagte da auch zu vermuteter False Balance mit nicht möglichem Faktencheck, da solche Gäste dann gegebenenfalls...
01:26:36 Und Stimmfleischhauer ist auch so eine Sache für sich. Beziehungsweise sagt Chris zum Beispiel dazu, Journalismus bedeutet sich mit den Themen auseinanderzusetzen. Wenn Plattformen wie News, Apollo, ECC immer stärker werden und eine Partei wie AfD über 44 Prozent in einer Landtagswahl hat, dann muss darüber gesprochen werden und auch mit den entsprechenden Akteuren. Das gehört einfach zum Journalismus. Und dann, Moment.
01:27:07 Auch, Chris, auch nochmal ergänzend, sind wir wieder beim Konzept nicht über die Reden, keine Aufmerksamkeit gegeben hat bei der AfD, nicht wirklich gut funktioniert. Das nur als Ergänzung dazu. Und jetzt vielleicht einmal, bevor wir das Thema abschließen, Philipp und Fabian, was würdet ihr denn sagen, auf diesen Vorwurf hin, von wegen, dass da bestimmte Meinungen oder Narrative der Regierung übernommen werden, unabhängig vom Punkt, was würdet ihr dazu sagen? Seht ihr das gerechtfertigt?
01:27:38 Also ich sehe das tatsächlich an der Stelle nicht gerechtfertigt. Ich glaube, dass wenn ein Angriff stattgefunden hat, da ging es wahrscheinlich, ich habe das Video nicht gesehen, deswegen ist es schwierig für mich jetzt zu beurteilen. Ich nehme an, das war nach dem Angriff in Leipzig oder so, oder es ging wahrscheinlich um hybride Angriffe. Dann habe ich schon das Gefühl, dass man dieses Gefühl entwickeln darf, ohne dass man da eine Staatspropaganda macht.
01:28:05 dass wir hier angegriffen werden. Ich denke, dass man da ehrlich mit Ängsten umgeht, die Menschen haben, ohne jetzt in irgendeiner Art und Weise Regierungspropaganda zu betreiben. Die Frage ist, geht man mit Ihnen um oder schürt man Sie zusätzlich?
01:28:22 Also, das ist ja, ihr habt das auch vorhin im größeren Bild angesprochen, euer Auftrag ist auch quasi ein Programm für die Gesamtgesellschaft, nochmal mit dem Alterszusatz und so abzubilden. Das ist auch alles erstmal gerechtfertigt, aber ich bin mir, das ist jetzt nicht nur auf Funk beschränkt, das ist auch generelle Medienkritik, das kannst du eigentlich überall äußern. Die Frage ist halt immer, inwiefern du als Medium bereit bist, den Zeitgeist zu prägen oder inwiefern du dich vom Zeitgeist prägen lässt. Und ich habe aktuell den Eindruck,
01:28:51 dass wir da in eine sehr ungesunde Richtung wandern und dass das natürlich erst mal im Sinne der Aufmerksamkeitsökonomie und im Sinne dessen, dass sich jeder seinen Job absichern will und dass natürlich auch Reichweite ganz fantastisch ist, in erster Linie das gar nicht so verkehrt ist, das aber in zweiter Linie zu einer Destabilisierung von gewissen Werten in der Gesellschaft führt, bei der ich nicht weiß, ob ihr da am Ende als Gewinner stehen werdet. Robert, eine Frage. Meinst du damit, dass du würdest dir wünschen, dass Funk mehr Haltung zeigt?
01:29:18 Oh, absolut. Also 100 pro. Okay, dann würde ich mich interessieren. Philipp und Fabian, was sagt ihr denn dazu? Bräuchte es mehr Haltung? Ist das euer Ziel?
01:29:27 Es gibt, denke ich, auch Haltung in unserem Programm. Es gibt Meinungen, die es gekennzeichnet. Es gibt Positionen, die auf einer journalistischen Recherche basieren. Es gibt, glaube ich, auch dieses Gefühl von Journalismus ohne eine Haltung oder eine Position. Das ist auch schwierig, ehrlich gesagt. Du machst halt eine Recherche und versuchst, dir eine Position zu erarbeiten, auch für solche Gespräche und so.
01:29:54 Und ich glaube, das Ergebnis kann sein, dass du mit dieser fundierten Position, die sich jemand erarbeitet hat, eben nicht zufrieden bist und nicht einverstanden bist. Und ich glaube, darüber diskutieren wir hier gerade auch ein Stück weit. Und das finde ich aber auch vollkommen okay, ehrlich gesagt. Ich hätte eher ein Problem, Robert, weil du das gerade auch dein letzter Take so war, wenn wir sagen würden, es gibt diese Ängste, wir gehen da nicht so richtig drauf ein, die Welt ist wahnsinnig komplex, es gibt unzweifelhaft.
01:30:22 bestimmte Herausforderungen, auch Bedrohungen, über die man wahrscheinlich reden sollte, damit Menschen verstehen, was da passiert. Und wir würden einfach so tun, als gäbe es die nicht. Also das fände ich, ehrlich gesagt, wahnsinnig problematisch als Alternativszenario. Das heißt, mir fällt nicht so richtig ein,
01:30:39 wie man damit ehrlich umgehen kann mit unseren Zielgruppen, die das ja auch wahnsinnig betrifft und die da Fragen haben. Da kann man ja nicht einfach weggucken und sagen, das ist aber alles gar kein Problem. Also das ist eh Staatspropaganda. Das fühle ich jetzt nicht so.
01:30:57 Weißt du, was ich meine? Also ich weiß natürlich, was du meinst im Sinne von... Ich muss das mal mit einem anderen Wort sagen. Also weil Staatspropaganda, sorry, da gehen bei mir alle roten Lampen. Dann nenn es Systemaffirmation meinetwegen. Also wenn dir das Wort Systemaffirmation weniger in den Magen umdreht, dann arbeite gerne damit.
01:31:16 Aber das ist ja am Ende des Tages, ich will auch gar nicht, dass sich das so unglaublich darum dreht. Das war nur, um so aufzuzeigen, dass ihr in bestimmten Formaten teilweise einfach eine gewisse kritische Distanz vermissen lasst. Also das ist ja jetzt auch nicht eure Schuld persönlich, das ist halt formatisch bedingt. Aber also um auch da nochmal anzuhaken.
01:31:35 Bevor wir uns an diesen Begriff aufhängen und vielleicht gucken wir nochmal auf das große Ganze und gehen ein bisschen von dem politischen Weg an der Stelle. Übrigens, Chat, wenn ihr noch ein Thema habt, das ihr gerne besprechen möchtet oder eine konkrete Frage, die ihr stellen wollt, dann wählt euch einfach mit dazu über Stream Together. Einfach den Anhängen-Button unter dem Stream oder über dem Chat einfach drücken. Und wenn ihr da irgendwie Fragen habt oder so, unsere großartigen Mobs helfen da.
01:32:04 euch auch gerne weiter. Wählt euch rein, stellt eure Frage ganz direkt. Robert, jetzt mal abseits aller politischen Fragen. Gibt es noch einen Punkt, wo du sagst, da siehst du Verbesserungsbedarf bei Funk?
01:32:15 Das ist super, weil ich habe erst in einem Podcast vor wenigen Tagen angesprochen, dass ich in dieser Formatierung wirklich teilweise, also circling back to, ich war früher auch mal ein freiberuflicher Autor in die Richtung da, dass diese Formatrichtlinien teilweise wirklich wirken wie Blinde, die von Farben sprechen. Also jetzt auch wieder sehr brutal gesagt, aber ultra oft bei Funkformaten hat man das Gefühl,
01:32:44 dass 30-plus-Leute ein Format entwickeln für Menschen zwischen 18 und 29 und dann eine jüngere Person da hinsetzen und das hosten lassen. Also auch wenn ich mir anschaue, was da teilweise in Styleguides oder Playbooks drin steht, Geschichten wie das Trinkpäckchen ist unser Utensil, wenn was das wirken soll oder so. Nehmt ihr euch selber ernst?
01:33:06 Nee, also unsere Mitarbeitenden und ehrlich gesagt, die spiegeln uns das manchmal auch so. Also wir hatten eine neue Kollegin, die hat gesagt, ey Leute, was soll eigentlich dieses ganze Gelaber hier von Funk, das Content-Netzwerk für 14- bis 29-Jährige und wir haben gedacht, wieso, was ist denn damit falsch, weil wir das halt seit 10 Jahren so machen.
01:33:24 Und sie meinte dann so, ja, das checkt halt niemand, was das dann für ihn sein soll oder für sie. Und worauf wir dann schon angefangen haben, mal darüber nachzudenken, dass vielleicht so was wie wir machen Content oder so, vielleicht irgendwie griffiger ist oder auch unser ganzes Design und Branding.
