IRL mit @rumathra und Simon von der Feuerwache Bochum

Besuch bei der Feuerwehr Bochum: Einblicke in den Einsatzalltag

Transkription

Es wurde ein umfassender Einblick in die Arbeit der Berufsfeuerwehr Bochum vermittelt. Im Fokus standen die modernen Einsatzfahrzeuge, die spezialisierte Ausrüstung und die täglichen Übungen der Einsatzkräfte. Zudem wurde der Prozess der Alarmierung und Einsatzkoordination detailliert erläutert.

Just Chatting
00:00:00

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Begrüßung und Vorstellung der Feuerwache

00:17:41

Der Stream beginnt auf der Hauptfeuer- und Rettungswache in Bochum mit einer herzlichen Begrüßung durch Simon von der Feuerwache. Er stellt den Co-Moderator @rumathra vor, der zum ersten Mal auf einer großen Feuerwache ist und einen Einblick in den Alltag erleben möchte. Simon betont, dass der Stream vier Stunden dauern wird und dass Zuschauerfragen willkommen sind, welche von Simon beantwortet werden. Die Atmosphäre ist freundlich und gespannt.

Ausrüstung und Funktionsweise der Schutzkleidung

00:19:59

@rumathra wird in den Spintraum begleitet, um sich in die typische Feuerwehrschutzkleidung zu hüllen. Simon erklärt die einzelnen Bestandteile: Helm, Jacke, Hose, spezielle Schuhe mit Schutzkappen sowie Handschuhe. Er betont die Wichtigkeit der Vollmontur, die auch bei extremen Hitze von 35 Grad getragen werden muss, da Sicherheit vor Komfort geht. Zuerst wird nur die Kleidung vorgeführt, bevor das Tragen geübt wird.

Der Löschzug: Aufbau und ersteinsatzbereitschaft

00:21:55

Simon stellt den klassischen Lösch vor, der aus vier Fahrzeugen besteht: dem Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF), einem kleinen Einsatzleitwagen, einer Drehleiter und einem zweiten baugleichen HLF. Er erklärt, dass jedes Fahrzeug technisch vollgepackt und jeden Morgen auf Funktion überprüft wird. Der Einsatz geht immer über die Stange, an der die Alarmschreiben ausgegeben werden, und das Fahrzeug ist sofort einsatzbereit, sobald die Kräfte einsteigen.

IRL
00:24:12

IRL

Einblicke in das Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF)

00:28:53

Das HLF wird im Detail vorgestellt. Es ist ein hochtechnisiertes Fahrzeug für vielfältige Einsätze, von Löscharbeiten über technische Hilfeleistung bis hin zur Verkehrssicherung. Simon und @rumathra zeigen den Geräteraum, der mit Sägen, Brechwerkzeugen, Rettungsscheren, Hebekissen und einem Notstromaggregat gefüllt ist. Das Fahrzeug ist ein "technischer Spielzeugkasten" für 95% aller Einsätze und kostet über eine halbe Million Euro.

Praktische Erfahrung: Das Tragen der Einsatzmontur

00:43:04

@rumathra zieht nun die gesamte Schutzkleidung an, um das Gewicht und die Bewegungseinschränkung zu erleben. Simon gibt wertvolle Tipps zum Anlegen, insbesondere wie man den Helm richtig fixiert. Das Tragen der Stiefle und Handschuhe stellt @rumathra vor Herausforderungen. Anschließend wird die Ausrüstung komplett inklusive Atemschutzflasche getragen, um einen realistischen Eindruck zu vermitteln.

Praktische Demonstration: Der Schnellangriff

00:48:45

Zur Demonstration der Funktionsweise und zur Abkühlung wird der sogenannte Schnellangriff des HLF genutzt. Der Schlauch wird ausgelegt, und der Maschinist startet die Pumpe, die 100 oder 300 Liter Wasser pro Minute liefern kann. Simon erklärt die verschiedenen Strahlarten: den breiten Sprühstrahl zur Kühlung und den harten Vollstrahl zur Brandbekämpfung. @rumathra erhält das Gefühl des kräftigen Rückstoßes des Schlauchs.

