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Unterstützung für Obdachlosenunterkunft
Eine Notunterkunft für Obdachlose wird vorgestellt, die sowohl an Wochentagen als auch zu Feiertagen wie Weihnachten offen ist. Es wird der Ablauf beschrieben, von der Aufnahme über die Sicherheitskontrollen bis zur Organisation der Schlafsäle. Der Fokus liegt auf der Bedeutung von Kooperationen, wie mit Foodsharing oder einer Schule, und dem Einsatz von Ehrenamtlichen, die die Arbeit des Personals ergänzen und ein wichtiger Teil der Hilfe sind.
00:00:13 Freunde, sind wir wieder da? Läuft das wieder? Ich glaube, jetzt geht es wieder. Geil.
Einführung und Hausordnung der Obdachlosenunterkunft
00:00:4200:00:42 Ey, das ist manchmal bei den Livestreams so ein Ding, da ist man dann auf einmal Techniker und dann vor der Kamera, aber ich glaube jetzt geht's wieder. Also wir waren eben gerade hier stehen geblieben. Das ist quasi hier nochmal die Check-Up-Liste, welche Sachen nicht in den Schlafsaal genommen werden dürfen. Genau. Das wird dann hier alles ausgelegt? Genau, also die Leute wissen das eigentlich und packen das. Dazu sind die Boxen da. Also es ist überhaupt nicht verboten, dass die Leute hier Alkohol mit reinbringen. Es darf nur nicht mit hochgenommen werden und es darf im Haus nicht konsumiert werden.
00:01:11 Wird dann hier nochmal so wie im Club. Wie im Club, wie an der Tür. Wird nochmal gecheckt. Wer macht das von euch beiden? Macht die das? Ne, das macht die Security. Die sind ausgebildet dafür und die machen das auch sehr gut. Hier haben wir nochmal, weil das vorhin vielleicht kurz Thema war, das wären so Sachen, wo es eben sozusagen die Hausregeln, ne? Also zumindest Restriktionen gibt. Ja.
00:01:39 Das sind die Regeln, Freunde.
00:01:42 Und der Tisch? Wir im richtigen Leben. Der Tisch ist eigentlich nur dazu da, dass die sozusagen ihre Sachen aus den Taschen ablegen können. Und kriegen die die Sachen dann wieder oder sind die dann seit mal ein... Nee, natürlich kriegen die die Sachen wieder. Das sind ihre Sachen. Sie dürfen sie nur nicht mit hochnehmen. Sie können sie dann in die Box. Ah, okay, die werden in die Box gelegt. Auch in drei unterschiedlichen Sprachen hier, ne? Ja, eigentlich müssten wir viel mehr Sprachen nehmen, aber das sind so die verständlichen.
00:02:10 Und dann geht es hier jetzt nach oben zu den Schlafsälen. Dann auf hier, wir haben Security-Check hinter uns. Das ist leider nicht, das ist vielleicht auch ein Manko an dem Gebäude, das ist leider nicht barrierefrei.
Struktur der Einrichtung und Herausforderungen
00:02:2800:02:28 Vollstuhl ist leider nicht gegeben, gibt auch viel zu wenig Plätze sozusagen in der Wien mit Vollstuhl. Vielleicht machen wir erstmal hier, das ist der Toilettenpakt, können wir uns aber auch gleich an den Kopf machen und machen wir vielleicht erst mal eine Tagesfrage.
00:02:46 Hier sind die Toiletten, noch richtig ruhig. Ja, aha. Duschen und Gemeinschaftsräume. Das sind ja, die wurden aber nachträglich hier reingebaut. Die wurden nachträglich, nachträglich eingebaut. Es ist ein altes Gebäude und die Problematik bei so einem Einrichtung ist ja eben immer, dass...
00:03:09 nicht wirklich investiert werden kann, weil die Projekte in der Regel zeitlich befristet nur finanziert werden, ein, zwei Jahre. Da ist es echt schwierig, so eine grundlegende Sanierung zu machen. Würden wir uns ja wünschen und sind auch immer wieder im Gespräch. Hat das einen Grund, diese Stahlkammern hier? Nein, es ist einfach das praktischste und das robusteste. Sie sind täglich im Einsatz, sie sind nicht zu kontrollieren.
00:03:35 Es muss vernünftig reinigbar sein und da sind so Haushaltsduschen aus Plastik oder mit Holzwänden eher ungeeignet, weil natürlich hier auch viel kaputt geht. Mega. Es ist immer ein großer Kampf, das Haus ist 365 Tage im Jahr gespielt.
00:03:59 Und das halt mit wenig Mitteln am Ende des Tages. Und das mit wenig Mitteln und es ist also da auch nochmal, würde ich auch gerne nochmal die Chance nutzen. Riesen Respekt an unsere Reinigungsleute. Das ist nicht, kann man sich vorstellen, nicht immer schön, was man hier morgens sieht und wo man hier sauber macht. Aber die kämpfen hier wirklich ganz tapfer und sind doch schon seit vielen Jahren dabei.
00:04:21 Mega. Also Freunde, da auch nochmal der Aufruf, Freunde, Ausrufzeichen Johanniter in den Städten, dann kommt da direkt auf den Link und könnt das direkt unterstützen hier. Genau. Ihr seht, das waren die Schulräume damals. Ja. Da sieht es nämlich wirklich noch schön aus.
00:04:44 Ja, von der Seite hier.
00:04:55 Kann man auch in den Innenhof reingehen oder ist das eher so? Können wir nachher mal machen, dass die Feuertreppe dann da runter geht. Wird da auch im Sommer mal ein... Wir machen, letztes Jahr haben wir ein Sommerfest gemacht, ist immer ein bisschen schwierig. Für die Händamt lang. Ah, cool. Aber ist natürlich immer auch ein bisschen schwierig, weil so ein Fest, wir haben das meistens genutzt, um dann ein, zwei Tage zu schließen. Ja.
00:05:19 um hier so ein paar grundlegende Sachen auch zu sanieren. Aber es heißt eben auch immer zwei Tage, wo die Leute hier nicht schlafen können. Hm, verstehe, ja. Aber es hat auch ein Dankeschön an die Ehrenamtler, weil wir das ganze Jahr hier uns die Stange halten, dann wird kühl.
00:05:33 gegessen, getanzt, geflirtet. Wie ist das so an Weihnachten? Da seid ihr natürlich auch am Start, oder? Weihnachten, Silvester, alles am Start. Weihnachten ist immer ganz schön. Weihnachten haben wir in der Regel auch ganz täglich geöffnet. Die Leute müssen im Jahresfrühen nicht um 8 Uhr raus. Cool. Das setzt natürlich voraus, dass wir genug Ehrenamtler finden, die dann auch sozusagen hier tagsüber da sind. Und Johanniter-Mitarbeiter.
Sozialer Betrieb und die besondere Rolle zu Weihnachten
00:06:0100:06:01 die das machen. Aber nee, Weihnachten, erster Weihnachtsfeiertag, zweiter Weihnachtsfeiertag und Neujahr müssen die Leute morgens nicht raus, sondern können hier auch tagsüber verbringen. Das brauchen wir immer eine Sondergenehmigung von der Stadt. Aber das war immer ganz toll. Merkt man auch sofort, dass das eigentlich was ist, was die Leute brauchen, weil sie einfach wirklich dann runterkommen.
00:06:30 Und sie schlafen auch die ganze Zeit. Einmal richtig im Jahr ausschlafen. Und auch vielleicht noch ein bisschen so dieses Zusammenhaltsgefühl dann auch ein bisschen mehr haben, oder? An Weihnachten, oder? Ja, für die einsamen Menschen. Viele kennen sich, es gibt viele kleineren Gruppen. Ist das hier so eher, dass sich kleine Gruppen bilden? Oder ist das jeder für sich? Kann man das so sagen? Es gibt ja kleine Gruppen. Wir haben ja auch Osteuropäer, die kennen sich untereinander. Dann haben wir die Afrikaner, Ghaner.
00:06:57 Alles. So ein Grüppchen, die sich immer untereinander kennen. Also die Nation untereinander kennen sich. Ja, ja. Das ist der erste Schlaf. Eigentlich sieht jeder Raum gleich aus. So wie es ist. So sehen die sieben Betten in einem großen Raum. Freunde, das sind die Schlafräume hier. Ah ja, und hier hat sich schon jemand eingerichtet.
00:07:24 Es ist eigentlich die, also eigentlich sieht die Hausordnung vor, dass die Leute natürlich ihre Sachen morgens mitnehmen müssen, weil wir ja nicht wissen, ob sie abends wiederkommen. In der Realität gibt es natürlich Sachen, wo wir das bis zu einem gewissen Maß dann dulden, wenn es überhand nimmt. Kosmethik, eine Unterhose, ein T-Shirt ist okay, meine Jacke oder ein paar Schuhe, das geht noch. Aber sobald ich ankommen mit einem Koffer oder so, das kann man nicht.
00:07:53 Leute dann darauf an, dass sie das reduzieren müssen und das funktioniert ja auch ganz gut.