01:33:41 Ich glaube, wir haben den Claim geändert. Ich glaube, da sind wir uns wieder ein bisschen einiger. Es ist halt ehrlicherweise echt ein Problem. Gott sei Dank bin ich nicht repräsentativ. Ich bin der Programmgeschäftsführer. Die meisten Menschen, die mit mir arbeiten, sind jung und ertragen das. Aber sie sind halt auch, muss man fairerweise sagen, und das ist ein strukturelles Problem. Und ich glaube, das hast du dann gesehen.
01:34:08 Die sind halt auch meistens jetzt nicht irgendwie zwischen 14 und 23, also die wenigsten, sage ich mal. Und das ist halt ein Großteil unserer Zielgruppe. Das heißt, da haben wir ehrlicherweise schon eine strukturelle Herausforderung, mit der wir permanent umgehen müssen und manchmal verkacken müssen.
01:34:27 Chat, ihr seht das ähnlich. Da haben wir anscheinend einen Punkt getroffen. Wobei ich aber auch echt sagen muss, das ist mir auch wichtig, weil ich will nicht, dass das falsch hängen bleibt. Ich finde, diese Menschen, die dann bei uns arbeiten und vielleicht ein bisschen älter sind als die Zielgruppen, die sind schon krass in dem, wie sie sich diese Lebensrealitäten erarbeiten. Das ist schon auch anders, als ich das aus anderen Umfeldern im Journalismus kenne.
01:34:56 machen die schon richtig gut und das ist auch wichtig für die. Wir sind schon auf dem richtigen Weg, aber ich verstehe deine Kritik. Also um mal so ein Prime Beispiel zu nennen, wo sich mir wirklich immer die Fingernägel hochkrauseln, ist, wenn irgendwelche optisch deutlich Mitte oder älter als Mitte 20 Leute so versuchen, in bewusst-forced-Jugendlingo zu reden, weil halt, und das ist glaube ich auch so ein...
01:35:23 Systemisches Ding, was da immer wieder passiert, dass man halt sagt, hey, der Inhalt eures Formates ist geil, nur die Zielgruppe, die ihr erreicht, ist zu alt. Und dann ist halt die erste Stellschraube, an der wir drehen, ja, können wir nicht die Sprache irgendwie ein bisschen verjüngen? Und dann kommen da halt solche...
01:35:37 solche ungeschickten Sachen bei rum, wo halt jeder vor dem Bildschirm merkt, dass das, der ist nicht von da. Das ist nicht so eine authentische Sprache und Zuschauer merken das und das ist halt in meinen Augen oft schade, weil man damit eigentlich Formate verzwergt, die inhaltlich gar nicht so blöd gestartet sind.
01:35:55 So ein Susanne-Daubner-Moment, ne? Ja, aber die hat ja wenigstens noch so einen ironischen Bruch dabei. Wobei ich tatsächlich, da würde ich schon unsere Formatarbeit auch nochmal verteidigen, weil ich glaube, das ist tatsächlich nicht die erste Stellschraube, an der die Leute drehen. Aber wir haben diese Momente trotzdem. Ich erinnere mich an eine Fiction, die wir ganz am Anfang mal gemacht haben und da haben wir dann das Skript mal vorgelesen, so 14- bis 16-Jährigen, für die war das nämlich.
01:36:22 Ich erinnere mich, damals war ich noch Head of Content und dann habe ich das so mit vorgelesen und dann gucke ich hoch und die haben wirklich Schmerzen im Gesicht gehabt. Und dann haben wir halt gefragt und dann haben wir gesagt, so würde kein Mensch reden. Und das ist halt schon auch zu einem Prinzip bei uns geworden mit der Zeit, dass wir halt, also jedes Format hat irgendwie an der einen oder anderen Stelle Kontakte in der Entwicklung mit Zielgruppen, wir nehmen Feedback mit auf.
01:36:49 Und natürlich kann es auch mal sein, dass wir dann auch irgendwie ein bisschen vielleicht uns an der einen oder anderen Stelle vertun. Aber ich würde schon sagen, wir haben ein Konzept. Und manchmal hauen wir daneben.
01:37:01 Das ist doch jetzt gerade ein Punkt zu machen, ein ganz guter Schlusatz für diesen Take. Wir wechseln jetzt nämlich weiter zu unseren nächsten Gästen. Robert, vielen Dank, dass du da warst. Philipp, willst du noch einen Satz sagen? Danke, Robert. Ich will den Chat abstimmen lassen, ob ich kurz aufs Klo gehen kann. Ich sage, du darfst. Ich gebe dir meine Erlaubnis. Danke, Robert. Dann nehme ich das von dir jetzt. Das ist Robert-Propaganda an dem Punkt. Danke für die Einladung. Danke dir.
01:37:31 Jawohl, adios. Philipp entschuldigt sich kurz. Robert, vielen Dank, dass du da warst. Ich danke dir, ich hoffe, du hörst das jetzt noch. Danke dir. Chat sagt eigentlich nein. Ja, schade. Philipp ist schon weg. Das ist das Problem. So ist das. Da war er zu schnell, hat er die Antwort nicht abgewartet. Wir liefern das nach. So, und wir holen unsere nächsten Gäste mit dazu. Einen wunderschönen guten Abend.
01:37:59 Muss ich gucken? Hör ich euch? Ich glaube, wir haben wieder das gleiche Problem wie vorhin. Paul, Olli, sag mal was. Hallo. Hallo.
01:38:11 Im Zweifel liegt es wieder an uns oder an mir. Ihr schraubt noch, das finde ich gut. Dann mache ich kurz eine Chatfrage und dann kommt ihr da. Ja, perfekt. Ich stelle noch mal kurz eine Chatfrage zur Überbrückung. Fabian. Jetzt reden wir mal. Sehr schön. Jetzt sind wir da. Warte, jetzt mache ich die noch schnell und dann begrüße ich euch noch mal. Tut mal so, als seid ihr nicht da. Thisalike fragt. Jüngere sind immer Polizist.
01:38:34 weil sie merken, dass sie betroffener sind. Wieso wird das Thema Trump nicht wirklich kritisch öffentlich diskutiert? Wieso wird Konsumismus nicht problematisiert? Wieso zu wenig Aktivismus? Also man liest daraus ein bisschen mehr, also das, was wir gerade eben auch schon halten, hatten, dass bestimmte Themen irgendwie noch politischer, vielleicht auch aktivistischer angegangen werden sollten in Formaten. Fabian, ganz kurz, bevor wir gleich mit den Freuds sprechen, kannst du das nachvollziehen, diesen Wunsch? Das kann ich auch verstehen.
01:39:01 Also ich glaube, es ist, ja, warte mal, wir hören euch auch flüstern. Entschuldigung, ich bin wieder da mit noch mehr Wasser. Also ich gehe gleich nochmal um die Ecke, sorry. Also klar, ich finde es natürlich total legitim, dass man sich Sachen wünscht. Wir versuchen halt die Themen immer so. Danke dir.
01:39:21 immer so im Großen und Ganzen zu steuern, dass sie halt für die Zielgruppe passen und gleichen das ja ab. Das haben wir, glaube ich, am Anfang schon mal so ein bisschen dargelegt. Ich weiß nicht, ob du da schon dabei warst. Innerhalb der Formate machen wir das nicht so detailliert. Also die lassen wir wirklich auch leben und die dürfen auch gerne aus ihrer Perspektive ihre Themen erzählen. Da wurscheln wir nicht drin rum, auch nicht als Programmgeschäftsführung. Also ich verstehe total, dass man die Perspektive sehen möchte. Wir steuern das jetzt aber nicht von uns aus rein in die Formate.
01:39:49 Aber ich glaube, wenn das in der Zielgruppe in einer gewissen Breite so gewünscht wird, dann wird sich das in unserem Portfolio halt auch zeigen. Okay, dann gucken wir mal, ob da noch etwas vielleicht in der Mache ist oder ob da noch etwas fügt. Und jetzt begrüße ich Paul und Olli. Schön, dass ihr da seid. Hallo, danke für die Einladung. Einen wunderschönen guten Abend. Wie geht's euch?
01:40:19 Ein bisschen durch sind wir, wir haben einen langen Tag hinter uns. Wir sind seit zu vielen Stunden unterwegs. Vielleicht waren wir auch heute auf der Barconvent Berlin. Kann man sich angucken. Kann man sich angucken, also kann man eigentlich nicht, aber... Stimmt, ist eine reine B2B-Messe, aber ist trotzdem schön gewesen.
