Der vierte Pen & Paper Tatort, "Sing mir das Lied vom Tod", führt die Ermittler Julia Kröll, Dominik Stockinger und Wanda Goldwasser nach München. Ein Hobbysänger und Chorleiter stirbt nach einem Zusammenbruch im Krankenhaus, möglicherweise durch Gift. Während die Kommissare die Umstände des Todes untersuchen, stoßen sie auf weitere Opfer und ein Netz aus Geheimnissen, das sie bis in die Tiefen der Chorszene führt. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, um den Täter zu finden.

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Das Revival der Chöre und der Münchner Kneipenchor

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00:14:14 und mir keiner zuhört. Ich wäre wahnsinnig und mache das doch nicht draußen. Aber es gibt einen riesen Revival. Sing im Club, sing in der Kneipe, sing zuhause mit anderen. Chor ist gerade mega in und das gucke ich mir an. Und ihr lasst mich jetzt hier mal alleine. Ich habe jetzt ein Date mit dem Münchner Kneipenchor. Das Ding ist mega gehypt und cool. Deswegen bin ich auch ein bisschen aufgeregt und ich schaue mal, wie es so ist. Und bin gleich mittendrin.

00:14:47 Jetzt mach mal einfach Rhythmus. Das kannst du mitmachen. Wir sind hier natürlich in einer Kneipe. Heute ist Generalprobe, denn nächste Woche ist der Kneipenchor Vorband beim Konzert von Tour of Tours. Das muss man aber lernen. Jens ist eigentlich Filmemacher und in seiner Freizeit Chorleiter.

00:15:16 Es fügt sich ganz gut ein, wenn man es einmal hört. Jens, ich habe eine Frage. Warum will zur Zeit eigentlich gefühlt jeder in irgendeinem Chor singen? Vor vielen Jahren haben wir, glaube ich, genauso viele Lust gehabt zu singen wie jetzt auch. Nur, dass dann irgendwann sich die Gesellschaft so ein bisschen weiterentwickelt hat und eben dann vielleicht Kirchen oder ähnliche Sachen nicht mehr ganz so zeitgemäß wie viele waren. Und jetzt seit einiger Zeit sich solche Konstellationen bilden in Kneipen oder in Clubs, wo...

00:15:45 Einfach vielleicht auch da gesungen wird, wo die Leute sich eh aufhalten.

00:15:58 Das ist Mona und das ist Lisa. Und weil es die beiden Frauen gibt, gibt es diesen Kneipenchor. Wie kam es? Wir wollten beide singen, haben so ein bisschen Chorhopping gemacht und wir waren nicht zufrieden. Und dann war es echt so eine Perfektion in der Nachtaktion in München. Und so ist sie geboren. Und es war total wild und schräg.

00:16:25 Und dann war irgendwie klar, okay, nächsten Donnerstag muss man das wieder machen. Ich glaube, die meisten wussten, dass es jetzt nicht ein Chor wird wie ein Chor, den man so kennt. Dass wir lieber Prodigy als Kirchengesang möchten. Beim Singen ist es so ähnlich wie bei allen Sportarten, vielleicht tatsächlich auch, dass man halt dann so in dem Moment ist und man singt und schaltet alles aus, was einen sonst im Alltag so begleitet und man hat einen Erfolg.

00:16:54 weil man das Lied gelernt hat und es macht Spaß und mit den ganzen Leuten macht es halt viel Spaß und deswegen ist es irgendwie saukool.

00:17:34 Der Kneipenchor ist so beliebt, dass er aktuell keine neuen Mitglieder mehr aufnehmen kann. Aber Jens hat noch ein anderes Chorprojekt. Heute kann ich nicht mitmachen oder andere auch nicht, aber es gibt ja viel freiere Sachen und da hast du ja auch einiges im Petto. Wir machen einmal im Monat eine Veranstaltung in der Milla, die heißt Ghost & Choir, wo tatsächlich jeder kommen kann. Da kannst du sehr gerne vorbeikommen. Wir lernen innerhalb von ungefähr zwei Stunden ein komplettes Lied. Also du verpasst nichts, wenn du bis jetzt nicht da warst.

00:18:03 Genau, in mehreren Stimmen. Und da kommen ein Haufen Leute, die sehr gerne und sehr toll singen. Also, als Masse. Darf man wissen, welcher Song es ist oder ist es dann immer eine Überraschung? Es ist bis kurz davor eine Überraschung. Es gibt auch Bilder, Rätsel und so, aber die sind alle jetzt vorbei. Jetzt steht der Song, Sister Sisters, Take Your Mama. Viel Spaß damit. Hör es dir ganz oft an. Es ist viel Text, in denen ich zeige. Ich rock den Shit. Unbedingt. Ich freue mich drauf. Fake it until you make it. Ich muss jetzt mal üben gehen.

00:18:36 Das ist schon mal ziemlich hoch. Also Leute, das wird doch nie was los. Ich wette, das wird scheiße. Ich bin aber eigentlich jetzt gerade auf dem Weg zu einem Chor, der heißt Witches of West End. Und das ist quasi so ein Privatchor. Da haben sich so ein paar Mädels privat zusammengeschlossen, weil die unbedingt einen Chor haben wollten und machen das jetzt bei sich zu Hause. Das finde ich eigentlich ganz cool, da fahre ich jetzt nicht. Kann ich mir besser an. Jens hätte den auch so gesagt.

00:19:17 So, hier. Na!

00:19:34 Wie kam es denn überhaupt zu der Idee? Ich habe viel im Chor gesungen und habe gesagt, okay, ich habe irgendwie Bock auf Chor. Ich habe keinen Bock auf jede Woche immer den gleichen Termin, an dem ich dann wahrscheinlich irgendwie viermal nicht kann und zweimal kann. Das war mir irgendwie alles zu anstrengend. Es war mir auch zu anstrengend, mich festlegen zu müssen. Ich wollte in keinen Popchor, Gospelchor oder irgendwas und dachte halt dann so, okay.

00:20:01 Dann gründe ich halt einen eigenen Chor und kann machen, was ich will in diesem Chor. Und wie oft treffen sich die Menschen? Wir treffen uns so ungefähr alle zwei Wochen. Also es gibt keinen festen Termin.

00:20:32 Es ist natürlich schön, Leute zu haben, die zuhören und im besten Fall auch mitgehen oder mitsingen. Und ich glaube, das macht allen hier Spaß, auch für Leute zu singen und nicht nur für sich. Und auch die Wissenschaft hat eine Erklärung für die neue Lust auf Chor.

00:20:51 Hallo Herr Nassegi, Sie sind Soziologe und kennen sich mit dem Singen aus, weil Sie selber singen? Ja, es gibt eigentlich nichts Schöneres als das Singen. Ich habe ja den ganzen Tag eigentlich nichts anderes zu tun, als zu schreiben, zu lesen, zu sprechen, nachzudenken. Und beim Singen findet das alles auch statt, aber auch für eine völlig andere Art und Weise. Es kann desweilen den Kopf leer machen.

00:21:11 ohne dass man gar nichts tut. Das ist vielleicht das Tolle am Singen. Warum haben Chöre und das Singen überhaupt gerade so ein Revival? Ja, das Chorsingen ist insofern sehr schön, als man etwas zusammen machen kann, ohne dass man diskursiv miteinander reden muss. Und wer im Chor schon mal gesungen hat, wird feststellen, dass man tatsächlich ein Körper wird. Und das ist eine Form von Gemeinschaft, die ganz ohne Bekenntnisse auskommt. Man muss nicht sagen, wir finden uns toll, sondern wir können sozusagen beim gemeinsamen Singen so etwas wie eine gemeinsame...

00:21:40 In der Welt praktisch ist.

00:22:43 Ich möchte nicht meckern, ich habe es jetzt ein paar Tage versucht, dieses Lied zu singen. Es ist unsinnbar. Es geht hoch und runter, da kommt man nicht nach. Also ich sag mal so, ich sehe es heute nicht, ohne dass das klingt wie Kraut und Rügen.

00:22:57 Hallo, ich bin hier. Ich habe es geübt und dachte mir jedes Mal aufs Neue, sag mal, ist der wahnsinnig? Was ist das für ein Lied? Bist du wahnsinnig? Vielleicht, aber nee. Es ist ein ganz tolles Lied und du kriegst es hin. Keine Sorge. Hast du irgendwelche Tricks? Weil ganz ehrlich, dieses mit dem ganz oben.

00:23:19 Ich glaub's nicht. Das passiert gleich alles von alleine. Mach einfach mit und dann stellst du dich dahin, wo du dich am Bolzen fühlst. Ich würde fast sagen, über die Harmonie... Nee, nicht. Aber das kriegen wir hin. Keine Sorge.

00:23:33 Ich kann nicht singen. Das merkt man hier aber nicht. Sehr gut. Aber singen macht ja trotzdem Spaß. Und deswegen hat man hier die Möglichkeit, als kein Gesangstalent trotzdem in der Gruppe singen zu können. Das ist einmal im Monat, das heißt nicht jede Woche. Da könnte man oft nicht. Einmal im Monat ist eigentlich perfekt. Keine Noten, die man lernen muss, sonst ist es perfekt. Statt Noten gibt es Farben.

00:24:00 Keine Neisser Schnell. Problem ist, das Tempo mitzusingen und dieses Umspringen ist noch ein bisschen... Lauf nach oben. Ich glaube, ich stehe falsch.

00:24:29 Die singen einfach viel höher als ich. Schwierig euch da reinzubringen, deshalb machen wir einfach mal ab dem But now you girls. Ich höre mich nicht selbst. Hier ist es nämlich verdammt laut. Jetzt weiß ich gar nicht, wie ich klinge. Aber man merkt, der Jens hat einen Plan. Es war schon mal gut. Und ich höre nicht, dass ich falsch singe. Und ich höre nicht, dass ich falsch singe. Mach dir aber jetzt nicht.

00:25:07 Ja, hallo, ja.

00:25:21 Ja, Jens, vielleicht ist es dann doch gar nicht so schwer, wenn du das erklärst. Vielleicht macht es auch sehr viel Spaß. Wer hätte es gedacht? Ich. Du wirst von der Masse getragen. Eben, seitdem ich hier bin, kann ich viel besser singen als zum Beispiel in meiner Dusche. Und dann ist es soweit, das große Finale. Ein Chor aus weit über 100 wildfremden Menschen singt zusammen ein Lied.

00:25:50 Das wahnsinnig schwere Take Your Mama. Und das sehr gut. Ich finde es mega geil. Chor ist mega geil. Ich bin jetzt glücklicher, motivierter und ich möchte fast sagen, seelisch richtig durchgespürt. Also singen ist toll.

Einführung in den Pen & Paper Tatort und den aktuellen Fall

00:30:38

00:30:38 Einen wunderbaren guten Abend wünsche ich. Ich hoffe, man kann uns sehen und hören und alles ist korrekt eingerichtet und niemand hat gesehen, dass wir zwischendurch einmal vielleicht schon in eine andere Szene gesprungen sind, während der Wartebildschirm lief. Ich sage immer, eine Sache pro Abend wird schief gehen. Ich habe sie jetzt schon hinter mir. Das ist ein sehr guter Start. Was machen wir? Wir spielen heute den zweiten Teil unseres Pen & Paper Tatorts. Singen wir das Lied vom Tod?

00:31:07 Schön, dass ihr heute dabei seid, vielleicht wieder dabei seid, nachdem ihr gestern schon da wart. Heute ist das Finale, zwei Folgen, keine drei. Das heißt, es wird jemand gefasst, der einen, oder die, einen erfolgreichen Mordanschlag hinter sich hat. So wie wir das einmal umdefiniert haben in der Folge davor. Und wir haben mittlerweile ja schon fast eine kleine Tradition draus gemacht, mit dem Bayerischen Rundfunk, aber auch anderen Teilen der ARD, Pen & Paper zu spielen.

00:31:36 Hier gibt es Tatort, historisches Pen & Paper, Fantasy, Science Fiction. Das Programm dieses Jahr war ziemlich bunt auf dem ARD-Kanal. Das kann man auch alles auf dem YouTube-Kanal ARD Gaming noch nachschauen. Heute geht es aber wieder ins München des Tatort-Universums. Das ist ja immer so ein Schritt zur Seite, wo Straßen zusammengehören und Leute an Orten entlangfahren, die so nicht funktionieren. Und wo vielleicht sehr viel mehr Menschen auf dramatische Art und Weise sterben als in der Realität.

00:32:05 Gott sei es gedankt. Und machen hier weiter. Es gibt eine Zusammenfassung darüber, was in der ersten Folge passiert ist. Ich werde aber gleich auch noch mal kurz was zusammenfassen. Wenn ihr das lieber aber schriftlich und mit den Namen der Beteiligten euch zu Gebüte führen wollt, dann könnt ihr im Discord-Server des Bayerischen Rundfunks euch diese Zusammenfassung anschauen. Da stehen alle wichtigen Daten drin, wie zum Beispiel, wann wurde eine Donauwelle serviert. Das ist auch eine Tradition geworden.

00:32:34 Es gibt auch immer noch ein kleines Gewinnspiel. Nächste Woche ist die große Mitzing-Aktion des Bayerischen Rundfunks. Da wird drüber gesungen an sehr vielen verschiedenen Orten mit sehr vielen Leuten, dass man ein Herz wie ein Bergwerk hat. Ein Klassiker. Und da könnt ihr bei dem Festival in Erlangen dabei sein. Da gibt es einmal zwei Karten zu gewinnen. Ihr sollt da ein Wortspiel für einen guten Chornamen erfinden. Da waren gestern schon ein paar sehr schöne auch im Chat.

00:33:01 Und schickt sie an br-nexttwitch.br.de. Das habt ihr euch nicht jetzt sofort gemerkt, aber es wird auch im Chat stehen. Das geht heute bis 20 Uhr. Müsst ihr einfach nur eure E-Mail-Adresse, euren Klarnamen und eine formlose Bestätigung, dass ihr 18 oder älter seid, mit reinschreiben und dass ihr mit den Bedingungen einverstanden seid. The usual für so etwas. Gut. Dann will ich meine Mitspielenden begrüßen.

Vorstellung des Ermittlerteams und erste Ermittlungsschritte

00:33:32

00:33:32 Wenn wir jetzt hier anfangen. Und hallo als erstes an Eli. Eli Wasserscheid ist heute wieder mit dabei wie gestern. Wir haben sie ausgeliehen vom Fernsehtatort aus Franken. Es ist sehr schön, dass du wieder dabei bist. Ich hoffe, du hattest einen guten Einstieg in das Hobby des Pen & Paper Rollenspiels. Und wir haben uns sehr gefreut, dich im Team dabei zu haben. Wie ist denn die Wanda so drauf und wie wird sie die Sache angehen?

00:34:02 Die Wanda ist tatkräftig und energievoll und auch mit Leidenschaft bei ihrem Beruf dabei. Und der Fall lief heute die ganze Zeit weiter in meinem Kopf und Wanda hat schon einige Ideen, was wir als nächstes machen können.

00:34:21 Gut. Dann, gerade eben noch bei League of Legends, jetzt tatsächlich wieder frisch bei uns, Carni oder Lukas, den ich ein paar Mal noch versuche, hier zurückzusetzen. Ich schwöre, das mit der Kamera bei dir hat funktioniert, bis wir live gegangen sind. Aber wir tun unser Bestes, um das wieder zum Laufen zu bringen. Ja.

00:34:46 Dein Dominik, du sagtest schon ein paar Mal, dass er vielleicht gar nicht so weit weg ist von Lukas in der Realität. Was ist das für ein Typ? Also bei Dominik würde die Kamera vermutlich nicht unscharf werden. Da kann Lukas nicht ganz mithalten. Aber ja, Dominik gefällt sich in der Außenseiterrolle und hat ein bisschen seine eigene Professionalität und seine eigene Herangehensweise an die Dinge, um die beiden Kommissarinnen zu unterstützen.

00:35:14 Jünger, more Gen Z, technikorientiert, ein bisschen am Ärgern, sozial dafür ein bisschen weiter hinten, da schiebe ich dann die beiden Damen nach vorne, aber es ist was Neues, was Aufregendes, die Fälle zu lösen und einen gewissen Gerechtigkeitssinn hat er natürlich trotzdem.

00:35:32 Gut. Und dann die dritte im Bunde und diejenige, die bei allen von den Pen & Paper Tatort Folgen bisher dabei war, ist die Linda und oder Baso-Streamerin, die mit der Julia auch eine recht forsche, sportliche Figur mit ins Feld führt, die zumindest manchmal eine ähnlich spitze Zunge wie die reale Baso entwickeln kann. Oder wie ist die Julia so drauf?

00:35:58 Ja, doch, ich glaube, du hast das ganz gut getroffen. Ich freue mich voll, dass wir heute weiterspielen. Ich spiele in dem Tata Pen & Paper die Kommissarin Julia Kröll. Wie du schon gesagt hast, sie liebt ihre sportlichen Freizeitaktivitäten, ist bei der Ermittlungsarbeit eher so ein bisschen logisch und streng, sagt anderen gerne, was sie tun soll, gibt gerne Anweisungen, vergisst dann aber trotzdem manchmal irgendwie die Namen von den Kollegen, gibt sich trotzdem aber souverän, ist sehr detailversessen, schreibt gerne alles mit.

00:36:27 Genau. Und ist aber trotzdem in den Ermittlungen eher so ein bisschen vorsichtig, versucht manchmal so verdeckt zu ermitteln und nicht gleich alle Infos preiszugeben und so. Und sie ist auch ein relativ großer Boomer, würde ich sagen. Und widerset sich manchmal ein bisschen über die jüngere Generation und geredet deswegen manchmal ein bisschen mit Dominik aneinander, aber alles freundlich und ein bisschen lustig zwischendurch. Okay.

00:36:54 Das ist unser Team von ErmittlerInnen und die haben gestern sich zusammengefunden. Vielleicht hatten sich Wanda, Dominik und Julia vorher mal bei Fortbildungen oder sowas kurz gesehen. Wanda ist eigentlich auch für eine Fortbildung in München und gar nicht so böse darüber, dass sie stattdessen zu einem Mordfall abberufen wird.

00:37:14 der vielleicht zumindest, so sieht es am Anfang aus, nicht zwingend ein Mordfall sein muss, aber die Nichte des Toten besteht darauf und versucht auch ein Feuer unterm Hintern zu machen, das ermittelt wird. Ein Hobbysänger und Leiter eines kleinen Chors ist bei der Aufnahme, der vermutlich letzten Aufnahme, naja, jetzt tatsächlich letzten Aufnahme seines Chors zusammengebrochen und dann im Krankenhaus verstorben.

00:37:44 Ehe beendet mit einer Frau, die er nur sozusagen als Ausrede eine ganze Weile hatte. Er hat eine Vergangenheit auch irgendwo im Glücksspielmilieu und hat mal für Inkasso-Leute gearbeitet. Es gibt eine Menge seltsame Dinge, die dazu führen könnten, dass jemand ihm etwas sehr übel nimmt. Aber noch wissen wir nicht, was passiert ist, denn wir haben ja noch eine Folge zu spielen.

00:38:05 Es wurden die Leute aus seinem Chor befragt, unterschiedlich gründlich. Es wurde mit der Sekretärin des Tonstudios geredet, die der Meinung ist, es gäbe einen Fluch, weil ihre Freundin wäre etwas Ähnliches passiert, die ist auch nicht lang nach der letzten Aufnahme ihres Chors, beziehungsweise ihrer persönlichen letzten Aufnahme gestorben. Und da hätten sicher die Engel die Finger mit im Spiegel. Man könnte mit einer anderen Freundin von ihr reden, die ein Medium ist und vielleicht einem da die Karten legen könnte oder Kontakt mit den Toten.

00:38:34 aufnehmen und mit der schwester des toten wurde geredet die wirkte für die meisten glaube ich aber recht überzeugend betroffen vom tod ihres bruders und wusste davon auch erst nichts und dann nachdem

00:38:51 Nachdem Spuren in die Analyse geschickt wurden, es hieß, wir brauchen mindestens bis nächsten Tag mittags, bis wir einen Platz beim Massenspektrometer hatten, um herauszufinden, was für ein Giftstoff das vielleicht ist, den der Mann im Blut hatte und so weiter und so fort. Gab es dann morgens als erstes, als die drei sich im Büro wieder zusammengefunden haben, einen Anruf aus dem Krankenhaus.

00:39:14 dass ein Mitglied des Chors sich habe einliefern lassen und dringend ein Telefonat durchführen wolle. Und die hat dann nur noch keuchend und ächzend Herbstzeit gesagt, bevor man dann nur noch hörte, dass intubiert werden muss und der Anruf abgebrochen wurde. Und da haben wir zuletzt aufgehört.

00:39:34 Und ich denke, da fangen wir heute auch wieder an. Das heißt, wir begeben uns jetzt geistig in diese Situation. Dominik, Julia und Wanda sind gerade vielleicht eben mit dem ersten Kaffee im Büro, wo Wanda noch gar keinen Arbeitsplatz hat. Und dann ist dieser Anruf reingekommen. Und jetzt stehen sie da. Julia hat noch das Handy in der Hand, auf dem sie den Anruf bekommen hat. Und da ist nur noch Anruf beendet.

00:40:03 Also, ihr habt das ja gerade mitgehört, das war ja auf Lordsprecher, ich weiss hier gar nicht.

00:40:10 Was da jetzt gerade passiert, das war die Sonja Platten, hat sie gesagt. Hat sie am Telefon gesagt, aus dem Krankenhaus. Und am Ende nur noch, es muss jetzt intubiert werden. Ich habe nur noch Herbstzeit, hat sie irgendwie gesagt. Oh ja, stimmt. Das habe ich auch gehört. Habe ich auch gehört. Und ich habe, warte mal an, ich gucke mal kurz die Liste von Encore.

00:40:35 Leuten, da ist sie ja dabei. Sonja Platten, das war die mit den kurzen roten Haaren, die Apothekerin, die so früh rein wollte, weil sie noch Nachtdienst hatte. Genau die war das. Wissen wir in welchem Krankenhaus es war? Wurde dir da irgendwas gesagt, Julia? Also ich kann theoretisch einfach zurückrufen hier oder die Nummer googeln. Ja, mach das mal, wir können ja da schnell hin. Oder sagt sie ja, wobei wenn die intubiert wird...

00:41:05 Ob es dann viel bringt? Ah ja, hin können wir trotzdem. Und fragen, ob sie mehr Infos für uns haben. Weil das ist ja fast nicht verdächtig von unserem Fall. Vielleicht kann man mit einem Arzt reden und kurz mal hören, weil mit ihr kann man ja jetzt nicht reden, aber mit dem Arzt mal, was sie für einen Verdacht haben.

00:41:25 Und ich gehe mal davon aus, dass ich einfach quasi die Nummer zurückverfolgen kann und sehe, dass es hier wahrscheinlich so ein Münchner Krankenhaus ist, wo man vorbeifahren könnte. Ja, beziehungsweise das war wohl von ihrem Handy selber, das ist die Nummer von so den Platten. Aber es braucht tatsächlich nicht groß lang, um rauszufinden, wo sie dann eingeliefert worden ist und wo der Anruf herkam. Vor allen Dingen, weil der Doktor ja auch seinen Namen gesagt hat, Dr. Özel.

00:41:53 Das heißt, nur mit ein paar kurzen Fragen googeln und dergleichen habt ihr die Adresse und könnt dorthin fahren.

00:42:01 Dann packt man Feuerbach ein und fahren da hin. Ja, würde ich auch sagen. Aber verlieren wir da nicht zu viel Zeit? Also glaubt ihr nicht, dass wir das mit dem Anruf auch erstmal erfahren, was wir brauchen? Wir haben ja schon noch einiges am Zettel. Ja, stimmt. Wir müssen immer noch mit der Ex-Frau reden. Ja, und mit dem Herbstzeit, was ist das? Das müssen wir auch rauskriegen. Ja, dann würde ich sagen, wir rufen einfach an der Info an. Ruf doch mal kurz an. Ja, ich rufe einfach mal an der Info an bei dem Krankenhaus.

00:42:29 Und guck mal, ob die uns telefonisch auch die Infos rausgeben.

00:42:34 Ja, der meldet sich nach mehrfachen Klingeln, kurz dann eine etwas gestresst wirkende Stimme, den Namen des Krankenhauses runterspult und dann hier ist den Namen, verstehst du dich richtig? Wie kann ich Ihnen helfen? Ja, guten Tag, hier ist die Kommissarin Frau Kröll. Ich rufe hier aus dem Münchner Kommissariat an. Wir hatten hier einen Anruf von Ihnen. Und zwar geht es um die Patientin Sonja Platten.

00:43:02 Die ist wahrscheinlich verwickelt in einen Mordfall und es wäre ganz wichtig, wenn wir hier die Informationen bekommen könnten. Wir können Ihnen das auch nochmal zumailen, dass das hier alles Hand und Fuß hat und dass wir hier auf offiziellem Grund quasi anrufen. Die Dateien können Sie sofort bekommen per E-Mail. Das war super wichtig, wenn wir da ein paar Infos haben können.

