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Greenpeace-Forschungsschiff im Fokus
Das Greenpeace-Forschungsschiff wurde zur Erkundung der Tiefsee in der Arktis eingesetzt. Mit dem Roboter 'Holly' wurden Proben aus Tiefen von bis zu 3000 Metern entnommen, um das marine Leben zu erforschen. Das Schiff diente als Basis für Wissenschaftler, die die Auswirkungen potenzieller Tiefseebergbau-Projekte untersuchten.
Ankunft und Vorbereitungen
00:00:09Der Stream beginnt mit der Ankunft im Hafen von Bergen, Norwegen. Die Streamer bereiten sich auf eine Besichtigung des Greenpeace-Forschungsschiffes vor. Sie erhalten Besucherbänder und planen, als erste deutsche Content Creator eine Tour auf dem Schiff zu machen. Das Team besteht aus mehreren Personen, darunter Kim und Gülli, und es gibt internationale Creator mit bis zu 32 Millionen Abonnenten. Das Schiff ist beeindruckend groß und wurde für die Greenpeace Deep Arctic Expedition chartert, um in der Arktis Forschung zu betreiben.
Einführung in das Forschungsschiff
00:12:42Das Forschungsschiff wurde für die Deep Arctic Expedition von Greenpeace eingesetzt und war in den letzten Wochen in der Arktis unterwegs, um die Tiefsee auf bis zu 3000 Meter Tiefe zu erforschen. Der Roboter 'Holly' wurde für diese Expedition eingesetzt, um Proben zu sammeln und Aufnahmen zu machen. Das Schiff ist wie ein Expeditions-Ship ausgestattet und hat verschiedene Bereiche für die Crew und die Wissenschaftler. Die Wetterbedingungen in Bergen sind regnerisch, aber das hält das Team nicht von der Tour ab.
Technische Details des Roboters
00:15:08Der Roboter 'Holly' ist beeindruckend und kann in Tiefen von bis zu 3000 Metern tauchen. Er wird über ein dickes Kabel gesteuert, das mindestens drei Kilometer lang ist und Daten und Informationen vom Roboter zum Schiff transportiert. Holly hat verschiedene Kameras und Sensoren sowie Greifarme, um Proben zu entnehmen. Der Roboter kann auch Bodenproben nehmen, indem er Rohre in den Meeresboden sticht. Die gesammelten Proben werden in speziellen Boxen gesammelt und nummeriert, damit sie später den verschiedenen Schichten zugeordnet werden können.
Forschungsziele und Probenahme
00:17:11Die Hauptaufgabe der Expedition war es, verschiedene Lebensräume in der Tiefsee zu erforschen und Proben zu sammeln. Dabei wurden Wasserproben, Sedimentproben und sogar lebende Tiere gesammelt. Die Proben werden in speziellen Kühlschränken gelagert und an Forschungsinstitute und Universitäten weitergeleitet. Eine wichtige Erkenntnis ist, dass Schwämme viele Informationen aufnehmen können, da sie alles absorbieren. Diese können mit DNA-Technik analysiert werden. Die Expedition zeigt auch die Auswirkungen potenzieller Tiefseebergbau-Projekte auf die Umwelt und die dortigen Lebensräume.
Tour über das Schiff
00:26:10Das Team erhält eine exklusive Tour auf dem Schiff, die verschiedene Stationen umfasst. Zuerst besuchen sie die Brücke, das Kontrollzentrum des Schiffes. Von dort aus haben sie einen 360-Grad-Blick über das Meer und Bergen. Die Brücke ist mit vielen traditionellen Schaltern und Knöpfen ausgestattet, nicht nur mit Touchscreens. Der Kapitän erklärt, wie das Schiff gesteuert wird und wie die dynamische Positionierung funktioniert, damit der Roboter stabil gehalten werden kann, während das Schiff sich bewegt.
Messinstrumente und Arbeitsbereiche
00:40:12Während der Tour werden verschiedene Messinstrumente vorgestellt, darunter die CTD-Unit, die Temperatur, pH-Wert, Salzgehalt und Leitfähigkeit des Wassers misst. Diese Einheit wird zusammen mit Wasserflaschen (Niskin Flaschen) verwendet, um Wasserproben in verschiedenen Tiefen zu sammeln. Das Schiff hat auch spezielle Bereiche für die Crew und die Wissenschaftler, darunter Gefrierschränke, Kühlschränke und Werkzeuglager. Die Crew besteht aus 35 Personen und arbeitet im Schichtsystem, um den 24-Betrieb des Schiffes zu gewährleisten.
