Die Tour präsentierte ein Kurhaus mit Brunch und Weinlager, einen Club mit 165 Plätzen und Eisbahn sowie eine Produktionsküche. Wirtschaftliche Aspekte wie Minijob-Kosten und Preiserhöhungen wurden diskutiert. Ein neues Restaurantprojekt in einer Sandsteinmühle sowie eine Foodtruck-Flotte wurden vorgestellt. Abschließend wurden Unternehmensnachfolge und Branchennetzwerke thematisiert.

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Brunch-Anmeldungen und Preisdiskussion

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Zu Beginn des Streams wird ein Brunch im Restaurant vorgestellt, für den bereits 200 Anmeldungen bis 12 Uhr vorliegen. Ab halb elf werden warme Speisen serviert. Es folgt eine Diskussion über die Preiserhöhung von 2 Euro, die mit dem großen Angebot an Speisen wie geschmorter Ochsenbacke und Gänsekeule gerechtfertigt wird. Zudem werden die finanziellen Auswirkungen der Minijob-Erhöhung ab Januar erörtert, die für die Betriebe allein 170.000 Euro Mehrkosten bedeutet. Der Inhaber überlegt, ob Minijobs noch sinnvoll sind, da die Abgabenlast steigt.

Interieur und Details des Kurhauses

00:08:26

Das 175 Jahre alte Gebäude wurde mit Vogelvolieren im englischen Stil ausgestattet, um eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Die Vorhänge aus Stoffen und Teppichen verbessern die Akustik, sodass der Raum wie ein Wohnzimmer wirkt. Ein Akustikpanel von Marcel Wanders nach japanischer Origami-Technik ist ein Highlight. Die Tischnummern tragen ein Logo mit dem Buchstaben A für Anni, eine Hommage an die Tante des Inhabers. Designerlampen von Moï aus Amsterdam kosten 3.500 Euro und stammen aus einem belgischen Künstlerkollektiv. Die Einrichtung wird als detailverliebt und hochwertig beschrieben.

Besuch im Index-Club mit Eisbahn

00:11:25

Holger, der Inhaber, wird als detailverliebter und kreativer Gastronom vorgestellt. Im Index-Club, den er betreibt, gibt es eine Eisbahn in der Disco, was außergewöhnlich ist. Die Location bietet 165 Plätze in einem Saal, der durch die Gestaltung größer wirkt. Es werden weitere Details wie Kamine, Wandbilder von Wall & Deco und ein digital bearbeitetes Aquarell mit Monenpflanze gezeigt. Der Raum kann auch für Tagungen genutzt werden, da ein Beamer vorhanden ist. Die Einrichtung ist aufwendig und durchdacht, mit massiven Materialien wie Zirbelkieferholz für die Bar.

Weinlager und Eigenmarke

00:15:45

Die hauseigene Weinrange trägt das Logo 'A' für Anni am Kurpark. Der Inhaber bezieht den Wein von einem großen Winzerkonsortium, das frisch abfüllt. Dadurch hat er das ganze Jahr über frischen Wein, der nicht lange lagert. Eine Palette umfasst 560 Flaschen, und er verkauft jährlich etwa 20.000 Flaschen in vier verschiedenen Sorten. Der Einkaufspreis liegt bei etwa 5 Euro pro Flasche für Qualitätswein aus Deutschland. Die eigene Marke erlaubt eine bessere Preissetzung, und der Inhaber arbeitet eng mit dem Winzer zusammen. Das Modell zeigt, wie Gastronomen durch Eigenmarken profitieren können.

Küche und Buffet-Vorbereitung

00:17:57

In der Küche werden die Vorbereitungen für das Abendbuffet gezeigt. Drei Maschinen und Induktionswärmer halten die Speisen warm. Sina, die Nichte des Inhabers, ist für die Organisation verantwortlich. Der Stream erreicht 1100 Zuschauer, was als großer Erfolg gewertet wird. Es gibt spezielle Griffe für die heißen Behälter, und es wird humorvoll über Kommunikations-Tools im Restaurant gescherzt. Die Atmosphäre ist professionell, aber locker, mit einem Fokus auf Qualität und Effizienz in der Gastronomie.

