Ein Win ist kein Win und Zwei Wins sind 3 Wins
Analyse des Matchmaking-Systems in League of Legends
Es wurde eine Analyse des Matchmaking-Prozesses in League of Legends vorgenommen. Der Fokus liegt auf der Kluft, die sich insbesondere über 1000 League Points (LP) zwischen Hobby-Spielern und solchen mit professionellen Ambitionen bildet. Zudem wird die Unlogik in der Paarung von Spielern mit unterschiedlichen Elo-Niveaus kritisiert, die für viele als unfair empfunden wird.
Streambeginn und Spielauswahl
00:01:00Der Streamer begrüßt die Zuschauer und berichtet von seiner Besserung nach einer Krankheit. Er kündigt eine entspannte Solo-Q-Session in der Low Elo an, da er sich von den 1000 AP-Lobbys satt fühlt und gegen Noobs spielen möchte. Obwohl ein Champion wie Jhin gewählt wird, betont er den Wunsch nach einem einfachen Zock und initiiert das Spiel mit Nico Gin Support gegen Nautilus.
Spielmechanik und Championspekulation
00:10:07Ein erstes erfolgreiches Tötungsplay an der Bot-Lane führt zu der Betrachtung, dass ein einzelner Win kein richtiger Win ist, da er leicht umkehrbar ist. Der Streamer analysiert die gegnerische Teamkomp, die möglicherweise einfacher zu spielen ist, und stellt seine eigene Championwahl in Frage. Er kommentiert seinen Rang und stellt fest, dass er im Vergleich zur letzten Saison weniger stark eingestuft ist, obwohl die Gegner auf dem gleichen Niveau wie vorher sind.
Frustration mit Championmechaniken
00:19:48Nach mehreren Toden stellt der Streamer sein Championverständnis infrage. Jhin fühlt sich im Vergleich zu Korki extrem brüchig an und führt zu häufigen, vermeidbaren Toden. Er kritisiert Item-Builds wie Muramana, die als scuff empfunden werden. Zudem bemerkt er einen Bug oder Designfehler beim gegnerischen Kaiser, der mit E aus einer Root-Wirkung heraus agieren konnte, was seiner Meinung nach nicht korrekt ist.
Neues Spiel und Analyse der Rolle
00:36:28Ein neues Spiel beginnt mit Zoe Support und Samira im gegnerischen Team, Champs der der Streamer hasst. Er analysiert die Schwierigkeit der Rolle des AD Carries im höheren Elo-Bereich, da man gegen 'Dämonen' und Fortnite-Kids spielen muss. Er beschreibt die physicalische und mentale Anstrengung von League of Legends Streams und verkündet eine Strategie, nach jedem Spiel für fünf Minuten Pause zu machen, um die Energie zu regulieren und Erschöpfung vorzubeugen.
Pause und Champion-Diskussion
01:07:40Nach einer kurzen Pause zur Erholung setzt der Streamer das Spiel fort und beschreibt das Gefühl der Überforderung im aktuellen Game, trotz eines erfolgreichen Drachenraubs. Es folgt eine Diskussion über Champions, die 2011 und 2012 veröffentlicht wurden, und eine Ratespielrunde mit Champion-Emojis. Er kritisiert die Voice-Over-Stimme von Rell und gibt den Stream allmählich weiter, da er sehr erschöpft wirkt.
Analyse einer schwierigen Bot-Lane
01:25:58Die eigene Bot-Lane verliert trotz Goldvorteil gegen Akali und Senna. Der Streamer analysiert die Situation, erklärt, warum ein Fight oft zum Tod führt und dass der Gegner ohne cleaves sterben muss. Er betont die Dringlichkeit, nach einem Fight sofort umzudrehen, da die Gegner permanent das andere Ende der Map drücken. Sein Champion fühlt sich stark an, doch die gegnerische Akali ist übermächtig und ein 1v1 ist nicht zu gewinnen.
Experimente mit Item-Builds
01:43:14Der Streamer experimentiert mit verschiedenen Item-Builds für Jhin im Late Game. Er vergleicht den Damage von Stormrazor, Hexplate und Bloodthirster, wobei Blutlanze aufgrund des Schilds und des hohen Damage als überlegen gilt. Er beschreibt den ultimativen Cooldown und die Values der Items und kommt zu dem Schluss, dass Standard-Builds wie Blutlanze und Collector nach wie vor am besten performen, während Experimente wie Hexplate nicht rentabel sind.
Elo-Diskussion und Ausblick
02:11:16Der Streamer vergleicht die aktuelle Spielsituation in der 500-LP-Elo mit den vorherigen 1000-LP-Spielen und stellt fest, dass es sich 'zucker und entspannt' anfühlt. Er kritisiert die bisherige Season als nutzlos und frisch, stellt aber fest, dass er den Weg zurück zu 1000 LP meistern wird. Um sich für den nächsten Challenger-Gegner zu wappnen, erwägt er einen Counter-Pick gegen den gegnerischen Kaiser und diskutiert Runenseiten mit Presence of Mind und Cashback.
Gameplay-Frustration und Analyse
02:15:59Der Streamer reflektiert über ein Spiel, bei dem er trotz eines scheinbaren Lane-Vorteils aufgrund von Fehlern in der Farm und dem Respekt vor gegnerischen Spielern wie Akshan und Nocturne zurückliegt. Er kritisiert sein Champion-Picking und die mangelnde Attack Speed, was das Spiel unangenehm und unproduktiv macht. Er beschreibt, wie ein Teamkollege aktiv verliert, was die Situation verschlimmert, und analysiert, dass der gegnerische Midlaner fünf Level im Vorsprung hatte, was auf ein eklatantes Matchmaking-Problem hindeutet.