Die Drehleiter (DLK): Technik und Rettungshöhe

00:56:03

Nachdem @rumathra die Hitze des HLF-Labors gespürt hat, fahren sie zur Drehleiter. Simon stellt das DLK-Fahrzeug vor, dessen Bezeichnung DLK 23/12 eine Nennrettungshöhe von 23 Metern bei einer Ausladung von 12 Metern bedeutet. Dies reicht, um die meisten Hochhäuser in Bochum zu erreichen. Die Leiter wird vorbereitet und der Rettungskorb wird für die sichere Benutzung gesichert.

Sicherheitsprotokolle für den Korb-Einsatz

00:57:34

Bevor @rumathra in den Korb steigen kann, wird auf die Sicherheitsprotokolle geachtet. Simon erklärt, dass jeder im Korb einen speziellen Sicherheitsgurt verwenden muss, um beim Arbeiten in der Höhe sicher verankert zu sein. Auch der Helm ist hier Pflicht. Die Enge und die Lautstärke der Technik im Korb werden als Herausforderungen im Einsatzalltag erwähnt, bevor der Aufstieg geplant wird.

Sicherheitsdemonstration in der Drehleiter

00:59:08

Zu Beginn werden die Sicherheitsvorkehrungen der Drehleiter besprochen. Es wird erklärt, dass der Maschinist von vorne über einen grünen Knopf die Leiter in Position bringen kann, sodass direkt vorne eingestiegen werden kann. Der主播 betont die vielen Sicherheitseinrichtungen der Drehleiter, darunter Anstoßsicherheit, die bei einem Aufprall stoppt, sowie eine Überlastkontrolle, die bei zu hohem Gewicht die Leiter abschaltet und nur noch ein Zurückfahren erlaubt. Diese Funktionen sind essenziell, um gefährliche Situationen zu vermeiden und jede Sekunde bei Einsätzen zu zählen.

Fahrt in die Höhe mit atemberaubender Aussicht

01:01:56

Nachdem alle sichergestellt sind, beginnt die Fahrt mit der Drehleiter nach oben. Der主播 erwähnt, dass die Leiter bis zu 30 Meter ausgefahren werden kann und man viel Vertrauen in die Technik haben muss. Auf 30 Meter Höhe angekommen, haben sie einen tollen Weitblick über Bochum und Umgebung. Mit Hilfe von Sprechverbindung zum Kollegen am Boden wird die Leiter gesteuert. Es wird versucht, den Balkon eines fiktiven Objektes zu erreichen, um eine simulierte Rettung durchzuführen und den praktischen Nutzen der ausfahrbaren Leiter zu demonstrieren.

Praktische Herausforderung: Das Dummy-Ziehen

01:07:35

Nach der Höhe geht es zurück auf den Boden zur ersten praktischen Challenge, dem sogenannten 'Dummy-Ziehen'. Es gilt, einen 75 Kilo schweren Dumy über eine Strecke von 33 Metern in unter einer Minute zu ziehen. Der主播 gibt Tipps zur richtigen Taktik und Technik und betont, dass diese Übung extrem anstrengend ist und vor allem die Oberschenkel belastet. In einem echten Sporttest folgt diese Übung auf einen 400-Meter-Lauf und einen 3000-Meter-Lauf, um die Belastungssituation eines echten Einsatzes nachzuahmen.

Durchführung der Challenge und anschließende Erholung

01:14:21

Der主播 absolviert die Challenge des Dummy-Ziehens und schafft es nach anfänglichem Schwung in der letzten Runde ins Schwanken, gibt aber nicht auf und schafft die Strecke in 90 Sekunden. Trotz des Trainings ist die Belastung enorm. Anschließend wird eine kurze Pause eingelegt, um sich zu erholen. In dieser Pause beantwortet der主播 verschiedene Fragen aus dem Chat, unter anderem zu den Fitnessanforderungen bei der Feuerwehr, zur Vorbereitung auf den Einstellungstest und zur Altersgrenze für eine Bewerbung.

Besichtigung des Feuerwehrkranwagens

01:33:40

Nach der Pause geht die Tour zum größten und teuersten Fahrzeug der Wache, dem Feuerwehrkranwagen. Der Maschinist Jörg erklärt die Voraussetzungen für die Bedienung des Krans: man benötigt den LKW-Führerschein und eine vierwöchige interne Ausbildung. Die Kabine des Krans wird als sehr komplex mit unzähligen Knöpfen und Bedienelementen beschrieben. Es wird die maximale Hebekapazität von 38 Tonnen erklärt und der Einsatzbereich des Krans bei schweren Unfällen und technischen Hilfeleistungen dargestellt.