Telefon-Panne und Geburtstagsglückwünsche

00:25:41

Nach dem Frühstück erzählt der Streamer von einer unerwarteten Panne: Sein Telefon ist wegen der vielen Geburtstagsglückwünsche komplett kollabiert. Das WhatsApp-Backup wurde doppelt erstellt, aber alle Apps mussten deinstalliert werden. Er hat keine Nummern mehr und kann nicht zurück schreiben. Die Community wird gebeten, ihm per Stream zu folgen. Es wird humorvoll über die Situation gesprochen, und er dankt allen für die Glückwünsche. Die Panne wird als technisches Problem dargestellt, das den Stream jedoch nicht beeinträchtigt.

Minijobber-Erhöhung und politische Kritik

00:31:09

Der Streamer diskutiert die Auswirkungen der Minijob-Reform: Die Abgabenlast steigt von 31 auf 44 Prozent, während der Mindestlohn nur auf 14,60 Euro erhöht wird. Für seine Betriebe bedeutet das Mehrkosten von 170.000 Euro pro Jahr. Er kritisiert die Politik, die Unternehmer belastet, anstatt die Minijobber zu entlasten. Viele Gastronomen werden gezwungen sein, die Preise zu erhöhen. Er erklärt, dass Minijobber oft Studenten oder Rentner sind, die flexibel arbeiten wollen. Die geplanten Änderungen machen eine Stunde Minijob für den Arbeitgeber auf 21-22 Euro teuer, was nicht wirtschaftlich ist.

Herausforderungen mit Minijobbern und Festanstellung

00:34:12

Der Streamer erläutert die Vorteile von Minijobbern, die sich ihre Zeiten selbst einteilen können, was bei Festangestellten schwieriger ist. Er sieht eine Ungerechtigkeit, da externe Kräfte ohne Erfahrung besser bezahlt werden als Fachkräfte. Deshalb stellt er auf Festanstellungen um, um Mitarbeiter zu binden. Allerdings ist das bei regionalen Betrieben mit saisonalen Schwankungen nicht immer möglich. Viele Menschen mit festem Job wollen sich etwas dazuverdienen, aber die Lohnsteuerklasse 6 reduziert den Nettolohn erheblich. Er hofft auf eine politische Korrektur, die die Realität berücksichtigt.

Zukünftige Projekte und Fitnerkraft-Vorbereitung

00:39:55

Der Streamer kündigt an, dass Fitnerkraft nächste Woche startet und er in Frankfurt am Main sein wird. Geplant sind Influenza-Kochstriebe mit Monte, Knossi und G-Time im Januar. Er beantwortet Fragen zu seinem Auftritt bei Promihof, aber Details werden erst nach Ausstrahlung preisgegeben. Zudem erzählt er von seinen Erlebnissen als Unternehmer und wie sich die Branche verändert hat. Er betont, dass junge Menschen heute schwerer Fuß fassen und es einen deutschen Gastrogründerpreis mit 100.000 Euro Unterstützung gibt, um die Branche zu fördern.

Neue Sandsteinmühle als Restaurant-Projekt

00:50:13

Holger stellt sein neues Projekt vor: eine alte Sandsteinmühle, die er gekauft hat und zu einem Restaurant 'Käthe an der Mühle' umbauen will. Die Mühle liegt auf einem Berg mit Blick bis zur Nordsee. Das Konzept umfasst ein à la carte Restaurant mit Schwerpunkt auf Außenbewirtschaftung und eine Bierkneipe mit zehn Biersorten vom Fass, inklusive eisgekühlter Theke. Dazu gibt es traditionelles Essen wie Schmalzstulle. Das Projekt ist Teil der 'drei Ladies'-Serie (Else, Anni, Käthe), die alle zur gleichen Company gehören, aber unterschiedliche Konzepte haben. Die Eröffnung ist für nächstes Jahr geplant.