01:40:39 Okay, schön. Dann jetzt noch ein schöner entspannter Talk am Abend. Sehr schön. So, ich stelle euch trotzdem noch mal kurz der Form halber, weil ich das bei allen mache vor, für alle, die euch nicht kennen. Ihr seid Streamer, Content Creator und auf eurem Kanal gibt es Reacts, Gaming, Showformate, Events, zum Beispiel Loot für die Welt und vergangenes Wochenende wart ihr zum Beispiel live auf der Polaris mit dabei. Das steckt euch wahrscheinlich auch noch in den Knochen. Ja. So ein bisschen. So ein bisschen, ja. Und, weil wir...
01:41:06 Ich nehme das mit. Ah, guck mal, hinten das Schild haben wir von der Messe geklaut, tatsächlich. Das ist wichtig genug. Charity-Freunde, alle reingehen. 7.8. November, Entschuldigung dafür, aber da geht's um guten Streik, das müssen wir mal machen. Kleiner Werbeblock, ne, ist beim Öffentlich-Rechtlichen immer gut. Immer, immer, nein, das ist ja geil. Charity!
01:41:26 Wo wir gerade transparent sind, einfach um es gesagt zu haben, mit 1080 Nerdscope wart ihr tatsächlich auch mal beim Öffentlich-Rechtlichen, beziehungsweise ganz zu Anfang auch mal kurz bei Funk. Genau, das war traurig. Einzelner Chat, wer sich noch an 1080 Nerdscope erinnert. Wir waren ja nicht nur kurz bei euch, wir waren ja quasi sozusagen auch ein bisschen das Pilotprojekt für Funk.
01:41:50 Ihr wart schon vorher da, ne? Ich glaube, ihr wart sogar im SWR, bevor Funk gestartet war. SWR, genau, als erstes. Ihr wart eins der Formate, was ich damals als Head of Content, wo ich so überfordert war, ich hatte es vorhin erzählt, schon hatte. Und da war ich sehr dankbar für. Weil ich wusste überhaupt nicht, wie ich bis zum 1. Oktober die geforderten 30 Formate kriegen sollte. Das war... Da erinnere ich mich noch sehr gut. Crazy. Oh, wow, Chad. Die erste sehr verrückte Zeit auf jeden Fall gewesen. Zehn Jahre, zehn Jahre. Wir sind aber auch einige schon seitdem dabei.
01:42:19 Chat, sehr schön. Hier erinnern sich viele. Olli und Paul, ich würde gerne am Anfang mit euch, beziehungsweise zusammen mit Philipp und Fabian, das wäre eine richtig volle Runde. Chat, ihr könnt übrigens immer noch euch dazu schalten, auch wenn wir jetzt ganz schön viele hier sind. Schaltet euch über Streamtogether mit dazu und quatscht mit oder stellt eine Frage. Und genau, ich würde jetzt mit euch gemeinsam gerne auf die Zusammenarbeit mit Creatorinnen und Creatern schauen.
01:42:47 Vielleicht schauen wir direkt konkret auf ein Beispiel. Und zwar gibt es ja auch immer wieder Fälle, wo Creator oder Creatorinnen sich von Funk trennen. Und meistens passiert das dann ja mit einem Begründungsvideo, wo das einmal thematisiert wird, warum man sich jetzt getrennt hat. Und ein Fall ist der dunkle Parabelritter. Der war zwei Jahre lang bei Funk und hat dann eine Abrechnung, wie es heißt, gepostet. Ja, er ist jetzt wieder bei Funk. Also ganz so schlimm kann es nicht gewesen sein. Aber wir schauen trotzdem mal auf seinen Erfahrungsbericht. Wir schauen mal gemeinsam rein.
01:43:18 Erste Frage. Habe ich gewusst, worauf ich mich einlasse? Ha ha! Auf keinen Fall! Ich arroganter Arsch habe gedacht, ich hätte es komplett durchschaut, wie der Hase läuft. Aber ich hatte absolut keine Ahnung. Keinen blassen Schimmer.
01:43:32 Ich will euch jetzt nicht mit den furchtbaren Details ermüden, lasst es mich mal auf ein Bild herunterbrechen. Ich musste tatsächlich einen waschechten ITler eine Excel-Liste entwickeln lassen, damit die 3, 4, 500 Quellen und Einblendungen und die vielen hunderten Überarbeitungen pro Video, die ja alle nachverfolgbar sein müssen, überhaupt abbildbar gemacht werden können. Machen wir mal das Stopp.
01:43:55 Olli, Paul, wenn ihr das hört, sagt ihr, ich erwarte von Funk als öffentlich-rechtliches Angebot, dass die gute Quellenarbeit machen oder sagt ihr, das klingt ein bisschen so, als sei es zu weit. Es sind zwei verschiedene Sachen. Ich erwarte gute Quellenarbeit, aber ich erwarte gerade, um ehrlich zu sein, auch bei Funk den besseren Abbau von Bürokratie dahinter für junge Formate. Und das sind so zwei unterschiedliche Sachen, die vielleicht ein bisschen konträr klingen, aber in echt auch...
01:44:24 einige Content Creator selber gezeigt haben, dass man gute Quellen zeigen kann, ohne zu viel Bürokratie dahinter zu haben.
01:44:34 Und ich sage ergänzend noch dazu, ja klar, bei journalistischen Formaten erwarte ich das. 100 Prozent, ja. Ich erwarte das auch genauso, wie ich das auf YouTube in Formaten erwarte. Übrigens genauso, wenn ich irgendwo auf einer Webseite surfe. Ihr kennt das selber, wenn du irgendwo eine News liest, hast du selten Quellenangaben. Das ist ganz furchtbar. Also ich finde, da ist generell überall viel Aufholarbeit. Ich hätte gerne einfach auch, ich finde es toll zu wissen, wo kommt denn die Info eigentlich her.
01:44:59 Und ich kann sie zurückverfolgen. Auch im Detail, weil es gibt ja auch viele, wo einfach tatsächlich, ich habe einige Sachen gesehen, wo einfach nur steht, Quelle, YouTube. Ja, das geht halt nicht, ne? Bei uns? Chat, ihr seht das ähnlich. Ich füge noch kurz ein, Living Rocks sagt, Quellenarbeit und Faktencheck sind essentiell, finde ich. Also Chat, seht ihr auch so, dass ihr das quasi erwartet von einem Funkformat?
01:45:23 würde mich mal... Ah, Michael sagt, auch ein interessanter Take, aber to be honest, kein Mensch checkt die Quellenangaben. Ja, aber keiner würde ich auch nicht sagen, aber ich glaube gerade... Dafür sind sie ja nicht da. Du musstest im Endeffekt, also wenn du sie hast...
01:45:43 hast du halt den Beleg für deine Arbeit und darum geht es ja am Ende. Ja, das ist ja eine Nachvollziehbarkeit. Du kannst ja nicht die Schablone ransetzen und sagen, ja, aber ich gucke ja nicht rein. Ja, dafür sind sie nicht da. Die Quellenangabe ist eine Nachvollziehbarkeit im Zweifel. Ja, damit du nachgucken kannst. Es ist ein Angebot. Du kannst ja nicht sagen, ich nutze das Angebot nicht, deswegen ist Angebot scheiße. Olli und Paul, ich finde es total schön, dass ihr gerade den Job von Philipp und Fabian macht.
01:46:06 Dann hätte ich ja jetzt auf so denken können. Das ist meine Meinung. Ihr seid euch einig, würde ich sagen. Wahrscheinlich. Nehme ich an, Philipp. Ich glaube auch. Tatsächlich ist es so, ich habe den Eindruck, dass zumindest ob Quellen da sind, beschäftigt in unserer Zielgruppe super viele. Und ich habe auch den Eindruck, hin und wieder wird da mal reingeklickt. Ich glaube, die werden schon auch benutzt. Ich sage euch eine Sache.
01:46:33 Warum glaube ich, dass auch wichtig ist für die Leute, das abgebildet zu haben, dass die Quellen da sind, weil das ja auch ein Vertrauen schafft. Ich habe ja das Gefühl, okay, da hat sich jetzt nicht irgendein...
01:46:43 xyz 0815 Menschen gesetzt und hat gesagt, ich habe mal kurz zwei Headlines gelesen und mache jetzt ein Meinungsvideo darüber, sondern hier ist eine journalistische Aufarbeitung und ich habe das alles gebackt. Klar musst du das im Zweifel nicht checken, aber es schafft ja auch schon mal einen vertrauenden Format und zeigt, ihr habt euch ein bisschen intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt. Definitiv, auch gerade heutzutage, wo, also es wird ja eigentlich werden Quellen immer wichtiger.