Einsatzmöglichkeiten und Vorzüge des Krans

01:37:53

Der主播 erhält die Möglichkeit, den Kran unter Anleitung selbst zu bedienen und den Oberwagen zu drehen. Es wird erklärt, dass der Kran hauptsächlich für schwere technische Hilfeleistungen, wie beispielsweise nach Orkanen, eingesetzt wird, um Bäume oder Trümmer wegzuräumen. Obwohl er nur selten im Einsatz ist, betont der主播 dessen hohe Bedeutung für die Rettung von Personen, wie im Fall eines Verkehrsunfalls in Ulm, wo der Kran Leben rettete. Er ist der Meinung, 'haben ist besser als brauchen', und ist stolz auf das Vorhandensein des Krans in der Bochumer Feuerwehr.

Rundgang durch die Feuerwache

01:45:49

Bei einem Rundgang durch die Nachschubhalle der Feuerwache Bochum werden verschiedene Einsatzfahrzeuge vorgestellt. Dazu gehören unter anderem ein Katastrophenschutzfahrzeug, das an die Freiwillige Feuerwehr übergeben wird, sowie Rettungswagen, Ölbindemittel und ein Wechselladerfahrzeug, das je nach Bedarf mit speziellen Containern bestückt werden kann. Es wird auch erwähnt, dass jede Löscheinheit in Bochum über mindestens zwei Löschfahrzeuge verfügt und dass die Freiwillige Feuerwehr bei vielen Tätigkeiten eng mit der Berufsfeuerwehr zusammenarbeitet.

Technische Rettungsübung

01:49:00

Nach einer kurzen Pause wegen technischer Probleme wird eine Rettungsübung an einem verschrotteten Auto durchgeführt. Hierbei wird gezeigt, wie die Frontscheibe mit einem speziellen Werkzeug schonend entfernt wird, um nicht den simulierten Verletzten zu gefährden. Anschließend werden mit einem Halligan-Tool und einem Akkuspreizer die Autotüren aufgespreizt und letztendlich komplett entfernt, um den Zugang zur verletzten Person zu ermöglichen. Dieser Prozess erfordert erhebliche körperliche Anstrengung und Teamarbeit.

Einblicke in den Rettungswagen (RTW)

02:04:39

Nach der anstrengenden Rettungsübung wird der Rettungswagen, der am häufigsten in Bozum zum Einsatz kommt, vorgestellt. Im Inneren befinden sich alle notwendigen medizinischen Geräte, von einem EKG mit Defibrillator über Sauerstoff bis hin zu Zugängen und Medikamenten. Es wird betont, dass bei Hitze die Einsatzzahlen stark ansteigen und insbesondere ältere Menschen gefährdet sind. Die Feuerwehr appelliert, bei hohen Temperaturen viel zu trinken, im Schatten zu bleiben und schwere Arbeit zu vermeiden. Zudem wird erklärt, dass die Trage im RTW voll elektrisch ist und der Patient so komfortabel eingeladen wird.

Löschen eines Vegetationsbrandes

02:13:40

Aufgrund der extrem trockenen und heißen Witterung werden Vegetationsbrände zunehmend zu einem Problem. Daher wird der Gast mit einem speziellen, leichteren Rettungsrucksack ausgestattet, der für das Löschen solcher Brände gedacht ist. Mit einem feinen Sprühstrahl wird demonstriert, wie effektiv man mit relativ wenig Wasser ein Feuer löschen kann. Es wird darauf hingewiesen, wie schnell trockenes Material in Flammen aufgehen kann, und die Zuschauer werden aufgefordert, vorsichtig mit offenem Feuer umzugehen und die Feuerwehr bei unkontrollierten Bränden zu alarmieren.