00:07:58 Und hier habt ihr nochmal so ein Feldbett. Das ist dann, sag ich mal... Das sind sozusagen jetzt, wo es nachts auch noch so kalt ist oder wo auch die Berliner Kältehilfe noch läuft und abends auch noch die Kälte- und Wärme-Kältebusse fahren. Kann es immer nochmal sein, dass der Kältebus nachts jemanden bringt, der woanders nicht untergekommen ist. Und da haben wir zumindest in der ersten Etage in jedem Bett, in jedem Zimmer nochmal so ein Feldbett zu stehen, was wir dann als Null-Kerat... Das haben wir auch echt gebraucht, weil jetzt wo diese Minusgrade waren, ne...
00:08:27 waren die Feldbetten ganz oft belegt. Damals auch im ganzen Haus. Genau. Dann haben wir es auch auf drei Etagen sozusagen. Pro Etage immer vier Notbetten.
Kältehilfe und Organisation der Nachtaufnahme
00:08:3700:08:37 Kältebusse sind auch von den Johannitern? Nein, Kältebusse sind, es gibt zwei, in Berlin fahren zwei Organisationen, die Kältebus macht die Stadtmission und dann gibt es noch den Wärmebus, der wird vom DRK organisiert. Und dann wird nochmal angerufen und nachgefragt oder kommen die dann vorbei und sagen, ey? Genau, also die Leute, die sind ja nachts unterwegs, wenn kleinere Unterkünfte, keine Kapazitäten mehr haben oder die Leute auf der Seite.
00:09:06 der Straße anrufen und sagen ich habe hier nichts oder ich habe hier jemanden der es sind minus fünf grad könnt ihr kommen irgendwie den abholen wenn die Kapazitäten da sind dann genau dann versuchen sie
00:09:20 eine Einrichtung zu finden. Manchmal sind wir es, manchmal sind es die anderen Einrichtungen. Und können dann, wenn wir noch was frei haben, bringen sie die Leute. Wenn da noch was geht. Bei uns ist halt manchmal der Nachteil, dass wir ja im Innenstadtbereich sind. Es ist meistens immer voll. Außerhalb Rheinickendorf sieht es immer schon anders aus oder da oben, der Dorfplatz oder so. Aber ja, wir versuchen es. Aber ganz oft ist hier echt...
00:09:43 Ausgebucht, weil der halt kaufstab ist. Ja, das ist direkt drin. Und dann wisst ihr, wie viele Not-Einkünfte es insgesamt in Berlin gibt? Nee, aber wie viele Einrichtungen es gibt, weiß ich gar nicht. Aber wir haben 1250 Betten. Das ist ein bisschen, es gibt drei, vier größere Einrichtungen.
00:10:03 so zwischen mit 50 bis so wie wir haben sich 100 die straße ist noch eine große einrichtung zum beispiel und dann gibt es aber in der kälte saison ganz viele kleine einrichtungen die auch nicht täglich geöffnet haben das sind dann so gemeinde kaffee kirche oder kleinere organisationen die dann einmal in der woche aber regelmäßig an gewisser anzahlen an schlacht kaffee
00:10:32 Wir haben jetzt auch noch einen Nachtcafé aufgemacht. Ich habe eins gesehen am Kotti, glaube ich, oder? Ist das das? Kotti ist jetzt neu, ist die Kontaktstelle von Fixpunkt. Und die wird jetzt in Kooperation mit Fixpunkt auch nachts geöffnet. Es ist keine Übernachtungsmöglichkeit. Wie lange haben die auf?
00:10:53 Die haben, glaube ich, von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens. Oh, so lange? 22 Uhr, 30 Uhr bis 6 Uhr morgens. Ja, genau. 23, 36, ja. Und da ist eher die Zielsetzung, dass die Leute, die auch von sich aus nicht in Notübernachtung gehen, weil das ist nicht für jeden etwas, sondern ein bisschen was mit dem Konsum, was die Leute konsumieren, zu sagen, es gibt einfach Substanzen, wo du einfach auch gar nicht eine Nacht...
00:11:17 kontinuierlich durchschlafen kannst und da bietet dann der Kotti eben sozusagen so eher eine Art Ruheraum, wo die Leute eben zwei, drei Stunden Kaffee trinken, Kuchen essen, mal ein netzes Gespräch, sowas halt. Ja, genau. Das ist wirklich eine große Zeit. Das deckt sich auch nicht wirklich mit den Leuten, die hier übernachten. Achso, das ist dann nochmal jemand anderes. Okay, ja. Ja, das ist schon also.
00:11:46 Wir haben die Ältere hier sozusagen, so zwischen 50 und 60 haben wir vielleicht. Ja, es ist vielleicht spannend, genau. Die größte Gruppe an den Leuten sind tatsächlich so zwischen 35 und 50. Aber wir haben auch Leute, die über 80 sind. Da habt ihr auch ganz junge Menschen hier. Und wir haben hier in die Einrichtung darf man erst ab.
00:12:12 18 18 jahren und natürlich haben wir die auch aber so der großteil ist wirklich so zwischen 35 und 40 so dass es so die größere gruppe ja hier wohl kommt gerade die frage auf theoretisch könnte man ja noch mehr betten hier rein stellen total spannende ja spannende fragen das könnte man machen gibt es ein paar sachen zu beachten
00:12:37 Natürlich könnte man wie in anderen Einrichtungen hier auch zum Beispiel Doppelstockbetten reinstellen. Das ist für unsere Klientel überhaupt nicht geeignet. Für den Zustand der Leute, die Verletzungsgefahr in Doppelstockbetten sind viel zu groß. Und der soziale Frieden ist wichtig. Ganz, ganz wichtiger Aspekt. Und zu guter Letzt spielt natürlich aber auch...
00:13:02 sowas wie Brandschutz eine Rolle und da geht das Gebäude auf eine ganz bestimmte Kapazität an Leuten her. Und ich glaube, das ist, also ich schäume mich den Wort Luxus zu nennen, aber im Vergleich mit anderen Einrichtungen haben wir viel Platz und das müssen die Leute auch zu schätzen und ist auch gut für die Leute. Ja, ein bisschen Freiraum zu haben und so. Zu acht hier.
00:13:28 Es gibt vielleicht noch eine Besonderheit hier, wenn wir mal auf das Schild gucken. Hier ist ein kleiner Hund abgebildet.
00:13:38 Schilder sind einfach zu alt. Hier sind sechs Betten, aber es sind sieben. Wie wäre jetzt sieben den Verweis erhalten? Sieben plus eins wahrscheinlich. Nein, nein, es sind sieben plus ein Feldbett. Ja, okay. Also das sind veraltet. Aber hier ist rein theoretisch besteht die Möglichkeit, dass man hier auch mit seinem Vierbeiner kommen kann. In der Realität, also für den Notfall ist das immer gut, aber für die Realität wird es jetzt nicht so angenommen. Leute mit Hunden schlafen relativ sehr.
00:14:07 selten in Einrichtungen, weil es ja auch nicht ein, zweimal im Jahr vor ist. Weil die Gefahr wahrscheinlich zu hoch ist, dass der Hund da auch dann kommt, oder? Ja, es ist eben auch nichts für den Hund, der Hund müsste hier an den Leinen, er müsste einen Maulkorb tragen und das ist natürlich weder für den Besitzer noch für den Hund hier. Aber ist auch schon mal vorgekommen. Aber es kommt vor, ja, und da sind wir natürlich offen für. Ja, okay, also auch mit den Hunden kann man hier vorbeikommen, oder? Ja, vielleicht kommt man nochmal in zwei, drei...
00:14:34 Ja, sehr gerne, sehr gerne.
00:14:41 Ich finde das immer sehr schön, also ihr seht ja, die Leute nehmen das also in dem Maße, wie sie es machen können, natürlich auch irgendwie als ihr zu Hause an. Also das ist jetzt nicht für euch gemacht, die Betten. Weil wir halt so ein bisschen konsequenter sind und wir erinnern auch die Leute, wo es dann Bett beziehen, wenn die Matratze nicht bezogen ist oder das Bettbezug. Aber die Leute wollen es auch.
00:15:09 Ist jetzt nichts was wir irgendwie aufschreiben so richtig oder? Nein, nein, das ist nicht schlicht. Also aus hygienischen Gründen müssen natürlich die Matratzen schoner und sie müssen natürlich die Spannbettlaken drauf haben. Aber keine Pflicht in Ordnung. Aber sie müssen jetzt nicht auf Kante gelegt werden. Aber es ist ja dann auch ganz gut, wenn die da auch ein bisschen...
00:15:36 bisschen Routine auch wieder rein bekommen in solche Sachen auch oder? Ja Normalität, so eine Art Normalität, wo wir herkommen können, soweit es geht. Hier ist, das hatten wir vorhin kurz drüber gesprochen, das ist hier in der ersten Etage, das ist unser Arztzimmer. Ah ja, hier. Heute ist ja auch Sprechstunde, ne? Heute ist ja auch Sprechstunde, genau. In der Regel ist das immer besetzt.
00:16:08 mit einem arzt und einem sanitäter ja und hier kann man auch
00:16:18 Was ist das da für ein Gerät da hinten? Wisst ihr das? Herz für Herz gucken, wenn du EKG, Mini-EKG. Ah, okay. Hat man auch am Start hier. Ja, die erste Anlaufstelle dann sage ich mal auch für medizinische... Naja, also es gibt, zumindest für die Leute, die hierher kommen und irgendwas haben, es gibt verschiedene Einrichtungen, Gesundheitseinrichtungen. Nochmal, alles...