01:47:05 Die Frage ist da aber auch wieder die inzwischen die Bewertung der Quellen und die Relevanz, wie sie genutzt werden, weil es inzwischen auch super viele beschissene Quellen gibt. Also das ist auch so ein schwieriges Thema, aber gerade heutzutage, wo so viele falsche Fakten, ich habe keinen Bock Fake News zu sagen, überall rumlaufen, ist es super wichtig, das nachvollziehbar zu machen.
01:47:34 Wenn, und da hat er recht, das erleben wir ja die ganze Zeit, und ich meine, es gibt ganze Parteien, die ihre Strukturen darauf aufgebaut haben, dass Leute Fakten nicht checken. Dass es gerade ganz groß propagiert wird. Ich kann aber auch gerne nochmal auf diese Strukturfrage zurückkommen, wenn ihr wollt. Weil das wirklich was ist, was uns total beschäftigt und auch komplett nervt. Also wir versuchen bei Funk...
01:48:02 wirklich die Prozesse und die Abläufe effizient zu halten. Und ich kann ehrlich gesagt Alex da auch einfach gut verstehen, weil wir sind immer in dieser Zwickmühle, dass wir auf der einen Seite so eine hohe Fakten-Sicherheit ...
01:48:22 brauchen, wir müssen irgendwie alles nachvollziehbar haben und wenn Menschen aus so einem Creator-Dasein bei uns reinkommen, haben wir schon immer das Problem gehabt, dass wir dann irgendwie anfangen müssen, in Anführungszeichen, da so einen Hinterbau rein zu flanschen mit Redakteurinnen und Redakteuren, die dann anfangen, da mitzuarbeiten, gibt es mal aus der Hand, ja, als Creator.
01:48:44 Also, lernt es mal so zu sagen, jemand anderes es zu geben. Alleine das ist, glaube ich, schon der erste Schritt, der totale Horror. Und ich glaube einfach, Alex Payne war da real. Der hat wirklich damit total gestruggelt. Und hat dann ja auch gesagt, okay, dann muss ich auch noch nachweisen, dass Marie Antoinette auf der...
01:49:03 Das fand ich eigentlich ganz lustig, gestorben ist. Das kommt in dem Ausschnitt auch. Wir könnten es uns weiter angucken. Kleine Spoiler an der Stelle. Aber lass mich noch mal kurz einfügen zu den Quellenangaben. Chat, da seid ihr euch einfach unglaublich einig, dass ihr das alle wahnsinnig wichtig findet. Doofkatze sagt auch, wir leben in einer Welt, in der Fakten offenbar immer unwichtiger für einige werden. Bei mir ist es exakt das Gegenteil. Ich erwarte gut recherchierte Beiträge, die sich auch belegen lassen, um Drakon als absoluter Meister seines Faches im Politischen.
01:49:32 Bereich zu nennen. Genau, der das auch komplett alleine macht, was aber auch ein wilder Take ist. Und hier umgekehrt auch die Idee, wo ich mich frage, kann also ...
01:49:46 So wie ich das bei Alex zum Beispiel mitgekriegt habe, der brauchte ja dann Leute auch noch zusätzlich oder wie er hier gesagt hat, er muss einen ITler beauftragen, um eine Excel-Liste zu programmieren, was jetzt auch ein bisschen wild dargestellt ist, aber ich kann es mir durchaus vorstellen, ob das nicht eigentlich ein Abbild ist, den der Apparat komplett übernehmen müsste bei Funk. Also wenn ich sage, pass auf, ich hole mir einen
01:50:15 journalistischen Content Creator, lasst den aber seine kreative Arbeit machen, der schreibt sich seine normalen Quellen dazu und dann jagt er euch das rüber und die Aufgabe ist nicht seine.
01:50:29 das dann nochmal irgendwie schön zu verpacken oder gegen zu checken oder sonst irgendwas sondern das liegt dann alles im apparat des öffentlich rechtlichen die das für den content creator weiter durcharbeiten oder die content creatorin je nachdem und das dann einfach in fertiger version zurückgeben und easy ob das nicht ein way wäre wie du es
01:50:54 nicht wirklich aus der Hand gibst, sondern nur die Überprüfung läuft, ohne dass sie lange läuft. Das ist natürlich auch immer wieder die schwierige Geschichte. Weil das ist, glaube ich, einer der Hauptpunkte. Und da könnt ihr mir sagen, ob sich das inzwischen geändert hat, weil das kann ich, um ehrlich zu sein, nicht nachvollziehen, ist aber, dass...
01:51:12 das Internet und gerade auch YouTube und Shortform-Content und so sehr kurzweilig ist, die Freigabeprozesse und Verarbeitung im Öffentlich-Rechtlichen aber sehr langwierig sind und wie da auch gerade die Kreativität durch die Bürokratie unterbrochen wird.
01:51:30 Bevor ihr antwortet, wir gehen mal ganz kurz, eigentlich wollte ich es noch ein bisschen weiter gucken, aber ehrlich gesagt, habt ihr schon die ganzen Punkte genannt, beziehungsweise Philipp hat mies gespoilert, deswegen gehen wir mal raus aus dem Reakt. Wir kannten das Video. Ich glaube, alle hier Anwesenden kennen das Video. Wir gehen mal kurz raus aus der Reakt-Ansicht, dann sehen wir ein bisschen mehr von euch und dann Philipp, Fabian, könnt ihr gerne darauf antworten. Also ich glaube,
01:51:56 Ihr habt total recht. Also ja und nein. Auf der einen Seite, glaube ich, wenn du Journalismus machst, musst du auch mit Quellen arbeiten. Wo soll es herkommen? Aber es gibt ja diesen Teil nochmal sorgfältig abzuchecken. Ist es alles genauso korrekt? Ist es alles genau richtig auch sprachlich formuliert? Da, wo du ins Detail gehst und so. Und vielleicht kann man das auch noch einfacher machen. Ich gebe euch da mal ganz kurz vielleicht eine Metapher mit rein, die die Leute vielleicht auch gut verstehen, vielleicht aus ihrer Schulzeit.
01:52:23 Du bist im Unterricht, du sitzt da und du schreibst deine Kladde mit, ne? Und hast deine fiese Handschrift, packst das in einen Ordner rein und damit kannst du auch arbeiten. Du für dich, aber jemand anderes könnte diesen Ordner nicht lesen. Aber dann wirst du ja auch benotet für deinen Ordner. Also gehst du ja hin und schreibst alles nochmal schön und fasst das zusammen und bringst das in eine Struktur. Actually hat sich für dich nichts geändert dabei.
01:52:46 Du hast es aber in eine schöne Form gebracht, die andere Leute halt lesen und nachvollziehen können. Und diesen Part der Arbeit, das ist die Frage so. Manche Leute arbeiten genauso wie ein Drakon. Das ist die Grundlage seiner Arbeit. Daraus macht er ja seine ganzen Live-Formate. Weil er die Quellen hat, kann er seine Live-Formate machen. Bei einem Parabelritter funktioniert es vielleicht genau andersrum. Weißt du, der hat seine Kladde, aber der müsste das noch in die Schönschrift übertragen. Und das war vielleicht das Problem an der Stelle.
01:53:13 Also ich glaube, wir können auf alle Fälle mal eins festhalten, Excel programmieren sollte nicht Standard sein bei uns. Also das ist auf alle Fälle schon mal richtig und ich glaube, wir müssen auch irgendwie sicherstellen, dass wir relativ schnell sein können, weil ganz ehrlich, also wir können nicht so wahnsinnig komplizierte Prozesse haben, weil dann der Content halt nie kommt. Also ich glaube, das ist auf jeden Fall was, wo wir auch noch viel besser werden müssen, offensichtlich. Mal gucken, ich muss mal Alex fragen, wie ist er eigentlich jetzt in neun...
01:53:43 ob er wieder eine Excel programmieren muss, habe ich noch nicht gemacht. Aber ich glaube, da habt ihr total recht, es darf nicht so überkomplex sein, weil Komplexität killt einfach auch Kreativität und wird einfach immer schlecht am Ende. Fassen wir zusammen, da können Arbeitsweisen-Workloads noch quasi optimiert werden, fassen wir es mal so an der Stelle zusammen, aber man merkt so ein bisschen, dass da so ein bisschen das System Creator und das System Funk so ein bisschen clashen, könnte man sagen.
01:54:12 Paul, wie nimmst du das wahr, wenn du darauf guckst, wie sich auch Funk quasi in dem Creator-Kosmos so etabliert hat und auch wer da von wem profitiert? Weil das ist ja auch so ein bisschen die Frage in der Zusammenarbeit.