Kritik an den Riot-Regeln und Toxicity
02:39:19Der Streamer äußert seine Kritik am Bann-System von Riot Games. Er stellt einen Widerspruch fest, dass toxisches Verhalten im Chat sofort geahndet wird, während offensichtliches Griefern im Spiel, wie das Verlieren des Spiels aktiv, unpunished bleibt. Er vertritt die Ansicht, dass das Verbot von Chat-Toxicity das Problem nicht löst, sondern die Spieler dazu zwingt, ihre Frustration im Gameplay auszuleben, was zu mehr Sabotage führt.
Analyse des Matchmaking-Problems
03:04:09Der Streamer vergleicht die Spielqualität von gestern und heute und identifiziert die Solo-Q als den Hauptunterschied. Gestiegene LP bei Solo-Q führen zu höherwertigen Gegnern während Duo-Q zu weniger anspruchsvollen Lobbys führt. Er kritisiert, dass das System ihn in wenigen Tagen von Spielen gegen Challenger-Spieler zu Spielen gegen Diamond 1 wechseln lässt, was große Unterschiede im Spielniveau darstellt und als unlogisch und unfair empfindet wird.
Die Geschäftsstrategie von Riot Games
03:28:53Der Streamer argumentiert, dass die Priorität von Riot Games nicht faire Spiele, sondern die Maximierung der Spielzeit und der Einnahmen ist. Er erklärt, dass ein kapitalistisches Unternehmen wie Riot Entscheidungen trifft, die den Umsatz steigern, auch wenn dies zu qualitativ minderwertigen Spielen führt. Er deutet an, dass die Geschäftsinteressen über die Bedürfnisse der Spieler nach einem fairen Wettbewerb gestellt werden.
Vorschläge für eine verbesserte Rangliste
03:48:59Um das Problem des Matchmakings zu lösen, schlägt der Streamer ein zweigeteiltes Ranglistensystem vor. Die normale Rangliste würde bis zu einer hohen Platzierung, z.B. Top 2000, laufen. Spieler, die diese Schwelle erreichen, würden zu einer separaten, invitationalen High-Elo-Queue mit strikt fairem Matchmaking eingeladen, ähnlich wie bei Counter-Strike Faceit. Diese Queue hätte mehr Prestige und könnte manuell überwacht werden, um Griefern vorzubeugen.
Die große Lücke in League of Legends
03:59:19Der Streamer diskutiert die wachsende Kluft zwischen den Spielern, die League of Legends als Hobby betreiben, und denen, die es als professionelles Lebensziel betrachten. Seiner Beobachtung nach wird diese Lücke vor allem über 1000 LP (League of Points) immer größer. Die eine Gruppe spielt für Vergnügen, während die andere Gruppe jede freie Sekunde investiert, um es zu ihrem Beruf zu machen und Pro zu werden. Diese fundamentale Einstellung führt zu einem ungleichen Leistungsniveau und einer frustrierenden Erfahrung für die Hobby-Spieler, insbesondere wenn sie sich gegen die hoch spezialisierte Gegnerschaft nicht durchsetzen können.
Gefühl des Grieves und Unverständnis über das Spielverhalten
04:01:54Im weiteren Verlauf des Streams äußert der Streamer starkes Unverständnis und Frustration über das Spielverhalten seiner Mitspieler und selbst über das von Riot Games wahrgenommene Matchmaking. Er fühlt sich in einem seiner Spiele permanent von Riot „gegrieved“, also im Unrecht gelassen, und gibt an, dass das Ranked-System für 99% der Spieler irrelevant sei. Die ständigen Niederlagen führen dazu, dass er das Gefühl hat, handlungsunfähig zu sein und keine Kontrolle über das Aus des Spiels zu haben, da seine Teammates fundamentale Entscheidungen im Kampf vermissen lassen und nicht koordiniert agieren.
Die Tiefe der Champions und die Hoffnung auf den Faker
04:43:38Nach einer längeren Phase des Frusts und des kritischen Spielens wendet sich der Streamer der Analyse einzelner Champions zu. Er beleuchtet seine Erfahrungen mit Aphelios und Ash, wobei er herausstellt, dass deren Nützlichkeit extrem vom Team abhängt. Ash sei beispielsweise „nutzlos“, wenn das Team schlecht spiele und keinen Frontline-Champion habe. Die wichtigste Erkenntnis ist jedoch eine fast naive Hoffnung: Um mit bestimmten Champions wie Aphelios zu gewinnen, bräuchte man nur einen „Faker of Galio“, also einen Spieler mit exzellentem Spielgefühl und mechanischem Können, um die Spiele zu tragen und zu ermöglichen.
Ausblick auf die Zukunft und Verabschiedung
06:19:43Zum Abschluss des Streams gibt der Streamer eine positive Bilanz über den Tag, wobei er die Ergebnisse von 7 Siegen und 3 Niederlagen als solide ansieht, auch wenn die Spiele oft anspruchsvoll waren. Er verkündet, für den nächsten Abend aufgrund eines geplanten Darts-Events offline zu sein, und kündigt die Playoffs für seine Community an. Zum Schluss sorgt ein Gast, Platin 3 nach den ersten Placements, für eine positive Stimmung, bevor der Stream mit der Verabschiedung und einem Dank an die Zuschauer endet.