00:16:48 viel zu wenig ja und irgendwie aber das gibt es schon ist wie der torbeschriftung oder stran oder platz wo leute ohne ohne wohnsitz oder ohne krankenversicherung sich auch medizinisch versorgen lassen können das reicht natürlich auch mal immer der hinweis das reichen ja aber es gibt es ja das gibt es viele engagierte ausbaufähig noch nicht so dass die
00:17:14 die Menschen hier von alleine zum Arzt kommen oder ist das auch mal so, dass sie sagt, lass dir das mal anschauen da oder so? Ja, natürlich. Also du musst den Leuten natürlich immer wieder sagen, die merken sich natürlich immer nicht, auch wenn es unten steht, dass der Doktor heute da ist. Aber Leute, denen wir es ansehen.
00:17:31 oder mit denen mal ins Gespräch kommen. Ich bin auch der, die kommen eigentlich in die Rehäuser, die sind jetzt mal zum Arzt. Also ich habe letztens auch wieder jemand, der hatte mit den Fingern, da habe ich gesagt, gehen wir nach oben und so. Also das, ja, je nachdem wie Sie, aber eigentlich gehen Sie automatisch und sagen, ich möchte zum Arzt. Waren Sie mal einfach um Wunden, um zu verarzten oder so.
00:17:51 Ihr habt ja schon gesagt Multikulti, alle möglichen Nationen habt ihr am Start. Sprecht ihr am meisten Englisch oder Deutsch? Englisch, Deutsch. Manchmal lassen wir uns auch, wir haben von den Ehrenamtlichen, deswegen sind wir auch dankbar, wenn irgendwie Ehrenamtslänger kommen, die Polnisch können, Rumänisch, Bulgarisch, Ardachlisch. Immer gerne aus dem Bereich, wollen wir auch gerne, muss nicht unbedingt sein, aber es wäre immer schön, wenn die sagen könnten. Weil ich kann nur Englisch und Deutsch.
00:18:19 Das war es dann auch. Aber eigentlich ist es durch die Security und vor allen Dingen die Ehrenamtler ist eine ganz heterogene Gruppe. Ohne Stereotypen zu benutzen, aber es ist wirklich der türkische Papa aus der Nachbarschaft.
00:18:42 Studenten. Es sind Studenten, es sind Lehrer aus Zählendorf hier. Aus dem Bundestag. Ja. Auch politische Leute. Ja, wir haben viele Leute, die selbst einen Fluchthintergrund haben. Und dann bereit sind wieder zu helfen. Hier helfen auch lange Anfahrtswege in Kauf nehmen. Mega. Und dann nutzen wir das auch einfach mal, um neue Leute kennenzulernen. Ja. Leute, die frisch in die Stadt gezogen sind. Da lernt man auch die Ehrenamtlichen untereinander kennen. Das ist ja natürlich auch.
00:19:12 coole sache ja ich hier kann man mal die frage aus dem chat wie sag ich mal die leute ausgewählt werden also jetzt dass das läuft also genau die die männer die schlafen das ist quasi mit wer wer zuerst kommt kriegt den schlafplatz also ein theoretisch ist es so ja jetzt haben wir den zustand dass die betten belegt sind und in der regel sind die auch
00:19:38 dann so wie ich es erklärt habe, die sind bis 22 Uhr des nächsten Tages für diese Leute reserviert. Also man bleibt eine Nacht und dann kann man... Man muss morgens um 8 Uhr raus, aber man kann sich sicher sein, dass wenn man am Abend dann zwischen 20 und 22 Uhr unten am Kaufen steht, dann dass man dasselbe Bett wieder bekommt.
00:19:58 Gibt es dann maximale Dauer, dass man sagt, eine Woche wart ihr hier? In vielen Einrichtungen wird das so gemacht. Wir sind aber auch immer am Überdenken. Sicherlich kein richtig oder falsch. Wir sind immer am Überdenken, wie man das macht.
00:20:20 Nein, also diese Begrenzung gibt es nicht. Gibt es in anderen Einrichtungen, dass man maximal zehn Tage und dann haben wir aktuell nicht. Ist auch für uns, für die Sozialarbeit ganz gut, weil die Leute dann besser ansprechbar sind.
00:20:34 Aber natürlich spricht unsere Sozialarbeit gerade mit Leuten, die lange hier sind und wo man eben versucht sozusagen die Leute zu vermitteln. Das klappt auch manchmal ganz gut, in so einem Krankenheim, wenn Leute so richtig krank sind, dann bringen sie wieder in Wohnheime, werden sie vermittelt in irgendwelche psychologischen Einrichtungen oder so.
00:20:56 Habt ihr das auch selber schon mitbekommen, dass die Leute wirklich dann wieder danach nach dem Aufenthalt hier richtig wieder Fuß fassen konnten? Leider nicht. Also wir haben auch nicht so viele, die man leider sozusagen in die nächste Stufe, in das Regelsystem.
00:21:17 Das heißt ja nicht automatisch eine eigene Wohnung, in dem Regel heißt das dann ein Wohnheim, das was früher klassischerweise als Obdachlosenheim vielleicht bezeichnet wurde, dass sie da hingehen. Da sind natürlich aber auch die Anforderungen an die Leute ein bisschen anders. Also je nachdem wie die Leute drauf sind, wie sie konsumieren, das muss in der Regel begleitet werden.
00:21:44 Viele Leute halten es dann auch bloß zwei, drei Wochen aus und fliegen dann raus. Wir kommen dann wieder mit uns. Wir haben auch Leute vermitteln können, die dann hier nicht mehr gekommen sind. Wir hoffen das Beste, dass wir sozusagen, dass sie einen Weg gefunden haben. Es sind ja auch immer wieder Leute, die auf jeden Fall schon mal ein fettes Dankeschön an alle hier aussprechen. Also fetten Respekt an alle, mega interessant.
00:22:12 Die Einblicke finden sie richtig cool. Also klar schon mal das Danke an der Stelle. Falls ihr in Berlin am Start seid, sind die Johanniter deutschlandweit auch aktiv? Die Johanniter sind deutschlandweit. Es gibt auch verschiedene wohnungslosen Angebote in anderen Städten. Aber da habe ich ehrlich gesagt gar nicht so den Überblick. Aber auf der Seite findet man bestimmt was, wenn man in einer anderen Stadt ist. Aber hier in Berlin haben wir als Obdachlosenübernachtung.
00:22:39 Nur diese Einrichtung, wir haben dann noch zwei, drei andere Projekte. Wir machen noch das Café Krause, eine Suppenküche hier in Kreuzberg. Wir haben den Ort der Wärme und ein ganz spannendes Projekt im Humboldt-Forum. Direkt da hat uns sozusagen das Humboldt-Forum ein...
00:23:00 Ja, was war das? Ich glaube, ein Souvenirshop zur Verfügung gestellt, den wir jetzt schon mehrere Jahre bespielen durften. Und da bekommt man dann? Von 14 bis, ich glaube, 18. Kann man sich da aufhalten, Kaffee trinken, gucken, essen, aufwärmen vor allem. Ja, und das ist total spannend, weil es im Humboldt-Forum ist, an so einem Ort, wo man das vielleicht gar nicht vermuten würde.
00:23:27 Und dann haben wir noch eine Suppenküche, die wir gemeinsam mit der Mariengemeinde machen. Alle 14 Tage in der Marienkirche am Alexanderplatz. Da wird dann sozusagen eine Essenstafel direkt im Kirchenschiff aufgebaut. Das ist auch ganz spannend. Und jetzt in Neukotti. Ja, das Café. Spannend. Ja Freunde, Ausrufzeichen Johanniter. Gerne nochmal den Spendenlink benutzen oder halt auch sich ein paar Informationen noch auf der Website raussuchen.
00:23:56 Das ist alles. Falls sich jemand gefragt hat, was das hier ist, das ist der Ausgang zur Not. Falls es mal brennt. Falls es mal brennt. Was sind jetzt so eure täglichen Aufgaben, wenn ihr 15 Uhr anfangt, was ist das erste, was ihr macht? Erstmal eine Runde. Erstmal einen Überblick verschaffen. Und in der Regel zu schauen, was in der Nacht passiert ist.
00:24:22 Dann gehe ich meistens in die Küche, bereite das Essen vor, mache etwas Wasser warm, schnippel ein bisschen, gehe dann hier nach oben, ein Kollege macht dann die Räume, desinfiziert, die Geländer werden hier desinfiziert, die Fensterdinger werden desinfiziert, damit wir nicht mit Bakterien so viel essen. Das passiert auch jeden Tag.
00:24:45 Wie weit geht es jetzt noch nach oben? Sie sieht identisch aus, aber wir können natürlich den Weg machen. Drei Etagen. Drei Etagen und wie viele Räume habt ihr? 4,5. Achso, ja. Stark. Das ist ein schönes Gebäude. Ja, also. Vielleicht könnt ihr mich hinten gehen und ihr noch den Waschbaum zeigen. Sehr gerne, ja.
00:25:21 Die Plamotten, die wir dann hier so anfallen, die Leute können ja auch duschen hier. Dann legen sie die Wäsche einfach mal rein und dann kommt es wieder in den Kreislauf. Es ist nicht dazu da, dass die Leute direkt ihre eigene Wäsche waschen hier, sondern das, was sie sozusagen hier liegen lassen. Dann fliegen die dann wieder von der Kleiderkammer.
