Das Tatort Pen&Paper – “Sing mir das Lied vom Tod” mit Mháire Stritter, Baso, Karni und Eli Wasserscheid
Chorsänger stirbt nach Aufnahme, Ermittlungen eingeleitet
Während einer Choraufnahme bricht ein Sänger zusammen und verstirbt später im Krankenhaus. Die Obduktion bestätigt eine Vergiftung. Mit Unterstützung von Kommissarin Wanda Goldwasser aus Nürnberg ermitteln die Beamten nun im Tonstudio.
Ermittlungsteam trifft am Tatort ein
00:25:15Die Ermittler Julia Kröll und Dominik Stockinger treffen am Tatort in Schwabing ein, einem Tonstudio. Sie werden von der unerwarteten Unterstützung Kommissarin Wanda Goldwasser aus Nürnberg verstärkt, die aufgrund einer Krankheitswelle im Münchner Kommissariat hinzugezogen wurde. Am Tatort angekommen, empfangt sie der uniformierte Polizeioberwachtmeister Anselm Feuerbach. Die ersten Ermittlungen ergeben, dass der 65-jährige Josef Brandner, ein Bauunternehmer, während einer Choraufnahme zusammengebrochen ist und im Krankenhaus verstorben ist. Seine Nichte Caroline Brandner berichtet von Vergiftungserscheinungen und besteht auf einer ärztlichen Untersuchung.
Obduktionsbestätigung und Ermittlungsbeginn
00:57:20Nach einem Anruf im Krankenhaus bestätigt die Ärztin Dr. Paulsen den Verdacht auf einen unnatlichen Tod durch eine Vergiftung. Die Laborergebnisse stehen jedoch erst am nächsten Tag zur Verfügung. Die Spurensicherung wird angefordert, um das Tonstudio nach Giftspuren zu untersuchen. Die Ermittler beginnen nun, die Nichte Caroline Brandner zu befragen, um ein Bild des bisherigen Geschehens zu zeichnen und Hinweise auf einen möglichen Täter zu sammeln.
Befragung der Nichte und erste Verdächtige
01:03:09Caroline Brandner schildert den Vorfall: Josef „Beppi“ Brandner litt während der Aufnahme zunehmend unter gesundheitlichen Problemen, unterbrach die Aufnahme mehrmals und nahm eine Tablette gegen seinen Blutdruck ein. Kurz darauf brach er zusammen und verstarb im Krankenhaus. Bei der Durchsuchung des Tonstudios wird ein Tablett mit leeren Blisterpackungen und eine Flasche mit einem seltsamen grünen Gesundheitsmix aufgefunden. Dominik Stockinger findet auch den ausgeschalteten Fitness-Tracker des Opfers. Als Verdächtige wird die Ex-Frau des Opfers, Andrea Brandner, ins Visier genommen, da sie aus der Scheidung finanziell benachteiligt wurde und somit ein Motiv haben könnte.
Spurensicherung und neue Ermittlungsansätze
01:21:16Die Spurensicherung beginnt mit der Dokumentation des Tatorts. Es werden Fingerabdrücke von allen Anwesenden, insbesondere von den Chormitgliedern und der Familie, gesichert, um einen möglichen Täter innerhalb des inneren Kreises zu identifizieren. Gleichzeitig schlägt Wanda Goldwasser vor, das Handy des Opfers zu untersuchen. Darauf könnten gesundheitsrelevante Daten des Fitness-Trackers gespeichert sein, die Rückschlüsse auf den körperlichen Zustand vor dem Vorfall zulassen und eventuelle Abnormalitäten aufdecken.
Befragung der Nichte und Untersuchung des Handys
01:25:15Nachdem die Ermittler die Nichte des Opfers, Caroline Brandner, identifiziert und ihre Personalien aufgenommen haben, befragen sie sie. Währenddessen bittet Feurige darum, das Handy des Opfers zu finden, das jedoch bei der Nichte ist. Ermittler bittet, das Handy zu untersuchen, und es stellt sich heraus, dass es sich um ein teures Smartphone handelt. Er möchte den PIN kennen, um in die Fitness-App zu schauen, was die Nichte erlaubt. Die App zeigt eine Warnung vor Herzproblemen und eine Erfolgsmeldung für das tägliche Schritteziel. Verdächtig ist jedoch, dass der Herr Brandner selten seine Ziele erreicht.