Internationale Gewässer und Rechtliche Fragen
00:54:14Während der Tour werden auch rechtliche Aspekte der Meere erörtert. Es wird erklärt, dass Länder einen erweiterten Festlandsockel beanspruchen können, der über die 200-Seemeilen-Zone hinausgeht. Dies bedeutet, dass Norwegen Anspruch auf den Meeresboden in bestimmten Gebieten hat, nicht jedoch auf das Wasser darüber. Diese rechtlichen Grauzonen sind relevant für Tiefseebergbau-Projekte. Gleichzeitig gibt es das UN-Hochseeschutzabkommen, das internationale Meere schützen soll, aber den Tiefseebergbau nicht verbieten kann. Dies schafft eine komplexe rechtliche und politische Situation.
Forschungsziele im Banana Hole
01:07:48Die Forschungsmission konzentrierte sich auf das sogenannte Banana Hole, ein internationales Gewässer, das Norwegen für sich claimen möchte. Das Team erforschte sowohl dieses Gebiet als auch angrenzende norwegische Gewässer, um den marinen Schutz durch internationale und nationale Regime zu fördern. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzten den Roboter Holly, um verschiedene Tiefseebereiche zu erkunden, wobei sie Genehmigungen von norwegischen Behörden eingeholt und umfangreiche Unterwasseruntersuchungen durchgeführt haben.
Arbeitsroutine an Bord
01:09:40Die vierwöchige Expedition beinhaltete 12 Stunden Schichten für die Teammitglieder, hauptsächlich von 2 Uhr nachts bis 14 Uhr. Die Freizeit war stark begrenzt, mit Schlafversuchen meist zwischen 5 Uhr und 13 Uhr, um die benötigten 8 Stunden zu bekommen. Die Forschungsarbeit umfasste die Steuerung des Tauchroboters Holly, das Kommentieren der Live-Übertragungen sowie die Entnahme und Bearbeitung von Proben. Die gesamte Operation war aufwendig und kostete über eine Million Euro, die durch Spenden finanziert wurde.
Technische Einrichtungen und Arbeitsbereiche
01:11:48Das Forschungsschiff verfügte über mehrere Arbeitsbereiche. Das DryLab war das Trockenlabor mit Bildschirmen für Livestreams. Ein separater Container diente als Steuerungszentrum für den Roboter Holly, ausgestattet mit High-Definition-Kameras und Präzisionsarmen. Hier arbeiteten Wissenschaftler und Roboterpiloten eng zusammen. Das Nasslabor diente der Verarbeitung der gesammelten Proben, die für molekulare Untersuchungen in Alkohol konserviert wurden, wodurch sie jedoch ihre Farben verloren. Ein weiterer Bereich war das Fotolabor für die Aufnahme der gesammelten Tiere.
Tiefsee-Kartierung und Entdeckungen
01:17:35Während der Expedition wurde die Tiefsee kartiert, wobei einige Bereiche mit hoher Auflösung und andere mit bis zu 200 Meter Abstand erfasst wurden. Die Forscher konzentrierten sich auf biologische Daten, nicht auf die Bodenbeschaffenheit. Besondere Aufmerksamkeit gaben sie den Hydrothermalquellen wie Loki's Castle, wo es etwa 300 Grad heißes Wasser gibt. Diese Quellen stehen im Zusammenhang mit unterseeischen Vulkanen und enthalten verschiedene Metallablagerungen, die je nach Temperatur farbig variieren - schwarz bei heißen Quellen über 300 Grad und weiß bei kühleren bei ca. 40-50 Grad.
Einzigartiges Leben in der Tiefsee
01:20:49Die Tiefsee erwies sich als unglaublich reiche Lebenswelt mit spezialisierten Organismen. Wissenschaftler fanden Schwämme, Seeanemonen, Weichkorallen und Flohkrebse. Besonders bemerkenswert sind die Glaschwämme, die unter extremen Bedingungen wachsen und wertvolle medizinische Wirkstoffe enthalten. Viele der Lebewesen sind nur sehr langsam beweglich, wie Schwämme, die sich über Jahrhunderte entwickeln können. Einige Arten sind so klein, dass sie nur unter dem Mikroskop sichtbar sind, während andere wie die Seefeder bis zu zwei Meter hoch werden können.