00:25:47 Und dann kriegen die was Neues, sag ich mal. Ja, kriegen was Neues, immer das Gleiche, was sie hier haben. So ist es in der Regel auch. Also ein Großteil der Leute, wenn man das hier sieht, kommen eigentlich so, wie wir drei hier jetzt stehen. Vielleicht noch einen kleinen Rucksack.
00:26:07 Naja, dann nutzen die Kleiderkammer eben, sich mit frischer, sauberer Wöcher zu versorgen und die alte... Gibt es da so eine Maximeck? ...weggeschmissen oder bestenfalls bei uns in die Tonnen, die überall stehen, reingemogen, so dass wir die waschen können und dann wiederverwerten können.
00:26:23 Gibt es da noch so eine Maximalkapazität, wo gesagt wird, jeder kriegt eine Unterhose, einen Pulli oder wie viel wird da rausgegeben? Generell haben wir natürlich zu wenig, für alle Leute zu wenig Sachen.
00:26:37 Ja, gerade Unterwäsche reicht dann. Unterwäsche und Socken, da sind wir auch mal drauf angewiesen. Möglichst keine gebrauchten Wäsche. Oder gewaschen, ja. Falls jemand mal so einen ganzen Batzen von Oma gekriegt hätte und das nicht los wird, kann er auch gerne abgeben. Direkt hier. Genau. Alle unterschiedlichen Größen. Im besten Fall in meiner Klamotten.
00:27:00 Und ausschließlich Männerkampfer. Also nicht den Konformationsanzug, der noch im Schrank hängt, sondern Sachen, die man wirklich auf der Straße... Jogginghosen, dann ganz gerne. Aber vielleicht zu der Frage, zu der Menge. Natürlich reichen die Sachen nicht aus. Deswegen versuchen wir natürlich, da auch ein bisschen Auswahl zu treffen. Also wenn jemand...
00:27:24 Jacke an hat, die auch noch sauber und funktionsfähig ist, da würden wir sagen, klar kannst du dir die mitnehmen, aber gib uns mal deine. Genau, tauschen wir die. Aber wenn jemand natürlich nichts hat, dann kriegt er die Sachen. Also ich werde auf jeden Fall noch mal vorbeikommen und ich habe auch noch viele Sachen, also die ich abgeben kann, die bestimmt noch mal richtig Liebe hier bekommen. Ja, da habe ich letztens auch gemacht. Vier Kisten habe ich von mir. Boah, mega!
00:27:51 Die meisten Jogginhosen. Ah ja, die Jogginhosen kommen gut an. Hier wird gewaschen, hier riecht es nach frischer Wäsche. Hier riecht es nach frischer Wäsche. Werden die Sachen eingesammelt, werden hier hingelegt und dann kommen sie in die Maschinen. Alles aufgehangen. Decken gibt es auch. Decken gibt es auch. Vor allen Dingen gibt es die Decken, aber nicht für hier zum Links, sondern...
00:28:13 Die geben wir an die Leute in der Regel raus, die keinen Schlafplatz mehr finden, sondern die versorgen wir dann mit Schlafsäcken oder Isomatten. Die kommen dann hier vorbei und dann müsst ihr denen sagen, hier gibt es heute keinen Platz mehr? Genau, aber wenn wir dir eine Decke geben können oder am bestenfalls eine Schlafsäcke. Schlafsäcke sind auch immer sehr gerne gefällt. Gerne Schlafsäcke.
00:28:36 Hier kommt die Frage, wenn Kleidung in die Sammelcontainer geht, kommt das nicht bei denen an, oder? Also gibt es da auch, sag ich mal, einen? Also wir kriegen unsere Kleidung, also wie das mit den Sammelcontainern, sicherlich an den Supermärkten und sowas. Ja, das wird wahrscheinlich gemeint, ja. Ne, davon werden wir nicht beliefert. Wir sammeln also nur die Sachen, die bei uns abgegeben werden. Und wir machen auch manchmal Sammelaktionen.
00:29:01 Superaktion mit der BVG zusammen einmal im Monat an so Umsteigebahnhöfen wo wir morgens stehen und die Leute sozusagen auf dem Weg zur Arbeit ihre Sachen mitgeben und dann am Umsteigebahnhof abgeben können bei uns dann stehen wir noch zwei, drei Stunden die Sachen entgegen irgendwie
00:29:21 coole Aktion von der BVG, einfach auch da mal bei der BVG gucken. Ich glaube, es läuft unter dem Motto, wer mir zeigt seine warme Schulter. Perfekt, Knut weiß Bescheid. Nein, das ist eine wirklich ganz tolle Aktion. Da haben wir super, super, super zusammenkommen. Ja, mega. Also nochmal.
00:29:41 100 Leute und eigentlich braucht jeder jeden Tag was. Und in der Regel nutzen die Leute das leider nicht lange und versuchen, dass die Leute das dann hier, was sie dann wechseln, dass wir das hier waschen können und wieder reingeben können. Aber nee, aus den Sammelcontainern kriegen wir nichts. Einfach dann direkt vorbeibringen. Gewaschen. Ich zeige euch noch eine ganz gute Frage. Ja, sehr gerne. In der ersten Etage war ja dieser...
00:30:09 und hier haben wir sozusagen für die Not zweiter Zimmer, die wir als Quarantäne-Zimmer benutzen. Wenn jetzt irgendein akuter Fall ist, den wir nicht wirklich abklären können, ist das so zirkschöss oder sowas, wenn die nicht als Quarantäne-Räume benutzt werden, dann sind das ganz normal, dann werden die ganz normal benutzt.
00:30:36 Das gibt es dann auch auf der zweiten Etage, oder? Das gibt es auch auf der zweiten Etage. Das sind natürlich sehr begehrte Zimmer. Ja, klar. Hier sehen wir die VIP-Zimmer. Wir versuchen das auch noch ein bisschen durchzumischen. Ja, Freunde, wir haben hier heute so ein Spendenziel auch am Start. Also mit Ausrufzeichen, Johannica, könnt ihr da spenden. Ich habe gerade schon gelesen, also das da. Ich gucke noch mal rein für heute.
00:31:03 500 Euro schon! Boah, das ist natürlich mega, Leute. Also umso geiler, dass man hier die Einwecke direkt bekommt und sieht, wo das Geld da rinkommt. Also diese Sachen, die gehen auch direkt an die Leute. Also wir werden sicherlich in der Regel, weil das wurde heute Abend so oft gesagt, Unterwöche kaufen. Unterwöchen, da geht das Geld am schnellsten. Okay, also hier geht auf jeden Fall mein...
00:31:29 Dickes Dankeschön an Gordon raus, an Lukas. Hier gibt es ein paar Namen, die haben es nicht öffentlich gemacht, aber da natürlich auch ein fettes, fettes Dankeschön, Leute. Die Menschen freuen sich und das ist doch hier einfach echt eine Megasache. Also toll, toll, toll, Freunde. Klamotten aus Berlin werden auch immer gebraucht. Bringt die Gewaschen vorbei. Hammer. Richtig toll, Leute. Einmal ein Clab für euch auch in den Chat. Das ist doch mega. Für die Schlübis.
00:32:00 So, jetzt müssten auch schon die meisten Ehrenamtler auch am Start sein. Geil, Leute. Und ist dann auch schon so, dass die Übernachtungsgäste dann schon vor 20 Uhr hier am Start sind? Ja, natürlich. Also in der Regel... Dann werden wir den Tempsal sehen, ich das schon beagelt. Natürlich stehen in der Regel um 20 Uhr sind die Leute vor der Tür. Hallo.
Ehrenamtliche Arbeit und flexible Einsatzplanung
00:32:4200:32:42 So, gucken wir mal. Hier sind wir wieder auf dem ersten Floor. Wo die Sachen abgegeben werden, Freunde. Hier die Essensräume. Ja, mega. Hast du alles noch so ein bisschen Ruhe vor dem Sturm, oder? Das ist total ganz entspannt. Also die Leute.
00:33:04 Hallo, ich bin Leo. Ich würde dir die Hand geben, aber... Wie ist dein Name? Katrin. Du arbeitest hier ehrenamtlich, ne? Genau, das ist richtig. Wie lange machst du das hier schon?
00:33:18 Ich habe gerade gesprochen, ich glaube, insgesamt drei Jahre, aber immer wieder on and off, was halt total cool ist hier, weil man muss nicht immer jeden Dienstag 14 Uhr Zeit haben, sondern man kann halt auch wirklich so ein bisschen hin und her switchen, mehrmals die Woche kommen, wenn es passt und wenn es halt mal nicht passt, ist es auch nicht so dramatisch. Mega. Ja, da sind wir total happy drüber. Also wie gesagt, es ist kein Muss hier jede Woche zu kommen. Uns ist auch geholfen, wenn einmal im Monat kommt, irgendwie sowas, oder einmal im Vierteljahr.
00:33:47 wenn er Zeit hat. Wir haben ganz viele Leute, wo das sozusagen auch in die Lebenssituation passt. Wir haben Leute, die hier für ein Erasmusjahr in Berlin sind und sich nur für die Zeit und dann eben drei, vier Mal engagieren. Es geht ja nicht bloß darum, die Arbeit dafür...
00:34:06 brauchen wir die Leute, also was wir hier abends auch machen können. Aber es geht ja auch darum, irgendwie so den Gedanken und die Sensibilität für die Gäste nach außen zu träumen.