00:43:24 Ja, ich kann Ihnen die Infos natürlich nicht so am Telefon jetzt geben. Sie könnten ja hier das sein. Also ich brauche da schon tatsächlich dann etwas, auf das ich mich berufen kann. Woher wissen Sie denn, dass die Patientin angeblich bei uns ist?

00:43:38 Wir haben einen Anruf bekommen. Also gerade eben von dem Handy von der Patientin wurden wir hier angerufen. Dominik, kann man da auch irgendwas hacken? Warten Sie mal ganz kurz einen Moment. Entschuldigung. Ich mache mal kurz hier Warteschleife an. Dominik, kann man da auch was hacken oder so, dass wir da an die Daten ran kommen? Das ist schwierig, glaube ich, wenn ich keinen Zugang habe. Aber wir könnten es auf die Oldschool-Methode machen, einfach an Feuerbach vorbeischicken. Ja. Und der soll uns dann anrufen mit den Infos. Ja, Dominik, du bist ein Genie.

00:44:07 Ja, ich höre. Ja, gut, alles klar. Ja, also, junge Dame, wir würden einen Kollegen vorbeischicken und das wäre ganz wichtig, wenn der so schnell wie möglich die Informationen bekommt. Es geht hier wirklich um den aktiven Mordfall. Und ja, das ist sehr wichtig für die Ermittlungen. Ja, gut, dann schicken Sie den Kollegen vorbei. Ja, machen wir. Vielen Dank. Ja, einen schönen Tag noch.

00:44:31 Sie legt auf, während sie noch das Wort noch sagt. Ich habe schon aufgelegt. Keine Zeit. Wettbewerb, wer schnell ist. Genau, da war ich noch nicht. Stimmt natürlich. Ich habe noch keinen Kaffee getrunken. Die ihm die Uhr ja Telefon rausgeben, aber es ist halt noch früh. Aber der Feuerbach ist ja eine super Lösung. Ja. Der macht das.

00:44:54 Was denkt ihr denn über die Herbstzeit? Was ist denn da euer erster Gedanke? Ich habe gerade eben schon mal ChatGPT gefragt. Julia fragt gar nicht erst nach. Tatsächlich, Herbstzeit ist ein berühmtes, klassisches Musikmotiv. Viele Chöre nehmen da Sachen auf. Es ist kein genaues.

00:45:15 Es gibt ein Herbstlied von Mendelssohn und Haydn's, die vier Jahreszeiten gibt es noch. Das ist das Einzige, was ich jetzt in Richtung Musik bekomme. Es ist ein bekanntes Thema, ein beliebtes Thema bei vielen Chören. Aber was Spezifisches konnte ich da jetzt an- und rausfinden auf die Schnelle. Dominik, wen hast du da gefragt? Ja, egal. Hast du den Willi gefragt? Ja, genau. Das ist der Willi in meinem Handy. Ach, Wanda, du hast dem Dominik schon die Nummer gegeben und mir noch nicht. Der elektronische Willi für alle.

00:45:44 Na gut. Also ich glaube, da brauchen wir auch noch mal eine Schulung hier. Ich komme ja gar nicht mehr mit. Ich befürchte, auch da müssen wir erstmal warten. Und wir sollten dann vermutlich einfach mit unseren Ermittlungen in Anführungszeichen mal weitermachen. Und wir gehen jetzt zur...

00:46:06 Zu der alten, die ein bisschen die Schraube locker hat. Können wir nicht jemanden aus dem Chor anrufen? Da sind doch noch Fragen, ob die ein Lied da in ihrem Repertoire hatten, was Herbstzeit ist. Okay, das ist auch eine gute Idee. Ja, nur kurz. Vielleicht haben die da einen Text für uns, vielleicht kommt da irgendwas drin vor, was uns... Ich meine, warum sagt die das als letztes Wort? Die darf für uns ja was sagen. Andere Frage, wie viel Angst haben wir denn um die anderen Chormitglieder?

00:46:34 Nicht, dass jetzt irgendjemand umgeht und den Chor ausradieren will. Wenn es jetzt schon das zweite Chormitglied ist, müssen wir den Rest irgendwie unter Polizeischutz stellen. Sollten wir da Kollegen vorbeischicken? Weil ich meine, ich finde das eine Überlegung wert. Ich denke, besser wäre es, ja. Dann schickt man einfach Kollegen vorbei und die sollen keine Sachen zu sich nehmen, wo sie sich nicht sicher sind, dass das alles ganz mit rechten Dingen zugeht. Ja. Gut. Die können ja auch alle zu uns kommen, ins Polizeirevier.

00:47:04 Auch überhaupt schon. Ja, wenn die Lust haben. Dann essen die wieder unsere Donuts. Unsere Donauwellen. Unsere Donauwellen. Also glaubt ihr, das kommt mit dem Gleichen zusammen? Also hat das bei ihr nur länger gedauert, bis es wird? Oder glaubt ihr, dass es ein... Also ich glaube jetzt nicht, dass es dasselbe Gift war.

00:47:23 Oder es war jetzt nicht derselbe Ort und Zeit des Anschlags, aber es liegt ja nahe, dass es irgendwas miteinander zu tun hat. Vor allem, wenn uns das zweite Opfer sogar noch irgendein...

00:47:36 Spruch zustecken wollte, irgendeinen Tipp geben wollte. Aber wir haben die drei Gläser. Wir haben drei Gläser, die alle drei abgewaschen wurden. Also wenn jetzt noch ein dritter Anruf kommt von einem dritten Menschen auf Chor, dem es nicht gut geht. Ja, dann holen wir mal den Chor her. Dann soll der Rest vorbeikommen, dann können wir die auch befragen zum Herbstzeit-Ding. Ja, und sollen die Marie und der Marius auch? Die müssen auch dann wahrscheinlich benachrichtigt werden, angerufen werden.

00:48:06 Die Tonleute da aus dem Tonstudio. Ich glaube, bei denen ist es allein schon interessant zu sehen, wie die auf die News reagieren. Auf die ganz schlimmen News natürlich. Aber ich glaube, es wäre gut, den Daten mal zusammenzutrommeln. Aber wir müssen, ja genau, dann machen wir das. Und dann müssen wir aber auch dringend da irgendwann mal mit der Ex reden. Ja. Und mit dem Medium.

00:48:27 Und mit dem Notar. Wir rufen die an, die sollen alle herkommen und während die kommen, können wir ja noch was machen. Können wir telefonieren. Ja, oder auch hinfahren. Ja, gute Idee. Das kann problemlos von einer Sekretärin übernommen werden, die sich die Liste von Namen diktieren lässt. Vermutlich mit etwas hin und her. Wie hießen die noch? Ich habe sie irgendwo. Nee, die Platten brauchen wir nicht. Die ist im Krankenhaus.

00:48:53 übernimmt dann herum zu telefonieren und die Leute aufs Revier zu bitten, während ihr was macht. Feuerbach ist unterwegs zum Krankenhaus, um da die Informationen einzuholen.

Ermittlungsstand, Giftanalyse und Gläser-Rätsel

00:49:04

00:49:04 Es ist ja auch der nächste Tag. Wir können ja jetzt auch bei der Spusi mal anrufen, ob die genaueres rausgefunden haben, Zwecksgift, Fingerabrücken. Ja, auf jeden Fall. Ich würde das zuerst machen. Weil wir ja noch nicht zu 100% auch confirmed haben, dass es wirklich diese Vergiftung war. Und wenn wir jetzt auch wissen, was es beim Josef für ein Gift war, können wir gleich dem Krankenhaus die Info geben, dass die entweder das passende Gegengift haben oder um auch zu schauen, Zwecksparallelen, ja, das brauchen wir. Wir müssen sofort bei der Spusi anrufen.

00:49:33 Ja, Omenik, du bist on fire, ruf an. Ja, ich bin auch... Das ist das dritte Red Bull heute. Ich sehe Dinge. Um 8 Uhr morgens schon den dritten Red Bull drin. Für mich ist abends, für mich ist abends. Ich habe nicht viel geschlafen. Egal. Ah, verstehe. Es ist noch derselbe Tag. Mhm.

00:49:53 Ja, die meldet sich auch nach zweimal klingeln. Es gibt so ein nestelndes, raschelndes Geräusch, als hätte sie das Telefon an die Schulter, so zwischen Ohr und Schulter geklemmt. Paulsen? Herr Doktor, Stockinger hier. Wir haben gestern noch telefoniert, zwecks der Giftanalyse von unserem Mordopfer. Gibt es irgendwas Neues, Fingerabdrücke, Gift, was hast du für uns?

00:50:18 Also er ist mit ziemlicher Sicherheit vergiftet worden, das kann ich jetzt sagen. Die Probe ist gerade, die läuft gerade durch, die muss natürlich dann erstmal isoliert und dann spektrometrisch bestimmt werden. Ich sage euch Bescheid, sobald wir da ein Ergebnis haben. Das wäre super wichtig, weil es gibt natürlich ein potenzielles zweites Opfer. Wir haben gerade eben ein zweites Chormitglied eingewiesen bekommen in die Notaufnahme, eben auch mit Vergiftungserscheinungen. Das heißt, es wäre auch für die Kollegen im...

00:50:46 An rechts der Isar wichtig, wenn die wüssten, was für ein Gift es ist, damit die da auch gut behandeln können. Also nur so, sobald ihr was wüsst, wäre das gut zu wissen. Ja, wenn ich die Informationen bekomme, wo ich das hinschicken soll, dann kriegen die das natürlich auch sofort. Du bist die Beste. Dann Zwecks Finger abdrücken. Haben wir da irgendwas gefunden?

00:51:05 Nur von den Chormitgliedern und den beiden Leuten, die ohnehin da waren. Die haben das alle angebatscht, den Blister. Den Blister? Nein, gut. Nein, den Blister, den hat das Opfer angefasst und die Nichte. Sonst haben wir da keine Fingerabdrücke gefunden. Aha. Ja, hilft jetzt mehr oder weniger. Und auf den Gläsern, auf den abgewaschenen, konnte man nichts mehr sicherstellen? Auf den abgewaschenen Gläsern? Nein. Die sind ziemlich gründlich.

00:51:33 gewaschen worden.

00:51:36 Kann man denn bei dem Blister irgendwas sehen, ob die Tabletten, die, die schon länger ausgedrückt waren, da lagen ja vielleicht ein paar Staubpartikel drauf und die, die gerade erst, konnte man irgendwas, kann man irgendwas sagen, wie viele Tabletten an dem Tag ausgedrückt wurden? Ja, tatsächlich, der hat eine ziemlich praktische Methode gehabt, da war auf jeden Fall eine Kürze für den Tag drauf und er hat an dem Tag die zwei Tabletten genommen, die vorgesehen sind, eine sogar während der Choraufnahme. Also da sind keine...

00:52:05 Das muss Zufall gewesen sein, dass der dann genau leer war zu dem Zeitpunkt. Okay, also das ist eigentlich ganz normal gelaufen. Er hat seine normale, okay. Ja, dann wissen wir dann noch weiter im Unklaren. Und es ist noch wichtiger, dass wir die anderen Comic-Guide auf einem Haufen haben, dass die aufpassen, sollte unser potenzieller Giftmörder wirklich noch mehr vorhaben. Die Damen, habe ich irgendwas vergessen? War noch irgendwas wichtig? Wir hatten Fingerabdrücke, Lister.

00:52:32 Bei den Blutspuren auf dem Boden, auf dem Teppich, es wird sich einfach nur um das erbrochene Blut vom Opfer handeln. Da wird nichts dabei gewesen sein. Irgendwelche Kampfspuren, irgendwas wird es ja auch nicht gegeben haben. Nein, es sind noch Spuren im Bad gefunden worden, Blutspuren. Ja klar, wurde uns ja von mehreren Zeugen berichtet, dass er ins Bad gehechtet ist. Ansonsten war bei der Leiche nichts Unauffälliges weiteres gefunden worden, oder? Nein, ein ansonsten eigentlich recht gesunder Mann in Mitte 60.

00:53:03 Und nochmal kurz zu den Gläsern. Also von den sechs Gläsern wurden drei abgewaschen und die anderen drei hat man da, können Sie die zuordnen? Nein, es waren insgesamt neun Gläser. Alle inklusive der Nichte und den beiden Leuten, die im Studio gearbeitet haben. Und es wurden dann zwischendurch die ersten Gläser schon mitgenommen und abgespült.

00:53:32 Und die standen nicht mehr auf dem Tablett? Die sind nicht mehr auf dem Tablett gewesen, aber in der Küche gefunden worden. Okay, und die auf dem Tablett, kann man die zuordnen? Wenn alle getrunken haben, hat da jeder alle Gläser angelangt? Wir haben versucht, das zuzuordnen und es sieht so aus, als wären das die anderen Mitglieder des Chors und die junge Frau Brandner gewesen, die die Gläser gehandhabt haben. Aber alle haben auch Fingerabdrücke von Marios Helm.

00:54:01 dem Tontechniker, der die ausgeteilt hat.

00:54:05 Frau Doktor, eine Frage hätte ich nur, Sie sind ja da vom Fach. Angenommen, diese drei Gläser, die fehlen, werden alle drei mit Gift versetzt worden. Wäre das irgendwie zu erklären, ist es irgendwie möglich, dass die, wie nennt man das denn, dass die Zeit, bis das Gift wirkt, so unglaublich verschieden sein kann, dass wir unser erstes Opfer gestern Nachmittag schon hatten und ein Opfer jetzt erst auf das Gift anschlägt? Das ist möglich bei manchen Stoffen, ja.

00:54:35 Das erste Opfer hat ja Beta-Blocker genommen. Diese ganze Diskussion hatten wir jetzt ja. Die hat er nicht überdosiert, aber die haben Wechselwirkungen mit anderen Stoffen. Es könnte also sein, dass teilweise immer noch ein Chormitglied weiteres vergiftet ist und noch gar nichts davon weiß, weil das Gift noch nicht wirkt in dem Ausmaß. Das ist möglich. Es gibt Giftstoffe, die erst sehr verzögert wirken, wie zum Beispiel in der...

00:55:00 Knollenblätterpilz. Ich weiß nicht, ob Sie damit vertraut sind. Das kann sein, dass man das erst 36 Stunden später merkt und dann ist es schon zu spät. Dann brässt du jetzt mit dem restlichen Chor. Und deswegen soll man keine Pilze pflücken, wenn man keine Ahnung davon hat. Können Sie vielleicht ein paar irgendjemanden zu uns schicken, weil wir haben jetzt den Chor gesagt, er soll kommen. Und wenn da jetzt noch einer Vergiftungserscheinungen hat, dass wir die Hilfe schon vor Ort haben.

00:55:28 Also ich bin Gerichtsmedizinerin. Meine letzten lebenden Patienten sind schon eine Weile weg. Das ist ja überhaupt nicht Ihr Bereich. Dann kümmern wir uns darum. Vielen Dank. Ich habe jetzt nur laut gedacht, oder? Das wäre doch ganz schlau, wenn wir dann eine Medizin gleich vor Ort haben. Also eine Wiederüberlebung kriege ich noch hin, aber ich dachte, ich soll mich noch um andere Dinge kümmern. Okay, Frau Doktor, wir müssen uns bei allen. Vielen Dank für die Hilfe. Wie immer ein Fest. Viel frohes Schnibbeln noch und wir hören uns beim nächsten Mal.

00:55:56 Gerade nähe ich wieder zusammen, aber danke. Danke schön, schöner Doktor. Schönen Tag. Halleluja, die ist ja auch ein Knochen. Ich habe das mit den Gläsern immer noch nicht verstanden. Drei Gläser sind abgewaschen und bei den anderen kann man das nicht zuordnen. Eins war von Herrn So und So und eins war von Herrn So und So.

00:56:24 Anscheinend, also die Frau Doktor meinte, dass der jeder mal überall hingefasst hat. Und der einzige rote Faden war, dass der Marius überall Fingerabzüge drauf hatte, weil er sie ausgeteilt hat. Ja, genau. Aber man kann quasi nicht zuordnen, so meine Tasse ist meine Tasse. Nee, anscheinend nicht. Was sie sagte war, das sind die Gläser von den anderen Chormitgliedern und der jungen Frau Brandner.

00:56:51 Das heißt, wer bleibt über? Der Marius bleibt über, der Josef. Und von wem ist das? Die Apothekerin? Die Marie, die Sekretärin. Aber das macht ja dann keinen Sinn, weil die Sonja-Platten, die Apothekerin, ist ja eine, die jetzt vielleicht auch da was getrunken hat. Also ein Glas muss ja ihr gehört haben, oder nicht?

00:57:22 Eins von den dreien, meine ich. Aber wenn die Frau Doktor gesagt hat...

00:57:29 Den anderen Chormitgliedern, aber es gibt ja sechs Chormitglieder und eins fällt weg, weil ein Glas war ja von der Nichte. Das heißt, fünf Gläser von den Chormitgliedern, eins von der Nichte sind die sechs. Dann sind nochmal drei, eins war von Josef, eins war von Sonja vielleicht und dann bleibt eins noch übrig. Du hast recht. Und das ist die Marie, Fullwanger, Sekretärin. Ja, oder der Marius.

00:57:56 Wenn ich das richtig verstehe. Auch möglich, aber der hat aufgeteilt. Der hat wahrscheinlich nicht getrunken. Die müssen alle herkommen und sich untersuchen lassen. Also mit höchster Not und Eile. Ich denke auch, auf jeden Fall sollten die alle herkommen, ja. Die Frau Sekretärin, die jetzt auch gerade eben schon alle zusammentrommelt, soll die nochmal anrufen, dass sie wirklich alles stehen und liegen lassen sollen. Die sollen hierher kommen. Am besten schicken wir sogar streifenlos, um die abzuholen. Nicht, dass da jemand beim Autofahren zusammenklappt. Wir schicken jemanden los, der denen entgegenkommen soll.

00:58:25 Und wir brauchen gleich ein Giftstoffteam von der Uniklinik, die sollen herkommen, dass wir die untersuchen können. Wir wissen leider immer noch nicht genau, was das Problem ist. In dem Moment klingelt das Handy von Julia.

00:58:39 Wartet. Ja, Kommissarin Kroll. Ah, Anselm Feuerbach hier. Ich bin im Krankenhaus. Ich habe die... Ich stelle mal auf laut. Ja, hallo. Feuerbach, hallo. Ja, die Frau Platten ist, wird noch am Leben erhalten, aber es sieht nicht gut aus.

00:59:07 Können die schon was sagen, was das ist? Nein, da sind auch alle Sachen jetzt unterwegs ins Labor. Man geht davon aus, dass sie vergiftet worden ist. Ein Magen ist ausgepumpt worden, aber da war nichts Schlüssiges mehr drin. Ich habe es so weit rekonstruieren können, dass sie, wie gestern angekündigt, ihre Nachtschicht in der Apotheke gemacht hat, danach geschlafen hat und dann heute Morgen früh einen Rettungswagen gerufen hat für sich selbst.

00:59:36 Aber wissen wir denn generell, was in dem Magen drinnen war? Jetzt nicht nur an Giften, ihre letzten Mahlzeiten oder Getränke, die sie eingenommen hat. Das wäre auch gut zu wissen. Da war nichts mehr im Magen. Sie hatte noch nicht gefrühstückt. Das war ja auch gestern um 16 Uhr. Das ist ja da auch schon wieder dann wahrscheinlich raus, außer die Giftstoffe. Ja, was mache ich jetzt?

00:59:58 Sie können herkommen. Jetzt kommen alle Chormitglieder. Jetzt kommen Marius und Marie. Wir brauchen Sie hier unbedingt. Ja, gute Arbeit, Freuerbach. Gut, sehr gut. Dann komme ich so schnell als möglich zurück. Bis gleich. Ich muss noch mal fragen. Ich muss euch noch mal fragen. Ich hänge fest mit meinen Gedanken. Und zwar hat die Frau Dr. Paulus gesagt, die sechs Gläser auf dem Tablett waren von den Chormitgliedern und der Nichte.

01:00:27 Genau. Das heißt, das eine Glas ist ja von Sonja, wie heißt die Pal? Platten. Die gehört doch mit zu den Chormitgliedern. Also vielleicht sind ja diese sechs Gläser, waren da noch mehr vergiftet und gar nicht nur die drei, die abgewaschen wurden. Oder ich hänge gerade. Nee, du hast komplett recht. Das hat die Frau Doktor nicht ganz schlüssig erklärt, oder? Sollen wir die nochmal anrufen, schnell?

01:00:58 Also vielleicht habe ich das auch falsch verstanden, aber die Core-Mitglieder waren ja dann einfach die anderen fünf Core-Mitglieder. Ja, wir müssen den Mut maßen, die hört sich schwarz auf heiß. Ja gut, dann ruf ich nochmal an. Also ich ruf's. Machst du? Oder ruf du an, ja. Ja, wir sind per du, wir verstehen uns. Bitte ganz verbannt. Sag, wir hatten schlechte Verbindungen davor, wir haben das nicht ganz, das haben wir nicht so gut gehört. Stell mal auf laut. Ja, ja, ist sowieso. Ja, super. Paulsen.

01:01:25 Frau Doktor, ich bin es nochmal. Tut mir leid, Sie wissen, die neue Kollegin aus Franken ist ein bisschen langsam. Wir haben ein paar Sachen nicht ganz mitbekommen. Ich müsste nochmal ganz kurz nachfragen, tut mir leid, Sie werden das verstehen, wie gesagt, die neuen. Wie war das gleich nochmal mit den Gläsern? Wessen Gläser konnten wir jetzt genau zuordnen auf diesem Tablett von den sechs, die noch über waren? Moment, ja, gut. Also, die wir zuordnen könnten, waren Sören Erkeling, Dino Kovacevic, Mirela Kovacevic.

01:01:55 Tim Maul, Sonja Platten und Caroline Brandner. Und da waren Reste drin von diesem Gesundheitsdrink. Und da war keine... Nichts Auffälliges. Nichts Auffälliges, okay.

01:02:15 Okay. Na gut, dann wir machen weiter. Danke, das war's für euch. Danke. Vielen Dank, schönen Tag noch. Aber es wird nicht lang dauern, bis ich das Ergebnis habe. Du bist die Beste. Ein Engel. Das ist überhaupt nicht nötig. Wird nicht, ciao. Es ist auch nicht...

01:02:35 Dominik, also. Sehr gut, da kann ich mir ein bisschen was abgucken, das finde ich ganz gut. Die Gläser bringen... Ja, jetzt ganz schlecht. Schlechte Verbindung. Die Sekretärin klopft an die Tür zum Büro. Entschuldigung. Ich habe einen Marius Helm hier. Ja. Ist das Giftstoffteam von der Uniklinik auch schon da oder brauchen die noch?

01:03:01 Ja, wir haben jemanden hier unten, der sagte, er ist Sanitäter und wäre deswegen hier. Kein Giftstoffteam per se. Ich weiß nicht, ob es so etwas gibt. Ja, egal. Sie sollen einmal drüben in den Verhörraum 2 gehen und sich den gleich mal unter die Lupe nehmen und den auf alle Fälle überwachen. Und wir würden uns dann gleichzeitig mit dem auch noch unterhalten gleich, oder? Oder haben wir noch irgendwas anderes vor? Ich glaube, das geht jetzt erstmal vor. Gut, ich schicke sie in den Verhörraum 2. Der ist auch geblockt.

01:03:32 Passt. Sehr gut. Sie verschwindet wieder. Danke. Und hört sie leise mit jemandem reden. Okay. Okay, aber dann nochmal zu den Gläsern. Dann habe ich jetzt dasselbe Denkproblem, was du auch hast, Wanda. Weil...

01:03:44 dann verstehe ich nicht ganz, wenn jetzt die Sonja von den nicht abgewaschenen Gläsern getrunken hat, wo ja jetzt nichts mehr dran war, dann verstehe ich die Krankenhaussituation von der Frau Platten leider nicht. Entweder die hat aus Versehen von einem anderen Glas genascht, oder es hat mit diesem Isodrink überhaupt nichts zu tun. Und es war was anderes. Deswegen ist es jetzt doppelt gut, dass wir mit dem Chor noch mal reden, was sie gegessen oder getrunken haben gestern bei, während, nach der Chorprobe.

01:04:13 Ja. Also die Gläser, die drei, die fehlen, waren vom Peppi, von der Marie und vom Marius. Genau. Und es kann sein, dass Sonja von einem dieser Gläser auch getrunken hat oder es war in diesen drei Gläsern nichts. Aber dann ist die Frage, warum hat sie jemand abgewaschen?

Befragung von Marius Helm und neue Erkenntnisse zum Chor

01:04:38

01:04:38 Ja, also der Marius, der soll wirklich gut untersucht werden, weil der ist der, der da drüben ist. Ich würde sagen, wir gehen gleich rüber und quatschen mit dem. Und was der zu sich genommen hat, wie es ihm geht.