Digitale Ermittlungen an der Fitness-App
01:26:17Ermittler nutzt den Zugriff auf das Handy, um nicht nur die Fitness-App, sondern auch die WhatsApp-Verläufe zu untersuchen. Er stellt fest, dass das Opfer selten seine Schritteziele erreicht, sich aber heute ungewöhnlich viel bewegt hat. In den WhatsApp-Chats fallen Dating-Apps auf. Der letzte Verlauf ist mit der Abkürzung 'AB', was auf ein Verhältnis hindeuten könnte. Die Ermittler speichern die gesamten Daten des Handys für spätere Analysen.
Untersuchung des Dating-Profils und Konfrontation
01:29:27Anhand des Dating-Profils des Opfers findet Ermittler einen Kontakt namens 'Alfons', der vor einer Woche ein Treffen vorgeschlagen hatte. Der Ermittler konfrontiert die Nichte mit seinen Ermittlungen und bittet sie um das Handy als wichtiges Beweismittel, woraufhin sie es übergibt. Das Team äußert erste Vermutungen zu möglichen Motiven, wie ein Streit um das Erbe oder die Firma des Opfers, bei der die Nichte und die Mutter die Erben sind.
Team-Analyse und Vernehmung des Chors
01:33:26Das Ermittlerteam bespricht die bisherigen Spuren und die Unstimmigkeiten um die Ex-Frau und die Firma. Ein Kollege bekommt per Mail die kopierten WhatsApp-Daten des Opfers zugestellt. Anschließend werden die übrigen Chormitglieder, darunter der Tontechniker Marius und die Sekretärin Marie, verhört. Sie beschreiben den Chorleiter Brandner ('Beppi') als dominanten, aber manchmal auch großzügigen Macher, der oftmals Termine anderer absagte, was zu Konflikten führte.
Konfrontation mit einem rivalisierenden Chorleiter
01:38:00Die Ermittler konfrontieren einen rivalisierenden Chorleiter, der draußen auf Brandner wütend ist. Dieser erzählt, dass Brandner ihm kurz vor dem Tod einen wichtigen Aufnahmetermin abgezwängt habe. Er beschreibt Brandner als reichen und selbstherrlichen Typen, der sich oft Streit suchte und andere provozierte, aber nicht unbedingt als bösartig. Der Rivalitätsschein, der anfangs vielversprechend wirkte, wird als eher unbedeutend für die Mordermittlung eingestuft.
Vernehmung der Studio-Sekretärin Marie
02:19:27Nach einer Pause vernehmen die Ermittler die traurige Sekretärin Marie des Tonstudios. Sie schildert Brandner als eine 'Bulldogge', die zwar laut und bissig sein konnte, aber eine treue Seele war. Als konkretes Beispiel für seine Großzügigkeit erzählt Marie, wie er ihr ein Darlehen in Höhe von 20.000 Euro für das Studium ihrer Tochter Sophia gab, das er später teilweise erließ. Dies zeigt eine persönliche, fürsorgliche Seite des Opfers.
Ergebnisse der Spurensicherung
02:27:26Die Spurensicherung berichtet den Ermittlern über ihre Funde. Sie haben mehrere Gläser und eine leere Tablettenschachtel sichergestellt. Ein bemerkenswertes Detail ist, dass drei von sechs Gläsern bereits gewaschen wurden, bevor die Spurensicherung anrückte. Dies deutet auf einen gezielten Versuch hin, Spuren zu verwischen. Die Gläser und das Tablettenblister werden nun auf Gifte und Fingerabdrücke untersucht, um herauszufinden, ob die tödliche Dosis gezielt in einem Glas verabreicht wurde.
Analyse der Tatwerkzeuge und logische Schlussfolgerung
02:29:35Die Ermittler analysieren die sichergestellten Gegenstände. Es gibt sechs Gläser, aber nur drei davon sind abgewaschen worden. Dies ist logisch widersprüchlich, wenn das Gift in der Flasche gewesen wäre, da dann alle Getränke betroffen wären. Die Schlussfolgerung ist, dass die tödliche Substanz gezielt in einem einzigen Glas gelöst und dieses anschließend gründlich gereinigt wurde, um die Tat zu verschleiern. Die Suche konzentriert sich nun auf die genaue Identifizierung des Gifts und auf die Fingerabdrücke auf der Tablettenschachtel.