Forschungsmethoden und neue Arten
01:34:14Das Team arbeitete selektiv bei der Probenentnahme, je nach Forschungsfrage, und konzentrierte sich oft auf die Verbreitung der Arten und ihre Vernetzung zwischen verschiedenen Seebergen. Viele der gefundenen Arten waren völlig neu und mussten erst beschrieben werden. Die Identifikation erfolgte durch morphologische Merkmale und molekulare Untersuchungen. Einige bisher unbekannte Geschlechter von Arten wurden erst während der Expedition entdeckt. Die Aufnahmen der Tiere wurden von Fotografen wie Solvin Zankl unter kontrollierten Bedingungen hergestellt, um Details festzuhalten.
Steuerung des Roboters Holly
01:46:13Der Roboter Holly wurde aus einem speziellen Container gesteuert, der mit Gaming-Chairs und über 15 Bildschirmen ausgestattet war. Hier arbeiteten Teams aus Wissenschaftlern und Roboterpiloten, die mit High-Definition-Kameras feinste Präzisionsarbeiten durchführten. Holly war mit Armen ausgestattet, die Proben wie eine Schaufel aufnehmen konnten, aber auch filigrane Arbeiten erlaubten. Der Roboter war über ein 4 Kilometer langes Kabel mit dem Schiff verbunden und konnte bis zu 3000 Meter tief tauchen. Die Steuerung erfolgte durch spezielle Joysticks undkamerasysteme.
Fotografie in der Tiefsee
01:59:20Ein zentraler Bestandteil der Expedition war die Dokumentation des gefundenen Lebens durch Fotografie. Der Fotograf Solvin Zankl spezialisierte sich auf Aufnahmen mit schwarzem Hintergrund, um die Tiere optimal zur Geltung zu bringen. Hierfür entwickelte er spezielle Setups mit Mikroskopen für kleine Organismen und Aquarien für größere Tiere. Die Bilder wurden unter kontrollierten Bedingungen bei den für die Tiere notwendigen Kältegraden aufgenommen. Diese Aufnahmen sind nicht nur wissenschaftlich wertvoll, sondern ermöglichen auch die breite Öffentlichkeit an der unerwartet bunten und faszinierenden Tiefsee teilhaben zu lassen.
Tiefseelebewesen und deren Fortpflanzung
02:02:31Im Stream wird über die faszinierenden Lebensformen in der Tiefsee gesprochen. Insbesondere werden Millionen von Muschelkrebsen beschrieben, die synchron Samen- und Eizellen freisetzen - ein spektakulärer Anblick, der wie ein blau fluoreszierendes Feuerwerk wirkt. Diese Leuchterscheinungen sind einzigartige Anpassungen an die极端 Umweltbedingungen der Tiefsee, wo permanente Finsternis herrscht und Lichtquellen extrem rare Ereignisse sind. DiesecreateElemente sind ein essentieller Bestandteil der marinen Nahrungskette und spielen eine entscheidende Rolle im Ökosystem.
Arbeitsbedingungen auf dem Forschungsschiff
02:02:57Der Sprecher berichtet von den Arbeitsbedingungen auf dem Forschungsschiff, das als Hauptarbeitsplatz für die Meeresforschung diente. Trotz der technischen Ausstattung waren die Herausforderungen erheblich - das Schiff war zwar leise, aber bei Seegang mussten alle Geräte festgesichert werden. Die Aquarien konnten nicht ganz voll gefüllt werden, um ein Überlaufen bei Schräglage zu verhindern. Die Fotografie der Tiere stellte besondere Anforderungen, da Vibrationen die Bildaufnahmen störten und nur bei ruhiger See qualitativ hochwertige Aufnahmen möglich waren. Das Forschungsteam hatte mit günstigem Wetter viel Glück, was die Durchführung der Untersuchungen erleichterte.