00:34:18 Kann man auch hier Praktikanten irgendwie... Also haben wir auch unter bestimmten Voraussetzungen kann man natürlich auch sein Praktikum hier machen. FSJ sowas vielleicht auch, oder? FSJ hatte ich glaube ich auch gehört, dass jetzt jemand gemacht hat auf dem Chat. Und du hast dann so einen Arbeitsplan, wo du dich dann eintragen musst, oder wie kann man sich das vorstellen? Das ist total easy, das funktioniert über eine WhatsApp-Gruppe. Ah, echt? Wer kann heute haben noch? Als ich angefangen hatte, vor drei Jahren war es noch E-Mail, und dann gab es tatsächlich einen Plan, wo man sich...
00:34:47 eingetragen hat und jetzt mit der WhatsApp-Gruppe ist total easy, weil man kann flexibel wie gesagt im Zweifel, wenn man krank ist, auch absagen und es funktioniert total gut. Man kann eben auch sehen, wo fehlen noch Leute und sich in Sprechzeichen ein bisschen drauf einrichten. Hallo! Moin!
00:35:16 Wie nennt sich das? Storage Bereich. In der Kleiderkammer. Genau, in der Kleiderkammer halt sortieren. Kann man sich hier aussuchen, worauf man heute Bock hat. Genau. Was machst du heute so?
00:35:25 Also meistens mache ich die Box, weil das nicht so gern gemacht wird und ich überhaupt kein Problem damit habe. Und es hat den klaren Vorteil, dass man mit den Leuten wirklich direkt interagieren kann. Finde ich total cool. Was genau ist die Box dann? Also was ist da deine Aufgabe? Bei der Box ist es so, also Leute, die hier schlafen, die müssen ihr Hab und Gut abgeben. Klar, dann ist es ja auch sicher und so. Und es wird vorne in so großen Boxen, packt ihr da seine Sachen rein, die ist durchnummeriert. Und die Box wird dann quasi von mir entgegengenommen und ins Regal gepackt. Die können dann hier bleiben, schlafen.
Abläufe in der Kleiderkammer und Versorgung
00:35:5500:35:55 nächsten morgen kriegen sie von der Nachtschicht ihre Box mit ihrer Nummer wieder raus. Aber in diesem Moment, wo die diese Sachen abgeben, vielleicht auch nach neuen Sachen fragen, in T-Shirt, Hose, ein paar Schuhe, kann man ja ein bisschen interagieren, irgendwie nett austauschen. Das mag ich gerne. Da mit den Leuten dann direkt zu reden. Genau. Ja, cool. Aber bestimmt lernt sich auch die anderen Ehrenamtler auch gut kennen, oder? Absolut.
00:36:16 Und es sind jedes Mal andere, was auch mega schön ist. Also wirklich viele inspirierende Leute, die kann ich sehr empfehlen. Ja, das hört sich mega an. Nein, aber deswegen komme ich tatsächlich auch so lange her. Ollo bringt eine Spende gerade. Ah, neue Gläser hier. Ja, ich würde sagen, Gläsertassen und Löffel sind das, was am meisten kaputt.
00:36:40 dementsprechend auch ersetzt werden muss. Ja. Und die Küchenutenzialien. Sonst sind es die Unterhosen. Oder Socken. Socken, Unterhosen und Gläser. Aber warum werden dann hier zum Beispiel keine Plastikbecher benutzt, so für die Gläser? Also Einwegbecher. Ne, ne, also zum Beispiel auch so. Ja, also wir finden hier in dem Schrank bestimmt finden wir auch noch irgendwelche Plastikbecher. Ja, ja. Das ist kein No-Go, aber...
00:37:09 Da geht immer was kaputt, ne? Also ich würde immer lieber gerne aus so einer Tasse nehmen. Wichtig ist, dass sie sauber ist. Ja, das stimmt. Das sind jetzt auch gespendete Sachen, die einfach, sag ich mal... Das hat dir jemand einfach abgegeben. Kommt mir vorbei? Ja, selber. Ne, die hab ich bei Arbeitskollegen eingesammelt. Die ziehen gerade um. Das ist immer ein guter Moment, wo man alle nochmal aufhinweisen kann, dass wir auf jeden Fall Spenden suchen.
00:37:36 Also auch Küchen-Hotensilien, das wusste ich auch nicht. Also Tassen gerne. Tassen und Löffel und Gabel und Messer und so. Ja mega, kann man alles abgeben. Und dann wird das nochmal geliebt hier einfach nochmal. Kriegt das nochmal neues Zuhause, kommt ihr direkt in den Einsatz. Zumindest gleich in die Spülmaschine. Ja mega.
00:38:05 Cool, cool, cool, hier wird ein bisschen geschnibbelt. Hier wird kein Salat geschnibbelt. Man geht's schon bald los hier, ne? 18.30 Uhr. Halb sechs haben wir es jetzt, halb sieben haben wir es. Jetzt noch ein bisschen. Freunde, wollen wir noch mal eine richtige Q&A-Fragenrunde mit Knut und Martin machen vielleicht? Wir können uns noch mal kurz in den Raum reinsetzen oder sowas. Und dann könnt ihr direkt Fragen in den Chat schreiben. Jetzt gerade haben wir natürlich ein bisschen Rundführung gekommen, ne? Vielleicht dann noch mal ein bisschen deep diven.
00:38:36 Hier gibt es sogar auch ein bisschen Bibliothek, ein paar Bücher ausweichen. Das andere Regal ist voller, aber das ist tatsächlich auch so, internationale Literatur, verschiedene Sachen, nehmen sich die Leute immer mal wieder. Können sie auch aufs Zimmer nehmen oder was? Ja, ja, selbstverständlich. Können sie auch mitnehmen auf die Straße. Geilo. Ich nehme ja auch mal einen Stuhl.
00:39:03 So Freunde, habt ihr Fragen an die beiden? Jetzt direkt. Wir schreiben auf jeden Fall schon an ein tolles Team vor Ort. Lasst uns spenden.
00:39:18 Ja, Freunde, Ausrufzeichen Johanniter in den Chat reingeschrieben. Mega. Ich kann immer bloß sagen, Geldspenden sind total wichtig, aber ich kann auch immer wieder nur aufrufen, Zeit zu spenden, also sich sozusagen zu engagieren. Die Zeitspende ist das. Die Zeitspende ist wirklich eine ganz wichtige Sache. Und zwar egal, wo ihr seid. Es gibt bestimmt in jeder Stadt irgendwie eine Einrichtung wie unsere.
00:39:46 Rob fragt hier, ernst gemeint, kann ich die Unterhosen genau dort in der Einrichtung abgeben? Ernst gemeint, ja. Ab 15.30 Uhr sind wir besetzt. Wir haben eine Klingel vorne, ist ein Tor, steht die Johanniter dran, klingeln, machen wir auf und dann hier hinten im Hof in der Notübernachtung ist auch nochmal eine Klingel und zur Not steht unsere Telefonnummer auch im...
00:40:10 im Internet. Und ab 15.30 Uhr ist immer jemand da. Wenn er vorher anruft, könnte er auch vormittags kommen, so wie es passt.
00:40:18 Badelatschen werden auch immer gerne gebraucht, sozusagen für die Leute, die duschen. Die fragen immer nach Badelatschen. Wir haben kaum Badelatschen und gerne Gürtel. Wenn ihr Gürtel habt, dann habt ihr einen Gürtelmangel. Im schlimmsten Fall kommt man vorbei mit den Sachen und dann wird gesagt, ja, das vielleicht jetzt gerade nicht. Nein, wir würden das dann, wir würden es schon abnehmen. Wenn es nicht passt, dann würden wir es entweder, also nicht entsorgen, aber in andere Einrichtungen bringen, die das benötigen.
00:40:45 Heyhoholly fragt, was sind denn die härtesten Tage Nächte bei euch? Gibt es so, dass man so sagt, am Wochenende ist zum Beispiel vielleicht ein bisschen mehr los oder Silvester zum Beispiel ist vielleicht ein bisschen mehr... Kann man gar nicht so genau sagen, dass das so... Wir haben in letzter Zeit irgendwie... Es kommt immer drauf an. In letzter Zeit war es so ein bisschen, dass wir irgendwie auch abends mal so zwei, drei Betten noch frei haben. Wenn das Better besser wird, dann sind am Wochenende nicht so viel los, weil am Wochenende die Leute sich gerne draußen treffen und die müssen ja bis 22 Uhr kommen.
00:41:13 Und manche haben noch keine Lust um 22 Uhr zu kommen. Dann möchten sie gerne die Nacht dann halt feiern. Meistens so um dem ersten Jahr rum, da gibt es dann immer Kohle. Da sind dann irgendwie... Treffen die sich dann draußen und haben Spaß halt irgendwie so. Dann sind wir so ein bisschen weniger, aber eigentlich...
00:41:30 Nee, es gibt jetzt nicht irgendwie, also jetzt die Sommermonate, da verlagert sich, da ändert sich natürlich irgendwie was, aber zumindest haben wir im letzten Jahr die Erfahrung gemacht, dass die Sommermonate, muss man mehr Leute wegschicken als im Winter. Das hängt einfach damit zusammen, was ich am Anfang gesagt hatte, dass es im Winter mehr alternative Angebote bei uns hier in der Stadt gibt und im Sommer eben zu wenig. Aber auch im Sommer möchtest du in dem Bett schlafen und auch im Sommer sind die Nächte kalt.