Ausbildungsmöglichkeiten und Kantine

02:20:28

Im Anschluss an die praktischen Übungen gibt es Einblicke in den Alltag auf der Wache. Die Kantine dient als zentraler Treffpunkt für die Wachabteilung, wo auch Auszeichnungen von Sportveranstaltungen ausgestellt sind. Zudem werden die Spindräume und Ruheräume gezeigt, in denen die Einsatzkräfte 24 Stunden bereitstehen. Für den besonderen Anlass wird den Anwesenden Eis in der Kante gereicht. Auch die Ausbildungswege zur Feuerwehr werden besprochen, von der Kinderfeuerwehr ab sechs Jahren bis hin zu den gesetzlich geregelten Anforderungen für die Leitstelle.

Ablauf des Feuerwehralltags

02:28:29

Der typische Tagesablauf auf der Feuerwache wird beschrieben. Um 16 Uhr findet das tägliche Zusammenkommen statt, oft mit Kuchen oder bei Hitze auch mit Eis. Anschließend steht um 17 Uhr der Dienstsport auf dem Programm, der bei gutem Wetter im Freien stattfindet. Der Dienst wird genutzt, um die Kondition zu trainieren, beispielsweise mit einem Zirkeltraining. Der Rundgang endet damit, dass die Möglichkeit besteht, noch die Werkstätten der Feuerwache zu besichtigen.

Stationen der Feuerwache

02:32:19

Der Stream beginnt mit einem Rundgang durch die verschiedenen Stationen der Feuerwache. Geplant ist ein Besuch in der Leitstelle, dem zentralen Ausgangspunkt jedes Einsatzes. Der Moderator, Simon von der Feuerwache Bochum, erkundet gemeinsam mit den Zuschauern die Einrichtung. Ein geplanter Zirkeltraining wird erwähnt und es besteht die Möglichkeit, die berühmte Rutschstange der Wache herunterzurutschen. Für die Kinderfeuerwehr wird eigens ein Mini-Feuerlöschfahrzeug gebaut, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, mit eigenen Materialien zu üben.

Tierrettungen und die Rutschstange

02:36:05

Ein zentrales Thema des Streams sind die Tierrettungseinsätze. Simon erläutert, dass solche Einsätze zu den gesetzlichen Pflichtaufgaben der Feuerwehr gehören und für die Bürger kostenlos sind. Als aktuelles Beispiel wird die Rettung einer Katze von einer Dachkante geschildert. Im Anschluss wird die berühmte Rutschstange der Wache gezeigt und erklärt. Simon erklärt, dass dies der schnellste und sicherste Weg für Feuerwehrleute ist, um von den Aufenthaltsräumen in die Fahrzeughalle zu gelangen, betont aber, dass dies nur geschultes Personal tun darf.

Besichtigung der Werkstatt

02:49:04

Der Stream wechselt in die Werkstätten der Feuerwache. Zuerst wird die Kfz-Werkstatt besichtigt, wo alle Fahrzeuge der Feuerwehr Bochum gewartet und repariert werden. Es werden die Bereiche wie die Kfz-Werkstatt, die Gerätewerkstatt und die Schlauchwerkstatt gezeigt. In der Schlauchwerkstatt wird erklärt, wie die Schläuche nach jedem Einsatz in einer speziellen Maschine gewaschen, getrocknet und geprüft werden, um sie für den nächsten Einsatz einsatzbereit zu machen.

Einsatzalarm und Ausrücken

02:55:37

Während der Live-Sendung kommt es zu einem echten Einsatzalarm. Es handelt sich um eine technische Hilfeleistung bei einem festsitzenden Aufzug. Simon zeigt, wie der Alarm im Wachallarm system durch Farblichter signalisiert wird und wie die Einsatzkräfte innerhalb von Minuten die alarmierten Fahrzeuge besetzen und ausrücken. Der gesamte Prozess vom Alarm bis zum Abfahrt der Einsatzfahrzeuge wird live gezeigt und erklärt.

Der Schlauchturm und Nostalgie

03:06:42

Bei der Besichtigung des Geländes wird der historische Schlauchturm gezeigt. Simon erklärt, dass dieser Turm früher genutzt wurde, um die Einsatzschläuche nach dem Einsatz trocknen zu lassen. Mittlerweile wird diese Aufgabe von einer modernen Wasch- und Trockenmaschine übernommen und der Turm dient nur noch als Übungsturm für Leitern. Auch andere historische Geräte, wie ein Gerät zum Fluten von Behältern, werden kurz als Nostalgie-Exponate gezeigt.