Spurensicherung und verdächtige Gläser
02:30:44Die Ermittler diskutieren über mehrere verdächtige Details. Das dreifache Abwaschen von Gläsern, bevor die Polizei eintrifft, wird als höchst verdächtig eingestuft, da es auf eine bewusste Spurenvernichtung hindeutet. Gleichzeitig wird die Möglichkeit geprüft, dass das Medikament des Opfers selbst als Waffe verwendet wurde, wobei Fingerabdrücke auf der Blisterpackung entscheidend sind, um den Täter zu identifizieren.
Vernehmung der Nichte und Ex-Frau
02:33:23Die Ermittlungsgruppe entscheidet, die Nichte Carolin nach Hause zu schicken, um anschließend mit Marie Fulwanger, der Schwester des Opfers, zu sprechen. Sie vermutet, dass Marie aufgrund ihrer unruhigen Körpersprache noch etwas zu sagen hat und möglicherweise eine wichtige Information zurückhält. Danach soll die Konfrontation mit der ungeliebten Ex-Frau folgen, um weitere Perspektiven auf den Fall zu gewinnen.
Psychologische Betreuung und unerwartete Spur
02:36:05Nach der Vernehmung wird die Nichte von der Polizei zum Auto begleitet. Marie Fulwanger bietet den Ermittlern währenddessen eine unerwartete Spur an: Sie erzählt vom mysteriösen Tod ihrer Freundin Elisabeth Kreuzer aus demselben Kirchenchor vor fünf Jahren, die ebenfalls plötzlich verstarb. Ihre Schwester, ein Medium namens Bärbel, deutete das Ableben als Rückkehr der Engel, was den Fall ins Esoterische rückt.
Verbindung zum Chormord und WhatsApp-Analyse
02:47:05Die Ermittler fassen den Plan, mit dem Medium Bärbel zu sprechen, um eine Verbindung zwischen den beiden Chortoten herzustellen. Parallel dazu wird der WhatsApp-Verlauf des Opfers entschlüsselt. Er zeigt eine intensive Kommunikation mit seinem Partner Alfons und seiner Schwester, sowie geschäftliche Termine. Zudem gibt es einen verdächtigen Dialog mit einem Tenor namens Tim, der nun ins Visier gerät.
Konfrontation mit der Schwester
03:06:46Die Ermittler treffen bei der Mutter und Schwester des Opfers, Maria Helene Brandner, ein, um ihr den Tod ihres Bruders mitzuteilen. Währenddessen beobachtet die Nichte kühl das Geschehen. In dem emotionalen Gespräch offenbart die Schwester die kriminelle Vergangenheit ihres Bruders und gibt Hinweise auf dessen Geschäftspartner und Nachfolger, was den Fokus auf die Firma und die Erbschaft lenkt.
Motive und Verdächtige im Fokus
03:26:06Nach der Analyse des Chats stehen zwei Hauptverdächtige im Mittelpunkt der Ermittlungen: die Nichte Marie Fulwanger, die die besten Möglichkeiten zur Vergiftung hatte, und der Partner Alfons, der mit dem Opfer über die Firmenübergabe und den Umzug ins Allgäu sprach. Eine plötzliche Nachricht vom Medium deutet auf ein mögliches, abgefahrenes Motiv hin, das über reine Geld- oder Familientragödien hinausgeht.
Zweiter Mordfall und der 'Herbstzeit'-Code
03:29:34Als die Ermittler die Nacht beenden und sich verabschieden, erhalten sie einen verdächtigen Anruf von Frau Platten, der Apothekerin und Chorsängerin. Eine distanzierte Männerstimme fordert eine sofortige Intubierung und hangt auf, bevor der Name 'Herbstzeit' durchkommt. Der Name der Anruferin und der Code verbinden sie unvermittelt mit einem zweiten, offensichtlichem Mordfall und einer noch tiefer gehenden Verschwörung.
Übergabe in eine neue Mordnacht
03:32:28Der Ermittlungstag endet in einer Schockstarre. Der mysteriöse Anruf von Frau Platten und der Hinweis auf 'Herbstzeit' bestätigen, dass sie es nicht mit einem isolierten Mordfall, sondern mit einer mörderischen Intrige zu tun haben, die den Chor betrifft. Die Ermittler sind sich einig, dass die nächsten Ermittlungen nun umso dringlicher sind, um diese neue, undichte Spur aufzuklären und das nächste potenzielle Opfer zu schützen.