01:04:50 Und ob der irgendwas uns erklären kann, auch zu dem Herbstgedünsel. Stimmt, das können wir ihn fragen. Und wir können mal fragen, wer wann vom Chor, in welcher Reihenfolge die angekommen sind. Auch gute Idee. Weißt du, wann die zur Aufnahme kamen? Ja. Was, dann gehen wir mal rüber. Ja. Der Marius Helm sitzt schon da, hat die Mütze, die er auf hatte, abgesetzt.

01:05:17 Kurz die Haare so nach hinten gefahren. Und dann den Ärmel hochgekrempelt, in dem ihm sitzt ein Sanitäter, hat die große Tasche neben sich abgestellt und misst gerade den Blutdruck. Scheint aber ausgesprochen ruhig zu sein dabei. Der kaut auf einem Korgummi rum, nickt vor sich hin, schaut hoch und sagt, alles Gute.

01:05:35 Ja, guten Tag, Herr Helm. Wir sind es nochmal. Wir hätten da noch ein paar Fragen, die aufgekommen sind. Ja, sicher. Erstmal danke, dass Sie auch so schnell direkt hier hergekommen sind. Ja, ich hatte. Sie können sich vorstellen, dass ich auch nicht so eine ruhige Nacht hatte. Ich war ohnehin wach. Wir haben den zweiten Vergiftungsfall in den Chor.

01:06:01 Und wir wollen jetzt nochmal genau wissen, Sie müssen uns jetzt helfen, wie diese Aufnahme abgelaufen ist. In welcher Reihenfolge? Wer war denn zuerst im Studio? Was haben Sie? Sie haben ja dieses Getränke gestellt. Vielleicht können Sie uns einfach nochmal den Ablauf kurz skizzieren. Ja, sicher.

01:06:22 Marie und ich waren schon so ab 14.15 Uhr da und haben alles hochgefahren und vorbereitet.

01:06:35 Dann sind 15 Uhr die ersten Leute gekommen. Beppi und seine Nichte, die waren tatsächlich die ersten. Ich bin mir nicht ganz sicher, in welcher Reihenfolge der Rest kam, aber sie waren dann schon innerhalb der nächsten halben Stunde alle da. Ich glaube, der Tim war der Letzte, der gekommen ist. Ja, da bin ich mir relativ sicher. Tim ist als Letzter noch dazu gekommen. Und dann haben wir...

01:07:02 gemeinsam angestoßen mit meinem Gesundheitsshot für die Stimme. Und dann haben wir losgelegt. Waren gute Aufnahmen. Ich habe auch heute Nacht noch gesichert und reingehört. Es wäre dann doppelt tragisch, dass die letzte Aufnahme von Bepi vielleicht auch noch verloren war. Aber es ist alles da.

01:07:22 Und Sie und Marie machen das dann immer gleichzeitig oder sind Sie auch gleichzeitig gekommen oder haben Sie die Aufgaben aufgeteilt, einer fährt die Maschine hoch, der andere? Ich mache die ganze Technik. Marie ist dafür gar nicht zuständig. Marie war nur da, um in der Küche Tee zu machen und Kaffee fertig zu machen.

01:07:44 Ja, und eigentlich, weil sie gerne dabei ist. Das war ich. Ich habe die Gläser hingestellt. Und den Trunk auch. Ja, das ist Tradition bei uns. Ich bringe den immer mit. Ich habe so ein Faible für sowas. Und es ist wirklich gut. Also für die Gesundheit, gerade jetzt, wo das Wetter kälter wird und Grippe und so umgeht, muss man versinnen.

01:08:11 für seine Gesundheit auch was tun. Und ganz kurz, Sie haben dann alle miteinander angestoßen, also Sie trinken dann auch mit, die Marie trinkt mit. Ja, ja. Ich habe jedem ein Glas in die Hand gedrückt und dann haben wir alle gemeinsam geprostet auf letzter Aufnahme und getrunken. Herr Pim.

01:08:33 Das zweite Begiftungsopfer hat uns am Telefon, kurz bevor sie in Ohnmacht gefallen ist, noch einen Begift genannt, den jetzt die Kollegin Julia gleich nochmal wiederholen wird. Sagt die nennt er irgendwas. Herbstzeit. Herbstzeit. Zum Musik irgendwoher mal gehört. Ein Song? Das ist tatsächlich, ich schreibe, ich arbeite an einem Lied, einem modernen Volkslied.

01:09:02 mit dem Thema Herbstzeit und Abschied nehmen. Das könnte man einfach Herbstzeit nehmen. Würde ich das als Titel nehmen. Ja.

01:09:14 Was war die Frage? Wurde das Lied aufgenommen oder gesungen? Nein, aufgenommen wurde das nicht. Ich habe da so eine spezielle Vision. Ich würde das gerne. Einzelne Frauenstimme, vielleicht diesmal kein Chorwerk, einzelne Frauenstimme. Und kennen Sie diese Geria-Aufnahmen, wo Leute Alben aufgenommen haben? Einfach in der Stadt, einfach mit dem Ambiente und mit dem Ton, wie er so ist. Und ich dachte,

01:09:43 Wir sind hier in Schwabing, der Englische Garten, vielleicht leise mit der Isar im Hintergrund. Ja, alles klar. Ganz kurz. Ja, das freut mich total, dass Sie da so künstlerisch unterwegs sind mit Ihrem Song. Herbstzeit in Verbindung mit dem Chor von dem Herrn Brandner. Fällt Ihnen da noch was ein? Speziell oder jetzt nur persönlich Ihr Song? Naja, der war im Herbst seines Lebens. Ja, wahrer.

01:10:16 Gibt es da einen Text? Haben Sie den Text schon verpasst? Ja. Wollen Sie den hören? Ja.

01:10:28 Taubenblau verfließt die Abendstunde, der Himmel löst sich auf in früher Nacht, Fledermaus zieht lautlos ihre Runde, Fähe hält in ihrem Bau die Wacht, Nebel fließt vom Hang in kühlen Bahnen, von Ferne klingt der Kirche Glockenklang, hoch schwebend Gold bemalt die Fahnen von Feuerrauch und Chorgesang. Erhebt die Stimmen in aller Ort, wo Lieder sind, sind gute Seelen, süßer Klang erhebt sich dort aus all der guten Menschen Kehlen. Es gibt noch zwei weitere Strophen.

01:10:57 Das letzte war der Refrain. Also es geht um Herbstzeit und Abschied nehmen. Wer kennt denn den Text noch außer ihm? Ich schätze, die meisten Leute, die habe ich damit belästigt. Ich hätte gerne eine Zusammenarbeit mit jemandem mit einer guten Stimme. Aber muss man, müssen die Leute erstmal sich die Zeit für nehmen. Haben Sie noch jemanden konkreten im Kopf? Noch keine konkrete Stimme im Kopf? Nein.

01:11:25 Ich bin am überlegen, ob ich vielleicht einfach mit der Marie zusammenarbeite. Die hat auch eine ganz gute Stimme. Aber es wäre schon schön, jemanden Namenhaftes zu finden. Ich will mich ja jetzt selber nicht so sehr loben, aber es ist eine gute Komposition und ich glaube, es ist eine gute Idee.

01:11:46 Julia dreht sich mal ganz kurz hier zu Wanda und zu Dominik um und flüstert mal ein bisschen. Also ich glaube, das ist nicht die Herbstzeit-Abbiegung, die wir hier... Nee, ich glaube auch nicht. Ich glaube nicht, dass der Herr Helm hier irgendwas in Verbindung mit der Herbstzeit weiß. Ich kann mir das nicht vorstellen.

01:12:05 Ich kann es noch nicht ganz, aber ich finde, wir sind jetzt erst mal hier am Ende. Aber dieser Text, dieser romantizierende Text von den schönen Stimmen, die ins Jenseits und so. Also irgendwie, ich musste an Marie denken mit ihrer Sehnsucht von Menschen, die dann gehen ins Jenseits, wenn sie Gesungen haben und so. Aber das können wir ja mitnehmen und gucken mal, ob wir was anderes noch rauskriegen.

Zweites Opfer und Verbindung zu Marie

01:12:32

01:12:32 Ja, ach so, ich habe doch gar nicht gefragt. Sie sagten, es gibt noch ein weiteres Vergiftungsopfer. Wer ist denn gestorben? Noch ist niemand verschorben, aber die Frau Platten wurde vor ungefähr einer Stunde in die Notaufnahme eingewiesen. Oh, oh, die Sonja. Das ist, ja, aber was, meinen Sie, jemand hat es auf den ganzen Chor abgesehen?

01:13:03 Das wissen wir nicht genau. Das versuchen wir gerade herauszufinden. Das ist auch der Grund, warum sie jetzt angeschöpselt sind und auch überwacht werden. Weil wir uns eben Sorgen machen. Überwacht? Ja, eben gesundheitlich überwacht. Ach so. Man weiß ja nie heutzutage Überwachungsstaat und so. Jaja, die da oben. Jedenfalls, wissen Sie, wäre der Sonja irgendwas der Frau Platten, irgendwas Böses wollen würde, dass es einen Grund gibt, dass exakt sie das zweite Opfer wäre?

01:13:33 Oder ein weiteres Opfer generell? Nein, die ist Apothekerin. Also die hilft auch Menschen. Ja, Herr Helm, eine Frage noch ganz kurz. Kennen Sie diese Freundin, Beate von der Marie? Kennen Sie die? Haben Sie die auch schon mal kennengelernt vielleicht? Die Marie hat des Öfteren über sie geredet. Die Beate singt im gleichen Kirchenchor bei St. Agathe wie die Marie. Also ja.

01:14:05 Ich bin ihr auf jeden Fall schon mal begegnet. Der Chor hat bei uns auch schon aufgenommen. Die sind auch bei uns in dem Pro Bono-Programm. Marie und ich machen das ja, dass wir regelmäßig Aufnahmen von kleinen und privaten Chören machen, ohne dass die dafür bezahlen müssen. Das könnten die sich sonst nicht leisten. Ansonsten, Sie haben sich jetzt noch nicht beraten lassen bei der Beate oder ähnliches. Nein, an sowas glaube ich nicht. Nein, nein. Das ist der Marie-Ding.

01:14:33 Ich muss kurz zu meinen beiden Kolleginnen flüstern. Aber ich dachte, ich hätte die Marie gestern gefragt, ob es da eine genauere Verbindung gäbe zwischen ihren beiden Körn. Und hat sie uns nicht gesagt, dass das nicht so deep wäre und dass die sich nicht so nahe stehen? Und jetzt erfahren wir hier, dass die im selben Studio aufnehmen und im selben Pro Bono-Programm sind. Dann sind sie ja durch Sicht doch häufiger über den Weg laufen. Ich kann mich da leider, muss ich da passen. Vielleicht verwechsel ich aber.

01:15:07 Also ich dachte auch, die Marie hat sehr blöblich über die Beate gesprochen. Das hat sich jetzt für mich schon eher so angehört, als wäre die... Ja, ich finde eher die Marie auch komisch. Also die Beate natürlich auch, aber... Ja, brauchen Sie mich denn eigentlich noch? Ne, Sie bleiben damit, bis wir Entwarnung bei dem Giftstoff haben, bis Sie genau wissen, woran Ihre Kollegin...

01:15:30 ihr Leben verloren oder fast verloren hätten. Ich meine, wir wissen ja nicht, ob Sie den Giftstoff auch noch in Ihrer Blutbahn haben. Ist ja nur zu Ihrem Besten. Ja, dann. Die anderen Chormitglieder kommen eh gleich, denen geht es genauso. Es ist nur zu Ihrem Besten. Ja, das geht ja hier schließlich um Ihre Besonderheit. Wir sind hier bestens versorgt und wir danken Ihnen für die Mitarbeit. Wir gehen raus.

01:15:58 Und besprechen wir uns kurz am Flur. Ich bin gerade ein bisschen... Irgendwie habe ich das Gefühl, wir verlieren gerade alle Fäden, die wir irgendwie schon hatten.

01:16:15 Okay, folgender Plan. Ja, sag mal. Wir lassen den Quartz antanzen. Sie sollen alle überwacht werden. Und Fanline-Führer Feuerbach, der soll uns anrufen, sobald irgendwas passiert, sobald irgendwas auftritt, neue Informationen kommen. Der kommt gerade um die Ecke. Den hattet ihr ja gerade zurückberufen. Und der sagt, Fanline-Führer Feuerbach soll... Was?

01:16:37 Chef, du bist sowieso Mitarbeiter des Monats. Ich bin nicht der Chef, das bist du. Du bleibst jetzt hier, redest mit den Chormitgliedern, überwachst ein bisschen das mit den Sunnies, dass es denen gut geht und sobald es irgendwas Neues gibt, irgendwelche Auffälligkeiten, du fragst die auch alle nach diesem Herbstzeitthema, vielleicht einmal von der Musik weg, ob denen irgendwas auffällt, ob die damit was zu tun haben, wenn jetzt dann alle eintrudeln, weil wir müssen jetzt nämlich endlich mal mit dieser verhassten Ex-Frau reden.

01:17:05 Das schieben wir die ganze Zeit vor uns hin und da kommt immer irgendwas dagegen. Wir fahren jetzt zur Ex-Frau und du überwachst den Laden hier und sobald irgendwas ist, rufst du die beiden Damen an und gibst uns Bescheid. Ja.

01:17:19 Er holt seinen Block raus und schreibt in Windeseile sich die Anweisung auf, solange er sich noch daran erinnern kann. Und nickt vor sich hin. Oder jetzt hat er mit deinen verstanden. Ja, super. Finde ich toll. Und geht es euch auch so, dass Marius eher, der ist für mich nicht, gehört für mich nicht zum engen Kreis der Verdächtigen. Nee. Hätte ich auch nicht.

01:17:42 Also ich sehe da auch, ich sehe da bei ihm auch, natürlich die Möglichkeit war da, der war ja da vor Ort die ganze Zeit, er hätte das, vergiften hätte er schon können, aber ich sehe das Motiv nicht. Also da war ja auch gar nichts, bei der Marie war ja ein bisschen was mit dem Geld von dem Josef auch, aber bei dem Marius, den sehe ich da nicht in der engeren Auswahl der Verdächtigen. Ich glaube, das Beste, was uns die Erkenntnis liefern kann, ist, wir fahren jetzt zur Ex-Frau.

01:18:12 Und während wir im Auto sind, telefonieren wir mit dem... Ach, sagt Zement, der wird danach wieder sagen, er kann uns am Telefon nichts sagen, oder? Wie ist da die Rechtslage? Am Telefon geht gar nichts. Am Telefon sagt mir keiner was.

Besuch beim Notar und Informationen zur Firma

01:18:31

01:18:31 Aber vielleicht ist die Info vom Notar ja gar nicht so lang. Ich gucke mal kurz auf Google. Haben wir den Namen von dem Notar schon? Das ist der Dr. Peter Billing. Dr. Peter Billing. Ich gucke mal, vielleicht liegt der ja auf der... Und die Adresse von der Ex-Frau, haben wir die auch? Die habt ihr auch, ja. Die haben wir auch. Es haben fleißige Leute über Nacht schon früh am Morgen schon Dinge in die elektronische Akte eingetragen.

01:18:58 Vielleicht können wir an dem Notar vorbeifahren zur Ex-Frau.

01:19:03 Eigentlich brauchen wir den nur, um kurz zu sagen, wie es schon einen festen Successor gibt in der Familienerbfolge. Ja, und auch, weil mir das gestern noch im Kopf geblieben ist, weil die, wer hat es gesagt, der Willi hat doch gesagt, dass der Umsatz der Firma nur 80, der Umsatz ist 80 Millionen, das heißt aber noch nicht, wie geht es der Firma eigentlich und macht die gerade Gewinne oder, aber das kann uns ja vielleicht der Notar aussehen. Ja, dann machen wir das.

01:19:31 Wir sind unterwegs. Feuerbach ist hier in der Kommandozentrale und wenn was ist, ruft er an.

01:19:37 Dann packen wir es. Danke, Chef. Ihr geht an den Kovacevic vorbei, die gerade reinkommen, ein etwas verwirrter Hallo sagen, aber dann von Herrn Feuerbach direkt nach hinten geleitet werden, der Ihnen sagt, wir werden auch direkt kurz mal eine medizinische Beprüfung machen. Keine Sorge, dann seid ihr schon raus, könnt zum Dienstwagen runter und zum Herrn Peter Billing fahren, richtig? Genau.

01:20:05 Der hat ein schickes Büro weiter draußen im ersten Stock von einem einzelstehenden hübschen Haus in einer gepflegten Gartenanlage und kommt auch direkt ans Tor, als geklingelt wird und ist überraschend jung. Nicht so das, was man sich von einem Notar vorstellt, sondern so vielleicht um die 30 maximal mit einer kleinen, sehr gezielt elegant ausgewählten Brille, einem frischen...

01:20:32 Ziemlich modern, aber nicht irgendwie zu auffällig. Ich bin ein braver Bürgerhaarschnitt und einem lockeren Pulli, den er über seinem Hemd zugeknüpft hat. Guten Morgen. Guten Morgen, Wanda Goldwasser, Kommissarin von der Mordkommission Nürnberg, aber gerade für die Mordkommission München im Einsatz. Wir kommen wegen dem Herrn Josef Brandner, der bei Ihnen über seine Firmen...

01:21:00 Übergabe, der wollte sich ja zurückziehen. Das sind die Infos, die wir schon haben. Wir brauchen dringend Informationen. Wie ist die Planung gewesen? Wie geht es mit der Firma weiter? Gibt es schon ein Testament, ein angedachtes? Er schließt seinen Postkasten auf, während er nickt. Moment. Erstens, Sie sagten Mordkommission, das heißt, jemand ist tot. Es wurde versucht, jemand umzubringen. Das kann ich einen Ausweis sehen.

01:21:27 Ja, den habe ich gerade Ihnen schon hingehalten. Entschuldigung. Es ist noch nicht so hell. Na, Herbstzeit. Ihr Mandant Josef Brandner ist tot und es gibt einen weiteren Menschen, der in Lebensgefahr schwebt. Deswegen gibt es eine Dringlichkeit, weil es sein kann, dass das weitere, dass derjenige, der das Gift verteilt, noch weiter in Aktion ist. Deswegen bitte ich Sie jetzt, Sie würden uns sehr helfen, wenn wir jetzt einen Zahn zulegen und Sie uns die Informationen geben, die uns helfen.

01:21:57 Gut. Also Sie wollten wissen, wie es weitergeht und ob er ein Testament hat. Er hat ein Testament, das bei mir auch hinterlegt ist. Und die Firma sollte von einer GmbH in eine GmbH und Co. KG umgewandelt werden, indem weitere Partner einsteigen und sich da mit einer anderen Baufirma zusammenschließen.

01:22:22 Und welche Partner sind das? Das ist ein Herrn Grebic, der da in die Kommanditgesellschaft einsteigen würde mit seiner eigenen Firma. Ein Herr Grebic. Das ist ein neuer Name für uns, oder? Ja. Und haben Sie den Namen von der Firma vielleicht auch, die da mit einsteigen sollte? Kelbert und Grebic.

01:22:48 Wie ist es denn um die generelle Bonität der Firma bestellt? Würden Sie sagen, die sind im guten Zustand, im schlechten Zustand? Sie haben jetzt die letzten fünf Jahre immer Gewinn gemeldet, das kann ich sagen. Also auch sonst jetzt in den letzten ein, zwei Jahren keine ruckartigen Bewegungen? Die Firma liegt durchschnittlich gut? War es nicht wirklich auf dem absteigenden Ast auch in letzter Zeit? Nein, das war alles stetig voran, würde ich sagen.

01:23:18 Und das Privatvermögen, gibt es darüber auch ein Testament? Das ist ein gesamtes Testament, liegt bei mir vor. Und wer sind da die Hauptbegünstigten? Er wirft doch mal einen Blick auf den Ausweis, wirft da den Blick ringsum. Das ist höchst unüblich hier, aber die Hauptbegünstigsten sind seine Schwester und seine Nichte und ein paar Stiftungen.

01:23:45 Also die Ex-Frau geht komplett leer aus, klar ist die Ex-Frau, aber nur der Vollständigkeit halber? Ja. Okay. Und das war auch schon immer so, oder gab es da vor kurzem eine Änderung? Ist irgendjemand Neues eingesetzt worden? Die Ex-Frau hat er aus seinem Testament streichen lassen, direkt nachdem die Scheidung durch war. Okay. Ich glaube, dann haben wir alles gehört, was wir wissen wollten, oder? Ja. Na gut, dann viel Erfolg, würde ich sagen. Falls Sie noch Fragen haben, haben Sie.

01:24:13 wissen ja, wo sie mich finden. Danke für die schnelle Hilfe. Ich hoffe, ich werde es nicht bereuen. Patsch. Gut, dann tuckern wir weiter zur Ex.

Befragung der Ex-Frau Andrea Fröbel und Gift-Identifikation

01:24:26

01:24:26 Ja, die Ex wohnt viel weniger elegant in einem großen Mehrfamilienhaus, das sobald die Tür aufgeht, ihr braucht gar nicht erst unten zu klingeln, weil in dem Moment schon ein überfordert wirkender Postbote die Tür aufreißt und rausmarschiert, sodass ihr euch einfach selber reinlassen könnt. Es riecht drinnen nach Putzmittel und zu lange gekochtem Essen und es ist eine ganze Reihe an Fahrrädern und Kinderwegen unten im Flur abgestellt.

01:24:55 Und der Name der ehemals Frau Brandner, die jetzt wieder zu ihrem Kindernamen zurückgekehrt ist, zu ihrem Jugendnamen, die ist im fünften Stock tatsächlich.

01:25:12 Das heißt, da der Fahrstuhl nicht funktioniert, mit einer Notiz dran, dass der Techniker informiert ist, habt ihr ein paar Treppen vor euch, in denen ihr darüber nachdenken könnt, wie wichtig das gerade ist, bis ihr oben tatsächlich endlich ankommt. Die weiß auch noch nicht, dass er tot ist, ne? Nein, die Frau Fröbel, da steht Andrea und Thomas Fröbel. Wer ist denn der?

01:25:43 Andrea, und wer ist, was ist da noch für ein Name? Thomas. Das ist wahrscheinlich der neue geliebte, der Großartigkeitspartner. Wie lange waren die beiden geschieden? Das ist ja auch interessant. Die sind jetzt schon irgendwie, ihr hattet das nachgefragt, die sind schon länger geschieden, als es den Chor gibt. Okay. Also seit über drei Jahren. Seit über fünf Jahren. Okay, Basti. Okay, ja, das Gespräch überlasse ich wieder euch, gerade den knüfligen Part mit.

01:26:12 Tod, nicht tot. Macht ihr gut. Danke für dein Vertrauen. Ja, ich bin noch geschädigt von gestern. Wanda, wenn du das übernehmen willst, gerne. Ja.

01:26:28 Wollen wir mal klingeln hier? Ja. Gucken, ob die überhaupt zu Hause ist. Es dauert ziemlich lange, während in der Nachbarwohnung ein Hund durchdreht, dass da geklingelt wird und fremde Leute im Flur sind, bis dann irgendwann die Tür so ein Spalt aufgemacht wird, noch mit einer vorgelegten Kette und so ein halbes Gesicht sichtbar wird. Ja? Guten Tag, Frau Fröbel. Spreche ich mit Frau Fröbel? Ja, Frau Fröbel.

01:26:59 Guten Tag, mein Name ist Wanda Goldwasser, ich bin Kommissarin und das sind meine Kunden. Moment, weswegen sind Sie hier? Wir haben Ihnen eine Mitteilung zu machen und wir haben auch einige Fragen an Sie.

01:27:21 Dürfen wir vielleicht reinkommen, weil hier auf dem Hausflur. Ja, okay. Sie macht die Tür zu, hakt die Kette aus, macht sie auf und ist ziemlich offensichtlich noch in ihrem Schlafklamotten, in Jogginghose und T-Shirt mit einem losen Pulli drüber. Ich habe späte Schicht. Kommen Sie rein. Vielen Dank. Gut, wir kommen rein.

01:27:46 Ähm, können wir uns vielleicht irgendwo kurz setzen? Ja, mir, Küche. Sie räumt eine Menge Kram in der Küche von den Stühlen und vom Tisch runter, sodass ihr Platz habt. Generell ist die Wohnung ziemlich krustig. Überall liegen irgendwie Pakete, da sind Tüten mit Pfand in der Ecke aufgestapelt. Riecht auch so, als wäre die Spüle eine Weile nicht sauber gemacht worden.

01:28:12 Wir haben Ihnen die traurige Mitteil zu machen, dass Ihr Ex-Mann, der Herr Josef Brandl, gestern hat. Ich weiß, wer mein Ex-Mann ist. Ja, das habe ich mir gedacht. Dass Ihr Ex-Mann gestern vergiftet wurde und der Vergiftung auch gestern erlegen ist und verstorben ist. Und unser herzlichstes Beileid. Was? Herr Josef Brandl.

