IRL live vom Berg ! Toni und Hannah im Allgäu
Live-Bericht aus dem Allgäu: Ein Erlebnis auf Bergeshöhe
Es wurde eine Reportage aus dem Allgäu erstellt. Im Fokus steht die Reise eines Teams durch beeindruckende Berglandschaften. Es wurde mit einer Hündin gewandert und mit der Bergwacht gesprochen. Der Fokus lag auf der Natur und den Menschen vor Ort.
Start und Begrüßung im Allgäu
00:09:46Der Stream beginnt mit der Begrüßung aus dem wunderschönen Allgäu. Hanna und Toni, eine Bergfreundin des Bayerischen Rundfunks, begrüßen die Zuschauer und geben den Startschuss für den ersten In-Real-Life-Stream der ARD vom Berg. Toni erläutert, dass es ihr zweiter Versuch ist, da das erste Mal im Juni durch Sturm und Gewitter verhindert wurde. Trotz des nicht idealen Wetters, bei Temperaturen zwischen 4 und 6 Grad, wurde die Tour mit den notwendigen Sicherheitsvorkehrungen genehmigt und sie freuen sich auf das gemeinsame Erlebnis mit den Zuschauern.
Die besondere Begleiterin: Elli
00:11:45Eine besondere vierbeinige Begleiterin ist dabei: Elli, eine ausgebildete Mantrailer-Hündin. Toni und Hannah beschreiben Elli als Multifunktionshund, die nicht nur die Wanderung begleitet, sondern auch eine Kamera trägt und die Zuschauer durch die Dogcam an ihrem Erlebnis teilhaben lässt. Ihr Besitzer Ingo ist ebenfalls anwesend. Elli kann Unterbeweise bestehen und ist in der Ausbildung für Mantrailing, wobei sie Gerüche von Personen aufnehmen und verfolgen kann, was im Stream demonstriert wird. Sie ist auch eine gelernte Mantrailing-Hündin und hat einen Teamtest bestanden.
Live-Demonstration des Mantrailings
00:23:10Die Vorführung von Ellis Fähigkeiten als Mantrailer-Hündin wird zu einem Höhepunkt des Streams. Hannah versteckt sich währenddessen und die Aufgabe besteht darin, dass Elli ihre Spur aufnimmt und findet. Nach kurzer Verwirrung am Anfang aufgrund der Umgebungsspuren setzt Elli zur Suche an und folgt Hannahs Fährte durch die Landschaft. Mit großer Konzentration und Unterstützung ihres Besitzers Ingo findet Elli die versteckte Hannah erfolgreich, was bei allen im Stream Begeisterung auslöst und als beeindruckende Demonstration der Hundeführung gefeiert wird.
Themen und Gespräche auf dem Weg
00:46:48Auf dem Wanderweg durch das Allgäu führen Hannah und Toni ein lockeres Gespräch über verschiedene Themen. Sie sprechen über den Bergsport, das Klischee der uncool wirkenden Zipf-Hosen aus ihrer Jugend und Hannah spätere Entdeckung der Bergleidenschaft als Erwachsene. Auch berufliche Aspekte werden thematisiert, wie Hannhams Arbeit als Content Creatorin und ihre abgeschlossene Ausbildung zur Rettungssanitäterin. Das Gespräch berührt zudem persönliche Erlebnisse, wie ihre unterschiedlichen Meinungen zum Thema Mount Everest und ihre persönliche beste Aussichtserfahrung auf dem Piz Kesch in der Schweiz.
Diskussion über Ausrüstung und Berg-Etikette
01:04:32Die Gesprächsrunde vertieft sich in die Diskussion um die persönliche Ausrüstung und die Philosophie beim Bergsteigen. Als wichtigstes Teil am Berg wird nicht nur die funktionale Kleidung, sondern auch der persönliche Umgang mit der Natur thematisiert. Sie erwähnen dabei die Community der Ultraläufer, die bewusst auf unnötiges Gewicht verzichten und sogar auf das Tragen von Unterhosen verzichten, um so leicht und nah wie möglich in der Natur zu sein. Die Moderatoren diskutieren auch den sinnvollen Gebrauch von Erste-Hilfe-Sets und der bewusste Umgang mit Abfall im Gebirge.