Motivation der Mitarbeiter und Einblicke in den Alltag
00:42:0000:42:00 Hier fragt Captain Obvious, was gibt euch die meisten Motivation für eure Arbeit? Gab es einen Schlüsselmoment, wo ich entschieden habe, das zu machen? Seid ihr also gelernte Sozialarbeiter auch so in dem Bereich oder habt ihr da... Also ich komme eigentlich eher aus dem Organisatorischen, aus dem Event- und aus dem Clubbereich. Ja. Ich war jahrelang so und...
00:42:21 Ich habe humanistische Züge, sozusagen. Ich war schon immer für Gerechtigkeit und für die Schwächeren. Also war schon immer mein Credo, deswegen war es das dann so. Ja, mega. Ja, bei mir ist es, ich kam auch nicht Sozialarbeit. Ich habe lange in der Wirtschaft gearbeitet und hatte dann aber die Chance, eine längere Auszeit zu machen. Habe ein bisschen studiert, noch im späten Alter irgendwie. Und in der Zeit hatte ich mich bei uns in der Gemeinde ehrenamtlich engagiert, in der Obdachlosenhilfe.
00:42:48 Und da war dann für mich eigentlich auch kein Zurück in die Wirtschaft. Und da gab es sicherlich ganz viele Menschen, also Gäste vor allen Dingen da, die...
00:43:00 die einem sehr zu Herzen gegangen sind. Das bleibt nicht aus. Ist auch einfach ein schönes Gefühl, den Menschen dann auch da zu helfen. Ist total toll, es gibt ganz viel Feedback. Es gibt nicht nur die schlechten Sachen oder die dummen Situationen. Natürlich ist das, was man hier sieht, nicht schön. Aber auch in diesem nicht schönen gibt es einfach schöne Momente.
00:43:29 ein Danke, also von Leuten, von denen du das eben nicht erwartest und aus so einem Dings heraus und das ist ehrlich gemeint. Bei mir war es immer so, ich kann mal ein bisschen aus meinen Schwingen erzählen, ich habe immer so, als ich noch jünger war, immer wenn die Leute kamen und gebettelt haben, habe ich nie was gegeben.
00:43:43 Ich kann auch nichts geben, aber ich habe immer so überlegt, was kann ich machen stattdessen. Irgendwann kam dann hier dieses Angebot und so kann ich den Leuten was zurückgeben. Also gibt den Leuten jetzt nicht auf der Straße hier einen Euro oder sowieso, dann mache ich das lieber so in der Richtung. Da war ich ganz happy mit und für mich ist es die beste Entscheidung vom Büro hierher zu gehen. Das ist natürlich... Also mehr Abwechslung. Ja, ja, ja. Es ist immer nur vorm Kasten zu sitzen und irgendwas zu tippen.
00:44:09 Das kann ich mir vorstellen. Also ich war auch noch nie so richtig der Bürotyp, wenn man dann so ein bisschen mehr auch so mit den Menschen arbeiten kann. Ist das auch wirklich so, dass sie auch die Wertschätzung von den Leuten mitbekommt, die hier als Gäste unterkommen? Ja, die Dankbarkeit ist immer, die sind schon sehr dankbar. Also egal wie rau sie manchmal sind irgendwie, aber...
00:44:33 Ja, das zeigen sie dann schon. Wenn auch wahrscheinlich alle Blumen lebt oder ein Teddy. Eigentlich sind sie auch untereinander, das ist auch immer toll zu sehen. Sie sind untereinander sehr solidarisch. Das sind eben so Sachen, die sagen, macht Spaß, auch wenn es eben ein Klima ist, was...
00:44:56 was wir alle nicht haben wollen. Es ist bestimmt auch hart, wenn man sieht, was solche Einrichtungen bringen. Am Ende des Tages sieht man, diese Einrichtungen werden trotzdem nicht so vom Staat gefördert, wie das vielleicht am Ende dann auch sinnvoll wäre, oder? Es ist ein schwieriges Thema. Das ist natürlich eine Sache. Du beendest hier keine Obdachlosigkeit. Du kannst auch niemanden hier wirklich...
00:45:21 ich als Knut niemanden direkt aus seiner Situation heraushalten, aber ich kann ihm eben für die Nacht.
00:45:31 Hilfe anbieten und das ist das. Hat ja auch wie gesagt dieser Raum, also diese Einrichtung hat ja auch, also Notunterkunft hat ja auch was von sozial Zusammenhalt zu tun. Dazu kommen die Leute ja um ihre sozialen Kontakte weiter zu haben. Das ist halt was Gutes auch an diesen Räumlichkeiten. Hat ja auch ein bisschen was von Safe Place sozusagen. Ja auf jeden Fall.
00:45:55 Jetzt wollen die Leute natürlich noch mal ein bisschen rein stochern hier. Es wird auch gefragt, kommen auch oft bedrohliche Situationen vor? Oder auch mal, also ihr habt ja vorhin auch gesagt, dass es auch mal zu Hausverboten kommt. Kann man da irgendwie sagen, wie oft das so vorkommt? Also es gibt regelmäßig Hausverbote für Sachen unterschiedlichster Natur irgendwie.
00:46:17 Meistens bleibt es bei der Androhung von Gewalt. Also natürlich gibt es auch Übergriffe. Meistens sind sie unter den Gästen. Aber es kommt natürlich auch vor, dass Mitarbeiter von uns angegriffen werden oder die Security-Mitarbeiter. Aber das ist...
00:46:37 Das ist verhältnismäßig wenig. Also auch wenn ich jetzt nochmal unsere, Entschuldigung, kurz unsere Statistik, weil wir die wirklich gerade vor 14 Tagen erst fürs letzte Jahr erholten haben. Also wir hatten in dem ganzen Jahr 10 Polizeieinsätze. Ja, auf 365 Tage. Auf 365 Tage, 100 Leute in dieser Situation. Das ist...
00:46:58 Das ist wenig. Hätte ich auch gedacht, dass es lässt. Nein, das ist echt super und ist natürlich aber auch eine Leistung oder das Einwirken unserer Mitarbeiter, vor allen Dingen der Security, die das sehr deeskalierend macht. Aber es wäre gelogen, wenn wir sagen würden, es kommt nicht vor. Es ist einmal bei mir vorgekommen, seitdem ich hier bin. Und ich bin seit November 2024 hier einmal, aber das war...
00:47:22 Es war jetzt nicht großartig, wo ich jetzt hier mit Blessuren rausge-wammer, geschubst, also mehr war ich ja nicht. Habt ihr auch schon mal eure Übernachtungsgäste auf der Straße getroffen und habt dann gesagt, ey...
00:47:34 Das ist eine ganz ulkige Situation. Das trifft man natürlich auch in einer U-Bahn oder irgendwie sowas. Ich wohne ja auch um die Ecke, deswegen bleibt es manchmal gar nicht aus. Die erkennen euch dann auch und sagen, Morin, Knut, Moin, wir sehen uns ja später noch. Ja, mega cool. Freunde, was gibt es denn noch zu essen?
00:47:57 Die ehrenamtlichen Mitarbeiter und auch ihr, esst ihr dann auch von dem Essen hier? Also ist das so, dass sie dann auch so Mittagessen oder Abends essen zusammen mit den Menschen? Nein, also es gibt natürlich Situationen, wo sich separat, also für das Team, das machen nicht alle Teams irgendwie, aber es gibt feste Teams, die sich dann was Kleines zusammen kochen. In der Regel aber von dem...
00:48:19 von dem das ist gekauft für die gäste und für die gäste da aber natürlich gibt es auch je nach team was ich abends findet dass einer sich kurz an die pfanne stellt und weiß ich nicht mit karten kartoffeln macht oder oder oder oder ein paar nudeln irgendwie und dann wenn zeit ist essen auch ihren amtler noch mal zusammen aber das ist von team zu team das findet sich dann an dem abend ist aber super schön also darum das hatten wir ja vorhin auch gesagt das ist ja auch der gedanke irgendwie es ist das hält
00:48:49 hier, weil es ist so, dass Leute zusammenkommen und hier kommen Leute zusammen, wie vorhin die Ehrenamtlerin gesagt hat, die eigentlich so gar nichts miteinander zu tun haben, weil sie in unterschiedlichen Bezirken oder in unterschiedlichen Blasen oder Communities unterwegs sind. In unterschiedlichen Alters. Wirklich schon entspannter die Arbeitsatmosphäre. Also das ist dann einfach, glaube ich, echt entspannt. Wisst ihr was es morgens zum Frühstück gibt?
00:49:15 Frühstück ist eigentlich immer relativ, leider immer relativ dasselbe, obwohl wir jetzt mit unseren neuen Nachtschichten, wir haben seit diesem Jahr neue Nachtschichten und die machen das zumindest ganz liebevoll. Zum Frühstück gibt es in der Regel immer Sandwich, belegte Sandwich. Auch Kuchen, auch Kuchen, Kuchen, Kuchen, Kuchen, Joghurt, aber der Standard ist einfach ein belegtes Sandwich und wenn wir es da haben, machen die Nachtschichten das.
00:49:44 Ehrlich gesagt auch ganz liebevoll mit einer Gurke und einem Salat. Céline fragt nochmal, versucht man da auf gesunde Nahrung zu achten oder ist...