01:28:41 Brandner, Entschuldigung. Bepi ist tot. Bepi ist gestern gestorben, ja. Da habe ich jetzt auch nicht mit gerechnet. Ja, und jetzt? Ja, es war kein natürlicher Tod, sondern es deutet alles darauf hin, dass es ein Verbrechen war, ein Mord. Und deswegen haben wir einige Fragen an Sie.

01:29:12 Ah, ja klar, die Ex. Macht sie was aus, wenn ich rauche? Sie steht schon auf, geht zum Fenster und macht das auf, wenn sie mit Zigarettenschachtel aus der Tasche ihres Pullis rauszuppelt. Schlechte Angewohnheit, ich weiß. Wie viele Jahre sind sie denn? Wie lange ist denn die Scheidung her? Fast acht Jahre. Fast acht Jahre. Und wollen Sie uns das kurz skizzieren, wie es dazu gekommen ist, vielleicht auch wie?

01:29:43 Wann Sie sich kennengelernt haben, wie lange Sie zusammen waren? Wir haben uns auf einem gemeinsamen Essen kennengelernt von einer, es klingt jetzt so unromantisch, aber von einer Gewerkschaft, von einer Baugewerkschaft. Ich habe als Sekretärin gearbeitet. Ich fand den schon fesch. Ich dachte, er mich auch.

01:30:17 Naja, er hat aber relativ schnell einen klart Tisch gemacht und gesagt, was eigentlich Sache ist. Aber das war für mich immer okay. Nur, dass er dann irgendwann der Meinung ist, dass ich nicht mehr gebraucht werde. Das heißt, er hat ihnen gesagt, er ist homosexuell und die Ehe ist eher ein... Das war irgendwann relativ offensichtlich.

01:30:44 Wenn ein ältere Mann nicht auf mich stand damals, dann stimmte was mit dem nicht. Und dann hat er ihnen deutlich gemacht, dass er sie nicht mehr braucht? Er war irgendwann genervt von mir. Und er meinte, das wäre alles nicht mehr nötig, die Welt ändert sich ja. Und ich gebe zu, wir haben uns gestritten. Ich fand das wirklich eine Dreckssache von ihm.

01:31:17 Ich habe da fast zehn Jahre auf das gute Weibchen gemacht. Und es ist fast auch niemand drauf gekommen, dass das nur eine Tarnung war. Wir auch immer. Keine Ahnung. Aber dann hat er mich einfach aus einem rausgestrichen. Alles. Tja, sollte man jetzt erwarten, dass eine Sekretärin den Vertrag lesen kann, ja. Aber glaubt man ja nicht, dass irgendwie jemand einen bei der Hochzeit so bedubbt. Naja. Ich schätze, in seinem...

01:31:54 In seinem Testament stehe ich wahrscheinlich auch nicht mehr drin. Aber wissen tue ich es nicht. Hatten Sie noch Kontakt mit ihm? Selten. Da gab es nicht mehr viel, groß was zu reden. Ich meine, wir hatten eh nicht viel gemeinsam. Wer ist denn Thomas Fröbel? Darf ich das fragen? Mein Bruder.

01:32:13 Ihr Bruder? Ja. Kannte Thomas Schröbel und die kannten sich. Ja klar. Also jetzt nicht gut. Da war kein Familienurlaub oder so etwas, aber der war natürlich bei der Hochzeit und man hat sich hin und wieder mal bei gemeinsamen Veranstaltungen und sowas getroffen. So ist es nicht. Und ich habe mich öfters mal bei ihm vielleicht ein bisschen ausgeheult.

01:32:37 Ja, derzeit legen wir unsere Finanzen zusammen, damit das alles funktioniert, mein Bruder und ich. Der ist auch zwischen Partner, könnte man sagen. Ich hätte kurz eine Frage. Hallo Stockinger, nur mal ein herzliches Beileid. Eine Frage am Rande. Dürft ihr wissen, was Ihr Bruder und Sie beruflich machen momentan? Ich putze. Und Ihr Bruder? Mein Bruder, der kommissioniert für einen Supermarkt. Okay, danke schön.

01:33:12 Ja, von meiner Seite auch herzliches Beileid natürlich. Ich bin die Kommissarin Kröll. Ich hätte auch noch mal eine Frage. Sie haben ja gerade schon gesagt, ihr Ex-Mann hat sie dann aus allem rausgestrichen nach der Trennung. Wie war das dann für Sie? Also wie ging es Ihnen dann damit? Können Sie sich vorstellen? Nicht gut. Ich habe mich in einen gewissen Lebensstandard gewöhnt gehabt mit dem Beppi. Und das war dann von jetzt auf gleich alles weg.

01:33:41 Ja gut, zugegebenermaßen, wir hatten dieses Trennungsjahr, das offizielle, da bin ich, da hatte ich mir die Wohnung noch bezahlt, aber danach? Stehst du dir das vor? Kommen sie mal irgendwie nach fast zehn Jahren, die sie nicht im Beruf waren, wieder zurück irgendwie? Das nimmt sie keiner mehr irgendwie ernst. Riesige Lücke in meinem Lebenslauf und sowas alles. Ich habe einfach keinen Fuß auf den Boden bekommen. Es hat ewig gedauert, bis ich wieder einen Job gefunden habe. Die Wohnung musste ich dann auch wieder aufgeben. Wie gesagt, deswegen mit meinem Bruder.

01:34:14 Ja, ich war...

01:34:18 Ich war zugegeben sehr wütend auf Beppi, aber wissen Sie, irgendwann hat man auch nicht mehr die Energie, wütend zu sein. Ich weiß auch nicht, ob er das verdient hat. Also würden Sie sagen, Sie sind jetzt nicht mehr wütend auf ihn? Das ist verjährt, Sie haben Ihr Leben weitergelegt. Ich meine, er ist tot. Das macht ja dann jetzt keinen Sinn mehr, auf ihn wütend zu sein. Das ist ja jetzt eine relativ neue Info für Sie eigentlich. Ja. Aber Sie sind drüber hinweg, würden Sie sagen. Ich habe mit ihm in meinem Leben schon lange abgeschlossen gehabt.

01:34:46 Trotzdem noch einmal der Vollständigkeit halber, was haben Sie denn gestern gemacht, Nachmittag, generell den ganzen Tag durch? Geputzt. Auch also ab 15, 14 bis 18 Uhr, 14 bis 19 Uhr? Nein, ich habe um kurz vor 18 Uhr angefangen und ich putze in Fitnestudios. Und davor, bevor Sie angefangen haben zu putzen? War ich einkaufen und habe gekocht, habe ein bisschen fern gesehen.

01:35:19 Ja, dann bin ich zur Arbeit. Alleine waren Sie unterwegs, gehe ich davon aus? Ich treffe mich immer mit einer Kollegin. Die kann das Ganze bestätigen, dass Sie zusammen beim Einkaufen waren gestern noch. Das hoffe ich doch. Zwischen 14 und 15 Uhr. Dann brauche ich mir bloß einmal kurz bitte die Daten von Ihrer Freundin. Sie wissen nur die Vollständigkeit. Ja, ja, klar. Und Ihr Bruder, wissen Sie, was der gemacht hat gestern?

01:35:44 Ja, der hat gearbeitet, bis er nach Hause gekommen ist. Dann haben wir noch gemeinsam gegessen und dann bin ich gegangen. Wir wechseln uns so ein bisschen ab hier. Wie ist denn, kennen Sie die Caroline Brandner? Ja, natürlich kenne ich die Caroline Brandner. War ja fast ein bisschen so wie die Stiefmutter zu sein für sie.

01:36:06 Können Sie uns die Beziehung zwischen Caroline Brandner und Josef Brandner, die war sehr, sehr eng. Ja, ja. Das war, der Peppi wollte ja keine eigenen Kinder, das ist ja auch ein bisschen schwierig in seiner Lage. Auch rechtlich gesehen und sowas alles mit der Adoption. Aber das war für ihn, als hätte er ein eigenes Kind, die war ihm immer sehr wichtig.

01:36:32 Und es war die gute, würden Sie sagen, eine gute Beziehung zwischen den beiden oder fast schon zu viel? Was wollen Sie denn andeuten? Ich frage nur. Nein, nein, nein. Ich meine, er hat vielleicht manchmal ein bisschen gekungelt, um ihrer Firma einen Job zuzuschustern. Die macht die Bodenanalysen, wenn gebaut wird, damit man weiß, ob der Outbraum irgendwo so verarbeitet werden kann oder ob der auf die Deponie muss und so etwas. Nein, das braucht man halt.

01:37:00 Kann der Bauunternehmer halt empfehlen, wer da genommen werden soll. Und können Sie sich vorstellen, warum die Caroline Brandner von Ihnen so ein schlechtes Bild hat? Sie war der Meinung, ich wäre nur wegen des Geldes da. Sie hätten das Ganze nur wegen dem Geld gemacht und in dem Moment. Aber Sie haben sich ja gut verhalten. Was kann die Ihnen vorwerfen? Keine Ahnung.

01:37:34 Und die Maria Brandner, die Schwester vom Josef, hatten Sie mit der, wie war das Verhältnis so mit ihr? Das war, so ein graues Mäuschenbild, der hatte ich nicht viel. Und Olaf? Ich glaube, das wäre es dann erstmal für unsere Seite gewesen, wenn Ihnen noch irgendwas einfällt. Hier werden unsere Karten, unsere Karte. Sie nimmt die ohne groß raufzugucken. Ja gut, falls noch irgendwas mir einfällt.

01:38:05 Nochmal vielen Dank für die Hilfe und nochmal unser herzliches Beileid. Ja, ebenfalls. Schönen Tag noch. Ihnen auch, danke.

01:38:17 Sie folgt euch auch noch mit den letzten Bröseln, abbrennenden der Zigarette in der hohlen Hand, bis ihr auch sicher zur Tür raus seid und schließt sie dann hinter euch mit dem Klacken der Kette, die wieder vorgelegt wird. Also ich glaube, die Spur in ihr Richtung läuft da trocken. Ich wüsste nicht, warum sie nach all den Jahren, sie war sich ja eh sicher, sie wusste ja schon, dass sie nirgendwo mehr begünstigt wird bei Airbus. Warum sollte sie nach all den Jahren da jetzt noch irgendeinen Attentat versuchen?

01:38:47 Ja, sie hat auch sehr so gewirkt, als hätte sie halt wirklich abgeschlossen, auch wenn es ihr finanziell jetzt nicht so gut ging. Aber ich denke nicht, dass man da ein Motiv finden kann, dass die irgendjemand angeheuert hat. So hat die auch nicht gewirkt, fand ich. Wenn hätte sie direkt nach der Scheidung oder teilweise noch vor der Scheidung zuschlagen sollen, wenn sie wirklich auf das Geld aus ist. Also ich denke, da kommt man der Weile an. Ja, vor allem wäre sie ja nie begünstigt worden. Also es gab nie den Moment, wo sie irgendwie ein Testament für...

01:39:15 Und jetzt reine Rache, glaube ich, auch hätte in Zukunft. Wir können ja auf alle Fälle das Alibi noch überprüfen lassen vom Lieben Herrn Feuerbach. Aber ich glaube auch, auch dein Bruder, das ist auch... Ich habe kurz gedacht, aber der ist auch keine Spur. Wen haben wir denn dann noch von denen, die wir schon kennen? Also mein Hot Take, meine heiße Nummer ist immer noch die... Marie.

01:39:42 Ihr seid im zweiten Stock auf dem Weg wieder nach unten, als das Telefon wieder klingelt von Dominik diesmal. Stockinger, grüß Gott. Paulson hier. Wir haben jetzt das Ergebnis Kolchizin.

01:39:58 Kolchicin. Jetzt für Nichtärzte. Was genau ist Kolchicin? Kolchicin ist, Sie werden überrascht sein, ein Giftstoff. Wer wird manchmal medizinisch gegen Gicht eingesetzt, sein Hauptvorkommen, nein, er wird gewonnen aus der Herbstzeitlose. Herbstzeitlose! Jetzt müssen Sie mich nicht anschreien, deswegen. Entschuldigung, Sie sind ein Schatz, ich sag's ja immer wieder. Das war doch, was das Opfer hat doch Herbstzeit gesagt.

01:40:24 Und jetzt ist der Giftstoff Herbstzeit lose. Die Apothekerin, die wusste, was es ist. Woher weißt ihr das? Egal, Entschuldigung, Frau Doktor, machen Sie weiter.

01:40:32 Die meisten Leute nehmen es aus Versehen zu sich, weil die Herbstzeitlose im Frühjahr aussieht wie Bärlauch und im Herbst aussieht wie Krokus und manche Leute essen es dann im Salat oder so etwas. Das wirkt sehr langsam erst, das Gift führt zum Erbrechen, Krämpfen, Kreislaufzusammenbruch, Organversagen. Viele Leute sterben tatsächlich, weil sie nicht mehr atmen können, weil die Muskulatur...

01:40:58 ...gelenkt wird. Während des Telefonats eine SMS an das Klinikum Rechts der Isak schickt, was der Giftstoff ist, damit die die Frau...

01:41:11 Platten mit dem richtigen Gegenmittel behandeln können. Ja, das habe ich denen schon geschickt, aber doppelt hält besser. Du bist ein Engel, ich sage es dir immer wieder. Entschuldigung, das ist eine Art Kraut? Das ist eine Blume. Eine Blume? Die im Herbst erst blüht, deswegen der Name. Und was benutzt man dann? Kann man daraus Tee zum Beispiel machen? Kann man die Blätter abzupfen und irgendwie Tee daraus machen? Ja, man kann Tee daraus machen, den alkoholischen Auszug.

01:41:41 Es gibt verschiedene Varianten. Also normalerweise für die medizinischen Mittel wird es natürlich sauber aufbereitet, das Cholchicin über, wenn ich das richtig weiß, tatsächlich über einen alkoholischen Auszug aus der Pflanze geholt und dann aber als ein trockenes Präparat in Pillen gegeben. Aber die meisten Vergiftungen kommen tatsächlich davon, weil die Leute das frische Kraut essen.

01:42:05 Also man könnte ja zum Beispiel auch diese frische Kraut in einem Smoothie verarbeiten. Zum Beispiel einfach nur. Naja, wenn man lang genug auf den Knopf drückt, wird alles sein Smoothie. Natürlich. Okay, danke. Kann man das verwechseln mit einer anderen Pflanze? Mit Bärlauch. Mit Bärlauch. Aber der blüht ja nicht. Ja, im Frühjahr verwechseln es Leute mit Bärlauch. Ähnlich wie das mit Maiglöckchen manchmal ist. Und im Herbst verwechseln es Leute mit...

01:42:33 harmlosen Krokus aus dem Safran gewonnen wird. Auch wenn Krokusse nicht im Herbst blühen. Ist das alles, was Sie uns jetzt gesagt haben,

01:42:49 Ist es Laienwissen, würden Sie jetzt aus Ihrer groben Warte sagen, oder braucht man dafür irgendeine Ausbildung, um das genau... Also wie einfach ist es, jemanden mit diesem Stoff zu vergiften? Eigentlich, man kann es einfach googeln wahrscheinlich, oder? Wie diese Pflanze ausschaut. Das kann man ja, problemlos. Und es ist tatsächlich eine der häufigsten Vergiftungen, die aus Versehen passieren. Schade. Und tatsächlich eine sehr schwere Vergiftung. Es gibt keinen direkten Antagonisten, also Gegengift würden Sie sagen.

01:43:16 Das heißt, man kann nur symptomatisch behandeln, die Leute dann beatmen, den Magen auspumpen, wenn man es rechtzeitig weiß. Aber die eigentliche Wirkung des Giftstoffs ist es ein Methosegift, das also auf die Zellerteilung geht. Deswegen kann es auch durchaus, das geht vielleicht alles zu weit. So oder so, die Wirkung tritt meistens erst sehr viel später ein. Bei dem Opfer, dem Herrn Brandner, ist das Ganze früher eingetreten, deutlich früher, weil er...

01:43:43 Beta-Blocker genommen hat, die erhöhen die Toxizität von Colchicin enorm. Eine Frage, Frau Doktor, ich würde die an Sie jetzt auch noch mitstellen. Sie haben bestimmt hier gerade noch Zeit für uns. Interessante Annahme, ja. Die Apothekerin, unser zweites Opfer ist die Apothekerin. Woher hätte sie wissen sollen, mit welchem Gift sie vergiftet wurde?

01:44:06 Nö, weil Apotheker bekommen natürlich eine Ausbildung darin, was Kontraindikationen sind. Sie wusste, dass der Herr Brandner Beta-Blocker nimmt und vielleicht hat sie dann mehr oder weniger durchgegangen, was sind Kontraindikationen. Und da steht Colchicin natürlich groß drauf. Es gibt eine Menge Dinge, die mit Beta-Blockern nicht gleichzeitig eingenommen werden. Aber das ist einer der Stoffe, der da definitiv mit einer Flagge versehen ist.

01:44:33 Sie kennen das doch sicher, Sie gehen in die Apotheke und Sie haben etwas und dann fragen die Leute hinter der Theke, wissen Sie, wie Sie es einnehmen und nehmen Sie noch irgendwas anderes oder warnen Sie, wenn es eine Wechselwirkung gibt. Genau das. Also Sie könnte zumindest einen Verdacht gehabt haben, einen Begründeten. Aber Sie kann es nicht an sich selber auch, dass es bestimmte Symptome gibt, dass irgendwas... Oh doch sicher, ja. Also wenn wir davon ausgehen, dass sie mit Colchicin auch vergiftet worden ist, dann kann sie das zugeordnet haben.

01:45:02 Und weil Sie gesagt haben, das ist die häufigste Verwechslung, die stattfindet, dass man aus Versehen. Ja, gibt es jedes Jahr immer wieder mehrere Fälle. Aber was sind das, wie muss ich mir das vorstellen? Was sind das für Szenarien? Also jemand geht in den Park und was nimmt sich?

01:45:20 Was will denn mit der Blut? Also können Sie mir da einmal eine Szene beschreiben? Wie findet so eine Verwechslung statt? Na gut, also das meiste passiert, wie gesagt, im Frühjahr. Die Leute gehen in den Wald und denken, sie pflücken Bärlauch, um daraus Pesto zu machen oder so etwas. Pflücken aber stattdessen die giftigen Blätter der Herbstzeitlose, verarbeiten die dann, essen das und meistens erst am nächsten Tag, 24 Stunden später, kann es sein, dass es erst wirkt, haben sie dann auf einmal die Krankheitserscheinungen, die sehr starke,

01:45:48 Magen- und Darmkrämpfe, blutiges Übergeben, blutiger Durchfall. Im Herbst ist es häufiger, weil Kinder damit spielen.

01:46:05 Das sind hübsche Blumen, sie sehen aus wie Kokos. Das war kein Unfall. Also im Herbst würde ich sagen, ist das eine Absicht gewesen, eine tödliche Dosis einzunehmen. Eine Person vom Gewicht des Herrn Brandner müsste um die 80 Gramm an rohen Blüten zu sich nehmen. Das ist schon relativ viel. 80 Gramm, das ist richtig viel.

01:46:33 Also wenn er tatsächlich das Kraut so gegessen haben sollte und nicht das Kolchicin in irgendeiner anderen Form bekommen hat. So, brauchen Sie sonst noch was von mir? Ja, ich brauche noch eine Sache, weil Sie haben ja diesen Trank auch untersucht. Ja, stimmt. Kein Kolchicin. Da ist kein Kolchicin drin, okay. Also wenn es darüber verabreicht wurde, muss es in einem der gesäuberten Gläser gewesen sein.

01:47:02 Dann ist es extra dazu noch ein... Aber das muss ja dann brutal viel gewesen sein. Aber ist das dann realistisch, dass in einem von den gesäuberten Gläser so viel von diesem... Es sind 80 Gramm Blüten. Es sind natürlich sehr viel weniger an Colchicin. Das heißt, wahrscheinlich ist es in einer konzentrierten Form dann hinzugegeben worden, wenn wir davon ausgehen, dass es in dem Smoothie war oder was auch immer das war.

01:47:27 Also dann ist es als Pulver wahrscheinlich klassisch da reingeschüttet. Könnte sein. Ja. Da reingeschüttet worden. Und das war kein Versehen und das war... Aber dann muss es ja doch eine aufbereitete Variante von diesem Krokus gewesen sein. Weil 80 Gramm... Kein Krokus, aber ja. Wie bitte? Entschuldigung. Kein Krokus, aber ja. Ja, ja, genau. Ja, Sie wissen. Das heißt...

01:47:55 Ja, es muss irgendwas aufbearbeitet gewesen sein. Das Colchicin rausgezogen, wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, aus den Blüten und dann bleibt mehr Pulver übrig, was aber die Wirkung hat von 80 Gramm Blüten. Genau. Das kennst du dann in das Glas oder... Aber das ist doch dann schon mal ein guter Schritt, weil ja nicht jeder unserer Tatverdächtigen das Know-how dazu hätte, oder?

01:48:24 Nein, das kann ich Ihnen nicht sagen. Aber wenn die Leute gestern vergiftet worden wären, dann hätten sie jetzt alle definitiv schon Vergiftungserscheinungen. Dann müssen wir nochmal den Herrn Feuerbach anrufen, wo es denen geht. Also Frau Dr. wie immer, vielen Dank für Ihre Hilfe. Vielen Dank. Ja, vielen Dank. Wenn noch irgendwas Neues dazu kommt oder wir was brauchen, melden Sie sich, beziehungsweise wir melden uns. Ja, selbstverständlich. Dankeschön. Ciao.

01:48:53 Also ich bin mir jetzt auch gerade nicht so ganz sicher, ob ich das alles verstanden habe. Aber dann würde doch eigentlich sogar unsere Apothekerin dafür in Frage kommen oder nicht. Wer weiß, dann hat sie vielleicht mich angerufen, schlechtes Gewissen gekriegt irgendwie, wollte doch irgendwie noch helfen, hat, weiß ich nicht, kalte Füße bekommen.

01:49:20 Oder... Sie hätte auf alle Fälle das Know-how, dieses Gift herzustellen. Ja, weil warum gibt sie uns dann den Hinweis mit der Herbstzeit? Also... Woher wüsste sie es auch genau? Ja, genau, deswegen ja. Ähm, ja...

01:49:34 Ja, ja, aber sich selber dann, also was war das dann für ein... Ja, das ist ja auch diese Frage. Wie kam sie dann selber zu dem Gift? Hat sie dann aus Versehen an dem falschen Glas getrunken? Ja, ich würde sagen, wir fahren jetzt zurück ins Präsidium. Wissen wir denn schon, was die anderen eigentlich beruflich machen? Ja, das dachte ich mir nicht, deswegen habe ich auch gerade eben die Ex gefragt, weil wir das irgendwie vergessen haben, wir wissen es bei der Apothekerin. Ja, wir wissen es bei den anderen noch nicht, ne?

01:50:02 Da haben wir ein bisschen pennt. Also wir fahren jetzt zurück und da ist ja eh der ganze Chor und dann reden wir mit denen, schauen, was der gesundheitliche Update ist. Wenn irgendwas Schlimms passiert, wir hätten uns ja der vorherige Anrufen. Also geht es denen ja gut. Das heißt, wir können jetzt zurückfahren und mit denen reden. Und die, ich finde auch, wir müssen das Medium. Die können wir einbestellen.

01:50:27 Die können wir auch anbestellen. Aber mit der sollten wir auch reden. Einfach nur noch ein bisschen was über die Marie zu erfahren, weil die Marie schon auch mit ihrem Minztee und mit ihrer verschobenen, also so ein bisschen besonderen Art, die Dinge zu sehen und zu interpretieren, wer wann wie. Die sehe ich also ein bisschen als Kräuterhexe. Natürlich meine ganz unprofessionelle Meinung.

01:50:54 Ja, auf jeden Fall ist das Gefühl, sie könnte, man kann das auch irgendwie mitbestimmen, wer wann, wie, wo zu gehen hat. Ja. Und also, was machen wir zuerst? Wir fahren jetzt zurück und während wir im Auto sind... Können wir vielleicht was zu essen kaufen, bitte? Ja, das wäre eine fantastische Idee. Ich habe gehört, die müssen hier so wahnsinnig gut sein. Da hätte ich total wirklich Not. Und dann...

Rückkehr ins Präsidium und erste Befragungen

01:51:24

01:51:24 ins Präsidium. Machen wir das. Ja. Es ist etwas mühselig inzwischen. Der Verkehr fängt an, sich überall aufzuhängen und zu verstopfen. Leichter Nieselregen geht nieder, sodass der Scheibenwischer die ganze Zeit mit einem leisen Weg euch auf die Nerven geht, bis ihr dann wieder zurück beim Präsidium seid. Und auf eurem Stockwerk seht ihr den Feuerbach euch quasi schon entgegenkommen.

01:51:51 der dann so mit einem Double Take euch sieht, die Tür aufmacht. Ah, also es sind alle hier. Alle fragen, ob sie wieder gehen können. Allen geht es gut, soweit. Und die Frau, er guckt auf einen Zettel. Voll... die Marie? Vollwanger. Vollwanger. Ah, ich habe das hier ein bisschen verschmiert. Die Marie Vollwanger sagt, dass sie...

