PULS React ! Zu Gast: Philipp Hauser von "Sag mal"
Philipp Hauser im PULS-React-Interview
Es wurde mit Philipp Hauser über seine Tätigkeit für 'Sag mal' gesprochen. Der Fokus lag auf authentischen Geschichten aus dem Dorfleben, wie der 'Bienen-Story', sowie auf persönlichen Erlebnissen und kulturellen Unterschieden zwischen Deutschland und Österreich. Die Gesprächsrunde beleuchtete das charmante und humorvolle Landleben.
Vorstellung des Formats 'Sag mal' und des Gastes Philipp Hauser
00:12:50Willkommen zu Puls React Staffel 2 mit Gastgeberin Sheila und heute dem Gast Philipp Hauser. Philipp ist Host bei dem Format 'Sag mal', welches für ARD und ORF produziert wird. Das Format stellt Menschen aus Dörfern in Deutschland und Österreich vor, um dort bei lokalen Veranstaltungen wie Landjugendfeiern oder Feuerwehrfesten zu berichten und das Leben auf dem Dorf näherzubringen. Philipp beschreibt das Dorfleben als besonders authentisch und humorvoll.
Die 'Bienen-Story' und Anekdoten aus dem Dorfleben
00:15:20Ein zentrales Thema war Philipp's virale 'Bienen-Story', bei der er ausführlich erzählt, wie er mit einem Mauerbienenvolk umging, das in sein Haus eindrang. Sein kreativer Lösungsansatz war der Bau eines 'Airbnb' für die Bienen. Die Diskussion weitete sich aus zu allgemeinen Dörfer-Anekdoten, darunter die alltäglichen Herausforderungen wie Schafherden, die die Straßen blockieren, und der charakteristische Geruch von Gülle am Morgen. Diese Geschichten vermittelten ein lebendiges Bild des ländlichen Alltags.
Persönlicher Hintergrund, lokale Prominenz und kulturelle Unterschiede
00:17:46Philipp berichtete von seiner Herkunft aus einem Dorf nahe der Schweizer Grenze mit etwa 1000 Einwohnern und sprach über die Gewohnheiten, die in der Gegend üblich sind, wie das Einkaufen von speziellen Produkten in der Schweiz. Er erwähnte stolz, dass Thomas Müller, der bekannte Fußballer, aus seiner Heimatregion stammt. Im Vergleich zu Deutschland beschrieb er die österreichische Kultur auf dem Dorfe als ein bisschen 'verrückter' und unterhielt die Zuschauer mit dem Running Gag 'Nie wieder Österreich'.
Erlebnisse aus der 'Motto-Woche' und der Schulzeit
00:27:34Der Stream thematisierte Philipp's Erlebnisse während der 'Motto-Woche' auf dem Dorf, bei der er und seine Gruppe kreative Kostüme für den Fasching im Allgäu bauten und einen umfassenden Faschingswagen erstellten. Er erzählte auch von seiner Schulzeit, die durch die Coronapandemie geprägt war und auf Motto-Wochen verzichten musste. Philipp beschrieb, wie er mit dem Roller zur Schule fuhr und dabei einen schweren Unfall erlitt, der bleibende Spuren hinterließ.
Vom Dorfkarneval bis zur Vorstellung des eigenen Dorfes
00:37:27Ein weiteres Highlight war die detaillierte Schilderung des Dorfkarnvals und des Aufwands für den Bau des Festwagens, der am Ende etwa 15.000 Euro kostete. Philipp präsentierte sogar eine Vor-Ort-Recherche in Form eines Flipcharts, auf dem er seine Heimatdörfer markierte und zeigte, wo die bekannten 'Sag mal'-Videos entstanden sind. Dies gab einen authentischen Einblick in die genaue Geografie und die Lebensumstände des Gastes.
Umgang mit Privatsphäre und spezifische Dorfansichten
00:41:25Philipp sprach offen über seinen Umzug aus dem elterlichen Haus in eine eigene Wohnung im selben Dorf. Er zeigte sich stolz auf die extrem günstige Miete für seine drei-Zimmer-Wohnung inklusive zwei Stellplätzen und lachte über die Tatsache, dass er das WLAN des Nachbarn nutzen kann. Er erklärte, warum er trotz der räumlichen Nähe ausziehe und blieb humorvoll, als es um die Enthüllung von Geheimnissen wie dem 'Bauwagen' ging, den er als Treffpunkt der Jugendlichen beschrieb.