01:54:27 Also ich finde es total unterschiedlich. Wir haben, es gibt unglaubliche, also jetzt, ich muss ausholen, beziehungsweise ich hole nicht aus, sondern in meiner persönlichen Wahrnehmung, weil ich nicht alle Funkformate kenne, gibt es einige, die sich gegenseitig sehr gut befruchten. Es gibt aber auch ganz, ganz viele, wo...
01:54:53 Beide, also entweder schadet Funk dem Creator oder der Creatorin oder...
01:55:00 Der Creator oder die Creatorin schadet Funk. Also das gibt es auch in vielen verschiedenen Konstellationen. Deswegen kann man das meiner Meinung nach pauschal nicht sagen, sondern die Frage ist wirklich, wie passen die zusammen? Und ich glaube auch bei Funk gibt es wie in jeder Firma unterschiedliche Mitarbeitende, die unterschiedlich engagiert, unengagiert oder sonst irgendwas gerade für einen und das...
01:55:27 für ein Thema brennen oder nicht brennen können. Weil ich habe selber, also wenn ich ganz, ganz weit zurückgehe, vor 20 Jahren noch ungefähr, nicht ganz, 18 Jahren, habe ich ja selber noch in der Filmbranche gearbeitet und da auch oft mit dem Öffentlich-Rechtlichen zusammengearbeitet, weil wir deutsche Filme halt rausgebracht haben.
01:55:47 Und da kam es tatsächlich immer wirklich auch ein bisschen darauf an, wie sehr brannte derjenige für ein Thema und schon malten die Mühlen manchmal schneller, als wenn man nicht so sehr dafür brennt. Und ich glaube, da ist auch wirklich ganz oft die Frage, wie passen sie zusammen und schaffen sie eben auch die Vereinbarkeit miteinander. Und dann kommt es natürlich auch total auf die Formate an. Ich glaube, dass zum Beispiel Unterhaltungsformate
01:56:14 wesentlich einfacher sind, auch in der Bürokratie bei Funk durchzubringen, als wissenschaftliche und journalistische Formate, weil die viel angreifbarer sind am Ende des Tages.
01:56:28 Ja, verstehe. Also, dass man da quasi von Format zu Format gucken muss, wie gut das zusammenpasst. Und das ist ja was, was Philipp und Fabian wahrscheinlich auch jeden Tag machen. Ich sehe hier noch eine Frage aus dem Chat, die wir vielleicht einmal kurz zwischenschieben können. Dedex fragt, woher wisst ihr denn, was genau die Zielgruppe sich wünscht? Das hatte ich vorhin. Also, natürlich, das gibt es nicht die Zielgruppe. Die sind 14 bis 29, stellt euch die mal vor. Also, die einen haben eine Zahnspange irgendwie.
01:56:57 Was ist das größte Problem, wenn du 14 bist und die anderen sind 29 und haben schon eine kleine Family und sind im Job oder was weiß ich, was die machen. Also es sind völlig unterschiedliche Zielgruppen. Deswegen gibt es nicht die eine Zielgruppe. Aber was wir machen ist, wir fragen also regelmäßig zweimal im Jahr über 3000 Leuten ihre Themeninteressen unter anderem ab. Und das sind repräsentative Befragungen. Und dann gucken wir zum Beispiel, hatte ich eingangs mal gesagt.
01:57:25 wie sich sozusagen deren Themeninteressen in unserem Portfolio widerspiegeln. Und ich sage jetzt mal, in so einer ganz groben Art und Weise schauen wir dann, wo die größten Lücken sind und versuchen da Steuerungsimpulse zu geben. Aber übrigens, um nochmal zurückzukommen auf dieses Creator-Thema, ich glaube, das hat wahnsinnig viel mit den Arbeitskulturen zu tun auch. Also da ist eine Art von Beziehungsmanagement wichtig, weil...
01:57:49 je nachdem, wo die auch landen im Funk-Universum. Funk ist halt nicht gleich Funk, sondern wir haben eine Funkzentrale, da laufen Dinge teilweise anders, als was weiß ich, wo du landen kannst. Es gibt ja neun ARD-Anstalten, die für Funk arbeiten, da gibt es überall Funk-Redaktionen, dann gibt es ZDF, was Funk zuliefert. Das heißt, es gibt überall unterschiedliche Kulturen auch, die durch die Sender geprägt werden, durch die Redaktionen geprägt werden, die da arbeiten. Und das macht oft auch ein bisschen einen Teil der...
01:58:18 ich sage immer, der Musik, so, ne, matcht das gut? Und da können ganz wunderbare Sachen passieren, aber da kann auch viel Frust entstehen, weil, glaube ich, häufig so, das clasht miteinander, weil du einfach wirklich so, also alte, gewachsene Redaktionen haben einfach eine ganz andere Kultur als so ein Creator, der dann anfängt, mit denen zu arbeiten. Ja, weil ihr es gerade selber auch gesagt habt, eure Zielgruppe und vor allen Dingen auch euer Part,
01:58:47 euer 14 bis 29 Part. Ich frage mich bis heute immer noch, und das ist unser Ansatz, das ist unser Hauptdarlegen eigentlich, warum ihr euch selber so beschneidet oder warum der Öffentlich-Rechtliche euch so beschneidet, weil es gibt, meiner Meinung nach, ganz ehrlich zumindest das, was auch unsere Community uns widerspiegelt, es gibt kein Angebot von 30 bis 60 im Öffentlich-Rechtlichen.
01:59:15 Und warum seid ihr, also warum muss, und gerade jetzt, wo auch, ich meine, der Funk-Hauptmitgründer, ja der Oberchef der ARD ist, zumindest im aktuellen Zeitraum, warum werden nicht die 0,52% auf...
01:59:32 25 Prozent erhoben und ihr macht den Inhalt, den die Leute und zumindest bis 45 mindestens, wenn nicht sogar älter, tatsächlich auf den Social Media Plattformen konsumieren. Und ergänzend würde ich vielleicht noch mit reingeben, warum zumindest bei den 14- bis 29-Jährigen, die ihr dann abdeckt,
01:59:53 Ich weiß, wie viele Menschen über 29 auch gerne junge Formate konsumieren möchten, die sich an 14- bis 29-Jährige richten, die da so ein bisschen außen vor sind und auch mitunter Angst darum haben müssen, dass diese Formate dadurch kaputt gehen. Weil die, also gerade diese Plattform und wir können es selber sagen, weil wir machen das jetzt seit, also ich seit 12, Olli seit 20 Jahren.
02:00:21 Die Leute wachsen mit einem, die Community wächst mit einem. Unsere Kernzielgruppe ist 25 bis 45 inzwischen. Niemals könnten wir aktuell mit euch zusammenarbeiten, eigentlich in irgendeiner Form. Obwohl wir tolle Sachen hätten. Ey, lasst mal irgendwann pitchen, bitte. Aber, also, obwohl es total schade wäre, weil genau diese Leute suchen auch diese Formate und hätten das auch super gerne.
02:00:50 Und da würde mich total interessieren, warum...
02:00:55 man nicht auch daran mal weitergekämpft hat, weil einer der großen Kritikpunkte der letzten Jahre bei Funk war ja auch CreatorInnen, die fallen gelassen worden sind, weil ihre Zielgruppe zu alt sind, obwohl es ein No-Brainer ist, dass da junge Leute rangezogen worden sind, die das öffentlich-rechtliche cool finden, weil ihre Lieblings-CreatorInnen sind vom Funk bezahlt worden und plötzlich dürfen die nicht mehr arbeiten und
02:01:24 Die alle verliert ihr auf einen Schlag, weil die alle keinen Bock mehr auf den öffentlich-rechtlichen plötzlich haben. Okay, bevor ihr antwortet... Sie haben eine rechtliche Frage. Bevor ihr antwortet...
02:01:33 Ganz kurz dazu, alle Forderungen an die ARD könnt ihr am 18.11. hier auf dem Kanal stellen. Da haben wir nämlich hier bei Mixtalk Florian Hager hier zum Q&A. Also wenn ihr, Drakon ist übrigens auch mit am Start, also wenn ihr da vorbeischauen wollt, könnt ihr die Fragen auch ganz direkt stellen. Und Chat, ich sehe, ihr seid voll bei Olli und Paul. Simple Me sagt auch, warum nicht älter als 29? Lara sagt auch, also ich finde vor allem bei Funk sollte man die Zielgruppe erweitern. Die Ü30-Personen sind diejenigen, die mit den Funk-Formaten groß sind.