01:52:19 dringend eine Botschaft weiterzugeben hat. Das kann ja nur lustig werden. Naja, dann gehen wir direkt zu der Frau Fohlwanger, würde ich sagen. Ja.

01:52:31 Wer ist der ganze Rest vom Chor, die sollen immer noch da bleiben? Die sind alle im Wartezimmer. Alle sind untersucht worden, allen geht's gut. Und haben Sie die Personalien auch aufgenommen von den anderen Chormitgliedern? Ja, natürlich. Haben Sie da direkt mal die Info, was die beruflich machen? Ja, blätter, blätter, blätter, blätter. Sören Erkeling ist Chemiker. Aha.

01:52:55 Aha. Soll ich weitermachen? Ja, bitte. Dino Kovacevic ist Kameramann. Freiberuflich arbeitet aber häufig bei den Monarchia Filmstudios. Deswegen sind sie auf den München. Mirela Kovacevic hat eine Catering-Firma, die sich um die Steaks gekümmert hat. Tim Maul ist Elektrotechniker. Und Sonja Platten Apothekerin. Gut.

01:53:28 Ja, gut. Ja, Marius Helm, Tontechniker, Marie Fullwanger, Sekretärin. Ja, gut, das wissen wir schon. Der Herr Erkeling, der benimmt sich ganz normal gerade. Hat der besonders oft gefragt, ob er wieder gehen kann oder war da irgendwas Auffälliges bisher? Nein, der ist einer von den Stilleren von denen. Die Kovacevic soll nach Hause.

01:53:54 Marius hat gefragt, wie lange es noch dauert. Und die Frau Vohlwinger, wie gesagt, die ist mitteilungsbedürftig. Ja, dann würde ich sagen, alle hier wären dankbar, wenn sich jemand...

01:54:09 diese Mitteilung annimmt. Dann gehen wir doch zu der Frau Vorganger, würde ich sagen, oder? Und der Rest soll man noch da bleiben, wegen Giften. Ja, die müssen noch ein bisschen Geduld haben. Also, na gut. Ja, wir wissen, dass Kolchizin jetzt die Sache ist. Da kann man wohl irgendwie genauer prüfen, ob da ein Problem besteht. Ich verstehe das. Also, wurde mir gesagt. Machen Sie schon.

Marie Vollwangers mysteriöse Botschaft und ein zweites Opfer

01:54:31

01:54:31 Gut, führte ich zu dem Zimmer, wo die Frau Fullwanger sitzt und in eine Teetasse schaut, mit großer Konzentration, bis sie dann hochschaut zu euch. Ah, hallo!

01:54:46 Es freut mich, dass Sie die Zeit jetzt doch finden, mit mir zu reden. Aber Sie haben mich ja auch herbestellen lassen. Also das waren schon Sie, nicht nur die Leute hier von, also der Herr Feuerwand oder wir? Feuerbach. Ach, wie der Maler. Ja, Frau Föhrwanger, wie waren das genau? Wir hatten ja gestern schon ein bisschen gesprochen. Sie kennen meine Kollegin, meinen Kollegen kennen Sie noch von gestern. Ja, ich erinnere mich gut.

01:55:14 Wir hatten noch ein paar Fragen, aber wir haben auch gehört, Sie haben eine Mitteilung für uns. Ja, ich habe mit der Beate gestern länger geredet, mit der Beate Kreuzer. Und sie hatte dann mit ihrer Schwester Kontakt aufgenommen. Und die sagt, dass das der Beppi bei ihnen ist und den anderen auch.

01:55:38 dass es mehrere Leute gibt und es stimmt. Manche Leute reden da auch vom Fluch. Die letzten zehn Jahre ist das schon ein paar Mal passiert, fast einmal pro Jahr, dass dann Leute gestorben sind, nachdem sie in den Ruhestand gegangen sind und aufgehört haben mit der Chorarbeit.

01:56:00 Und die Beate sagt, der Beppi ist jetzt bei ihr. Also nicht körperlich, sondern... Nein, nein, seine Seele, sein Spirit.

01:56:12 Das war jetzt die Nachricht, die sie uns überbringen wollen. Es geht ihm gut, ja. Die Beate hat mit dem Spirit von dem Josef geredet. Ja, also nun sie hat mit ihrer Schwester geredet und die hat mit Josef geredet. So funktioniert das wohl. Die Schwester von Josef war auch bei der Beate.

01:56:34 Nein, nein, nein, die Schwester von der Beate, die ist vor ein paar Jahren gestorben, so fast fünf Jahre oder so, nachdem sie die letzte Aufnahme gemacht hat. Ja. Sie sprechen immer wieder von diesem Fluch, aber wie genau passt dieser Fluch zusammen, dass der Fluch jetzt auch die Frau Platten erwischt hat? Die wollte ihre Karriere gar nicht beenden. Die Frau Platten?

01:56:58 Achso. Wir haben ein zweites Opfer. Die Frau Platten ist auch heute Vormittag... Ach du... Nein, das... Das wollten Sie nicht?

01:57:10 Weißt du, nein, das passt ja gar nicht zusammen. Aha. Da würde ich jetzt, also wenn es Ihnen recht ist, würde ich die Bärbel gerne anrufen, ob die nochmal mit ihrer Schwester reden kann. Ihr könnt ja auch hierher kommen, da machen wir die lustige Sitzung hier im Vernehmungsraum. Naja, das ist jetzt, das ist keine gute Umgebung dafür. Vielleicht wollen Sie lieber mit in die Kirche kommen? Ich würde mitkommen. Komm, lass uns, ja, ich würde auch mitkommen. Wir haben ja gerade...

01:57:44 Wir können auf dem Weg noch ein bisschen Weihwasser holen, dann machen wir das schon. Ja, das ist doch schön. Gut. Was brauchen Sie denn sonst noch von mir? Weil es hieß, wir dürfen hier nicht gehen vom Chor, bis nicht irgendwie Dinge geklärt sind.

01:58:02 Ja, wir hatten den Verdacht, dass noch mehrere Mitglieder des Chores vergiftet sind, aber mittlerweile, glaube ich, Sie haben sich ja auch der Untersuchung unterzogen von unserem Sunnydienst. Ja, ja, denen hat sich dann, hat alle die Werte genommen und ich bin wohl kerngesund. Ihnen geht es auch gut ansonsten? Ja, da habe ich nichts zu beklagen. Es ist sogar ein Herbst, wo ich nicht erkältet bin. Ich sage, das ist wegen dem Gesundheitsdrinks von Marius.

01:58:31 Und wegen der Magnettherapie-Armbänder, denke ich auch. Kann ich sehr empfehlen. Ja, das ist sehr wichtig. Sind Sie im Herbst eigentlich so unterwegs? Kennen Sie sich mit Kräutern aus? Ach, nein.

01:58:49 Also mit ein paar von den Heilpflanzen, die die Natur oder der liebe Herr uns geschenkt haben. Sicherlich aber nicht, dass ich das in die Praxis umsetze. Da kaufe ich lieber den fertigen Tee. Da kann mir zu viel schief gehen, wissen Sie. Ich bin ein bisschen kurzsichtig. Ich schiebe diese massive Brille etwas hoch.

01:59:11 Okay. Ja, ansonsten, wenn sie durchgescheckt wurden, dann könnten sie auch einfach mitkommen zu der Bärbel, hatten sie gesagt. Die Bärbel, genau. Bärbelkreuzer. Ja. Dann machen wir das doch gleich. Ah, das freut mich. Dann fahren wir jetzt da zusammen. Dann sag ich eben dem Marius noch Tschüss, dass der weiß, dass ich nicht mehr hier bin, weil wir wollten ansonsten zusammen zurück zum Studio fahren, dass er nicht auf mich wartet. Ja.

01:59:44 Ja, super, machen Sie das mal. Kuya würde sich nochmal zu Wanda und Dominik drehen. Sie tappt raus. Wo ist denn der Herr Helm? Er ist den Gang runter, der Herr Feuerbach, zeigen Sie Ihnen. Ach ja, darf der Herr Helm dann auch gehen? Dann kommt er ja vielleicht mit. Sollen wir den mitnehmen?

02:00:05 Obwohl, nein, der hatte noch etwas vor, der wollte die Sachen irgendwie im Studio klären. Ich würde sagen, der bleibt noch hier, oder? Ich würde auch sagen, der bleibt mal noch hier. So schnell sind wir jetzt nicht in einer Entscheidung. Jetzt fahren wir erstmal zu Bärbel. Können Sie dem Herrn Helm kurz Bescheid sagen und dann warten wir hier auf Sie? Ja. Der muss ja gar nicht Bescheid wissen. Das ist schon in Ordnung. Sie kommen einfach mit. Sie müssen gar nicht sagen, dass wir jetzt unterwegs sind. Das ist aber ganz schön unhöflich. Der wäre ja meine Flutfahrgelegenheit.

Ermittlungen zu weiteren Todesfällen und dem Chorverband

02:00:33

02:00:33 Wir lassen alles ausrichten. Na schön, dann warte ich hier. Dann müssen wir gar nicht warten. Ja, wir können einfach direkt los. Ja, ganz kurz, bevor wir los können. Julia macht nochmal kurz die Tür hier zu, damit die Marie nicht zuhört. Ganz kurz, bevor wir losfahren. Wir haben ja gerade vom Feuerbach gehört, dass hier einer von den Chormitgliedern, der Herr Erkling, ein Chemiker ist. Wollen wir das erstmal zur Seite packen und zu der Bärbel fahren?

02:01:06 Ja, ich würde erst zum Medium fahren, weil mit dem Chimica, auch wenn es verdächtig ist, aber wie weisen wir dem jetzt irgendwas nach? Wie kitzeln wir das jetzt irgendwie aus dem Raus? Ich wüsste jetzt da keinen Ansatz. Weil ich sehe auch kein Motiv, warum er den Beppi...

02:01:23 Ja, das hat man ja eigentlich bei niemandem aus dem Chor gesehen. Naja, diese ganze Geschichte mit dem, da sind mehrere Menschen gestorben in den letzten Jahren. Wir müssen auch den Willi nochmal anrufen und fragen, habe ich jetzt gerade gedacht, das ist vielleicht auch eine Sackgasse, aber was ist eigentlich mit der Frau Kreuzer, ob der noch was rausgekriegt hat? Sollen wir das mal kurz machen?

02:01:46 Ob der noch was rausgekriegt hat, den ruf ich jetzt mal ganz kurz an. Vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht, wenn wir vorher ein bisschen was über die wissen, bevor wir da hingehen, ne? Ja, also ich stelle mal gleich eine Flauter mit dem Hintergrund an.

02:02:01 Wanda, guten Morgen. Willi, es brennt, pass auf. Wir haben noch gestern dich gefragt wegen der Frau Kreuzer, die gestorben ist, die auch im Chor war und dann gestorben ist. Und ich glaube, damals wurde gesagt, es ist ein natürlicher Tod und es wurden keine Nachforschungen begonnen. Aber hast du gesagt, du fragst nochmal, ob du irgendjemanden erreichst?

02:02:30 der damals da mit dem Fall oder Nichtfall in Kontakt war. Hast du da irgendwas rausgekriegt? Wir stehen ja in unserem Fall. Elisabeth Kreuzer. Ich habe jemanden erreicht, der damals bei dem Fall einfach ein Kollege von der Streife uniformiert hat, der dabei war und sagte, er

02:02:52 dass das einer von diesen Fällen war, wo am Ende ist es eine alte Frau und sie ist über Nacht gestorben, das als natürlicher Tod abgehakt wurde, weil das zu untersuchen eine ewig lange Liste an Dingen aufgemacht hätte. Also es war wohl, der wird das nicht aussagen, wenn wir ihn irgendwo tatsächlich vor eine Kamera oder vor ein Gericht oder so etwas packen, natürlich, weil er kein Kameradenschwein sein will. Aber er fand es verdächtig und das ist nicht weiter verfolgt worden.

02:03:20 Die ist wohl nicht einfach nur eingeschlafen, sondern das sah aus, als hätte sie irgendwie noch versucht, zum Telefon zu kommen und wild verwühlt. Aber er hat dann halt gemerkt, dass es zu Ende geht. Aber es ist nicht geschafft, noch ihren Notruf abzusetzen.

02:03:35 Kannst du, wir haben eine Frau, die immer wieder andeutet, dass es mehrere solche Fälle gab von Menschen, die... Ist das die Beate Kreuzer? Die Beate Kreuzer, das ist auch vor allem die Marie, wie heißt sie mit Nachnamen? Ich habe gerade den Namen nicht erfahren. Pohlwanger. Von der eine Marie Pohlwanger habe ich hier jetzt nichts groß, außer eben das, was bei euch in der Akte schon drin steht, dass die da die Sekretärin ist. Aber die...

02:04:04 Bejahte Kreuzer ist wohl als Medium und seltsamer Gestalt recht bekannt, die sich der Meinung ist, dass sie Dinge besser weiß und auch bei der Polizei anruft und bei irgendwelchen vermissten Fällen helfen will, weil sie angeblich Kontakt mit den Leuten aufgenommen hat.

02:04:19 Gibt es einen Weg, wie man recherchieren könnte, ob mehrere Menschen, die in Chören waren und älter waren, vielleicht gestorben sind? Gibt es? Ich habe zwei weitere Namen für dich, die in München gestorben sind und in deren Todesanzeigen erwähnt wurde, dass sie im Chor gesungen haben und dass sie, wie traurig es ist, dass sie doch kurz nach dem Abschluss...

02:04:48 ihrer letzten Projekte gestorben sind. Das war ein Armin Held, der war fast 70 und ein Maximilian Ortl, der war erst Anfang 60, frühen Rentner. Gibt es da irgendwelche Kontakte zu dem Tonstudio? Dem Tonstudio? Das ist natürlich interessant. Es sind alles Chöre, die in München, im Norden von München unterwegs waren. Moment, ich such mal nach den Namen. Die sind alle in einem Verband gewesen.

02:05:22 Also diese Chöre schließen sich alle zu verschiedenen Verbänden zusammen und die sind dann alle nochmal in größeren Verbänden. Und da gab es wohl einen von Hobby- und Privatchören in Nordmünchen. Ist da unser jetziger Chor auch? Ja, ist er. Aha. Dann müssen wir den Marius noch mal fragen, ob er mit diesem Verband diese Pro Bono-Aufnahmen, ob er die vielleicht...

02:05:51 Aber warum würde er mal deswegen die Leute töten, weil sie aufhören? Ja, das hat sie doch, wenn das so eine verdrehte Glaube ist und du sagst, singen ist die Leidenschaft, die Leidenschaft ist das Beste, was du tun kannst, sondern in dem Moment, wo du sagst, ich höre damit auf. Und wenn jemand sagt, ich weiß besser, was für die Glied ist, dann kann das schon so weit gehen, dass...

02:06:15 dass derjenige sagt, dann hast du dein Recht zu leben verwirkt oder dann bist du in der anderen Welt besser aufgehoben und kannst dafür immer weiter singen. Aber es ist doch schon total bedächtig. Es weist alles auf unsere beiden Kräutermedium-Hexen hin. Ja, braucht ihr mich denn noch? Ich meine, es ist schon spannend, euch zuzuhören. Immer schön, dir zuzuhören.

02:06:39 Wenn du uns noch rauskriegen könntest, ob die auch diese Aufnahmen machen, ob die irgendwie auf seinen Kontakt gibt zu diesem Pro Bono-Programm. Ja, also der Enecor hier bietet Downloads an und im Impressum steht drin, dass das aufgenommen wurde in kein schöner Land Studios. Das ist unseres, oder? Das ist unseres, ja. Aha, wo also auch die Marie rumgebuselt hat. Ja, wo die, ja. Okay, dann gehen wir zu unserem Medium.

02:07:11 Danke. Sehr gerne.

Pause, Feedback-Umfrage und Ankunft in der Kirche St. Agatha

02:07:15

02:07:15 Und während er auflegt und ihr euch die Marie Fullwanger schnappt, in ein Auto steckt, allen anderen sagt, dass sie noch bleiben sollen, dass der Herr Feuerbach auf sie aufpassen soll. Wenn ich das richtig verstanden habe, soll der Rest noch bleiben? Ja. Und dann Losfahrt zur Kirche St. Agatha. Gehen wir kurz in eine Pause. Wir haben wieder Halbzeit für heute. Und da bleibt mir noch kurz etwas anzusagen.

02:07:44 Das habe ich auch in einer Sekunde gefunden, denn wir haben dieses Mal eine Umfrage und dieses Mal funktioniert sie auch, um Feedback zu geben. Ansonsten könnt ihr natürlich auch gerne das Feedback und Kontaktaufnahme über den Discord-Server machen, für den es regelmäßig einen Link auch im Chat geben sollte. Ich schalte jetzt gleich wieder in den Wartemodus und dann ist dort ein...

02:08:11 QR-Code, den ihr auch direkt scannen könnt. Ansonsten gibt es einen Link dazu, hoffentlich auch im Chat oder auf dem Discord-Server. Und dann könnt ihr dort gerne hinterlassen, ob und wie es euch gefallen hat. Das ist natürlich auch immer ein gutes Argument, um zu sagen, wir machen das nochmal. Und ich persönlich habe da natürlich ein gesteigertes Interesse dran und ich habe sehr viel Spaß daran. In dem Sinne schon mal vielen Dank an alle.

02:08:36 die da mitmachen und uns ein Feedback geben dazu, wie das Ganze bei euch ankommt. Dann bis in ein paar Minuten. Wir sehen uns sofort wieder. Wieder. Ihr haltet auf dem Gastparkplatz der St. Agatha, einer gar nicht so großen Kirche.

02:14:18 In Schwabing. Eine fiktive, nicht so große Kirche in Schwabing. Aber für euch natürlich absolut real. Mit einem kleinen, etwas traurigen Park, nebendran mit Linden, die schon größtenteils blattlos sind und deren Laub dafür die Rinnsteine und die Wege vollkleben. Marie steigt aus und sagt, da sind wir.

02:14:43 Da ist auch gerade, sollte jetzt Chorprobe sein. Und da können wir einfach dazukommen. Das ist das, mit dem ich jetzt eh beschäftigt gewesen wäre. Wenn das soweit, also ich hoffe, das macht Ihnen nichts aus, aber halt eben ein bisschen Respekt, weil es ist immer noch eine Kirche. Ja? Ja, natürlich. Da sollten Sie sich gar keine Sorgen machen. Ja, wunderbar. Na schön.

02:15:14 Ja, wir folgen Ihnen einfach, Frau Vollwanger. Gut. Sie schiebt das Tor, das Seitentor zum Schiff auf und drinnen könnt ihr schon ein paar einzelne Stimmen hören, die leise rauf und runter die Skalen arbeiten, was in dem Hohenkirchengewölbe natürlich entsprechend angenehm nachklingt.

02:15:42 Außer den Leuten, die sich vorne in der Nähe seitlich neben des Altars versammelt haben, mit Klatten in der Hand, die zum Chor gehören, ist die Kirche ansonsten leer und auch ein bisschen staubig. Die Orgel ist verlassen und es riecht nach der üblichen Mischung aus Weihrauch und altem Holz und feuchtem Stein. Die Marie wird freundlich begrüßt von den Leuten, die da stehen, die euch dann aber etwas misstrauisch neugierig beäugen.

02:16:10 Ja, diese drei Leute, die sind von der Kriminalpolizei. Das ist richtig, ja, Kriminal. Nicht einfach nur Polizei. Wie auch immer, die wollen mit der Bärbel reden, wegen ihr wisst schon. Sie winkt eine kurze, ziemlich runde Frau mit dem Gesicht einer Bulldog und einem langen Zopf zur Seite, die auf euch zukommt und einfach nur nickt. Ja, hallo.

Befragung von Bärbel Kreuzer und ihre medialen Fähigkeiten

02:16:41

02:16:41 Ja, hallo Frau Kreuzer, ist das richtig? Ja. Ja, Sie sind das. Wunderbar. Ich bin die Frau Julia Kröll. Ich weiß. Sie hat schon gehört vom Münchner Kommissariat hier, das ist meine Kollegin Wanda Goldwasser, mein Kollege Dominik Stockinger. Der Wassermann. Ja, der Wassermann, genau. Wenn Sie gerade Zeit hätten, wäre das wunderbar. Wir hätten nämlich ein paar Fragen für Sie. Ist auch relativ dringend.

02:17:09 Vielleicht können wir nebenan in die Sakristall gehen, dass wir ein bisschen einen Raum für uns haben. Wir folgen Ihnen einfach, wir kennen uns, wie gut aussehen. In der Sakristall, die weniger schön ist, sondern eher pragmatisch eingerichtet. Aber da stehen auf dem Tuch auch Kelch und Weinfleisch und sowas bereit für den Gottesdienst am Wochenende. Aber es sind vor allen Dingen auch ein paar Plastikklappstühle und ein normaler Tisch mit ein bisschen Büroarbeit drauf hingestellt.

02:17:38 Bitte. Das kann ich für Sie tun. Wir sind da, wann uns Marie erzählt hat, dass sie besondere Fähigkeiten haben. Ich bin ein Medium, das ist richtig. Sie sind ein Medium und wir ermitteln gerade in dem Fall von Josef Brandner. Und Marie hat uns erzählt, dass ihre Schwester etwas Ähnliches...

02:18:08 Mein Beileid dazu, etwas Ähnliches passiert ist und vielleicht können Sie uns das nochmal beschreiben, was da vor fünf Jahren, glaube ich, mit ihrer Schwester Elisabeth Kreuzer passiert ist. Elisabeth hat den Zweck ihres Lebens damit erfüllt gehabt. Sie selber hat an so etwas nicht geglaubt, aber in der Nacht dann sind die Engel zu ihr gekommen und haben sie mitgenommen. Was war denn der Zweck ihres Lebens?

02:18:39 Mit ihrer Stimme, die Menschen näher zu den Engeln und zu Gott zu bringen, sie glauben zu lassen, sie Schönheit erleben zu lassen, die Schwingungen dieser Welt ihnen näher zu bringen. Und wollte Elisabeth ihre Schwester nicht mehr weiter singen? Oder warum hat sich der Zweck denn erfüllt? Nun, es klingt ja nach einem Endpunkt, der da... Die Stimme verändert sich mit dem Alter irgendwann.

02:19:14 Und auch die Schwingungen, die man selber hat, die Frequenz. Wir alle sollten uns darauf einstellen, zu einem guten Moment aus dem Leben zu scheiden. Ich habe nicht vor, irgendwann als eine leere Hülle irgendwie in einem Altenheim noch unterwegs zu sein. Wenn Sie haben ja die Leitung ins Jenseits zu diesen Engeln angeblich.

02:19:43 Haben Sie dann heute Morgen über Ihren Funk auch mitbekommen, dass es ein weiteres Opfer gab, dass die Frau Platten in Lebensgefahr sich befindet und eventuell auch Besuch hatte? Wussten Sie davon? Es gab ziemlich großen Aufruhr heute Morgen. Ich bin unruhig aufgewacht. Ich habe die Karten gelegt. Ja, das waren nicht die Engel. Das war irgendeine andere Macht, die versucht hat einzugreifen und die Sache zu verändern.

02:20:16 Und Frau Kreuzer, wenn Sie jetzt sagen, Ihre Schwester zum Beispiel, auch von meiner Seite natürlich mein Beileid, die wurde von den Engeln geholt. Ich kenne mich jetzt da nicht so aus. Wie kann ich mir das jetzt vorstellen, wenn ich da jetzt nicht so bewandt bin? Sie sind ja quasi das Medium. Wenn Sie da kein Gespür für haben, ist das für Sie nichts anderes als wie ein Druck in der Luft, ein unangenehmes Gefühl, dass Sie Gänsehaut bekommen.

02:20:46 Wenn Temperaturen, die sich ändern, Geräusche, die sie hören, aber gerade auch Menschen, die am Ende ihres Lebens sind oder ganz am Anfang, auch sehr kleine Kinder, können sie etwas klarer wahrnehmen. Das heißt, ich hoffe, dass meine Schwester, dass sie verstanden hat und ihr bewusst war, was passiert ist. Ich gehe davon aus.

02:21:09 Also das ist jetzt diese Engel, das ist jetzt nichts, was wir jetzt sehen könnten, das ist jetzt nichts Körperliches. Nein, es sei denn, Sie sind ein Medium. Ich kann natürlich versuchen, Ihnen zu helfen, Kontakt mit Ihnen aufzunehmen. Aber es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass man hat diese Fähigkeit oder man hat sie nicht. Manche Leute können sie erst nach großem Trauma erwecken.

02:21:31 Ja, und wie funktioniert das dann in Ihrem Medium sein? Die Engel sagen Ihnen dann manchmal auch, was sie tun sollen oder nicht tun sollen. Kommt das auch manchmal vor? Wenn Sie fragen wollen, ob ich eine...