Die 'Bauwagen-Lore' und wilde Dorfgeschichten
00:43:25Ein ständiger running Gag war die 'Bauwagen-Lore', ein zentraler Treffpunkt für junge Leute im Dorf, der sogar einen eigenen Google-Eintrag mit Reviews hat. Philipp weigerte sich zunächst, die wildesten Geschichten aus dem Bauwagen zu erzählen, aus Angst, Leute in Verlegenheit zu bringen. Stattdessen tauschte er sich mit der Moderatorin über wilde lokale Skandale aus, wie eine Affäre zwischen einem Sportlehrer und einer Mutter, und unterhielt so das Publikum mit humorvollen Anekdoten.
Abschluss und Resümee des Live-Streams
00:46:37Zum Abschluss des Streams reflektierten Sheila und Philipp die präsentierten Geschichten. Philipp unterstrich, dass er zwar offen über sein Dorf spricht, aber sensible Informationen wie genaue Adressen aus Privatsphäregründen nicht preisgibt. Der Stream zeigte ein einzigartiges und unterhaltsames Porträt des Dorflebens, das sowohl seine charmanten als auch seine ungewöhnlichen Aspekte beleuchtete und ein positives Bild vom Leben auf dem Land vermittelte.
Alltagsleben und Döner-Suche auf dem Land
00:48:02Der Stream beginnt mit einer lockeren Diskussion über das Leben auf dem Dorf. Es werden Pläne für gemeinsame Abende im Bauwagen gesprochen, bei denen Shishas mitgebracht werden. Philipp Hauser beschreibt die typischen Dorfreize wie Campingstühle und idyllische Flecken und erwähnt einen viralen TikTok von einem besonders schönen Ausblick. Anschließend wechselt das Thema zum Erwerb von Dönern, die leider nicht direkt im Dorf, sondern erst nach einer Fahrt zu einem Grillladen in der Nachbargemeinde erhältlich sind. Es werden die Preise und die Unterschiede zwischen den lokalen Dönerläden diskutiert.
Getränkepräferenzen und Dorfgröße
00:51:50Nach der Diskussion um Döner geht es um die passenden Getränke dazu. Philipp Hauser gibt zu, für Spezi, eine Mischung aus Cola und Orange, zu schwärmen und äußert seine Verwunderung darüber, dass dies nicht jeder teilt. Er erwähnt auch seine Vorliebe für alkoholische Getränke wie Cola-Weizen und stellt die Frage nach Görmas, einem bayerischen Mischgetränk aus dunklem Bier, Cola und Kirschlikör. Schließlich wird die Größe seines Heimatdorfes mit etwa 5000 Einwohnern genannt, was im Vergleich zu größeren Städten als sehr dorfig empfunden wird.
Vorstellung der Turmerin Blanka
00:55:42Als nächstes wird ein Beitrag aus der ARD-Mediathek gezeigt, eine Roomtour von Blanka Gnodl, der Türmerin vom Blauerturm in Bad Wimpfen. Der Streamer zeigt sich begeistert von ihrem ungewöhnlichen Wohn- und Arbeitsplatz. Blanka Gnodl vorstellt sich als die 32. Turmerin in der langen Tradition des Turms und die erste weibliche Bewohnerin. Sie erklärt ihre Aufgabe, den Turm zu bewachen, Besucher einzulassen und die Mautstelle zu verwalten, und beschreibt ihre 53 Quadratmeter große Wohnung in 25 Metern Höhe.
Besonderheiten des Turmlebens
00:59:57Blanka Gnodl führt die Zuschauer durch ihre kleine, aber liebevoll eingerichtete Wohnung. Sie zeigt das Kinderzimmer, das sie nun als Schlafzimmer nutzt, und erzählt, wie sie den Raum mit ihren Kindern bewohnt hat, als dieser noch ein großer Raum war. Sie schildert die Herausforderungen, wie das enge Zusammenrücken in der Familie und das gemeinsame Leben in kleinen Räumen. Der Streamer zeigt Interesse an der Logistik des Turmlebens, wie der Transport von Möbeln wie einem Klavier oder einer Waschmaschine nach oben.
Blanka Persönlich: Business und Lifestyle
01:04:37Die Vorstellung von Blanka Gnodl nimmt eine persönliche Wendung. Ihre Eigenständigkeit und Business-Affinität werden gelobt, da sie die Maut für ihre Wohnung verlangt. Sie stellt ihr altes Klavier und eine historische Standuhr vor und erzählt Anekdoten darüber. Besonders hervorgehoben wird ihre unkonventionelle Art, ein altes Klavier als reines Dekorationsstück in ihrem Turm zu haben, nachdem sie es eigens für den Transport nach oben hat holen lassen.