Ausrüstung und Sicherheitsvorkehrungen
01:06:45Anfangs werden die Vorbereitungen für die Bergtour besprochen, insbesondere die Notwendigkeit von geeigneten Schuhen mit Stahlkappe für Sicherheit und Komfort. Weitere unverzichtbare Ausrüstungsgegenstände sind ein Notfallset, Stirnlampe, ausreichend Wasser und Snacks, um mögliche Unterzuckerung zu verhindern. Auch eine wasserdichte Jacke und Handschuhe werden als wichtige Kleidungsstücke genannt, da das Wetter im Herbst unvorhersehbar sein kann.
Begegnung mit der Allgäuer Kultur und Almwirtschaft
01:08:13Während des Aufstiegs bemerken Toni und Hannah das Allgäuer Weidevieh, was Hannah an den traditionellen Almabtrieb erinnert. Sie führen ein Gespräch über die ländliche Kultur im Allgäu und die Bedeutung der Almkultur, die noch immer hochgehalten wird. Es stellt sich die Frage, wem der Berg gehört und wie das dortige Geschäftsmodell aussieht, das neben der Seilbahn auch Gastronomie und Parkplatzbewirtschaftung umfasst.
Sprache und Identität im Dialekt
01:10:46Das Gespräch dreht sich um das Thema Dialekt und die eigene Beziehung dazu. Hannah erzählt, dass ihr als Moderatorin bewusst ein standardisiertes Hochdeutschen beigebracht wurde, um Vorurteile zu vermeiden. Sie reflektiert den Wert von Dialekt für die Identität und stellt fest, dass mittlerweile die Echtheit und der Charakter, den Dialekt verleiht, geschätzt werden, und würde selbst wieder mehr Dialekt sprechen.
Wanderung und Berggipfel erreicht
01:17:11Nach über einer Stunde Wanderzeit erreichen Toni und Hannah den Gipfel, den sogenannten Gründen, auch als 'Wächter des Allgäus' bezeichnet. Sie fühlen sich zufrieden und stolz auf die erbrachte Leistung. Am Gipfel angekommen, bietet sich ein Ausblick auf umliegende Berge wie den Hochvogel und den Großen Grottenkopf.
Einblicke in die Technik der Seilbahn
01:43:42Georg, der Bergbahnbesitzer, gibt einen Einblick in die technische Wartung der Seilbahn. Er erklärt das Prinzip der Seilspannung durch Hydraulik und zeigt, wie die Rollen auf den Stützen überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden. Dies geschieht in festen Intervallen, um die Sicherheit zu gewährleisten, und wird durch strenge Auflagen wie den TÜV überwacht.
Arbeit und Verantwortung eines Seilbahnbesitzers
01:58:11Georg beschreibt den vielseitigen und aufwändigen Job eines Seilbahnbesitzers, der weit über das Bedienen der Anlage hinausgeht. Er ist für tägliche Kontrollen, Wasserversorgung und die Organisation eines ganzen Teams von 25 Mitarbeitern verantwortlich. Die Tradition, den Namen Georg in der siebten Generation weiterzugeben, unterstreicht die familiäre Verbundenheit und die langjährige Geschichte des Betriebs.
Ankunft am Bärenköpfle und Landschaftsbeschreibung
02:08:19Die Streamer begeben sich auf den Gipfel des Bärenköpfles und bemerken die beeindruckende alpine Umgebung. Die Gegend wird als märchenhaft und inspirierend beschrieben, an Kulissen von Serien wie Game of Thrones oder Herr der Ringe erinnernd. Unterhaltung dreht sich um diese Serien, wobei die eine ausgestiegen ist und die andere aufgrund familiärer Prägung sehr schätzt. Die Diskussion erweitert sich auf das Thema True Crime-Podcasts und True Crime-Inhalte im Allgemeinen.