02:21:50 psychische Erkrankung habe. Nein. Frau Kreuz, also weil das jetzt nicht gemeint ist. Nein, ich wende mich mit meiner Fähigkeit an die höheren Frequenzen dieses Universums und mit etwas Glück erhalte ich Antworten. Ich bekomme da keine Anweisungen. Sie meinten? Bitte, Dominik. Nee, Wanda, mach nur, ich hab schon. Sie haben vorhin gesagt, dass...

02:22:18 Dass das zu einem Endpunkt gekommen ist, das sind jetzt meine Worte, das waren Ihre Worte. Hat das Ihre Schwester selber so benannt? Sie hat gesagt, dass es keinen Sinn mehr macht, weiterzumachen damit. Dass sie weniger Sachen machen muss und das zu anstrengend wird. Und dass sie lieber aufhört, wenn sie noch einmal einen schönen Beitrag geleistet hat.

02:22:55 Und dann haben Sie gleichzeitig gesagt, wir haben die Aufgabe, so habe ich es verstanden, wir haben die Aufgabe, mit unserer Stimme Menschen zu den Engeln zu bringen, eine Verbindung herzustellen, wenn nicht richtig, mit der Musik, mit den Schwingungen etwas aufzubauen und die Menschen zuhören zu beschenken.

02:23:18 Darf ich? Ja. Musik ist das, wie wir dem Göttlichen am nächsten kommen können. Es ist, schläft er ein? Sie schaut rüber zu Dominik. Dominik, entschuldigen Sie. Achso, ich schaue nur noch unten. Ich höre nur gebrannt zu. Der Tag war sehr lang. Entschuldigen Sie, Dominik. Julia, stößt ihn so an so ein bisschen. Wie nimmst du noch einen Red Bull? Ja, wir sind ganz bei Ihnen.

02:23:46 Musik ist die Art und Weise, wie wir am ehesten an die höheren Schwingungen des Universums herankommen. Und es ist unsere Art und Weise, unseren Körper zu benutzen, um sie in die Realität zu übertragen. Ärzte und sowas reden davon, wie gut singen ist, dass es ein Gemeinschaftsgefühl erzeugt, dass es Dinge im Gehirn ausschüttet und die Durchblutung anregt und insgesamt für eine bessere Stimmung und so etwas alles sorgt. Das ist natürlich nur das Echo.

02:24:15 in der physischen Welt mit den niederen Schwingungen von dem, was auf der höheren Ebene passiert. Wie fanden Sie das denn, dass Ihre Schwester gesagt hat, ich höre auf, ich habe wichtigere Sachen jetzt zu tun, das Singen kann ich mehr, habe ich gar nicht, habe ich in meinem Zeitplan keinen Platz mehr. Ich habe das verstanden und irgendwann wird es mir wahrscheinlich auch genauso gehen, denn irgendwann ist auch mein Anteil daran zu Ende. Sie hatte nur die deutlich schönere Stimme.

02:24:50 Das vermisse ich schon sehr, mit ihr zusammen zu singen. Es hat auch uns näher zusammengebracht, diese Gemeinsamkeit. Ich sagte ja, dass Fähigkeiten mit Trauma stärker werden. Bei mir sind sie erst richtig erwacht, nachdem Elisabeth von uns gegangen ist. Darf ich Sie noch was fragen über Marie? Marie ist eine Freundin von Ihnen oder eine enge Weggefährtin? Sie wendet sich öfters an mich, wegen meiner medialen Fähigkeiten.

02:25:26 Und lässt sich dann, fragt sie um Rat oder lässt sie sich von ihnen beraten oder fragt sie, was sagen die Engel, was ich machen soll auch? Ja, nein, nicht die Zwingung, was sie machen soll, aber was die Zukunft vielleicht für sie bereithält und was sie tun kann, um selber für ihre Gesundheit zu arbeiten, um ihre eigenen Schwingungen zu verbessern.

Kartenlegen und die Flucht von Marius

02:25:53

02:25:53 Was sind da zum Beispiel manche Tipps? Kein Fleisch essen. Sie hatten vorhin noch erwähnt, dass Sie die Karten gelegt haben für heute Morgen und das ist heute Morgen eine andere Kraft gewesen. Was können Sie uns dazu sagen?

02:26:14 Also was meinen Sie mit anderer Kraft zum Beispiel? Nun, ich habe zum Beispiel die Neun der Schwerter gelegt, die Gedanken, die einen verfolgen und einen wachhalten, dass jemand wegen eines schlechten Gewissens oder aus Angst davor, dass einen etwas eingeholt gehandelt hat.

02:26:37 Julia dreht sich zu Wanda und Dominik. Die Sonja mit dem Anruf, Herbstzeit. Da reden wir gleich nochmal drüber. Ja, Frau Keuser, und was war da noch weiteres mit den Karten? Die Fünf der Münzen, das Ast der Kelche. Das war alles etwas unklar, aber ich war mir relativ sicher, dass mir auch mitgeteilt wurde, dass es dem Beppi gut geht. Den Hohepriester habe ich auch gelegt.

02:27:06 Das steht für ihn, denke ich. Die Erreichung in der Meisterschaft über die eigenen Fähigkeiten und die göttlichen Eigenheiten der Welt.

02:27:20 Ja, und haben Sie auch Kontakt mit dem Beppi gehabt, mit dem Josef? Nein, nur mit meiner Schwester, aber sie... Ach so, im Leben. Mit ihrem Spirit, hat die Marie gesagt? Ja, mit meiner Schwester kann ich immer noch Kontakt aufnehmen. Ja, und hat Ihre Schwester Ihnen da was gesagt zum Josef? Dass es ihm jetzt gut geht. Ja, okay. Und noch irgendwas?

02:27:50 dass er jetzt im Jenseits das machen kann, was er im Leben schon getan hat. Arbeiten. Leute verprügeln. Was? Singen. Ja. Ah, ja, singen, klar. Ah, singen. Ja, ja, singen, genau. Tja. Hat er Ihnen auch erzählt, wie der Baby das fand, dass er jetzt im Jenseits ist? Er war nicht gläubig im Leben, deswegen war er wohl überrascht.

02:28:28 Aber das werden die meisten Leute sein, wenn sie sterben und dann es nicht vorbei ist, denke ich. Da muss man schon ein Grundvertrauen haben. Ihr Chor, um mal wieder zu den irrenen Dingen zurückzukommen, ihr Chor zeichnet auch in den Studios der Marie auf.

02:28:50 Die gehören nicht, aber sie arbeitet da. Genau, aber in den Studios sind sie auch schon. Und wissen Sie zufällig, die Marie arbeitet schon sehr lange in diesem Studio, oder? Ich glaube schon seit 20 Jahren. Wenn nicht länger. Seitdem wir uns kennen, auf jeden Fall. Sie hat auf jeden Fall da gearbeitet. Was haben Sie denn gestern Nachmittag gemacht? Abends hatten wir Chorprobe, da ist die Marie nicht dazugekommen, wegen dem, was passiert ist mit dem Baby.

02:29:19 Und vorher habe ich im Garten die ganzen Sachen winterfest gemacht. Die Rosenstauden und sowas alles. Was noch? Ich habe den Sommerflieder zurückgeschnitten, den Efeu, ja, letztes Mal Rasengemäht, solche Dinge. Ich weiß nicht, sind Sie in Gartenarbeit interessiert.

02:29:44 Ja, ein bisschen. War nur allgemein. Ja, finden Sie gerne. Ja. Und Marie? Ich glaube, Marie hat nur einen Balkon. Aber sie ist gerne im Park.

02:30:02 Und ist das ein Thema, wo Sie sich auch finden? In meiner Fantasie als Laie gehört das jetzt auch mit dem Kosmos von Medium, dass man sich mit Kreuzern... Kontakt mit der Natur, ja. Sie kennen sicherlich auch die Schriften der Hildegard von Wingen. Das sagt mir was. Das ist ja gerade auch sehr... Kommt ja wieder. Dieses Wissen glüht ja gerade wieder sehr auf. Ja, weil wir ein neues Zeitalter eintreten.

02:30:33 Ist das was, was Sie auch mit der Marie geteilt haben? Das Interesse für die Wirkkräfte und das Wissen aus der Natur? Schon, ja. Sie war auch öfters mal bei mir zu Besuch. Früher haben wir mehr miteinander unternommen, das stimmt schon. Alle hier vom Chor. Aber mit der Pandemie ist viel kaputt gegangen, verstehen Sie? Ich bin froh, dass wir uns wieder treffen. Danke.

02:31:12 Ja gut. Soll ich versuchen, noch eine persönliche Lesung zu machen?

02:31:20 Gerne für unseren Wassermann hier. Dominik, du musst auch mal ein bisschen aufgeschlossen sein. Es gibt auch... Das ist doch großartig genug, dass sie direkt mich erkannt hat. Es geht nicht immer nur alles um die Technik, Dominik. Die ist nicht so laut, die ist voll in ihrer Konzentration. Dominik, lass es mal zu, Dominik. Ich habe das für einen gut. Lies sie jetzt für dich oder lies sie jetzt für unseren Fall? Sie holt auf jeden Fall ein Kartendeck raus.

02:31:50 Ihr lasst mich mit der alleine. Die Karte, die für Sie steht, die drei der Stäbe. Das Städte suchen nach einem Weg, das aber durchaus in einen Abgrund führen kann. Also gehen Sie vorsichtig vor. Das, was Sie suchen, ist die umgedrehte fünf der Münzen. Ein unvorhergesehener Verlust.

02:32:22 Ihnen zur Seite steht die Sieben der Schwerter. Ein unschuldiges Opfer. Und das, was sich Ihnen in den Weg stellt, ist der König der Pentagramme. Reichtum. Sind wir uns sicher, dass Beppi tot ist? Ja, der liegt im Kühlschrank bei der Frau Doktor. Da geht es um Macht und Geld. Ich verstehe das nicht. Sie haben keine guten Schwingungen. Das werde ich reinigen müssen. Super.

02:32:58 Wissen Sie eigentlich, wie treuerweise...

02:33:03 Drachenblut, Weihrauch und weißer Räucher. Salbei ist ganz toll. Ich verstehe nicht, warum Sie sich auf sowas einlassen, wenn Sie es eigentlich gar nicht glauben. Also von meiner Seite aus wären wir hier fertig. Ich habe Ihnen mitgeteilt, was ich Ihnen mitteilen musste. Bleiben wir noch ein bisschen in der Sakristei, wenn das für Sie in Ordnung ist. Und wir sprechen uns noch und kommen dann nochmal raus.

02:33:30 Wird Ihnen auch ganz gerne unsere Karte geben, falls Ihnen noch irgendwas einfällt, falls der Beppi sich nochmal meldet bei Ihnen über die Engel oder so. Dann können Sie uns jederzeit erreichen. Sicher. Egal mit was. Dann melden Sie sich gerne. Lass ich Sie immer alleine. Ja. Sie steht auf. Ich möchte ganz kurz in Feuerbach anrufen und ich möchte wissen, wer diese Gläser abgespült hat.

02:33:58 Ist dir das jetzt eingefallen, wo wir mit... Ja, das ist mir eingefallen. Ich muss kurz den Feuerbach anrufen. Ja, mach mal, Wanda. Ich mach mal auf laut, ob man das... Dominik, fandst du deine Karten nicht gut? Hatte ich das nicht? Also der tiefe Schlund des Abgrundes... Es klingelt nicht, du hast du in der sehr krass Teil kaum empfangen. Geh mal raus. Kann ich alleine rausgehen?

02:34:27 Wir können ja alle mitkommen. Dann gehen wir mal vor die Kirche. Genau, die Sakristei hat ihren eigenen Ausgang mit einer kleinen Tür nach hinten. Da könnt ihr rausgehen, ohne dass jemand anders das mitbekommt. Ja, und im Hintergrund hörst du ein lautes Schrillen von einem Alarm.

02:34:50 Was ist bei der Feuerwart? Was ist jetzt los? Ja, hier ist der Feueralarm losgegangen auf der Wache. Wir sind jetzt gerade alle draußen beim... Wahrscheinlich, weil es irgendwo gebrannt hat. Was weiß ich denn? Also wir haben alle auf jeden Fall... Nein, man evakuiert keine Leute, man evakuiert Gebäude. Wir haben das Gebäude evakuiert und stehen jetzt alle draußen beim Wartepunkt. Feuerwehr kommt gleich. Okay, wie kam es dazu?

02:35:15 Ich weiß es nicht. Okay, gut. Ich wollte ganz kurz, sind die Chorleute bei dir in der Nähe? Moment, ja. Kannst du kurz mal fragen, wer die Gläser abgespült hat? Ja, Moment, Entschuldigung, Entschuldigung, du hast gebummelt und weiterhin den Alarm im Hintergrund. Frau Kovacevic, erinnern Sie sich, wer die Gläser abgespült hat? Aha, aha. Sie sagt, das war der Marius. Der hat angefangen aufzuräumen.

02:35:46 Okay.

02:35:49 Und der Brandt hat aber jetzt nichts mit, ist das jetzt für uns, Herr Feuerbach, Sie sind jetzt Teil des Ermittlungsteams fast schon. Oh, gut. Glauben Sie das jetzt irgendwas mit uns zu tun oder hat es in irgendeiner anderen Abteilung, hat irgendjemand geraucht? Also tatsächlich sieht das so aus, als wäre es wahrscheinlich ein Fehlalarm. Aber Feuerwehr kommt gerade und da gehen Leute ins Gebäude. Das heißt, wir werden es bald wissen. Okay, dann danke ich und wir melden uns wieder.

02:36:18 Haben Sie dem Herrn Helm gesagt, dass er gehen kann? Ach mein Gott. Nee, eigentlich nicht. Ist er gegangen? Ich sehe ihn gerade nicht. Ich gehe ihn suchen. Hier ist ziemliches Chaos.

02:36:36 Moment, haben Sie den Marius gesehen? Nein? Also ich kann ihn jetzt nicht auf dem ersten Anheb sehen, aber ich werde ihn suchen. Ja, Fallbach, suchen Sie den mal ganz dringend. Ja? Ja. Ja, super. Ich melde mich, wenn ich ihn gefunden habe. Ja, vielen Dank. Warum würde der denn jetzt abhauen? Naja, vielleicht. Das ist ein Irrenhaus. Ich sage nicht, was ist das denn für ein Fall?

Verdacht gegen Marius und die finanzielle Lage des Tonstudios

02:37:08

02:37:08 Also, nehmen wir irgendwas mit von der Frau Kreuzer? Das war eigentlich ziemlich nutzlos. Die Marie ist ja noch da. Wir könnten mit der noch mal ganz kurz reden über den Marius. Die beiden sind ja langjährige Weggefährten. Die arbeiten beide in dem Studio. Auch der Marius hätte ja eine Parallele zu all diesen verschiedenen Chören.

02:37:31 Fragen die einfach nochmal, was sie über den sagen kann und ob sie wüsste, warum der jetzt abhauen würde. Ja. Und habt ihr, also ich hab das Gefühl, die Frau Werbel-Kreuze...

02:37:42 die kommt mir nicht vor wie eine Täterin, sondern wenn, kommt sie mir eher vor wie jemand, die jemanden, aber das ist jetzt alles nur Bauchsache, aber die Marie kommt mir eher vor wie jemand, wie ein Fan, die Fanin von Bärbel, die das dann irgendwie falsch versteht, diese Theorie, diese Überbauten und das in die Tat umsetzt und wie so eine...

02:38:08 Genau, aber mich irritiert jetzt auch total, warum der Marius abgehauen ist. Er ist ja auch immer noch der Koch von unserem Smoothie. Ja, von dem Getränk, von dem Vitamin. Aber im Smoothie war nichts drin. Ja, aber... Er hat Sinn gestellt, er kann dann natürlich... Franschen. Ja, wir gehen noch mal ganz kurz rein und reden noch mal mit der Marius. Ganz kurz bevor wir reingehen, Julia wird sich ganz gerne kurz umsehen, ob wir...

02:38:35 Bei dem Ausgang, wo wir rausgegangen sind, stehen wir jetzt so in diesem Garten da. Genau. Ihr steht bei einer kleinen Bank, die da draußen ist, mit einem Mülleneimer und einem ziemlich vollen Aschenbecher. Ein paar Leute gehen so 20, 30 Meter von euch entfernt mit Hunden entlang. Nicken in eure Richtung. Grüß Gott.

02:38:55 Und könnte Julia sich jetzt umgucken und irgendwie erkennen, ob da so was ähnliches wächst, wie diese Herbstzeitlose zum Beispiel? Ja, du kannst natürlich die Augen offen halten. Und mal auf Konzentration würfeln. Konzentration 4, immerhin. Ich würfel mal.

02:39:13 D6, ne? Und dann 4. Genau. Klingt die Klack? Alles Erfolge. Da blüht tatsächlich etwas Herbstzeitlose in ein paar kleinen Sprenkelchen unter ein paar der Linden. Sind nur so einzelne Blüten. Sieht tatsächlich aus wie Krokus. Also du gehst davon aus, dass es Herbstzeitlose ist, weil es aussieht, als würden der zartrosa Krokusse blühen. Aber es ist November.

02:39:42 Wander Dominik, ich habe mal hier gegoogelt. Guckt euch mal die Pflanzen da an. Hier Herbstzeitlose, wenn man googelt, das sieht fast so aus.

02:39:52 Und das war doch interessant, was uns durchgegeben wurde, oder nicht? Der Marie, genau, das sieht wirklich genauso aus. Er hat wirklich was von Bärlauch, das stimmt. Ja, ich mach mal hier ein Foto mal ganz kurz. Ich hab gerade eine ganz blöde Idee, aber bei dem Marius jetzt gerade nochmal so aktiv wird, hat nicht der Notar vorhin gesagt, dass beim Testament die Schwester, die Nichte, aber auch mehrere Spenden und

02:40:20 Ich habe nur gerade überlegt, ob Stiftungen, ob der, wie geht es denn finanziell eigentlich dem Tonstudio pro Bonen, die das alles umsonst machen. Ist auch eine gute Idee. Vielleicht ist das nochmal eine, einfach nur, ja. Na gut, das könnte man die Marie auch fragen, die ist ja schließlich Sekretärin in dem Studio. Ja, das stimmt. Das wäre doch eine Frage, die man immer stellen könnte. Dann reden wir jetzt mit der nochmal. Ja, das wäre gut. Die steht da noch drin und redet mit der Bärbel.

02:40:50 die ein paar entschlossene Gesten macht und euch stinkige Blicke zuwirft, als sie näher kommt. Frau Pohlwanger, wir hätten jetzt vielleicht doch nochmal im Anschluss ein, zwei Fragen an Sie. Ja, natürlich. Ja, ja, Sie kommen mit. Es tut mir leid, die Bärbel ist ein bisschen aufgebracht, aber das ist immer so, wenn was viel mit den übernatürlichen Dingen ist, das geht ganz schön schon auf Ihrer Laune und Sie sind in Wechseljahren.

02:41:16 Das verstehen wir. Es ist ja momentan auch viel los und wir verstehen, dass wir da auch einige Schwingungen durcheinander bringen. Sie dürfen uns das nicht übernehmen. Also wir nehmen sie auch nicht. Und zwar folgende Frage. Sie sind ja Sekretärin in diesem Tonstudio. Ja. Da bekommt man sicher einiges mit, auch von der Finanzierung. Wie sieht es denn finanziell in dem Tonstudio aus und gibt es da irgendwelche Stiftungen oder wie genau funktioniert das bei Ihnen?

02:41:44 Also wir verdienen das Geld mit den Aufnahmen, die wir machen für Serien und Filme, aber vor allen Dingen ganz viele Leute, die bei uns ihre Volksmusiksachen aufnehmen lassen. Das ist schon ein bisschen unsere Spezialität. Da haben wir auch einen ganzen Katalog voll mit Studiomusikern, die dann auch ein Hackbrett spielen können oder so etwas. Ja, das braucht man dann. Das ist gar nicht mehr so verbreitet, auch in München.

02:42:14 Damit machen wir das meiste Geld. Manchmal aber gibt es dann schon, also es gibt so einen Topf, wo die Leute auch durchaus einzahlen können, die es dann ermöglichen, das für andere Leute günstiger zu machen. Aber das meiste ist einfach, dass der Marius und ich unsere Zeit halt spenden dafür.

02:42:38 Und jetzt ganz praktisch, geht es dem Studio gut? Ja. Ja, ja. Volksmusik wird niemals sterben. Das macht die Leute glücklich, wissen Sie. Ja, anders als der Herr Brandner. Ja, nun, ihn hat es auch glücklich gemacht, als er gesungen hat.

02:43:10 Ja, stimmt. Dass er jetzt tot ist, ist natürlich traurig, aber so ist das Leben. Oder der Tod. Wissen Sie ungefähr, Sie arbeiten ja mit dem Herrn Helm, mit dem Marius auch schon relativ lange? Dem Marius, ja. Genau. Wie lange arbeiten Sie mit dem schon gemeinsam in dem Studium? Ach, schon zehn Jahre oder so. Und Guter, er kennt sich sehr gut aus und hat jetzt auch gefragt, ob ich vielleicht mit ihm was aufnehmen will.

02:43:41 Das finde ich schon ein bisschen aufregend, weil ich selten die Soloistin bin.

02:43:46 Und wer ist sonst die Soloistin, wenn sie es nicht waren? Ach, bei uns im Chor? Na ja, früher war es schon die Elisabeth, die war Soloistin, aber das ist jetzt schon eine Weile nicht mehr. Und aktuell ist es bei den Männern der Boris, das ist ein ganz guter, kommt aus der Ukraine, und bei den Frauen die Melanie.

02:44:13 Okay, und ganz kurz, die Sonja Platten, die war nicht sonst die Soloistin. Ach so, bei unserem kleinen Chor mit dem Beppi. Naja, der war ja weniger, wir sind ja mehr so ein Kammer-Grüppchen. Da gibt es nicht wirklich, da haben wir alle mal den Moment, wo wir alleine im Vordergrund stehen können.

02:44:34 Und mit dem Herrn Helm, Marius nennen Sie ihn wahrscheinlich, Sie duzen sich ja, wenn Sie da jetzt schon so ein langes Arbeitsverhältnis haben. Das bedeutet ja auch, dass Sie sich gut verstehen, dass die Arbeitsbedingungen gut sind. Ja, wir verstehen uns gut. Wir haben da ja ähnliche Interessen, ähnlichen Musikgeschmack, hat eine tolle Sammlung, ganz viele Originalaufnahmen.

02:45:01 Und war es immer schon eine Freundschaft oder gab es da mal, wenn ich die Frage stellen darf? Nein, also nicht, dass ich jetzt ganz abgeneigt wäre, aber ich glaube, ich bin nicht der Typ von Marius. Nein, nein. Aber Bärbel sagt, dass er im Frühjahr, dass sich eine Chance auftun wird bei mir. Also nicht mit dem Marius, sondern generell.

02:45:29 Der Marius, es gab, glaube ich, auf dem Präsidium ein kleines Missverständnis und der Marius ist schon früher nach Hause. Ach, geht's dem gut? Ja, dem geht's bestens. Wir suchen den gerade. Wissen Sie zufällig, wo wir den am besten antreffen würden? Ja, wenn der nicht im Studio ist, dann ist er wahrscheinlich bei sich zu Hause.

02:45:54 Halten Sie einmal kurz die Anschrift? Ach ja, natürlich. Haben Sie was zu schreiben? Immer doch. Na gut, hier. Und sie schreibt in einer sehr kindlichen Handschrift mit so geschwungenen Buchstaben und die I-Punkte sind kleine Kreise, eine Adresse auf. Bitte. Dankeschön. Ja, sind wir hier fertig dann? Gehen wir zurück ins, naja, also Präsidium? Oder kann ich bei der Chorprobe jetzt mitmachen?

02:46:26 Sie können bei der Kurprobe mitmachen. Würde ich auch sagen, ja. Und wenn was ist, melden wir uns bei Ihnen nochmal. Sehr gut. Ich komme auch gerne danach wieder. Ich weiß nicht, wie es jetzt abläuft. Also, wenn Sie mich noch brauchen, Sie wissen ja dann, wo Sie mich finden. Dankeschön. Dann noch viel Erfolg und danke, dass Sie so aufgeschlossen sind.

02:46:50 Eine Frage noch. Ich habe gehört, Sie mögen die Kräuterlehre von Hildegard von Bingen. Ja, schon eine vorbildliche Frau. Wissen Sie, wir haben da eher so ein Gespür für die Kräfte der Natur. Das kennen Sie vielleicht auch.

02:47:11 Sind Sie dann auch an Naturmedizin, also für den Einsatz von Kräutern, wenn es um Krankheiten geht oder um Genesung? Nun, ich lasse da aber andere Leute das machen.

02:47:27 Weil ich habe dann Angst, dass was schief geht. Aber ich nehme auf jeden Fall Johanniskraut für die Stimmung und den, genau, Baldrian und Lavendel zum Schlafen, solche Sachen. Ich glaube, dass man nicht immer gleich zur Chemie greifen muss. Ich meine, Lavendel ist toll zum Schlafen. Ja, absolut. Dankeschön.