Vegetationsbrände und Ausstattung

03:08:34

Ein Zuschauer fragt nach speziellen Fahrzeugen für Waldbrände. Simon erklärt, dass es in Bochum aufgrund der geringen Waldfläche und des Laubwald-Charakters keine dedizierten Waldbrandfahrzeuge gibt. Jedoch hat sich die Ausstattung für Vegetationsbrände in Grünflächen durch den Klimawandel erweitert, mit leichterer Schutzkleidung und speziellen Geräten. Auch die Frage nach Löschflugzeugen oder -hubschraubern wird behandelt; solche Fähigkeiten liegen bei der Bundespolizei, nicht bei der lokalen Feuerwehr.

Führungsfahrzeuge und Sportprogramm

03:10:51

Nachdem die ersten Einsatzkräfte von ihrem Einsatz zurückgekehrt sind, wird der Fokus auf die Führungsfahrzeuge gelegt. Der Einsatzleitwagen (ELW) wird vorgestellt, der von der Leitstelle betrieben wird und dem sogenannten B-Dienst für die Koordination von Großlagen dient. Zuletzt wird das geplante Sportprogramm, ein Zirkeltraining, angesprochen, das nun nach dem Einsatz stattfinden wird, um die Fitness der Einsatzkräfte zu sichern.

Abschluss: Spezialfahrzeuge

03:12:35

Zum Abschluss des Rundgangs werden noch einmal die Spezial- und Logistikfahrzeuge der Feuerwache gezeigt. Simon führt die Zuschauer zu den Sonderfahrzeugen und erwähnt, dass sie auch einen Einsatzleitwagen besichtigen werden. Abschließend wird noch einmal nach den Wünschen der Zuschauer gefragt, ob es noch etwas spezielles gibt, das sie sehen möchten, bevor der Stream mit dem Einblick in das Sportprogramm endet.

Sonderfahrzeuge und Logistik

03:14:34

Die Feuerwache Bochum ist das zentrale Logistikzentrum für die Stadt. Obwohl sie nicht im Zentrum liegt, sind alle Sonderfahrzeuge hier stationiert, mit der Ausnahme der Atemschutzgeräte, die in Wattenscheid verwaltet werden. Eines der wichtigsten Fahrzeuge ist das Hygienefahrzeug, das für die Einsatzstellenhygiene unerlässlich ist. Es ist mit Rollwagen ausgestattet, auf denen verschmutzte Schutzkleidung abgelegt, gereinigt und neue Kleidung angezogen werden kann. Besonders bei Wohnungsbränden ist dieses Fahrzeug aufgrund der giftigen Brandrückstände fast immer im Einsatz, um die Gesundheit der Einsatzkräfte zu schützen.

Sondereinsatzgeräte und Gefahrgut

03:17:56

Neben dem Hygienefahrzeug verfügt die Wache über spezielle Container für verschiedene Einsatzlagen. Ein Container ist speziell für Gefahrguteinsätze ausgelegt und enthält eine Vielfalt an Materialien wie Fässer, Pumpen, gummierte Schläuche, Dichtkissen und Erdungsmaterial. Dieser Behälter dient der Erstmaßnahme bei Chemikalienaustritten oder freiwerdenden Gasen. Ein weiterer, neuerer Container ist für Bauunfälle konzipiert und dient als Mini-Baumarkt. Er enthält hydraulische Stützen, Keile, Holzplatten und Leitern, um eingestürzte Bereiche abzustützen und verschüttete Personen zu retten, ein seltener, aber lebenswichtiger Einsatz.

Karrierewege bei der Feuerwehr

03:21:04

Für Interessierte an einer Laufbahn bei der Berufsfeuerwehr Bochum wird eine dreijährige Ausbildung als zentrale Voraussetzung genannt. Diese kann handwerklich oder kaufmännisch sein und qualifiziert für die Position des Brandmeisters. Es gibt verschiedene Einstiegsmöglichkeiten, darunter eine sogenannte 2-in-1-Ausbildung, die Notfallsanitäter und Feuerwehr kombiniert. Auch Akademiker können direkt in die Führungslaufbahn einsteigen, gefolgt von einer zweijährigen Ausbildung. Für die Freiwillige Feuerwehr ist eine vorherige Ausbildung nicht erforderlich, der Einstieg ist bei gesundheitlicher Eignung jederzeit möglich. Alle Informationen sind online auf den Seiten der Feuerwehr Bochum verfügbar.