Unternehmensnachfolge und Zukunftspläne

01:07:48

Holger spricht über seine Zukunftspläne: Er möchte das dritte Restaurant fertigstellen und die Nachfolge regeln. Die Firma wird an die nächste Generation übergeben, die aus drei Geschwistern und fünf Kindern besteht. Die Struktur ist eine gemeinsame GmbH für alle Objekte, was Risiken birgt. Er hat nie an Scheitern gedacht und investierte mit persönlicher Haftung. Er betont, dass Familienzusammenhalt wichtig ist, und daher blieben alle Objekte in der Nähe. Die Nachfolge wird schrittweise vorbereitet, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Familiengeschichte und Atze Schröders Tipp

01:11:26

Holger erzählt, dass seine Großeltern 1927 eine Schankwirtschaft gründeten und seine Eltern später eine Disco eröffneten. Er wuchs in einem 400-Seelen-Dorf auf und arbeitete von Kindheit an mit. Atze Schröder, ein bekannter Comedian, war damals Drummer in einer Band und gab den Tipp, nach Schüttdorf zu gehen. 1988 wurde der Index-Club eröffnet, der heute 40 Jahre alt ist. Das Grundstück umfasst 16.200 Quadratmeter mit 24 Bars und einer Eisbahn. Holger betont die langjährige Verbindung zu Atze Schröder und die Bedeutung von Familienwerten in der Gastronomie.

Übergang zur Else am See und weitere Touren

01:21:02

Der Stream wechselt zur Location 'Else am See', einem weiteren Restaurant der Familie. Die Zuschauer erhalten Einblicke in die Räumlichkeiten, darunter ein Tagungsraum und eine Außenterrasse mit Blick auf den Quendorfer See. Es wird über die Nutzung des Restaurants als Event-Location diskutiert, aber der Inhaber lehnt Vermietungen ab, solange der Betrieb läuft. Die Gastronomie hat eine lange Tradition, und das Restaurant wurde nach der Mutter benannt. Die Detailverliebtheit zeigt sich in der Einrichtung mit Recycling-Holz und Akustik-Panels. Die Tour endet mit einer Verabschiedung für den Transfer zur nächsten Station.

Foodtruck und Catering-Vorbereitung

01:45:00

Der Streamer besucht seine Foodtruck-Flotte und plant ein Catering für Privatanfragen. Er zeigt seine Produktionsküche und erklärt die Technik, wie einen Pizza-Durchlaufofen. Der Trailer wird für Sommerterrassen und Weihnachtsmärkte genutzt. Er erwähnt, dass er 100 kVA Stromaggregat besitzt, um autark zu sein. Die Pizza wird frisch zubereitet, und ein SB-Terminal ermöglicht eine schnelle Ausgabe. Das Konzept zielt auf gleichbleibende Qualität ab. Zudem wird die Vorbereitungsküche gezeigt, und es wird erwähnt, dass der Stream später auf der ROKA-Messe fortgesetzt wird.

Gespräch über Netzwerk und Spirituosen

02:21:11

Am Ende des Streams wird über das Leaders Club Germany gesprochen, ein Netzwerk für Gastronomen. Holger, der Inhaber, wird als neues Mitglied vorgestellt und kommt zum Gastro-Award nach Hamburg. Es wird eine eigene Spirituosenmanufaktur namens 'Bubensahne' präsentiert, die 15 Prozent Alkohol enthält und als Alternative zu bekannten Marken dienen soll. Die Flasche kostet 29,90 Euro. Die Diskussion betont den Austausch zwischen Gastronomen und die Bedeutung von Netzwerken. Der Stream endet mit der Ankündigung, später auf der Foodtruck-Messe in Meerenberg weiterzumachen.