Ermittlungen und Verdacht gegen Herrn Helm

02:47:53

02:47:53 Tschüss. Tschüss Frau Vollwanger, Dankeschön. Und sie wackelt dann rüber zu ihrem Chor. Ich kann jetzt doch mitmachen. Ist auch so eine besondere, wundersame Frage. Eine Wunderblume. Ich bin komplett überbar, gerade wie es weitergeht. Dass der Herr Helm abhaut, ist natürlich... Aber warum? Was wäre sein Motiv?

02:48:21 Ja, das ist die Frage. Aber was ich nicht verstehe, wir haben den ja vorhin befragt und der hat ja auch auf uns nicht so gewirkt, als wäre da was. Weil wir die Verbindungen jetzt sehen zu den Opfern. Kann es sein, dass der die Marie schützen will? Aber wovor? Weil sie die Täterin ist.

02:48:47 Aber warum? Warum sie die Täterin ist oder warum er sie schützt? Nee, warum sie die Täterin ist? Weil sie diesem Glauben so verfallen ist. Und das mit der Apothekerin, wie hängt das damit zusammen? Ich habe das Gefühl, dass das ein Versehen war. Aber das hat alles noch keine Beweise, was ich hier habe. Aber ich habe das Gefühl, die hat...

02:49:14 Das Gefühl, Gefühle haben in der Ermittlung nichts zu suchen. Das war das Erste, was ich gelernt habe in meiner Ausbildung, verdammt. Ja, die Ausbildung ist auch eine Weile her bei uns.

02:49:25 Ich würde mich so gern in den Wohnungen von der Marie und vom Herrn Helm, von Marius umsehen. Weil wenn du ja wirklich, also die Rückstände, die noch da sind. Naja, die Adresse von Marius hast du auch sogar noch hinterher. Ja, lass uns mal da hinfahren. Ich glaube, dass der jetzt abgehauen ist. Also Durchsuchungsbeschluss, das ist ja jetzt alles ein dringender Tatverdacht und es ist ja auch Gefahr im Verzug, weil wir schauen einfach mal vorbei. Und wenn der nicht zu Hause ist? Dann Gefahr im Verzug. Dominik, durchs Fenster. Ja.

02:49:54 Hast du das schon mal gemacht in der Ermittlung? Da muss ich aber direkt weghören. Du wolltest die Antwort auf diese Fragen nicht mehr hören. Dann fahren wir los. Im Auto kommt der Anruf vom Feuerbach. Es tut mir leid, ich kann den nicht finden. Der ist weg.

02:50:15 Ja, das dachten wir uns schon. Feuerbach, wir sind jetzt auf dem Weg nach Hause zu Marius. Wir nehmen uns die Sache selber an. Ihr könntet vielleicht mal eine Streife ins Studio schicken, ob der da zufällig auftaucht. Ich bin schon unterwegs. Danke, Chef. Ja, kann nicht der Chef. Legt auf. Gut, dann fahren wir zu uns. Marius wohnt in einem kleinen Haus, alleinstehend mit Garten, etwas weiter draußen.

02:50:45 Eine eigene Garage, kleiner Schuppen, ziemlich altmodisches Haus, gelb-braun verputzter Backsteinbau und mit einer Tür mit geriffeltem Glas drin, durch die man nur wahrgesehen kann, dass kein Licht im Flur an ist.

02:51:08 Ja, klingeln wir einfach mal, oder? Und schauen, ob er daheim ist. Wissen wir, was wir fragen wollen? Nee, ich hoffe, dass er nicht daheim ist, dass wir uns umschauen können. Der wird doch jetzt mal eine die Tür aufmachen, wenn er flüchtig ist. Also wenn er daheim ist, ja vielleicht auch erstmal, warum ist er dann abgehauen vom Präsidenten? Ah, sehr gut, natürlich. Sehr gut, ja. Ich würde mich davor gerne mal schon in diesem...

02:51:34 Schuppen umschauen. Ist es schon dunkel? Nein, es ist mittags, früher Nachmittag. Ja, okay, wir klingeln erst. Es ist kein Auto in der Garage. Dominik, wir klingeln erst. Zu viel Anstand muss sein. Keine Reaktion. Perfekt. Da klopfe ich nochmal. Dominik, mach mal ruhig. Ich würde auch mal so durchs Fenster gucken, aber sehe wahrscheinlich Licht ist aus. Licht ist aus, ja.

Entdeckung von Beweismitteln und Labor

02:52:06

02:52:06 Dominik, was war deine Alternative? Ich würde mir gerne bei Zutritt zu dem Schuppen und dem Garten einfach mal ein bisschen umschauen. Die Julia hatte vorhin die Bilder gemacht von den Krokussen und mich da einfach schauen, ob wir da irgendwas finden. Aber ich will in den Schuppen. Du gehst ums Haus rum auf so ein paar Waschbetontrittsteine.

02:52:26 In Richtung Schuppen, dessen Tür steht ein bisschen offen. Vor allen Dingen aber ist der Garten sehr hübsch anzusehen mit einem etwas ungleichmäßigen, aber überall vertretenen Teppich von zartrosa Blüten mit schmalen, spitzen, lansettförmigen Blütenblättern, die sich im Herbstwind ein bisschen hin und her schütteln, auch wenn sie nur niedrig gewachsen sind. Der ganze Garten ist voll mit Herbstzeitlose. Haben wir die nicht schon? Genau. Dominik.

02:52:55 Wanda, das ist genau das, was wir im Garten da gerade gesehen haben. Das sind die Halbzeitlosen hier überall. Das ist genau dieselbe Pflanze wie auf dem Foto.

02:53:04 Er muss das ja irgendwie verarbeitet haben. Da brauchst du eine große Menge dafür, um das so ein... Da braucht ein Destilliergerät oder chemische Apparaturen, um aus der Pflanze das rauszudestillieren. Guck doch mal, lass uns mal in den Schuppen. Du hast einen ganz guten Riecher. Der Schuppen ist ja... Ja, oder... Ja, ja. Der Schuppen ist offen und ist größtenteils voll mit Gärtnerwerkzeug.

02:53:32 Mit einem Handrasenmäher und allen möglichen anderen kleinen Kramschere. Aber unter der Decke hängen reihenweise getrocknete herbstzeitlose Blüten an Ketten und baumeln ein bisschen hin und her, als ihr die Tür öffnet. Aber keine chemische Einrichtung, keine Gerätschaften oder sonst irgendwas. Ja gut, aber wenn man die ja bloß trocknet und der Mörser die klein, das haut doch dann auch hin, oder?

02:54:02 Ja, aber dann kann er sie ja trotzdem nicht in seinen Smoothie gemacht haben, sondern muss sie ja nur in das Glas vom Herrn...

02:54:10 Die haben ja alle von diesem großen Spottich getrunken. Da ist es ja nicht drin gewesen. Es ist nur in diesen drei Gläsern gewesen. Wissen wir noch nicht mal. Ich denke, der Punkt ist, wir haben ihn jetzt hier an den Eiern. Wir haben jetzt hier die Pflanzen. Der trocknet die. Der hat das Know-how. Der ist in Verbindung aus den letzten zehn Jahren mit all diesen ominösen Mordfällen. Der ist flüchtig. Ich sage, wir rufen jetzt bei der Frau Richterin an, bei der Staatsanwaltschaft. Wir brauchen einen Untersuchungsbefehl.

02:54:39 Ich habe ein Dietrich-Set dabei, wir können auch... Ich kriege immer geschimpft, wenn wir das so machen. Macht man doch nicht so, aber wir können ja nur gucken, ob wir was finden, ob es Apparaturen gibt, ob es irgendwas... Julia, du stehst wacher und Dominik und ich gehen da kurz rein und das ist ein kurzer Blick ins Haus. Also eigentlich läuft das hier nicht so in München.

02:55:08 Läuft das bei euch gut, in Franken? Ihr macht das so. Man reagiert auf das, was da ist. Also, was ist manchmal sein? Ja, lass die, wir machen einfach. Also, ich stehe schmierig, ich habe damit nichts zu tun. Ich passe auf, ich setze auf die Tasche und wir gehen vor zur Haustür. Das ist klasse. Dann gib mir meinen Wurf auf Geschick. Ach, das weiß nicht mehr, was immer war. Die Polizei kehrt zurück zu dem, was sie früher war. Geschick 2.

02:55:39 Ah, das waren zu viele. Ja, bei 6, 4, 6, 5, das ist ja egal, das ist ja alles geil. Huch, ich seh die gar nicht. Ich darf nur drei würfeln, einer mehr.

02:55:52 Wenn ich Geschick zwei habe, dann darf ich drei würfeln. Nee, dann darfst du zwei würfeln. Nein, dann darf ich nur zwei. Entschuldigung. Oh, oh. Guter Versuch, aber zwei Zweien. Aber würfelt mal auf Konzentration, ob dir dabei was auffällt.

02:56:14 Da hast du auch fünf, oder? Ja. Also dein Versuch, das Schloss zu knacken, ist eher weniger berühmt, aber dabei fällt dir auf, dass einer der Steine in der Einfahrt sehr nach Plastik aussieht. Wir finden einen Schlüssel. Oder?

02:56:32 Tatsächlich? Ja, auf dem ist nicht wirklich Moos. Und sie hat eine andere Farbe als die restlichen. Na, wir heben den Stein. Ja, darunter ist das Schlüsselfach drin. Wunderbar. Nimm Handschuhe, zieh die Handschuhe an. Habe ich erklärt nach der zweiten Abmahnung. Ist wichtig mittlerweile. Okay. Und wir gehen zurück zur Tür mit dem Schlüssel und schließen die Tür auf.

02:56:58 Problemlos. Dahinter ist ein unbeleuchteter, aufgeräumter Flur. Es gibt eine Treppe nach oben, eine Treppe in den Keller. Ich habe gelernt in Filmen, wir teilen uns nicht auf. Wir gehen erst zusammen in den Keller und dann gehen wir zusammen nach oben.

02:57:14 Ich leuchte für dich und du gehst voran. Wir gehen zuerst nach oben. Mir egal, such dir aus. Lass uns zuerst in den Keller gehen. Okay, sehe ich auch so. Der Keller ist nur ein einzelner Raum mit ein bisschen Waschkücheeinrichtungen und einer Werkeinrichtung, großer Werkbank, Sägen und ein bisschen anderer Kram.

02:57:37 Kleiner Kupferkessel mit einer Spirale, ebenfalls aus Kupfer, die durch innen ein Wassergefäß und wieder rausläuft und mit mehreren anderen Auffangbecken und eine ganze Reihe von Pipetten und anderem Werkzeug für einfache chemische Arbeiten steht da. Ein bisschen nach hinten geschoben, aber gepflegt, sauber und poliert.

02:58:01 Ich mache mal ein paar Fotos von dem ganzen Zeug. Wobei es auch Käse, dann haben wir Beweise, dass sie eingestellt sind. Wir können jetzt den Durchsuchungsbefehl beantragen, aber wir wissen jetzt, dass wir zurück... Ich würde jetzt zurück ins Tonstudio fahren. Ja, also wir gehen jetzt einfach wieder raus. Oder wollen... Ja. Aber wenn man schon da ist, wir können mal auf Speicher-Anno-Schnein aufschauen.

Der Safe und die Motive des Täters

02:58:27

02:58:27 Speicher ist es nicht, wenn ihr nach oben geht. Da ist ein Schlafzimmer und ein Musikzimmer, wie euch dann auffällt. Mit einer großen Stereoanlage, einer professionellen zahlreichen Schallplatten, aber auch Kassetten, die sortiert sind. Und einer einzelnen Wand mit einem Sessel davor, der perfekt ausgerichtet ist, um Musik zu hören. Und dahinter ist ein Wandtattoo mit der Aufschrift, die Gedanken sind frei und die Tür zu einem kleinen Safe.

02:58:56 in der Wand, was unser Rätselobjekt für den heutigen Tag ist. Natürlich machen wir den Safe auf, oder? Die Gedanken sind frei. Das Zitat kennt man doch irgendwoher, oder? Ja, das ist das bekannte Lied. Ich google am Handy. Deutsches Volkslied über Gedankenfreiheit, ursprünglicher Text 1800. In Bern. Hoffmann von Fallersleben.

02:59:29 Wir brauchen eine Zahl. Wir müssen auf eine Zahl kommen. Es ist vierstellig. Warum ist das Wort frei auch groß geschrieben? Es ist ja ein normaler, wir haben immer noch Handschuhe an. Ich würde einfach zuerst mal 1842 testen. Wie viele Versuche haben wir? Ja, unendlich. Also wir müssen es irgendwann beeilen. Okay, 1862. Gib mal ein. 42, 42, 42. Das ergibt nichts. Okay, warte mal. Keine Auflösung.

03:00:05 Das Alphabet. Ich mache jetzt mal das Wort frei und suche mal die Buchstaben raus. Das ist eine fantastische Idee. F ist die Nummer 6. R ist... Julia steht draußen. Eine Frau mit zwei Dackeln an der Leine kommt vorbei. Grüß Gott. Ja, servus. Der Herr Helm ist nicht da. Ja, ja. Also wenn Sie was verkaufen wollen.

03:00:33 Ja, nee, alles gut. Ich stehe hier nur und atme. Aha. Na dann. Schönen Tag noch. Sie zieht ihre Dackel weiter. Wirft aber dir noch ein paar Mal den Blick zu. Du hörst von oben durch ein Fenster, das so ein Spalt offen ist. 1842.

03:00:57 Also wir können mal probieren, aber 6, 9, 5, 1. Nein. Okay, was dann auch noch ein Punkt wäre, ist, warte mal, versuch mal, 3, 8, 4, 4, 3, 8, 4, 4, bitte.

03:01:18 Nein. Weiter nichts. Die Anzahl der Buchstaben der vier Wörter. Julia, was sagst du für mich? Ich glaube, Julia wird auch langsam ein bisschen ungeduldig da, weil sie merkt, Leute werden schon aufmerksam. Ich würde auch mal reinkommen und die Treppe hochkommen. Was macht ihr da? Wir brauchen die Zahlenkombi. Vier Zahlenkombi. Da war eine Frau mit zwei Dackeln, die wurde schon ein bisschen aufmerksam. Ja.

03:01:47 Eine Zahlenkombi? Was? Am Save? Was macht ihr hier? Habt ihr irgendwas gefunden? Oder? Äh, schiel ich? Oder ist auf diesem Numpad von dem...

03:02:00 Nee, das ist schon eine 5 auf der 5, oder? Ich dachte erst, das wäre eine 3. Das sind normale Zahlen, ja. Also, das sollen normale Zahlen sein. Okay. Grüße an Karina, die das gezeichnet hat. Dominik, wann da will mich jemand einweisen? Wir haben hier einen Tresor mit diesem Wand-Tattoo hier. Absolut scheußlich, wenn du mich fragst. Aber wir versuchen, die Kombination rauszufinden. Da oben sind auch diese Noten noch. Die Gedanken sind froh, das ist doch ein schönes Lied, Dominik. Ja. Ja, du hast das auch noch zu schätzen müssen.

03:02:31 Und habt ihr ansonsten irgendwas gefunden? Oder warum versucht ihr jetzt hier den Zeug aufzubrechen? Ja, stimmt. Unten ist ein Labor. Er ist ziemlich sicher unser Mörder. Aber das ist unser Rätsel. Achso, ja. Er ist unser Mörder. Ich finde, Julia kann auch meinen Wurf auf Wahrnehmung, also auf Konzentration machen, während die anderen da über dem...

03:02:50 Ja, Julia würde sich auf jeden Fall auch mal zu dem Safe beugen und mal gucken, ob sie erkennen kann.

03:03:05 Nee, beim Safe nicht. Das Einzige, was dir auffällt, ist, dass eine ganze Reihe irgendwie auch Zettelchen zwischen die einzelnen Kassetten und zwischen die Platten geschoben sind, so als würden da die Buchstaben oder sowas markiert sein. Und da sind aber nur Buchstaben drauf. Nee, wenn du guckst, sind es Todesanzeigen, ausgeschnitten aus der Zeitung.

03:03:31 mit Geburts- und Todesdatum von verschiedenen Leuten. Ein Armin Held, ein Maximilian Ortl, die Elisabeth Kreuzer. Das sind die Fluchopfer aus den anderen Chören. Und warum hebt der das auf? Warum hat der die hier in seinem Regal drin? Ja, Trophäen. Dürfte ich auch mal auf Konzentration machen? Ich habe, glaube ich, noch keinen gemacht.

03:04:01 Ich habe Konzentration 5, das heißt, ich darf mit 5 Würfeln würfeln. Korrekt. Ah, hier. D6, 5.

03:04:14 Also die Sachen, die du dir anschaust, die Julia in der Hand hat mit den Todesanzeigen. Erstens, das sind Choraufnahmen, die auch jeweils aus dem Todesjahr der Person sind. Und die Todesjahre sind auch angestrichen auf den Todesanzeigen. Du hast dein Handy noch in der Hand mit den Tabs offen zum Lied und zu August Heinrich Hoffmann von Fallersleben. Der ist geboren 1798.

03:04:52 Der dichter von dem liegt. Genau. Ich würde 1798 versuchen. Nein. Und verstorben ist er 1874. Das würde ich dann auch noch gerne versuchen. Mit einem Klack springt der Safe auf.

03:05:10 Und was haben wir? Drinnen sind mehrere Kassettenaufnahmen, also keine normalen Kassetten, sondern altmodische Mehrspurbänder, in denen aufgenommen wird, bevor man umgestellt hat auf digital, in Tonstudios, eine Waffenkassette und mehrere kleine Fläschchen braun mit Schraubverschluss.

03:05:38 Ja, also ich würde sagen, keiner von uns wird jetzt die Fiole probieren wollen, oder? Nee, aber ich würde die auf jeden Fall mit Handschuhen einpacken und hier mal sichern und mitnehmen direkt. Ja, aber ich glaube, das beweist ja nur, dass das halb illegal ist, oder? Ich würde jetzt einfach die Spusis holen.

03:05:56 Oder? Und denen erzählen, dass wir hier einen... Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Man merkt, dass du neu bist in dieser Welt. Wir sagen einfach, hier sitzt das Heim von unserem Flüchtigen und wir haben in den Schuppen geschaut, wo die Tür offen war und haben da die getrockneten Plätter gesehen und hinten im Garten die Blumen. Er ist sowieso flüchtig und wir bräuchten einen Durchführungsbeschluss. Und den machen wir wieder zu. Und freut uns einfach nur privat über, dass wir ihn geknackt haben.

03:06:25 Achso. Na ja, Dominik, wenn das jetzt so läuft, wie die Jugend sagt, dann... Das werde ich mich nicht... Und wir brauchen definitiv eine Fahndung nach dem Herrn Helm. Wir brauchen eine Fahndung. Und was sind das für alte? Warum hat der so alte Tonbänder da liegen? Wollen wir die anhören? Hier ist doch ihr Musikzimmer. Gibt es hier ein Gerät, wo wir die anhören können? Ist jetzt eure Idee, ne?

03:06:48 Also an die beiden Illegaten. Naja, also eingebrochen sind wir jetzt schon. Wir haben keine Zeit. Da ist die Aufschrift Kirchenchor 2020 Elisabeth.

03:07:00 Wer war die Elisabeth? Das war die Schwester. Und als sie es einlegt und laufen lässt, gibt es ein paar Sekunden Stille und dann eine einzelne sanfte Mezzosopranstimme, die sich erhebt und preiselt, intoniert.

03:07:22 das noch mehrfach in eine Terz springt, noch eine Terz springt, dann eine Quint und dann setzt der Rest des Chors ein zu einem Kirchenlied. Eine saubere Aufnahme, gut abgemischt von Elisabeth, die das letzte Mal in ihrem Leben singt.

03:07:40 Oh, wow. Ist das die einzige Tonscheibe, die da liegt? Nein, da sind noch andere Bänder mit Aufnahmen von einem Armin Held, Maximilian Orkel, Severin Gimpel. Und die letzte? Josef Brandner, Beppi. Wir haben einen waschechten Serienmörder erwischt. Das ist mein erster. Irgendwann ist immer der erste. Aber was ist das Motiv?

03:08:10 Ist das Motiv, hat er auch diese verklärte Sichtweise, dass die ihr letztes Lied singen und dann nicht mehr sterben dürfen? Nicht mehr leben dürfen? Das fragen wir ihn am besten, wenn wir ihn erwischen. Ich denke auch, ja. Der kann uns das wahrscheinlich am besten erklären. Das, wenn ich im Darknet erzähle, das glaubt mir keiner. Wo erzählst du das, Dominik?

Konfrontation und Verhaftung im Englischen Garten

03:08:36

03:08:36 Im Internet. Auf Facebook. Dann machen wir die Spurensicherung hier. Und wir brauchen die große Fahndung nach unserem... Da ruft ihr den Feuerbach dafür an? Ja. Der antwortet direkt mit, ich wollte euch auch gerade anrufen.

03:09:04 Fantastisch, was gibt es Großer? Also es gab gerade eine Meldung, jemand hat angerufen, weil vor einer Kirche jemand eine Frau in ein Auto gezerrt hat und die Beschreibung passt auf den Marius-Helm. Interessant. Er will als nächstes mit der Marie das aufnehmen. Er will mit der Marie sein Herbstlied aufnehmen.

03:09:28 Wer war denn die größte Frau, die da reingezogen wurde? Das war erstmal nur eine etwas dickliche Frau, die in ein Auto gezogen wurde. Aber bei der Kirche St. Agathe.

03:09:47 Ja. Naja, es ist unsere Marie oder es ist die Bärbel auf jeden Fall. Feuerbach, zuhören. Ja. Wir brauchen einmal alles, was fährt und Blaulicht hat, zum Studio, weil der will ja wieder eine Aufnahme machen. Du fährst mit denen allen zum Studio, alles, was im Präsidium fertig ist. Gleichzeitig, bevor du das aber machst, brauchen wir ebenfalls... Fandom nach Helm?

03:10:14 Genau. Und aber wir sind uns sehr sicher, dass der auf dem Weg zum Studio ist mit dem Opfer, weil der dann eine Aufnahme machen muss. Und gleichzeitig brauchen wir die Spusi und ebenfalls eine Streife zum Haus vom Helm. Die Adresse ist die... Ja, wird alles erledigt.

03:10:34 Da ist dann bestimmt ein Labor, vermuten wir. Stimmt's, Julia? Vermuten wir. Ja, die sollen den Keller... Den Keller sollen sie sichern. Im Garten, da konnten wir schon mal einen Blick drauf werfen. Genau, also spulen sie hierher mit einer Streife und alles, was Blaulicht hat, zum Studio. Sehr gut. Äh, jawohl. Sonst noch was? Nein, das war's. Danke, Chef. Immer noch nicht der Chef. Danke.

03:11:00 Und wir fahren nach dem Studio. Er will ja wieder eine Aufnahme machen. Das war jetzt die Idee, der Gedanke, aber ob das stimmt, weiß es nicht. Nein, ich habe da ganz viele Dokus gesehen. Das ist ihm wichtig. Der braucht wieder ein Trophäe vom nächsten Opfer. Der will auch wieder eine Kassette aufnehmen. Na dann geht's. Blaulicht aufs Dach und los. Ich pack Blaulicht drauf. Während ihr fahrt, kommt der nächste Anruf vom Feuerbach.

03:11:31 Ich kann nicht rangehen, ich bin am Steuer. Ich gehe ran. Wir machen es mit so Lautsprechung. Ich habe eine Meldung bekommen zum Auto. Hört ihr mich? Ich bin auch im Auto. Ich habe eine Meldung bekommen zu seinem Auto. Das ist gesehen worden. Das parkt im englischen Garten.

03:11:53 Okay, interessant. Ja gut, dann alle da hin. Ja, da ist so ein Restaurant im nördlichen Teil. Aber ihr seid am nächsten dran. Also ihr werdet da auf jeden Fall als Erste sein. Ja, dann fahren wir da hin. Ich fahre direkt da hin. Ja. Gut. Das heißt, einmal auf den Isar Ring fädeln. Dann kurz einmal die Richtung wechseln.

03:12:20 Und runterfahren zum Hirschdau im Englischen Garten.

03:12:26 Da ist ein Parkplatz. Die Leute springen etwas überrascht zur Seite. Zahlreiche Hunde an Laien und manche auch ohne Laien, die dann zurückgerufen werden, gehen euch aus dem Weg. Einige schimpfen hinter euch her, bis ihnen klar wird, dass das ein Polizeiauto ist. Dann werden sie etwas kleinlauter, während das feuchte Laub hinter euch hochspritzt. Haltet ihr bei dem Restaurant oder wollt ihr direkt weiterfahren? Da führt eine Straße tatsächlich nach Norden durch den Park, parallel zur Isar.

03:12:55 Sehen wir dann beim Restaurant vielleicht das Auto? Ja, das steht da offen. Die Seitentür steht sogar noch offen auf der Beifahrerseite und es ist leer.