00:49:56 Oder das, was da ist, was ich gerade geleistet werden kann. Gesunde Nahrung ist ja so, dass wir ja immer jeden Abend Salat schnippeln. Und Obst haben wir ja auch am Start. Also wir versuchen es, aber wir sind noch auf die Spenden angewiesen. Aber das ist schon sehr gesund, sehr nahrungsreich. Also es sättigt sehr viele Ballaststoffe, Kohlenhydrate. Genau. Kartoffeln habe ich gesehen. Bei dem Keterer vorher war es auch so, da war es reines Bio-Essen sogar.
00:50:25 Aber das könnte man nicht auf, das war ein Schulkeiter, da gab es zu viele Lehrelaufphasen, irgendwie in den Ferien mussten wir immer was anderes organisieren. Und deswegen sind wir jetzt zur Sozialküche gegangen, die aber auch auf sowas achten, also zumindest. Einmal Vegetarisch und mal Fleisch. Ah ja, ja. Sonja schreibt Applaus für die Kuh. Ja, safe. Danke. Blue Helix hatte ich noch eine Frage, gab es für die beiden einen schönen Moment im letzten Jahr, an den sie sich gerne daran erinnern?
00:50:52 gibt es da so eine sache wo ihr denkt das bleibt mir sofort im kopf so dass wir draußen für die ehrenamtler gemacht haben wir zusammen gesetzt hat er aufgelegt ein bisschen zum tanzen hier wie gesagt das war ein schöner moment da konnten wir alle noch mal zusammen kommen noch mal ein bisschen intensiver kennenlernen
00:51:14 Ja, es gibt so viele irgendwie. Unsere Schichtleitungen haben viel mehr mit den Gästen zu tun als ich. Aber was ich toll, ein Gast, der hier nicht mehr kam, der jetzt aktuell nicht mehr da ist, ich weiß gar nicht, wo er abgeblieben ist, aber irgendwann ist er nicht mehr gekommen.
00:51:34 Der stand hier immer um 18 Uhr und hat geklingelt und wollte immer den hochfegen. Das fände ich einfach so... Oder ist ein bisschen nützig, Mamm. Kann ich ja sagen, wo der seine Wohnung gefunden hat. Ah, mir. Ja, okay. Mega. Ja, Hammer. Habt ihr auch so Partnerschaften mit Bäckereien oder so, die ihre Ware nicht verkaufen oder konnten oder spenden? Foodcherry. Genau, also wir wären fünf.
00:51:57 Foodsharing beliefert, also das sind ja viele Foodsharer sozusagen, die ihre Läden haben und dort die Sachen abholen und dann kurz mit uns abstimmen, braucht ihr das, braucht ihr das nicht und die Sachen dann an uns vorbeibringen. Was wir jetzt ganz neu haben seit letzter Woche ist, das ist, finde ich, total cool und lohnt sich zu erzählen.
Kooperationen und zukünftige Projekte
00:52:1800:52:18 Wir hatten hier eine Grundschule mal zu Gast, die sozusagen eine Projektwoche zum Thema Obdachlosigkeit gemacht haben und die hier auch das Haus besichtigt haben. Ganz spannend, Sechsklässler mit so ganz natürlichen Fragen ohne Scheu. Einfach drauflos, Kinderfragen. Genau, das riecht hier aber und wie halten wir das denn aus? Irgendwie so eine Frage.
00:52:45 Und die haben überlegt, was sie machen können und die haben jetzt tatsächlich sich einen Tag in der Woche ausgesucht und mit einer Bäckerei hier gesprochen. Und da gibt es jetzt einen Schülerdienst, der geht da jeden Mittwoch hin und holt die Brötchen morgens vom Vortag ab. Das ist ja mega. In der Schulpause und bringt uns die vorbei. Hammer. Die Eltern sind total wichtig in der Schule, dass sie das auch lernen. Das finde ich echt gut. Ja, so eine Sache ist toll. Das ist ja hier auch alles, sage ich mal, seit...
00:53:14 Seit 2024 Juni seid ihr jetzt, glaube ich, ganzjährig dann hier? Seit Juni 2024. Ist schon so, dass sich da auch noch Sachen entwickeln, oder? Also so mit der Zeit, das ist ja...
Sanierungsbedarf und Erweiterungswünsche
00:53:2500:53:25 Gibt es aber auch noch so Sachen, wo ihr sagen würdet, wenn die Mittel da wären, das würdet ihr sofort ändern jetzt hier? Für das Thema Obdachlosigkeit, wenn die Mittel da wären? Oder für das Haus? Eher auf das Haus bezogen. Auf das Haus bezogen würden wir uns natürlich wünschen, wenn es eine Lösung geben würde, hier ein paar Sachen in Stand zu setzen, gerade der Sanitärtrakt.
00:53:49 Ihr habt das vorhin gesehen, als wir den Rundgang gemacht haben. Wir haben nur in zwei Etagen die Toiletten. Also letztendlich haben wir oben in den Räumen acht Toiletten für 88 Männer und vier Duschen für 88 Männer. Da können wir uns natürlich wünschen, dass es eine Sanierung gibt. Auch oben noch sozusagen, da wo wir den Waschraum haben, jetzt einen Sanitärtrakt einzubauen.
00:54:15 Und was wir uns wünschen würden, wäre irgendwie so, dass wir Räumlichkeiten so gestalten können, dass wir auch ein Angebot für Frauen machen. Das wäre schön. Das wäre super. Aber es ist eben einfach an Voraussetzungen gebunden, was Sicherheit und Sanitär betrifft. Was aktuell nicht gegeben sind. Ja. Ich habe auch gesehen. Warum nicht gewonnen sind. Ja.
00:54:34 Vorne gibt es auch so eine Duschliste, da muss man sich dann auch einsetzen. Die Duschliste ist für unsere Essensgäste. Also die Übernachtungsgäste können natürlich oben duschen, aber wir bieten natürlich Entschuldigung, dass wir uns das im echten Leben. Kannst du es uns auch annehmen? Das ist der Magnus. Ich guck mal kurz. Magnus?
00:54:56 Ja, ich sage mal Bescheid. Ich mache mal auf. Wir kommen. Warst du vorne? Bis gleich. Wo haben wir stehen geblieben? Achso, bei den Duschlisten. Wir haben ja, hatte ich gesagt, neben den Übernachtungsgästen auch noch die Essensgäste hier. Ja.
00:55:19 Die dann nicht über Nacht bleiben wollen? Genau, da können natürlich auch Frauen kommen. Und für die haben wir vorne im Eingangsbereich sozusagen Sanitärcontainer. Und da gibt es zwei Duschen drin. Und weil da der Andrang immer ganz groß ist, fragen sich die Leute, wenn sie wieder zum Essen kommen, sich schnell in die Duschlüste ein und dann wird abgearbeitet sozusagen. Verstehe.
Berufliche Distanz und Ehrenamtliche im Fokus
00:55:4000:55:40 Gibt es Gäste, die ihr besonders mögt, wo sich eine echte Freundschaft entwickelt oder ist da immer eine gewisse Distanz vorhanden, fragt Nokia. Ja, also ich glaube, du brauchst, also natürlich ist es so, dass man zu ganz bestimmten Gästen ein leichter Kontakt aufbaut oder ein ganz bestimmtes Verhältnis hat, was ein bisschen inniger ist von den Leuten, von denen man auch mehr weiß. Freundschaften würde ich das nicht nennen, aber...
00:56:08 Natürlich brauchst du für die Arbeit auch eine gewisse professionelle, sonst kannst du das nicht machen, wenn du abends nach Hause gehst und das sozusagen mitnimmst. Bei einer Freundschaft würde ich davon ausgehen, dass du das mitnimmst. Ja, würde ich das nicht. Aber es gibt natürlich Magnus, hier ist unser Ehrenhandler. Ah, wir haben noch einen Ehrenhandler am Start. Wir haben noch einen Magnus am Start.
00:56:36 Du bist ehrenamtlich hier am Start. Wie lange schon? Ich glaube mittlerweile seit drei und viertel Jahren. So lange schon? Magnus übernimmt doch immer eine Verantwortung für so eine Gruppe.
00:56:53 Montag und Donnerstag haben wir eine relativ feste Gruppe da, die sich etabliert hat, wo es drei, vier Leute, drei, vier Menschen gibt, die dann auch sozusagen die Schichtleitung übernehmen. Na klar haben wir immer noch unsere Hauptamtlichen da, aber in der Regel machen sie sozusagen die Ehrenamtland.
00:57:14 Eigenregie? Kann man das so machen? Irgendwie so was haben wir auch viel Erfahrung, irgendwie sind hier schon ganz lange, die sind länger da als ich.
00:57:23 Ja, aber nicht in Summe mehr. Vielleicht zeitlich, wenn man sich die gesamte Zeitspanne anschaut, aber mehr Stunden hast du hier verbracht. Ja, da hat auch gerade jemand geschrieben, dass sie das wirklich wundervoll hier findet und bei euch gerne mal reinschnuppern würde. Wohin müsste sich wenden? Wohin auch in Kreuzberg hat sie so geschrieben. Das ist doch total super. Also wenn du Lust hast, kommst du heute Abend noch vorbei, dann können wir dich sozusagen in die Wettbewerbgruppe einladen.
Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement
00:57:5300:57:53 Nein, wenn nicht, kommst du einfach abends hier mal vorbei, komm rein schnuppern, dann würden wir das erklären mit der Wostelgruppe. Oder trägst dich in wostel.de. Oder genau, die Alternative ist, über die Ehrenamtsplattform das einmal zu machen, die Wostel, und dann die Johanniter-Seite Urlauer Straße aufrufen und dann kann man sich für einen Dienst eintragen.
00:58:20 einfach vorbeikommen, sagen, ey hier, ich würde mir das mal angucken und es ist immer noch Platz. Wie war das so bei dir, Magnus? Wie bist du hier auf die Johanniter gestoßen? Ich bin über den Freund auf die Johanniter gekommen. Also genau, ich kenne, und der macht das schon auch, der macht das noch länger. Der gute Alkmaar, der ist seit, ich glaube, der macht das eher nach 16, viereinhalb Jahren circa, so Pi mal Daumen. Und der, genau, wie der dazu gekommen ist, weiß nicht, aber der hat dann damals sein
00:58:49 seine ganzen Freunde und Menschen, die er so kannte, immer wieder zu animiert. Und der hat anderthalb Jahre mir erzählt, dass er hier hingeht und dass er da hilft. Und ich so, oh ja, eigentlich willst du auch mal was machen. Und dann bin ich einmal vorbeigekommen, so quasi, okay, will ich mir auch mal anschauen. Und dann war ich hooked. Es gab Phasen, da war ich viermal im Monat hier, wirklich jede Woche einmal nach der Arbeit.
00:59:10 War dann ein Job, wo ich weniger zu tun hatte. Damals war ein Irr noch nicht da, da haben wir komplett von A bis Z gekocht. Da gab es auch für die ganze Einrichtung nur 1,5 Ehrenamt, äh, Hauptamtliche und dann war das rein Ehrenamt. Es hat auch viel Spaß gemacht, aus allen möglichen Essensresten wirklich dazustehen. Okay, du weißt nicht, wie viele Menschen wirklich heute Abend kommen, du hast das und das und Essen da. Daraus zaubern. Daraus wirklich zaubern, aus Resten und die Lebensmittelreste zu verwerten und daraus schönes Essen zu verwerten.
00:59:40 zu machen, das Feedback zu bekommen, wenn es schmeckt, wenn man das komplett von HBZ selber gekocht hat oder auch jetzt macht man immer noch. Aber dieses Feedback, man hat sich Mühe gegeben, es wird gesehen, das ist ein ganzes Gefühl. Und dann auch so sich auch mit den anderen Ehrenamtlern zu connecten oder mit Knut und Martin hier auch nochmal. Das ist bestimmt auch cool, oder? Mega. Wie oft kommst du jetzt so gerade hier vorbei? Einmal im Monat mindestens, aber das ist tatsächlich bei mir ein bisschen stressiger. Ein bis zweimal im Monat.
Flexibilität und Professionalisierung der Hilfe
01:00:0601:00:06 Ja, aber ist ja trotzdem cool, wenn man helfen kann, wo was gerade geht. Wenn die Kapazitäten da sind. Das ist aber auch das coole hier ehrlich gesagt, dass es geht, dass man so flexibel helfen kann. Ich glaube, das ist immer wichtiger, oder ich sehe es auch bei den anderen, die helfen. Es ist cool, wenn irgendjemand immer wieder kommt, dass man von A bis Z wieder einlernen muss. Aber wenn da Pausen dazwischen sind, ist eigentlich halt egal. Hast du dann auch, weil...
01:00:30 Du warst dann ja auch bei dem Wechsel von, sag ich mal, nur im Winter hier die Einrichtung dabei und dann zu 365 Tage im Jahr. Hast du da auch einen großen Wechsel in der Einrichtung mitbekommen oder wie war das dann? Klar, es haben sich Sachen verändert. Es wurde vieles professionalisiert. Es wurden Prozesse eingeführt.
01:00:50 Aber ich glaube, was geblieben ist, ist wirklich das Herz, dass die Menschen, die hier helfen, sowohl die Hauptamtlichen als auch die Ehrenamtlichen, das gerne machen. Weil es ist ganz sicher nichts, was man, egal ob hauptamtlich oder ehrenamtlich, machen kann, wenn man nicht auch Spaß am Helfen hat. Ja, ja mega.
Positive Resonanz und Aufruf zur Unterstützung
01:01:0601:01:06 Freunde, wenn ihr noch Fragen habt, Magnus habt, ehrenamtlich hier auch am Start, dann schreibt ihr auch jetzt gerne in den Chat rein. Ansonsten Ausrufezeichen Johannita auch nochmal in den Chat und dann könnt ihr direkt hier spenden. Da haben wir glaube ich heute auch schon wieder eine richtig dicke Summe zusammenbekommen. Also mega Einblick. Ich glaube den Leuten hat das hier richtig gut gefallen. Das ist es auch. Ich glaube also jenseits der Spenden, über die wir uns natürlich total freuen irgendwie. Also es ist für uns auch total wichtig, für das Thema zu sensibilisieren.
01:01:36 wie vielleicht auch ein bisschen scheu zu nehmen vor den vor den vor den leuten oder von kontakt zu den leuten oder unsicherheit zu nehmen ja man sich mit den leuten wie man mit ihnen in verbindung tritt oder umgeht wenn man sich auf der straße sieht oder in der bahn
01:01:55 Ich glaube hier gab es echt, also davor ein paar Leute, die so ein bisschen skeptisch waren irgendwie, aber so ein Einblick dann so nah mal auch zu sehen, auch über den Bildschirm, ich glaube, das gibt dann nochmal so ein neues Bild. Ja, ich würde das auch spannend finden irgendwie, ich wusste ja auch vorher nicht, bevor ich angefangen habe, wie so ein Zimmer in der Notüberlacht. Ja, ja, ja. So wusste ich auch nicht. Ja, jetzt habt ihr es gesehen, Freunde. Ja, genau. Ja, mega geil. Ist nicht mehr so lange, bis die Ersten kommen hier, ne? Habt ihr noch Fragen, Freunde?
Abschluss und Dank an die Gemeinschaft
01:02:2401:02:24 Ansonsten würde ich sagen, machen wir hier Feierabend.
01:02:30 Also hier ist noch nicht Feierabend. Jetzt geht es gleich erstmal richtig los. Die letzten Fragen vielleicht nochmal. Moralistin schreibt, super, ich werde nach meinem Urlaub vorbeikommen und schauen, wo ich unterstützen kann. Also hat gesagt, komm direkt aus Kreuzberg. Dann sag gerne Bescheid. Macht Spaß, wir freuen uns. Ich komme auch gerne hier nochmal vorbei. Also meine Freundin zum Beispiel, die studiert gerade soziale Arbeit. Super, muss ja auch ein Praktikum machen.
01:02:57 Ich glaube, dass... Also ich werde auf jeden Fall auch nochmal vorbeikommen, auch mit den Klamotten und sowas. Das ist ja auch einfach mega, dass die Klamotten direkt wieder genutzt werden können und so. Also mich werdet ihr nicht los. Das freut uns. Hat mich mega gefreut. Also richtig geile Einblicke. Das habt ihr euch richtig sympathisch gemacht hier. Hat mir richtig Spaß gemacht hier heute. Ich glaube, dass ihr dir die Zeit genommen habt. Kann ich nur zurückgeben, ne?
01:03:26 Einmal einen dicken Clap in den Chat auch für die beiden, die hier am Start waren. Das war richtig geil. Und Magnus. Magnus war auch noch am Start. Geil, geil, geil. Supergeiler Beitrag. Danke an alle. Ihr seid großartig. Toll. Freunde, nochmal eine Clapwelle an Knud und Martin. Super. Ja, mega. Hammer.
01:03:49 Wir können jetzt noch mal reingucken, was ist denn bei unserem Link rausgekommen. Danke, dass ihr das zum Thema aufmerksam macht. Toll. Wow. Und wir sind bei 627 Euro heute nochmal am Stahl. Danke schön. Die neuen Schlüppis. Neue Schlüpfer und Tocke. Fetten Respekt für alle, die ihre Freizeit für Hilfsbedürftige opfern. Mega. Toll, toll, toll. Hier sind nochmal die Leute im Chat.
01:04:18 Geben hier Herzen und Claps. Danke euch. Ja, Hammer. Freunde, Ausrufezeichen, Johanniter. Jetzt wisst ihr, was ihr machen könnt. Spenden oder mit den Sachspenden direkt vorbeikommen. Geil, oder? Die Zeit ist das Wertvollste. Oder auch gerne mit der Zeit. Also hier gibt es auch wirklich viele Leute, die auch aus Berlin kommen. Gab oben noch ein paar Fragen. Ja, wenn, dann jetzt. Aber Hammer, Freunde. Richtig, richtig geile Sache.
01:04:45 Ja, vielen Dank. Geil. Dann würde ich sagen, können wir gerne wegraden, Freunde. War ein super spannender Einblick hier heute. Also sehr, sehr, sehr toll. Ausrufezeichen Johanniter nochmal abchecken. Und dann würde ich sagen, das war es für heute. Bis zum nächsten Mal, Freunde. Wir sehen uns wahrscheinlich morgen nochmal wieder. Ciao. Danke, danke, danke. Danke. So.