02:02:03 geworden sind. Ich mit U29 zum Beispiel interessiere mich kaum dafür. Ihr müsst auch echt eure Zielgruppe aktualisieren. Doofkatsu sagt auch, wir erleben eine Lücke. Entweder du bist 29 Jahre alt oder du schaust lineares Fernsehen. Und auch Living Rock sagt, das frage ich mich auch. Dieses unbedingte Festhalten an 14 bis 29 finde ich befremdlich. Philipp Fabian, was sagt ihr? Also erstmal
02:02:28 Das ist natürlich am Ende auch eine Frage, die geben wir natürlich gerne weiter an Florian Hager und natürlich auch die Kollegen im ZDF. Aber Funk ist ja für die 14- bis 29-Jährigen beauftragt. Das heißt, am Ende ist das auch eine Frage an den Gesetzgeber zu sagen, welchen Rundfunk möchtest du haben? Also welches Medienangebot soll diese Gebühr finanzieren und wie wollt ihr das zugeschnitten haben? Da haben wir jetzt selber aus Funk heraus gar keinen...
02:02:56 direkten Einfluss drauf in dem Sinne. Aber wir haben natürlich total klar auch diese Perspektive, dass wir halt auch sagen, eigentlich, wo ist das Funk nach Funk? Also wenn ein Format bei uns rausgeht, wo ist die Struktur, die ähnlich funktioniert wie Funk und einfach für eine ältere Zielgruppe arbeitet mit den Formaten, die Funk aufgebaut hat? Das finde ich, hat eine totale Logik. Also ehrlich gesagt, darf ich eine kurze Zwischenfrage einstellen, bevor du weitermachst?
02:03:22 Ja, klar. Nur ganz kurz für alle ist, glaube ich, wichtig, einfach die Info zu haben. Wer entscheidet das in der Politik letztendlich? Wer vergibt diesen Auftrag? Diese Medienstaatsverträge, die werden geschrieben von den Rundfunkreferenten und Rundfunkreferenten der Länder. Alle Länder müssen das zusammen entscheiden. Am Ende müssen das die Länder beschließen. Genau. Die Ministerpräsidentenkonferenz verabschiedet dann so ein Ding und dann muss das nochmal durch alle Landtage durch. Und der neue Medienstaatsvertrag, der ist...
02:03:49 Auch tatsächlich adressiert er das sogar ein bisschen, diese Herausforderung. Was man sagen kann, es gibt in dem Medienstaatsvertrag nicht diese Formulierung 14 bis 29. Das ist das, was ARD und ZDF dann wie den Rahmen gesetzt haben. Es gibt in dem Medienstaatsvertrag die Beauftragung für ein Programm, was Kinder ansprechen muss, das ist der Kika.
02:04:08 was Jugendliche und Jugendliche ansprechen muss. Ich glaube, Jugendangebot heißt es dort. Ja, das heißt Jugendangebot, aber das heißt eigentlich für Jugendliche und junge Erwachsene. Und dann gibt es eins für junge Erwachsene sozusagen. Da ist dann Neo draus geworden sozusagen. Und was jetzt aber interessant ist... Eigentlich gar nichts dran gewesen, ne?
02:04:29 Was aber jetzt ganz interessant ist, immerhin so, und ich finde, da hat der Gesetzgeber schon irgendwie auch sich Gedanken über genau diese Frage gemacht, die ihr gerade adressiert habt, in dem in den in den in den neuen Staatsvertrag steht drin, dass wir uns Gedanken darüber machen müssen, wie wir diese hoch
02:04:45 Wie wir diese Formate... Erry, vielen Dank, dass du da warst und vielen lieben Dank für den Raid. Ich freue mich, wenn alle noch mit dabei sind. Schön, dass ihr da seid. Schaltet euch auch gerne mit dazu über Streamtogether, wenn ihr eine Frage habt an Philipp oder Fabian, einen der Funk-Chefs, dann könnt ihr die ganz direkt stellen. Hallo, Erry!
02:05:05 Lass mich das noch ganz kurz fertig erzählen. Also was da gefordert wird, ist, dass wir die Zielgruppen besser miteinander verbinden. Das heißt also, wenn ich mir in der Vergangenheit die Finger wund telefoniert habe in alle möglichen Sender oder wir alle und gesagt habe, ey, das ist ein totaler Wahnsinn, dieses Format nicht irgendwo weiterzuführen und wir es aber nicht geschafft haben, das unterzubringen, weil, muss man ja auch fairerweise sagen, die haben ihre eigene Portfolioplanung, die haben ihre Budgets irgendwo gebunden, was weiß ich so, die haben es halt nicht untergekriegt.
02:05:32 Ich kann es halt nicht ändern aus mir heraus, aber da ist sozusagen die Vorgabe jetzt besser geworden. Also wir müssen es jetzt irgendwie schaffen, mehr in das nächste Programm reinzuschieben. Also dass es im Öffentlich-Rechtlichen bleibt. Das heißt, die Kolonne wird dann so sein, wir als Funk müssen mehr vom Kika nehmen, Funk muss mehr irgendwie überlegen, wie können wir zu Neo reinarbeiten oder eben an ADNZDF übergeben. Und ich finde, das ist schon auf alle Fälle mal ein...
02:05:58 Ein Schritt in die richtige Richtung. Und da sitzen wir auch gerade zusammen und versuchen das zu bewegen. Und Flo hat da bestimmt noch mal ein paar andere Takes. Ich wollte unbedingt irgendwas an Flo weitergeben, weil er ja alles an uns weitergereist hat. Da will ich an der Stelle gerne eine Zahl da lassen, damit wir auch ein paar Daten haben. 65 Prozent der 26- bis 40-Jährigen nutzen in Deutschland regelmäßig YouTube. 55 Prozent zwischen den 36- und 45-Jährigen.
02:06:27 Ja, das geht auch so weiter ungefähr, könnt ihr euch vorstellen. Also mehr als die Hälfte, locker. Ich sehe das komplett. Also ich bin völlig bei dir. Aber es ist ja wirklich ein richtiger, also es ist ja ein Weg in die richtige Richtung. Also wenn ihr sagt, da arbeitet ihr gerade dran, das ist gerade das Konzept und es geht so weiter mit den Übergaben. Es ist halt nur die Frage, weil ich habe dann ganz oft auch das Gefühl, von Funk weiterge...
02:06:52 tragen zu werden in Neo und dann vielleicht sogar ins echte, ins echte, sorry, ins weiterführende Programm ZDF, ARD oder sonst irgendeiner der fantastischen öffentlich-rechtlichen Sender, um nur SWR und NDR zu nennen, ist die, große Fans von den beiden Sendern, ist die Frage, nur es fühlt sich, muss es dann auch Fernsehger, Fernseh,
02:07:21 Fernsehiger. Fernsehiger. Fernsehiger. Super Wort. Werden. Und TV-iger. TV-iger, ja, TV-iger ist griffiger. Ich glaube, im Mediensprech würde man sagen, ich hoffe nicht. Ja. Da gibt es ja schon gute Beispiele. Also es gibt ja auch Beispiele, wo es gut funktioniert. Also ich sag mal, MyTee hat einen super Übergang gemacht. Mirko ist auch im ZDF unterwegs. Witzigerweise wollen auch viele ins Fernsehen, ne?
02:07:49 Also das ist echt interessant. Ich denke immer noch, hey, boah, aber es ist nicht so, als wäre das gesagt worden. Die Verträge vom Öffentlich-Rechtlichen sind immer noch sehr gut. Okay, alle Fernsehfragen schieben wir dann auf die Sendung mit Florian Hager an der Stelle. Ich sehe im Chat kam auch noch der Vorschlag von Mariechen. Also meine Idee wäre sowas wie Funktions-
02:08:10 Funk zu machen, was anders heißt und dann kann man die Funk-Leute, deren Zielgruppe, die zu alt werden, an das andere Finanzierungsformat weitergeben und dann kann man sich die Klinke in die Hand geben. Also was ganz eigenes nochmal zu machen. Es gibt sogar Namen dafür bei uns, das nennen wir mal Funk 2. Ich dachte jetzt eher ein Name aus dem Grund. Funk 2 ist aber auch sehr kreativ.
02:08:31 Pass auf, ich wurde gerade im Chat von euch gefragt, was meine Quelle für diese Zahl war, die ich gerade genannt habe. Ich möchte es euch sagen, es ist eine Studie, Mediaperspektiven vom ARD ZDF von 2025. Sehr gut, wo ist die Excel?
02:08:46 Sehr gut, hier saubere Quellenarbeit, so loben wir uns das. Ich würde gerne noch kurz zum Schluss mit euch darauf gucken, auf die Gesamtzahl der Formate und wie lange die Formate denn laufen. Hier aktuelle Zahlen von Funk und zwar insgesamt in den zehn Jahren wurden 281 Formate gestartet, 226 wurde wieder beendet und aktuell laufen davon noch 55, wie gesagt, die Zahlen von Oktober 2016 bis Oktober 2026. Und wenn man das mal runterrechnet, macht das eine Durchschnitts-
02:09:16 Laufzeit von 15,5 Monaten. Olli, Paul, was sagt ihr denn zu diesen Zahlen, wenn ihr da so drauf guckt? Also erstmal finde ich die Mülltonne sehr hart. Da hat sich unser Grafiker so viel Mühe gegeben. Es tut uns leid.