Blanka's Alltagsleben im Turm
01:07:19Blanka schildert ihren Alltag im Turm, den sie seit 1996 bewohnt. Sie beschreibt, wie sie ihre kleine Wohnung flexibel gestaltet hat, als sie noch mit ihren vier Kindern dort lebte. Sie erwähnt das enge Zusammenhalt und die besondere Jugend, die ihre Kinder dort verbracht haben. Nach dem Ausziehen der Kinder richtete sie das Kinderzimmer in ein Homeoffice um. Der Streamer spekuliert, ob man von oben online spielen könnte und schlägt Blanka vor, selbst zu streamen.
Blanka's Hobbys und Zukunftspläne
01:11:41Blanka erzählt von ihren Hobbys wie Yoga, Zumba und dem Beobachten des Doralltags aus dem Fenster mit einem Fernglas. Sie beschreibt das Gefühl von Freiheit und die besondere Aussicht, die sie genießt. Zum Schluss präsentiert sie ihren persönlichen Highlights in der Wohnung: einen Whirlpool und eine Sammlung von Sand aus verschiedenen Urlaubsorten wie Dubai, Teneriffa und Mallorca. Sie gibt Einblicke in ihre Zukunftsträume und den Wunsch, den Turm weiterhin zu genießen.
Die Turm-Winde und letzte Eindrücke
01:27:00Blanka zeigt die historische Winde im Turm, die sie heute ausschließlich als praktischen Hilfsmittel nutzt, um Einkäufe oder schwere Gegenstände nach oben zu holen. Sie erzählt, wie sie Dorfbewohner für den Transport gegen ein kostenloses Turmbesichtigung oder ein Trinkgeld gewinnen kann. Zum Abschluss beschreibt sie ihre absolute Lieblingsstelle im Turm: einen Platz in luftiger Höhe, von dem aus sie die Sonnenauf- und -untergänge sowie den Blick über die Stadt genießt und dies als ihren größten LebensTraum bezeichnet.
PULS Open-Air Mittelalter und kurze Pause
01:30:11Der Stream beginnt mit einer回想 an das PULS Open-Air-Festival in Kaltenberg, das im Mittelalter-Thema stattfand. Philipp Hauser beschreibt die Atmosphäre als ein bisschen weird, aber vom Look her sehr gelungen. Es gab Darstellungen mit Katapulten, Armbrüsten und einer Figur namens König Overthrone. Anschließend gibt es eine kurze Unterbrechung, da Philipp Hauser den Stream für kurze Zeit verlässt. Die Wiederaufnahme erfolgt nach fünf Minuten mit einem Prost auf Bosnisch, 'Živjo'.
Zaubertricks und Präsentation auf dem ARD-Kanal
01:31:27Nach seiner Rückübernahme des Streams hat Philipp Hauser fünf Minuten Zeit, um beliebige Inhalte zu präsentieren. Er nutzt diese Zeit, um dem Chat einige Zaubertricks vorzuführen, darunter das Erscheinen von Ringen und die Präsentation eines offenen Rings. Er betont, dass er auf dem ARD-Twitch-Kanal auch 'ein bisschen scheiße machen' kann und interagiert stark mit dem Chat, der seineMoves mit 'Krass' kommentiert. Anschließend macht er Werbung für das Format 'Sag' und ruft die Zuschauer auf, den Kanal auf TikTok und Instagram zu folgen und bei ihnen vorbeizukommen.
Diskussion über Dorflebens und Schattenseiten
01:36:19Die Unterhaltung wechselt zum Thema Dorflebens und dessen Vor- und Nachteile. Philipp Hauser berichtet von seinen eigenen Erfahrungen in Uetze und erzählt von einem kreativen Kiosk, der als 'All-in-One-Party-Pizza-Service' funktioniert. Zusammen mit dem Gast wird eine sogenannte Tierlist erstellt, bei der typische Dorf-Aktivitäten bewertet werden. Dazu gehören das stundenlange Laufen nach Hause von einer Party, der nur einmal täglich fahrende Bus, besoffenes Mofa-Fahren, Partnertausch in Vereinen und der Gülle-Geruch.
Terra X-Doku und Eroberung von Burgen
02:06:35Gegen Ende des Streams schauen sich Philipp Hauser und sein Gast einen Ausschnitt aus einer Terra X-Doku über mittelalterliche Burgen an. Die Dokumentation erklärt verschiedene Methoden, um uneinnehmbare Burgen anzugreifen, darunter Untertunnelung und das hölzerne Pferd. Der Chat interagiert stark mit den Inhalten und schreibt humorvolle Kommentare. Am Ende wirft Philipp Hauser die Frage auf, wie man eine Burg einnehmen würde, und schlägt absurde Ideen vor, wie einen Diabolo-Shop oder eine Shisha-Bar einzurichten, bevor er den Stream beendet.