Kaltwasserkorallen und artspezifische Anpassungen
02:04:16Ein weiteres wichtiges Thema sind die Kaltwasserkorallen, die in der Tiefsee eine immense Artenvielfalt aufweisen. Im Gegensatz zu Korallen in flachen Gewässern benötigen diese Tiefseekorallen kein Sonnenlicht und leben nicht in Symbiose mit Algen. Stattdessen sind sie mit speziellen Fangarmen ausgestattet, um kleine Organismen aus dem Wasser zu filtern. Diese Korallenriffe sind wichtige Lebensräume für zahlreiche Meeresbewohner und zeigen eine erstaunliche Anpassungsfähigkeit an extreme Lebensbedingungen. Die Forschung an diesen Korallen liefert wertvolle Erkenntnisse über die Biodiversität in den unzugänglichen Tiefseebereichen.
Entdeckung neuer Arten und Pionierarbeit
02:06:33Ein besonders spannender Aspekt des Streams ist die Möglichkeit, dass einige der fotografierten Tiere bisher unentdeckte Arten sein könnten. Der Sprecher berichtet über Tiere, wie einen Schuppenwurm und einen Amphipoden, die möglicherweise neu für die Wissenschaft sind und noch nie von Menschen fotografiert wurden. Diese potenziellen Entdeckungen unterstreichen die Bedeutung der Tiefseeexpeditionen für die wissenschaftliche Forschung. Die hochauflösende Kameratechnik mit bis zu 24 Megapixeln ermöglicht detaillierte Aufnahmen, die selbst kleinste Strukturen wie Härchen und Fangarme zeigen und wertvolles Forschungsmaterial liefern.
Praktische Forschungsarbeit und Tierschutz
02:08:43Der Stream vermittelt einen authentischen Einblick in die praktische Arbeit der Meeresforscher. Wichtig ist dabei der schonende Umgang mit den Tieren - sie werden in kühlem Wasser gehalten, das den Tiefseebedingungen entspricht, und lebend an die Forscher übergeben. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, die Tiere für wissenschaftliche Untersuchungen zu schonen und gleichzeitig natürliche Verhaltensweisen zu studieren. Die Forscher dokumentieren nicht nur bekannte Arten, sondern suchen auch nach neuen Erkenntnissen über Lebensweisen und Anpassungen von Tieren in der extremen Tiefseeumgebung, was zukünftige medizinische oder technologische Anwendungen ermöglicht.
Walknochen als Tiefsee-Ökosystem
02:12:52Eine bemerkenswerte Entdeckung waren Walknochen, die auf dem Meeresboden gefunden wurden. Diese Knochen dienen als Nahrungsquelle für spezielle Organismen in der Tiefsee, wo Nahrung generell limitiert ist. Es wurden Würmer beschrieben, die in die Knochen eindringen und sich vom Knochenmark ernähren. Dieser Fund zeigt die einzigartigen Kreisläufe in der Tiefsee-Ökosystem, wo selbst Überreste großer Säugetiere ein neues Mikroökosystem ermöglichen und den Abbau organischer Materie ermöglichen. Die Forscher konnten beobachten, wie verschiedene Tierspezies den Knochen schrittweise zersetzen.
Weg zur Meeresbiologie
02:14:44Der Sprecher erzählt von seiner persönlichen Motivation für die Meeresbiologie, die durch den Einfluss seines Vaters geprägt wurde. Dieser war Biologe und forschte am Meer, was ihm schon in der Kindheit früh Einblicke in die Forschung ermöglichte. Besonders prägend war ein Aufenthalt in einer Forschungsstation in der Karibik, wo er den Forschungsalltag hautnah erlebte. Diese frühen Kontakte weckten seine Leidenschaft für die Erforschung der Meeresbiologie und führten zu seiner heutigen Tätigkeit, bei der er Wissenschaft und Öffentlichkeitsarbeit verbindet, um das Bewusstsein für den Ozean zu schärfen.
Technik der Meeresforschung
02:15:07Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vorstellung der technischen Mittel der Meeresforschung. Es werden spezielle Kamerasysteme gezeigt, darunter 8K-Kameras und eine 360-Grad-Kamera für Planetariumsprojektionen. Besonders beeindruckend ist der Roboter Holly, der in Tiefen von bis zu 3000 Metern eingesetzt wird und mit Präzision gesteuert werden kann. Diese Technologie ermöglicht es, die Tiefsee zu erforschen, ohne die empfindlichen Ökosysteme zu stören. Die Steuerung des Roboters erfordert spezielle Fähigkeiten und die Zusammenarbeit des Teams, um Proben sicher zu entnehmen und zurück an die Oberfläche zu bringen.