02:09:35 Ich kann das gar nicht differenziert betrachten, weil das musst du, glaube ich, von Kanal zu Kanal jetzt einfach gucken, wie geht's weiter, was ist der genaue Fall. Ich glaube, so eine Grafik hilft einem jetzt nicht wirklich, sich ein klares Bild davon zu machen, weil ich glaube, selbst wenn ich jetzt sagen würde, wenn ich in die Falle tappe und sage, boah, das sind aber ganz schön viele gekündigte Formate, ja, also da müssten wir natürlich über 221 oder was auch immer die Zahl war, Fälle sprechen. Oder 226, was da jetzt genau passiert ist. Aber es ist, ähm,
02:10:05 Ich muss ehrlich gestehen, ich finde 15,5 Monate zu kurz. Das wäre nämlich auch meine Frage gewesen. Ist natürlich nur ein Durchschnitt, aber was sagt ihr dazu? Inwiefern gibt das dem Format vielleicht auch genug Zeit, wenn wir jetzt mal von diesem Durchschnittswert rausgehen? Ja, also das ist total schwierig. Natürlich reicht es, um ein Format zu etablieren, aber ich finde nicht, um es zu festigen. Ich hätte vor allem noch die Frage, habt ihr einen Slide?
02:10:33 für den häufigsten Grund, warum eine Arbeit nicht weitergeht. Das fände ich spannend. Beantworten wir gleich. Ich sage noch vielen lieben Dank an OrkenspalterTV für den Raid. Hallo, einen wunderschönen guten Abend an alle Raider. Schön, dass ihr da seid. Macht es euch gemütlich. Wir sind hier im Q&A mit den Funkchefs. Wenn ihr Fragen habt, haut sie gerne rein zu Funkformaten. Könnt ihr alles platzieren. Ich gebe es gerne weiter. So, Entschuldige. Jetzt die Antwort.
02:11:01 Genau, die Frage von Olli war, gibt es eine Übersicht, also sowas wie, was war der häufigste Grund, warum ist das Format geendet? Lag es an einfach Differenzen? Lag es daran, dass die Zielgruppe mitgewachsen ist? Was ich ja dann, ich gehe mal, den traurigsten Grund aller Gründe finde. Oder dass vielleicht auch die Zahl nicht gestimmt hat, also nicht genug Klicks erzielt wurden, nicht genug Reichweite. Ist ja auch noch ein Faktor.
02:11:30 Das ist ja auch die Frage. Also die Verteilung ist ja auch, das ist ja kein arithmetisches Mittel. Also natürlich schiebt Funk, wir schieben total viel an und Formate, die bei Funk laufen, die dann tatsächlich auch mal so eine Schwelle von irgendwie sechs Monaten oder einem Jahr überschreiten, laufen ja dann im Zweifel auch länger. Aber wir haben natürlich auch viel im Anschub, was dann nach sechs Monaten, wenn man mal einen Strich drunter macht, aus so einer Experimentphase dann nicht weitergeht. Ich glaube, das...
02:11:59 verzerrt so ein bisschen den Blick dann mit so einem Durchschnitt. Also natürlich, klar, wir schieben viel an, wir probieren viel aus. Manches löst sich nicht ein, aber wenn wir dann in Format einsteigen, versuchen wir natürlich auch, das auf die Schiene zu setzen und an den Start zu bringen. Ich glaube, das ist, also wir haben diese etwa 45 Millionen seit zehn Jahren jährlich und mit denen müssen wir irgendwie erfolgreich sein oder wollen wir, das ist unser eigener Anspruch, wir wollen die nicht jetzt irgendwie in Formate investieren, die dann am Ende nicht bei den Menschen ankommen.
02:12:28 Und das bedeutet, unsere Strategie ist, dass wir relativ viele Versuche machen, Formate aufzubauen. Und wenn wir merken, dass wir uns vertan haben und die Annahmen nicht eintreffen und wir es nicht schaffen, die Menschen für diese Formate zu begeistern und auch keine Idee haben, wie wir das jetzt hinkriegen sollen, weil wir es uns anders vorgestellt hatten, dann sind wir eben sehr konsequent und beenden die Formate relativ schnell. Das heißt, unter diesen Formaten sind relativ viele.
02:12:55 die einfach relativ schnell wieder beendet werden, weil sie die Minimalziele, die wir für sie hatten, nicht erreichen konnten und wir keine Idee haben, wie wir dieses Thema irgendwie in Format übersetzt bekommen. Der andere Fall ist dann bei den großen Formaten, die wirklich lange dauern. Ich schau dir ganz kurz, damit wir da jetzt rüber stolpern. Das ist eine ganz wichtige Frage. Wie lange dauert das im Schnitt, bis ihr das merkt bei so einem Kanal? Also wir haben die erste Phase, wo wir Kanäle ausprobieren, so sind meistens nur sechs Monate, wo wir schon mal einfach...
02:13:22 Da wollen wir natürlich nicht, dass die riesig werden. Wir wollen einfach mal sehen, dass das Formatkonzept funktioniert hat und dass Menschen, das kann eine ganz kleine Community sein, dass die erst mal verstehen, worum es da geht und das geil finden und anfangen, als Community mit dem Format zu arbeiten und dass diese kleinen Ziele, die wir gesetzt haben, erreicht werden. Und wenn das nicht der Fall ist, dann sind wir halt konsequent. Dann akzeptieren wir halt auch zu sagen, okay, dann haben wir es halt verkackt, irgendwie haben wir es nicht richtig hingekriegt.
02:13:49 Und das schmerzt dann schon. Und das ist der eine Fall. Ich glaube, der andere ist dann wirklich, wenn große Formate beendet werden. Und da gibt es unterschiedliche Cases. Da gibt es solche wie...
02:14:02 Die Simplis, die dann einfach sagen, okay, Leute, ich habe hier auch andere Ideen noch und mir ist es auch einfach zu stressig. Obwohl, das ist ja eine Love Story. Wir haben ja mit denen weitergearbeitet. Aber alles fair. Es kann so einen Weg gehen. Es kann auch sein, dass wir einfach nicht mehr die gleiche Idee oder Vision für so ein Format haben. Und das deswegen endet, weil wir einfach unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie sich so ein Format entwickeln kann.
02:14:31 Ist auch fair, ist auch passiert. Es gibt auch Leute, die frustriert rausgehen, weil sie keinen Bock mehr haben. Das ist auch ein Fall, der vorkommen kann. Der häufigste Fall ist aber tatsächlich, wenn Formate groß sind, dass die Zielgruppen einfach aus unserer beauftragten, relevanten Zielgruppenspektrum rauswachsen. Und damit habt ihr halt voll den Punkt. Und da ist auch der Punkt, ist halt auch, und da muss man auch so fair sein,
02:14:59 Wir müssen dann immer überlegen, nehmen wir in Kauf, dass wir ein Format trotzdem weitergeben an einen anderen Sender oder beenden, obwohl vielleicht ein relevanter Anteil von jungen Menschen noch erreicht wird, die aber anfangen zu spüren, dass es nicht für sie gemacht ist, sondern dass es eigentlich eine ältere Zielgruppe nutzt. Und das ist voll der...
02:15:18 miese Trade-off, weil manchmal haben wir Formate, die sind dann wirklich noch relevant in jüngeren Zielgruppen, erreichen aber überwiegend ältere und auch da tendieren wir meistens dazu zu sagen, ganz ehrlich, wir müssen es schaffen, diese Formate so zu machen, dass sie die Mediennutzungsgewohnheiten, die Interessen der Jüngsten wieder adressieren. Ist das was ihr tatsächlich erlebt, dass ein Zuschauer oder eine Zuschauerin ankommt und sagt, ich spüre, dass es nicht mehr für mich gemacht ist?
02:15:44 die gucken es dann halt nicht mehr. Also, dass sich das dann quasi in den Zahlen äußert. Ich glaube, an der Stelle mit Blick auf die Zeit versuchen wir gleich noch ein paar andere Fragen aus dem Chat noch zu beantworten. Aber Olli und Paul, ich glaube, wir könnten noch eine ganze Weile weiterreden, habe ich das Gefühl. Vielleicht machen wir ja noch mal eine Fortsetzung. Chat, schreib mal eine Eins rein, wenn ihr eine Fortsetzung wollt. Und ich sage jetzt erst mal, Paul und Olli, lieben Dank, dass ihr da wart. Vielen, vielen Dank, dass ihr vorbeigeschaut habt.