03:13:07 Ich werde zu Fuß weiter, oder? Dann hört er uns auch nicht sofort. Ja, dann stellen wir das Auto hier hin. Und Dominik, du kannst direkt mal kurz ins Restaurant gucken, ob die da sitzen aus irgendeinem Grund. Und zieht mal eure Waffen. Wir haben ja in dem Safe gar nicht in die Waffenbox geguckt. Der kann bewaffnet sein. Also, Vorsicht geboten. Ja. Wir steigen aus. Genau.

03:13:36 Gut. Bewegt euch raus? Ihr wollt euch dem Auto nähern? Wo wollt ihr hingehen? Ja, kann Dominik kurz ins Restaurant gucken, ob aus irgendeinem Grund die da sitzen oder man irgendwie die Marie irgendwo sieht im Restaurant oder so, dass wir nicht zurück müssen?

03:13:52 Da ist tatsächlich, du siehst da Leute, die da sitzen und gerade freundlich, fröhlich in ihren Kuchen hineinbeißen. Da ist eine kleine Wandergesellschaft, die allesamt sich an Donauwelle gütlich tun. Aber keine Marie und kein Marius. Okay, dann bin ich mir sicher, wenn hier ein Entführungsfall wäre oder irgendwas, dann wäre auch mehr Aufruhr. Also sprinte ich wieder zurück zu den anderen, zum Auto. Also ist das Tonstudio in der Nähe? Nein.

03:14:20 Das ist, zu Fuß werdet ihr schon mindestens 20 Minuten, wenn ich länger unterwegs bin, um zum Turnstuhl zu kommen. Okay, dann ist der in den Englischen Garten gerannt, oder? Wir sind doch direkt am Englischen Garten. Ihr seid im Englischen Garten tatsächlich. Wir sind ja genau mit diesem Weg da lang. Wir können ja mal irgendwie auf irgendeinen Wurf machen. Ihr könnt gerne, also die Julia ist beschäftigt mit Fahren.

03:14:46 Aber es können alle gerne einen Wurf auf Konzentration machen, dass ihr euch umschaut. Ja. Und ihr mit dem Auto da lang wollt. Ich fang einfach mal an. Ich hab fünf, mit fünf Dröcklen. Kein einziger Erfolg. Vielleicht sitzt du einfach auf der falschen Seite im Auto. Ich hab auch fünf, warte, warte.

03:15:11 Da sind zwei Erfolge. Also Wanda sitzt auf dem Beifahrersitz, die schaut zur Seite raus, nach rechts Richtung Isar und sieht dann irgendwann zwischen den Bäumen, die neblig feucht dastehen, zwei Gestalten am Ufer. Einen mit Schal und Hut auf, der gestikuliert, daneben und mit Kopfhörer auf und daneben eine Frau in einem Strickpulli, die die Hände gehoben hat.

03:15:40 Und aussieht, als würde sie singen. Und an dieser Stelle können wir noch jemanden begrüßen, denn wir haben...

03:15:49 Und unseren Marius tatsächlich hier, wenn ihr bei euch im Video-Ninja schaut, seht ihr ihn auch und ihr werdet ihn auch gleich hören. Ganz liebes Hallo an Ben von Ben & Paper, der jeden einzelnen Tatort bisher auf der Ersatzbank saß, falls jemand in letzter Sekunde ausfällt wegen Krankheit. Und jetzt ist er hier als Marius Helm.

03:16:16 Sie sind da, soll ich den Wagen anhalten? Dann hält Julia den Wagen an und so, dass wir aussteigen können. Da in der Nähe direkt von den Personen, die wir gesehen haben.

03:16:32 Ich habe mich aber gar nicht warm gemacht. Du fängst jetzt gerade nochmal von vorn an. Ganz ruhig. Guck auf mich. Und los, noch einmal bitte. Taubenblau verfließt. Ich weiß, ich treffe den Tod nicht. Ich brauche hinten das Rauschen. Das stresst mich sehr.

03:16:59 Ich weiß, ich weiß, aber der Beppi hat es nicht hinbekommen. Und jetzt brauche ich dich. Du hast sowieso eine viel schönere. Du passt viel besser in die Sammlung, Marie. Ich weiß nicht. Probier es mit dem Schluss. Geht hinfort mit Gottes Segen. Geht hinfort mit Gottes Segen. Geht hinfort mit Gottes Segen. Ich kann das nicht. Segen, eure Zeit ist umso breiter. Sag mal.

03:17:27 Sag mal, wieso geht das denn nicht? Ist es jetzt die Umgebung oder was? Wir haben nicht so viel Zeit, Marie. Marie, wer ist im Rücken von Marius? Die Person würde sie dann jetzt nicht mehr sehen. Ihre Augen werden sehr groß. Was ist los? Sie hat die Hände ja eh halb gehoben und jetzt klingt sie so ein bisschen... Ach der Schein.

03:17:55 Wir lassen jetzt mal die Waffen fallen. Herr Matthäus-Helm, Sie lassen jetzt die Waffen fallen. Hier ist Polizei. Sie kennen uns, lassen Sie jetzt die Waffen fallen. Ja, der nimmt Marie als Schutzschild vor sich.

03:18:11 Kannst du versuchen, durch die Büsche von hinten an Marie ranzukommen? Kannst du versuchen, dich von hinten an Marie ranzukommen? Ich schleiche mich außen rum, weil mich hat er noch nicht gesehen. Dann gib mir mal einen Wurf auf Geschick, wie gut das funktioniert. Oh Gott, oh liebes Lieschen. Oh, ich weiß gar nicht. Ich muss ganz kurz suchen. Bleiben Sie, wo Sie sind, gell? Marius, ich kann euch ganz gut. Drei, oh liebes Lieschen.

03:18:38 Kein einziger Erfolg. Obwohl die... Wer ist da noch? Doch, der eine ist eine Vier. Der eine ist eine Vier? Ist das offiziell eine Vier? Schauen wir mal in den Chat. Ja, das ist offiziell eine Vier. Aber du hättest zwei gebraucht, um es wirklich gut zu schaffen. Das heißt zumindest, du trittst einmal auf etwas, das wirklich laut raschelt. Und musst zumindest einmal kurz innehalten. Ah, ah, ah, ah, ah.

03:19:03 Das sind Störgeräusche, gell? Das sind Störgeräusche. Herr Helm, Herr Helm, wir haben Ihre großartigen Aufnahmen gesehen. Es ist ganz, ganz toll, was Sie da machen. Es ist ganz, ganz, ganz wertvoll. Für die Nachricht, was Sie da geschaffen haben. Wie, Sie haben Sie gesehen? Wir haben Ihre tollen Aufnahmen gehört. Das ist ein Riesengeschenk, was Sie da machen. Für alle Menschen. Wissen Sie, was das für Aufnahmen sind? Das sind die letzten Aufnahmen von Stimmen.

03:19:32 wie es sie nicht mehr gibt und die wollen alle aufhören, die wollen alle nicht mehr singen, verstehen Sie? Und das muss festgehalten werden, verstehen Sie für immer, verstehen Sie? Das muss festgehalten werden, der letzte Ton, der letzte stärkste wahrscheinlich ist, oder?

03:19:50 Ja, Sie haben es ja gehört. Sie haben es ja gehört. Ja. Und die Marie, die macht ja auch nicht mehr lang Musik. Ne, Marie, oder? Marie? Die Marie sollte noch ganz lang singen. Ja. Haben Sie, glaube ich, eine falsche Information. Also ich würde das auch im Ruhestand auf jeden Fall noch, also ich überlege es mir auf jeden Fall, aber nicht, wenn es so ist. Herr Helm. Herr Helm.

03:20:18 Die Marie möchte noch ganz lange singen und dann wird sie noch viel, viel besser. Und dann wird ihr Lied, die Herbstzeit, das wird alle Menschen bewegen und berühren. Sagst du zu dem Titel Herbstzeit, Marie, passt das? Ich bin doch nicht gut mit, frag doch die!

03:20:37 Herr Helm, lassen Sie mal die Waffe sinken. Geben Sie mir doch die Waffe und lassen Sie uns gemeinsam darüber reden, wann ein guter Zeitpunkt ist, dass Sie mit der Marie zusammen eine ganz, ganz tolle Aufnahme machen. Vielleicht mit Orchester.

03:20:51 Mit Zitterspielern im Hintergrund, einem schönen Chor. Aber es muss die letzte Aufnahme sein, die letzte, bevor sie nicht mehr singt. Verstehen Sie das denn nicht? Das verstehe ich, aber deswegen haben wir noch ganz viel Zeit. Die Marie hat noch ganz viel Zeit und sie können mir die Waffe geben. Das muss heute nicht passieren. Dominik hat jetzt doch sich in den Rücken bewegen können und Julia ist auch näher dran. Das heißt, eure Optionen sind alle offen.

03:21:16 Frau, Sie bleiben da bitte stehen. Sie kommen gerade mir zu nah, gell? Ich bleib da stehen. Ich bleib auch stehen. Alles gut, Marius. Sie können mir auch, ich bin hier jetzt näher dran, Sie können mir gerne die Waffe geben. Wir können hier über alles in Ruhe reden. Und also zum Beispiel die Wanda und ich, wir sind auch musikinteressiert. Vielleicht könnten wir auch mal bei Ihnen im Studio vorbeischauen. Unsere Stimmchen haben Sie ja noch gar nicht gehört.

03:21:46 Die Frau Goldwasser vielleicht, aber sie, sie quäkt mir zu viel. Ah, ja. Gut, wenn sie mir die Waffe geben, dann halt ich den Mund. Na, in den Höhen. War da nicht noch ein Dritter? Nein. Wir sind nur zu zweit da. Zweieinhalb, der halbe Portion. Der kommt später noch.

03:22:11 Herr Stockinger, oder? Der hat aber eine ganz ordentliche Stimme. Ja, also mit dem haben wir ja auch engen Kontakt. Da könnten wir auch. Vielleicht möchte er da auch mal im Tonstudio stehen. Will mich einsingen? Ja, den können wir anrufen. Sollen wir den mal anrufen, Herrn Stockinger? Gemeinsam. Das wäre jetzt sein letztes Lied, gell? Ja, das...

03:22:33 Da kann man ja dann sehen im Studio, wie das dann läuft und wie Ihnen die Stimme überhaupt gefällt. Also Sie sind ja der Profi hier auch. Da können wir ja, wir können Ihnen nur assistieren. Sie haben doch ein Studio um die Ecke, oder? Das ist doch gar nicht weit. Dann könnten wir doch zusammen hinfahren, dann rufen wir den Herrn Stockinger an, dass er da auch hinkommt, dann können Sie die Stimme gleich mal anhören. Mein Vitaminshot müsste eigentlich trinken, weil die Stimme ist total...

03:23:02 Das ist der Trickgrad. Ich weiß gar nicht, warum. Ich glaube, das ist eine gute Idee. Dann lassen wir, genau, geben Sie uns doch mal, lassen Sie die Waffe sinken und wir fahren und wir trinken alle zusammen bei Ihnen im Studio. Ich hätte gerne meinen Wurf auf Empathie dann von Wanda. Sie kriegt einen Würfel mehr, weil Julia ebenfalls mithilft. Das sind zwei Erfolge. Das kann zumindest ein bisschen Beruhigung nach sich ziehen. Vielleicht die Waffe ein bisschen senken.

03:23:45 Marie, du singst noch weiter. Na gut, sie setzt wieder die letzte Strophe oder von vorn? Ja, die ist am schönsten, die passt, gell? Ja, dann... Würde ich auch gerne hören. Sie setzt wieder an und ich werde es euch jetzt ersparen, dass ich das singe. Aber sie singt, geht hinfort mit Gottes Segen. Eure Zeit ist nun, so brechet auf. Folgt den stillen, dunklen Wegen, denn so ist der Dingelauf.

03:24:14 Zeit für alle Dinge soll es geben, für Leben streben und auch Tod. Scheidet ruhig aus diesem Leben mit einem Lied im Abendbrot. Erhebt die Stimmen aller Ort, wo Lieder sind, sind gute Seelen. Süßer Klang erhebt sich dort aus all den guten Menschenkehlen.

03:24:39 Ist die Marie noch in seinem Arm? Er hat das alles ein bisschen gelockert. Sie steht jetzt einfach neben ihm. Er hat auch die Waffe gesenkt, während er den Textleiche mitspricht. Wie weit bin ich von ihm entfernt? Du bist jetzt nur noch so fünf Meter von ihm entfernt. Du hast dich während des Gesprächs, während die anderen beiden ihn abgelenkt haben. Und jetzt, während Marie singt, langsam angeschlichen. Und er steht einfach mit dem Rücken zu mir.

03:25:03 Er steht mit dem Rücken zu dir und halb zur Isar, also du hast dich am Ufer entlang geschlichen. Dann würde ich meine Waffe ziehen und ihm in die Schulter schießen von dem Arm, in dem er die Waffe hält. Dann gib mir einen Wurf mit Fernkampf. Dann habe ich zwei. Mhm. Doch, ich bin ein Biest. Der ist ein Serienmörder, Chad. Okay. Ich treffe ihn. Oder?

03:25:33 Nein. Oh nein. Oh Gott. Der Schuss schneidet. Leute schreien im Park, die erst auf das Singen aufmerksam geworden sind und jetzt auf Leute mit Waffen.

03:25:50 Marius, ganz ruhig, der Dominik, der ist ausgerutscht, der war so neidisch jetzt wahrscheinlich auf die Marie, der wollte auch mal singen. Dominik, du wolltest jetzt auch, eigentlich wolltest du auch was singen. Da ist er ja. Genau, da ist er. Dominik, du darfst singen, wir haben das schon besprochen. Ich war eifersüchtig auf die Marie, weil die jetzt singen darf und ich wollte eigentlich auch. Du hast mir die Aufnahme zerstört.

03:26:20 Ja, aber ich kann dir ja eine neue Aufnahme geben.

03:26:24 Es ist ein begnadeter Sänger, der Dominik. Und außerdem, wenn hier mitten im englischen Garten im Unterholz ist, die Qualität doch sowieso kacke. Wir müssen doch sowieso in ein Studio gehen. Der Mario schiecht den Dominik. Gut. Ich meine, er ist auch kein guter Schütze, aber zwei Würfel hat er trotzdem. Der Dominik wird getroffen. Das ist in die Schulter. Genau das, was du selber vorhattest. Dominik taumelt rückwärts.

03:26:51 Du musst nicht zwingend zu Boden gehen, außer du filzt natürlich. Aber erst mal ist es erst so, als hätte dich ein heftiger Schlag gegen die Schulter getroffen. Dann wird es heiß und dann setzt der Schmerz erst richtig ein. Ja, leckere Computerspiele. Dominik, bist du okay? Ja, ja, aber macht's ja mal hin. Wer auf mich zielt, könnt ihr doch auch auf ihn schießen, oder? Marius hat jetzt die Hand mit der Waffe gehoben.

03:27:22 Herr Helm, Herr Helm, lassen Sie bitte jetzt die Waffe fallen. Herr Helm, schauen Sie mich an. Schauen Sie mir bitte in die Augen. Herr Helm, Herr Helm, Sie haben jetzt die Marie und Sie haben einen jungen Sänger, mit dem Sie das aufnehmen können. Wenn Sie die Hotschießen, bevor Sie mit Ihnen gesungen haben, haben Sie gar nichts davon. Herr Helm, lassen Sie jetzt die Waffe fallen. Herr Helm, schauen Sie mich bitte an. Lassen Sie die Waffe fallen. Ist das eine überzeugende Performance, Ben?

03:27:51 Wie soll sie denn jetzt noch aus der Situation rauskommen? Es bringt doch jetzt nichts mehr. Es bringt nichts mehr. Sie können ihr Wunder das Lied nicht aufnehmen. Marius, Marius, hören Sie mal, hören Sie mal. Es bringt schon noch was. Es ist noch nichts Schlimmes passiert. Hören Sie mal, wir haben noch eine Chance fürs Studio, für Ihr Lied. Denken Sie doch daran, was Sie auch noch vorhaben. Und Sie kommen doch jetzt...

03:28:20 Hier nicht weiter mit der Waffe. Geben Sie doch meiner Kollegin, der Wanda, die Waffe und dann reden wir hier wie vernünftige Menschen, Erwachsen über alles. Sie haben noch Ihre Aufnahmen, die Sie machen wollen. Wir kommen doch hier jetzt gerade nicht weiter. Oder? Denken Sie daran, was die Engel Ihnen sagen würden. Was die Bärbel jetzt gerade sagen würden. Nein, es geht mir um mein zehntes Lied. Das ist das zehnte Lied in der Sammlung. Aber es geht auch um die Menschen berühren.

03:28:50 Und das haben wir ja jetzt noch nicht und wir können doch noch daran arbeiten. Es ist doch noch nicht zu spät, Marius. Geben Sie uns doch jetzt die Waffe und dann schauen wir, was wir noch machen können. In Ruhe. Das hat doch gerade keinen Sinn mehr so. Ja? Ja, Ben. Geben Sie der Wander die Waffe und dann schauen wir in Ruhe weiter. Reicht ihr die Waffe?

03:29:21 Danke, Marius. Das war die richtige Entscheidung. Sobald die Wanda die Waffe hat, würde ich auch zu Dominik gehen und erst mal gucken, ob ich da irgendwie ihm helfen kann, da irgendwie auf die Wunde drücken oder ob alles okay ist. Aber davor habe ich mich das nicht getraut. Und ich mache Zugriff, habe die Waffe und die Arme auf den Rücken und die Hand stellen. Und ich habe ihn. Julia, ich bin arm geschossen worden.

03:29:51 Das macht sich bestimmt super in der Tinder-Bio. Dominik, ist okay. Dominik, wenn du noch die Witze machen kannst, dann ist es wirklich nur ein Streitschuss gewesen. Also wirklich. Dominik, es sieht auch nicht so schlimm aus. Ich habe nicht geirrt, seine Stimme ist doch nicht so gut. Er schreit die ganze Zeit. Und damit kommt die Verstärkung auch etwas verspätet, aber immerhin besser spät als nie dazu. Und ein Krankenwagen ist auch unterwegs. Und wir wechseln.

03:30:20 Kurz in den Abspann, um danach uns generell freundlich hier zu verabschieden. Also, wir sehen uns in 30 Sekunden oder so. Aber ich freue mich, dass wir einen richtigen Abspann haben, den wir jetzt laufen lassen können.

03:30:58 Wartet, Leute. So, das sind wir wieder. Das war's. Das war der Abschluss von unserem Tatort. Singen wir das Lied vom Tod. Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was für eine diebische Freude ich teilweise hatte bei, ah, der Marius? Nein, der kommt mir nicht so vor, als könnte er es sein. Aber dann einsteigen in Wohnungen und was weiß ich was alles.

03:31:20 Die arme Marie verdächtigt. Aber es hat alles so viel Spaß gemacht und hat so gut funktioniert. Und es ist tatsächlich, wir waren, die Waffe wurde überreicht. 21.59 Uhr, also 22 Uhr waren wir fertig mit dem Tatort. Ist das nicht? Das haben wir alle hervorragend gemacht, möchte ich an dieser Stelle sagen. Und alle heißt in dem Fall meine drei Ermittelnden.

03:31:45 Einmal die Eli als unsere Wandergoldwasser, eine echte, waschechte Tatort-Fernsehermittlerin, die bei uns zu Gast war. Diesmal ist der Ferdi nicht dabei gewesen, ist euch vielleicht aufgefallen, aber wir haben eine großartige andere Ermittlerin als Vertretung dafür bekommen. Und man merkt da die Erfahrung auch mit Impro und mit der Schauspielerei. Das war super, von 0 auf 100 direkt durchgestartet beim Pen & Paper. Ganz großes Compliment. Ich bin fix und fertig.

03:32:14 Das hat großen Spaß gemacht. Und dann der Lukas Odakani als Dominik Stockinger, der nicht immer ganz umgänglich frisch angeschossen hat. Das war ein sehr schöner Kombo von Würfen, das hat mir große Freude gemacht. Oh Mann, ey. Lukas hat gerade, während wir den Alpeter abspanniert, gesagt, dass ich den nicht erwische auf die Entfernung.

03:32:45 Mit einer Pistole zu schießen ist sehr viel schwerer, als man sich das so als Laie, als Person, die das noch nie im echten Leben gemacht hat, vorstellt. Das kann leider immer noch schief gehen. Und zu guter Letzt die wunderbare Baso alias Linda als die forsche, entschlossene und ebenfalls sehr wortgewandt, den mörderablenkende Julia. Ihr wart's.

03:33:10 Alle drei großartig. Und einen letzten großen Applaus für unseren Gaststar, für Ben, der als Ben & Paper ansonsten auch Pen & Paper, wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, bei dem Namen der Streams. Ich lade deine Kamera nochmal neu. Ich habe schon alles hochgezogen an dem, was man machen kann. Aber da bist du nochmal.

03:33:30 Und spielt auch viel und oft mit mir bei OrkenspalterTV oder ich bei ihm. Wir sind gute Kollegen. Und wie gesagt, er sitzt schon seit langem auf der Auswechselbank für den Tatort, falls uns jemand kurz abspringt. Und diesmal haben wir ihn einfach dann dazu geholt für einen kleinen Gastauftritt. Vielleicht irgendwann eines Tages dann auch mit deinem Ermittler. Der sieht dann zufällig auch aus wie ein Serienkiller. Ich war ja schon mal dabei.

03:33:56 Ich habe ja schon ermittelt. Die gute Julia, die kenne ich. Der Konstantin Seibel. Der Seibel, der Konstantin Seibel, ja. Ja gut, es war mir eine Freide, ihr Lieben. Für die wunderbare, für die wunderbare... Du schaffst die ganze Ablustmähle. Du bist wunderbarer Erspielen auch. Und auf uns reagieren mit unseren spontanen Ideen auch immer und alles. Und deine ganzen Charaktere.

03:34:24 Es war mir, wie gesagt, eine große Freude. Ich liebe die Improvisation und in welche Richtung ihr gegangen seid. Und ich fand es sehr schön, wie er mit den Charakteren teilweise interagiert hat. Wie Lukas bei der gestorben ist, bei den ganzen Esoterik-Damen. Es ist sehr schwer, da im Charakter zu bleiben. Ja, nachvollziehbarerweise. Und dann bleibt mir am Ende noch zu sagen,

03:34:47 Auch ganz lieben Dank an das Team vom Bayerischen Rundfunk. Hallo Lisa, hallo Benedikt, die mit mir das alles aushacken und mir auch als Spielleitung die Treue halten und dafür sorgen, dass Pen & Paper weiter beim Bayerischen Rundfunk ein Thema ist. Auch wenn inzwischen andere Teile der ARD nachgezogen haben, der WDR und der SWR. Wir kriegen sie alle noch, sag ich euch. Wenn ihr mehr von diesen Leuten sehen wollt, die Elli, die findet ihr natürlich als Wander.

03:35:15 In den Frankentatorten, wenn ihr sie auf der Bühne sehen wollt. Sie spielt im Münchner Metropoltheater und bei der neuen Spielzeit ist sie auch Gast beim ETA Hoffmann Theater im Bamberg. Umtriebig bist du, aber man merkt die Bühnenerfahrung sehr. Tolle Präsenz auch spontan. Und warte, da war noch irgendwas mit? Du bist beim Starkbieranstich dabei gewesen?

03:35:44 Beim Lockerberg. Viel bayerischer wird es nicht mehr. Das stimmt. Das ist nicht mehr Ritterschlag. Also Gratulation dazu. Vielleicht bist du da nächstes Jahr auch wieder dabei. Aber da können sich dann Leute drauf freuen. Ansonsten den Kani findet ihr auf Twitch. Da geht es meistens um Gaming. Vor allem den Schwerpunkt League of Legends. Und Basu findet ihr ebenfalls auf Twitch mit einer Reihe von verschiedenen Themen.

03:36:15 Gaming, aber auch das Chatting, verschiedene Sachen. Und vor allen Dingen eine super angenehme Community, die ich absolut empfehlen kann. Und zu guter Letzt der Ben, also Ben & Paper, vor allen Dingen mit Pen & Paper Inhalten oder das Gleiche auch bei mir bei Orkenspalter TV. Und ganz lieben Dank auch im Namen des Teams.

03:36:35 Und während der Bayerische Rundfunk jetzt den Raid anschmeißt, könnt ihr auch nochmal auf den Link für die Umfrage klicken, um Feedback zu geben für die heutige Folge und für Pen & Paper und den Tatort. Und es geht zu Haselnuss, die auch bei Pen & Paper, bei den Öffentlich-Rechtlichen des Öfteren auftaucht und mitspielt, wie neulich beim SWR. Und ich wünsche euch viel Spaß dort. Ich mache hier den Abschiedbildschirm an.

03:37:04 Und freue mich darüber, dass wir einen weiteren erfolgreichen Fall abgeschlossen haben. Vielen Dank, ihr Lieben. Macht's gut. Bis dann. Tschüss. Ciao, ciao.