True Crime, Angst und die Alpen als sicherer Raum
02:12:25Die Streamer diskutiert intensiv über den Konsum von True Crime-Inhalten und dessen Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Realität. Eine Studie zitiert, dass regelmäßiger Kontakt mit Kriminalität dazu führen kann, die Welt als gefährlicher wahrzunehmen als sie ist. Obwohl die Berge als sicherer Ort gelten, gibt es kuriose Kriminalfälle und Theorien, wie den 'alpine Scheidungs'-Humor oder den Mordfall Ötzi. Das Gespräch zeigt, wie das Thema True Crime die menschliche Wahrnehmung und Urängste beeinflussen kann.
Spontaneität und Reiseziele der Streamer
02:20:44Das Gespräch verlagert sich auf persönliche Reisevorlieben. Für eine der Streamerinnen liegt der Reiz in spontanen, ungeplanten Erlebnissen, während die andere die Vorfreude manchmal meidet, um Enttäuschungen vorzubeugen. Das Thema spontaner Touren führt zu einer persönlichen Erinnerung an die Weihnachtszeit und das Christkind. Während eines plötzlichen Kälteeinbruchs stoßen sie auf einen Sendemast, was den Weg zu einer Aussicht mit Blick auf das Städtchen ebnet, wo das Gefühl der Abgeschiedenheit und Ruhe beschrieben wird.
Geologische Besonderheiten und Naturschutz
02:26:25Auf dem Weg werden die spezifischen geologischen Formationen der Region erklärt, wie die Nagelfluh, ein komprimiertes Gestein, aus dem die Berge bestehen. Die Route selbst ist Teil einer sogenannten Nagelfluhüberschreitung. Die Streamerin erzählt von ihrer Leidenschaft für den Apollo-Falter, eine seltene Schmetterlingsart, die als persönliches Ziel für den Sommer galt. Sie betont, dass der Status als Naturpark ein strenger Naturschutz ist, der für die Erhaltung dieser besonderen Flora und Fauna sorgt.
Gipfelselfie und Abstieg ins Tal
02:40:32Auf dem Gipfel des ersten Sperrenköpfles wird ein traditionelles Selfie mit Blick auf die weite Landschaft gemacht. Der Abstieg beginnt und führt durch steile, matschige Passagen, die als gefährlich und rutschig beschrieben werden. Die Route ist anstrengend und erfordert volle Konzentration, besonders auf die Wurzeln des Waldbodens. Hund Elli hat hier Unterstützung im Chat, was als süß empfunden wird. Die Streamerin erwähnt ihre körperliche Erschöpfung und die Kälte.
Treffen mit der Bergwacht und Ausrüstung
02:59:31An der Alpe treffen die Streamer auf zwei Mitglieder der ehrenamtlichen Bergwacht Immenstadt, die im Dienst stehen und für potenzielle Notfälle bereit sind. Nach einem herzlichen Abschied für die Kamera-Hundin Elli wird das Einsatzfahrzeug der Bergwacht gezeigt. Die主播in erklärt die komplexe und ordnungsgemäße Organisation der Rettungsutensilien, darunter eine Vakuummatratze für Wirbelsäulenverletzungen. Die Bergwachtler schildern, dass sie ungefähr 100 Einsätze pro Jahr haben.
Arbeitsalltag und Einsatzverteilung
03:11:35Die Bergwachtmitglieder erläutern ihren Arbeitsalltag und die Einsatzverteilung. Einsätze finden zu ungefähr 50 Prozent unter der Woche und 50 Prozent am Wochenende statt, wobei Ferienzeiten und die Nutzung von Attraktionen wie der Sommerrodelbahn die Einsatzfrequenz erhöhen. Das Einsatzgebiet umfasst unwegsames Gelände, das zwar nicht die höchsten Gipfel, aber dennoch um die 100 Einsätze pro Jahr erfordert. Anrufer rufen in der Regel, wenn sie aufgrund einer Verletzung oder eines medizinischen Problems alle nicht mehr selbstständig bergab kommen können.