02:16:15 Danke für eure Zeit und holt euch mehr Geld und macht mehr Formate. Mit uns. Das finde ich ein gutes Part-Chill. Deal. Sag mal Flo. Okay. Machen wir. Danke euch. Ciao, ciao. So, und ich füge noch kurz ein zu dem, was wir gerade besprochen hatten. Pauli Bär noch...
02:16:37 ergänzt. Es gibt ja sowohl positive wie negative Beispiele. Ich glaube, der Böse-Mädchen-Podcast war nur ein paar Monate und Cinema Strikes Back ist seit Jahren bei Funk. Da kam gerade noch, wir versuchen noch ein paar Fragen auf die Schnelle, bevor wir gleich Schluss machen, zu beantworten. Hummelherrnchen fragt, was passiert mit Cinema Strikes Back? Kurze Antwort.
02:16:59 Das wird im Format gerade sehr transparent adressiert. Da werden wir nicht. Das ist ganz wichtig bei Filmen. Man darf nichts spoilern. Okay.
02:17:09 Verstehe. Dann kam hier noch die Frage, geht ein bisschen in die Richtung, was gerade die Freuds schon angesprochen haben, Gewürzgurken, was Salimo sagt. Wie sieht es denn mit der Budgetentwicklung für Funk aus? Es schauen immer mehr junge Leute auf YouTube und Co. Müsste da nicht auch immer weiter das Budget und Möglichkeiten für Creator-Formate steigen?
02:17:32 Kurze Antwort ja. Ja, genau. Also unser Budget ist absehbar konstant. Davon gehen wir jedenfalls mal aus. Und ja, du hast recht.
02:17:45 Können wir das an der Stelle auch so beantworten. Hier kam noch eine Anmerkung von Lara. Queere Inhalte wären auch so wichtig. Kika hat mit Sachen wie Schloss Einstein und anderen Formaten und vereinzelten queeren Filmen gezeigt, werden eine gute Repräsentation. Es gibt die Serie Druck, die auf dem norwegischen Original-Scam beruht, die sehr gut mit queeren Inhalten umgeht.
02:18:06 Die ist auch bereits schon beendet. Eine Repräsentation, vor allem in jetzigen Zeiten, wäre super wichtig. Oh, Moment, da ist mir der Kommentar weggerutscht. Super wichtig und nicht immer dem Rechtsruck im Land nachzugeben. Also queere Themen, seht ihr da noch eine Lücke, wo ihr vielleicht noch Aufholbedarf habt? Ja, also ich glaube zum Beispiel so ein Format wie Wahrscheinlichkein, ich mache da auch wahnsinnig viel. Also wir haben schon Flächen, aber ich sehe schon den Punkt und glaube, dass wir da auch mehr machen können.
02:18:33 Also da vielleicht noch ein Themenbereich, den man noch mehr abdecken könnte. Hier noch eine Frage, Eule, die Keule fragt, ich hätte noch die Frage, wie viele Mitarbeitende im Altersbereich der ZIKO haben denn bei dem Funkmanagement Mitbestimmungsrecht? Also bei Funk hat sowieso jeder Mitbestimmungsrecht. Ich glaube, das muss man auch sagen zur Arbeitskultur bei Funk. Wir machen eigentlich nichts top down.
02:19:00 Im klassischen Sinne, sondern Funk hat ein, ich weiß nicht, ob ihr das kennt, das System ist ein rollenbasiertes System, das heißt Holokratie. Das könnte euch jetzt Christine noch viel besser erklären. Übrigens, Shoutouts an Christine. Genau, die fehlt eigentlich heute. Christine, die ist halt aber Urlaub. Genau. Trotzdem, hallo Christine. Sonst würdet ihr jetzt wahrscheinlich zu dritt sitzen machen. Genau.
02:19:22 Also wir sind ein rollenbasiertes System. Klar, jeder hat seine Verpflichtungen, Aufgaben, Prokura und so weiter. Aber Funk lebt davon, dass alle mitreden und dass jede Stimme auch gehört wird. Das ist schon die Idee. Manchmal anstrengend. Ja, man kommuniziert halt viel. Aber dafür wird es im Zweifel im Ergebnis dann auch besser. Es gibt auch wirklich handfeste Beispiele, wie Funk anders wäre, wenn das nicht so wäre.
02:19:49 Also wir als Management hätten zum Beispiel niemals einen Instagram-Kanal gestartet als Funk-Dachmarken-Kanal und der hat heute immerhin fast zwei Millionen Menschen, die folgen. Also ich glaube, es gibt schon durchaus die eine oder andere gute Entwicklung bei Funk. Nicht, weil wir so ein wahnsinnig tolles Management sind, sondern weil wir ein wahnsinnig tolles Team haben und die uns auch sagen,
02:20:13 Was vielleicht mal eine gute Idee wäre. Wir haben original Morgen-Talk. Bevor ihr da jetzt noch weiter in eure Team-Dynamiken einsteigt, ich versuche mit Blick auf die Zeit noch Fragen unterzukriegen, Leute. Das wäre eine gute Story geworden. Wir machen mal noch schnell ein, zwei Fragen. Gibt und gab ja zwei Dutzend linke Formate bei Funk bisher. Gibt es auch nur ein einziges konservatives Format? Das könnt ihr vielleicht noch kurz beantworten.
02:20:38 Welches sind denn die Dutzend linke Formate? Also damit tue ich mich ehrlich gesagt schwer, also links und konservativ. Ich glaube, es wird wahrscheinlich über Themeninteressen tatsächlich aufgelöst und da haben wir viele, die sich auch mit Themenspektrum befassen, die vielleicht eher für so ein heimatorientiertes Publikum oder so. Also da gibt es ja so Wertemilieus und da kann man das da ganz gut ablesen.
02:21:07 gibt es zum Beispiel Formate wie die andere Frage oder so, die sicherlich nochmal andere Themen erbringen als wiederum andere, aber das ist halt eine Frage der Gesamtportfolio-Gestaltung, die wir aber auch schon durchaus im Blick haben.
02:21:22 Genau, und zum Thema politische Ausrichtung haben wir vorhin ja auch schon ein bisschen ausführlicher diskutiert. Wenn ihr das Ganze nachgucken wollt, den Stream gibt es auch als VOD zum Nachschauen. Also wer da nochmal reinschauen möchte, hat da auf jeden Fall noch die Gelegenheit. Und ansonsten würde ich mit Blick auf die Zeit mich jetzt bei euch bedanken. Philipp und Fabian, schön, dass ihr da wart. Ich danke euch sehr, dass ihr euch den Fragen gestellt habt.
02:21:47 Danke dir und danke der ganzen Community. Es ist total spannend für uns, mal so direkt einfach in Konversation zu sein mit euch und euer Feedback zu kriegen. Vielen Dank dafür. Mir hat es auch Spaß gemacht mit euch allen.
02:22:00 Dann vielen, vielen Dank euch und vielleicht ja bis zum nächsten Mal. In the time. Tschüss. So, Chat, was sagt ihr? Ich weiß, wir haben nicht ganz alle Fragen untergekriegt. Vielleicht müssen wir tatsächlich nochmal eine Fortsetzung machen. Ich habe mein Bestes gegeben. Und ansonsten weise ich an dieser Stelle nochmal kurz auf nächste Woche hin.
02:22:22 Da sprechen wir hier bei Mixed Talk, beziehungsweise mein Kollege Marvin spricht mit euch über das Thema League of Legends Worlds. Wir sprechen über das kommende Turnier in den USA, die Hoffnung, die Chancen der Teams, die Meta, die Entwicklung von LOL, auch als E-Sport und die nationalen und internationalen Ligen. Darum geht es hier nächste Woche bei Mixed Talk. Wenn ihr es nicht verpassen wollt und auch sonst nichts mehr verpassen wollt, folgt doch gerne noch rein. Wäre jetzt ein guter Moment.
02:22:49 Ich freue mich auf jeden Fall, wenn ihr einiges mitnehmen konntet aus dem Stream heute. Wir raiden zu Feister. Der ist gerade voll in Action in Craft Attack. Sagt ganz liebe Grüße dort. Chat, ich sage vielen, vielen lieben Dank für die vielen, vielen Nachrichten, für die vielen Fragen, fürs konstruktive Mitdiskutieren. Vielen Dank auch an alle Gäste, die da waren. Und ja, sagt drüben liebe Grüße. Und jetzt wünsche ich euch noch einen wunderbaren, spannenden Abend.