Flexibles Logistiksystem

03:24:14

Ein intelligentes Logistikkonzept ermöglicht den flexiblen Einsatz von Containern, die speziell für verschiedene Einsatzlagen ausgestattet sind. Diese Container werden auf ein normales Fahrgestell aufgesattelt. Der Lkw, der das Containergehäuse zieht, verfügt über einen speziellen Haken, der den Container auf eine Schiene zieht. Dieser Vorgang dauert nur wenige Minuten und erlaubt es, mit einem einzigen Fahrgestell verschiedene spezialisierte Container nach Bedarf einzusetzen. Dieses System ist wirtschaftlicher, da weniger Fahrgestelle benötigt werden, und stellt sicher, dass das benötelte Spezialgerät schnell zur Verfügung steht.

Dienstsport und körperliche Fitness

03:32:04

Ein fester Bestandteil des Dienstalltags ist der Dienstsport, der täglich für etwa 17 bis 18 Minuten absolviert wird, sehr individuell aber meist in Form von Zirkeltraining. Im Stream wird ein intensives Tabata-Workout durchgeführt, das aus neun verschiedenen Übungen besteht, darunter Kniebeugen mit Gewichten, Rudern, Liegestütze und Ausfallschritte. Jede Übung wird 30 Sekunden lang absolviert, gefolgt von einer kurzen Pause. Diese tägliche körperliche Betätigung ist nicht nur für die mentale Gesundheit und den Kreislauf wichtig, sondern auch für die Vorbereitung auf die körperlich anstrengenden Einsätze und die Belastung durch Hitze.

Besichtigung der Einsatzzentrale

03:50:53

Der Stream endet mit einem Besuch in der Einsatzzentrale der Feuerwehr, dem Gehirn der Einsatzabwicklung. Dieser Bereich ist klimatisiert, um die Technik vor Überhitzung zu schützen, und dient als zentrale Schaltstelle. Hier laufen alle Notrufe ein und werden von den Mitarbeitern angenommen. Anhand eines komplexen Einsatzleitsystems auf vier Monitoren wird die gesamte Einsatzlage in Bochum in Echtzeit visualisiert. Man sieht die Live-Standorte aller Feuerwehrfahrzeuge, erkennt ihren Einsatzstatus und kann auf zusätzliche Informationen wie Hydrantenstandorte, Krankenhäuser oder markante Punkte in der Stadt zugreifen, um eine schnelle und effiziente Einsatzplanung zu gewährleisten.

Technik und zukünftige Entwicklungen

04:03:07

Die Einsatzzentrale nutzt bereits moderne Technologien wie die Handyortung, um Anrufer mit einer Genauigkeit von wenigen Metern zu lokalisieren, was insbesondere bei Anrufen aus Parks oder an der Ruhr wertvoll ist. Zukünftig ist die Einführung der Bildtelefonie geplant, um auf die Handykameras von Anrufern zugreifen zu können und so einen ersten visuellen Eindruck von der Einsatzlage oder dem Zustand eines Patienten zu erhalten. Trotz dieser Fortschritte wird das System nicht durch Kameras von außerhalb der Wache ergänzt. Der Zugriff auf die Standorte anderer Hilfsorganisationen wie der Polizei ist ebenfalls nicht möglich, da die Zentrale sich ausschließlich auf die Koordination der eigenen Feuerwehreinheiten konzentriert.

Notrufnummern und Einsatzkoordination

04:08:28

Die Wichtigkeit der korrekten Notrufnummern wird betont. Für akute Notfälle ist die 112 die primäre Nummer, die zur lokalen Feuerwehr führt. Für medizinische Angelegenheiten, die eher hausärztlicher Natur sind, ist die 116 117 der richtige Ansprechpartner. Bei sehr hohem Andrang, wie es bei großen Feuern oder Unwetterlagen oft der Fall ist, werden die Anrufe zunächst an die kooperierende Leitstelle in Herne weitergeleitet. Das System ist darauf ausgelegt, die Anrufe schnellstmöglich abzuarbeiten, auch wenn derselbe Einsatz mehrfach gemeldet wird, um eine Überlastung zu vermeiden und die Ressourcen effizient einzusetzen.