Ausrüstung und Kommunikation im Einsatz
03:13:14Die Demonstration der Ausrüstung zeigt das vielseitige Equipment der Bergwacht. Neben Blaulicht und Blitzern in der Motorhaube, die eingesetzt werden müssen, wenn nichts vorgeht, wird ein Funkgerät als essenziell für die Kommunikation im Einsatz beschrieben. Es dient dazu, aktuelle Lagen zu melden und stellt ein zentrales Arbeitsmittel dar. Für das Publikum wird zusätzlich ein Demonstrationsmikrofon bereitgehalten, um die Funktionsweise zu zeigen.
Standard-Einsätze und Teamdynamik
03:13:37Ein häufiger Standard-Einsatz besteht in der Versorgung von Verletzungen wie umgeknickte Sprunggelenke, Bänderdehnungen oder Knieverletzungen nach einem Sturz. Die Einsatzleiter und Teammitzer ordnen sich gegenseitig Aufgaben zu, basierend auf den individuellen Stärken wie medizinischer fitness, technischen Fähigkeiten oder dem Umgang mit Kindern. Dieses Teamwork ist fundamental, da man sich gut kennen muss, um die Reaktionszeit von 15 Minuten nach einer Alarmierung einhalten zu können.
Werdegang und Motivation zur Bergwacht
03:19:53Die beiden Bergwachlerinnen erzählen von ihrem persönlichen Werdegang. Eine ist seit 13 Jahren dabei, seit ihrer Jugend in der Jugendbergwacht. Die andere ist seit fünf Jahren in der Organisation, angefangen während der Corona-Pandemie. Beide wurden durch persönliche Bekannte inspiriert, sich zu bewerben. Die Motivation ist dabei nicht nur der Wunsch zu helfen, sondern auch die Kameradschaft und die regelmäßigen Ausbildungen, die durch den Verein organisiert werden.
Herausforderungen und psychologische Aspekte
03:25:03Als psychologisch besonders herausfordernd werden Einsätze mit Kindern beschrieben, die oft verängstigt sind und die Situation nicht verstehen. Die Bergwacht versucht, solche Einsätze an Teammitglieder mit entsprechender Kompetenz zu delegieren. Nach belastenden Einsätzen gibt es innerhalb der Einheit ein offenes Gesprächsangebot, oft verbunden mit gemeinsamen Nachbesprechungen, um die psychische Belastung zu verarbeiten.
Ausbildung und Eignungstests
03:34:28Um Bergwachter zu werden, sind Vorkenntnisse und eine sportliche Verfassung essentiell. Im Winter müssen Anwärter Skifahren können, während im Sommer Kletterkenntnisse im vierten Grad und Seilhandling gefordert sind. Der Eignungstest im Allgäu findet im Sommer als Konditions- und Klettertest statt, im Winter als Skiführertest mit Lawinensuche. Die gesamte Ausbildung dauert zwei Jahre und schließt mit Prüfungen ab.
Organisatorische Rahmenbedingungen
03:43:15Als Ehrenamtlicher verbringen die Einsatzkräfte viel Zeit für die Bergwacht, was vom Arbeitgeber und der Freizeit abhängt. Sie sind in Bereitschaftsgruppen aufgeteilt, die unter der Woche abwechselnd Dienst haben, und leisten an den Wochenenden geplante Dienste. Die Kosten für Einsätze werden von der Krankenkasse getragen, außer bei unwesentlichen Einsätzen, die oft aus Unvorsichtigkeit resultieren.
Erlebnisreise und Fazit
04:01:43Nachdem Hannah und Toni zwei Gipfel bestiegen haben, reflektieren sie ihre Erlebnisse. Highlights waren der beeindruckende Ausblick, die Treffen mit Einheimischen und Hunden sowie das Gespräch mit den Bergwachlerinnen. Sie betonen die Wichtigkeit guter Vorbereitung beim Wandern und empfehlen Inhalte wie den Podcast und die Dokus der Bergfreunde. Zum Schluss danken sie dem gesamten Team und den Zuschauern für das gemeinsame Erlebnis.